DEB-NEWs Deutschland Cup

  Deutschland Cup 2011

DEB-Pokal 2011/12
 
  Ergebnis 2011
lPatz 1
 
Patz 2
Slowakei Team Slowakei
Platz 3
Deutschland Team Germany
 
Schweiz Team Schweiz


 

  • Datum: 11.11. - 13.11.2011
  • Austragunsort: Olympiahalle München
  • Teilnehmende Teams: USA USA; Slowakei Slowakei; Schweiz Schweiz; Deutschland Deutschland
  • Den Hattrick im Visier: Olympiahalle München: Vier Eishockey-Spitzenteams kämpfen um den 22. Deutschland Cup. Die Spannung könnte nicht größer sein! Wer wird am Ende die begehrte Trophäe in Händen halten. Schafft die junge DEB-Mannschaft den Hattrick und gewinnt zum dritten Mal in Folge den Cup. Oder machen die Teams aus den USA, der Schweiz und der Slowakei den Deutschen einen Strich durch die Rechnung.
Motivation und Spannung könnten nicht höher sein beim 22. Deutschland Cup. Das junge DEB Team unter Führung des neuen Bundestrainers Jakob Koelliker kann in diesem Jahr den Hattrick schaffen und zum dritten Mal den Pokal nach Hause holen. Allerdings möchte auch das Team aus den USA den begehrten Cup wieder in den Händen halten. Traditionell spannend sind die Spiele gegen die Eidgenossen aus der Schweiz. Die Mannschaft aus der Slowakei hat nach der Vorrundenniederlage der Heim-WM noch eine Rechnung mit dem deutschen Team offen. Keine leichte Aufgabe also für die junge deutsche Nationalmannschaft, die sich zuletzt bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei in hervorragender Form präsentiert hat.
 
  • Teaminfo Deutschland München ist ein gutes Pflaster für die junge deutsche Nationalmannschaft. So will die DEB-Auswahl in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge den Titel gewinnen. Doch auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung beim Deutschland Cup warten mit den USA, der Slowakei und der Schweiz hochkarätige Gegner.
 
  • Teaminfo USA Der Olympia-Zweite verfügt über Spieler aus den Top-Ligen Europas und ehemaligen NHL-Stars. Bei seiner sechsten Deutschland Cup Teilnahme gibt es für das Team aus den USA nur ein Ziel: der Pokal muss wieder nach Nordamerika.
 
  • Teaminfo Schweiz Hochmotiviert tritt die Schweiz zum diesjährigen Deutschland Cup an. Dabei strebt das Team von National Coach Sean Simpson den dritten Titelgewinn nach 2001 und 2007 an. Bei den letzten beiden Begegnungen im Rahmen des Deutschland Cups ging die DEB-Auswahl als Sieger vom Eis, doch der ehemalige Meistercoach der München Barons sinnt nach einer Revanche...
 
  • Teaminfo Slowakei Der Weltmeister des Jahres 2002 muss sich beweisen. Beim ersten internationalen Auftritt nach der Heim-Weltmeisterschaft möchte die Slowakei zum insgesamt dritten Mal den Cup nach Hause holen. Der letzte Titelgewinn liegt immerhin schon sechs Jahre zurück. Außerdem haben die Slowaken mit den Deutschen noch eine Rechnung offen. Der WM-Gastgeber musste sich im eigenen Land mit 4:3 in der Vorrunde gegen das DEB-Team geschlagen geben.
 
 
Datum   Heimteam   Auswärtsteam Ergebnis
11.11.2010   Slowakei Slowakei vs USA USA 2 : 0 1:0 - 0:0 - 1:0 Spielbericht Tabelle Spieltag
    Deutschland Deutschland vs Schweiz Schweiz 4 : 2 0:1 - 2:0 - 2:1 Spielbericht
12.11.2010   Deutschland Deutschland vs Slowakei Slowakei 3 : 6 1:2 - 0:1 - 2:3 Spielbericht
    Schweiz Schweiz vs USA USA 3 : 2 n.P. 2:1 - 0:1 - 0:0 - 0:0 - 1:0 Spielbericht
13.11.2010   Slowakei Slowakei vs Schweiz Schweiz 2 : 1 0:1 - 0:0 - 2:0 Spielbericht
    USA USA vs Deutschland Deutschland 1 : 3 0:1 - 0:0 - 1:2 Spielbericht

 

  • Infos zum Turnier:
  Beim 22. Deutschland Cup geht es für das DEB-Team vom 11. bis 13. November 2011 in der Olympiahalle um nichts Geringeres als um die Titelverteidigung. Motivation und Spannung könnten nicht größer sein als in diesem Jahr.
 
 

 

 

Datum Spiel

Spielbeginn

Freitag, 11.11.2011 Slowakei Slowakei vs USA USA  16:15 Uhr
  Deutschland Deutschland vs Schweiz Schweiz  20:00 Uhr
Samstag, 12.11.2011 Deutschland Deutschland vs Slowakei Slowakei  14:30 Uhr
  Schweiz Schweiz vs USA USA  18:15 Uhr
Sonntag, 13.11.2011 Slowakei Slowakei vs Schweiz Schweiz  13:30 Uhr
  USA USA vs Deutschland Deutschland  17:15 Uhr
     

 

Tabelle Deutschland Cup 2010
Platz Teams Spiele Tore Diff. Punkte
1 Slowakei   Slowakei 3 10 : 4 6 9
2 Deutschland   Deutschland 3 10 : 9 1 6
3 Schweiz   Schweiz 3 6 : 8 -2 2
4 USA   USA 3 3 : 8 -5 1
               

Deutschland Cup

Spielberichte Deutschland-Cup 2011    
Freitag, 11.11.2011 Slowakei vs USA 2 : 0 1:0-0:0-1:0
Tore:

Tor

10. Min. Michel Miklik
49. Min. Michel Miklik
 
       
Strafen: 2 Minuten Strafe 8 Min.   6 Min.    
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: an der Pfeife S. Bauer (GER), M. Brill (GER), B. Hoppe (GER), C. Hurtik (GER)
Zuschauer: Fans          
Slowakei vs USA

Der slowakische Torhüter Peter Hamerlik (l) hielt seinen Kasten sauber.Slowakei gewinnt Deutschland-Cup-Auftakt

Das Eishockey-Team der Slowakei hat das Auftaktspiel des Deutschland Cups mit 2:0 (1:0, 0:0, 1:0) gegen die USA gewonnen. Stürmer Michel Miklik schoss vor etwa 1500 Zuschauern in der Münchner Olympiahalle beide Tore (10. Minute/49.) für den Weltmeister von 2002.

Die USA, die mit insgesamt neun Profis aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) beim Vier-Nationen-Turnier angetreten sind, enttäuschten nach gutem Beginn über weite Strecken. Die Slowakei hat den Deutschland Cup ebenso wie die USA bislang zweimal gewonnen und ist an diesem Samstag (14.30 Uhr/Sport 1) zweiter Gegner der deutschen Mannschaft.

 

Deutschland Cup: Slowakei startet mit Sieg

Sechs Monate nach dem Debakel bei der Heim-WM ist der ehemalige Eishockey-Weltmeister Slowakei mit einem Sieg in den Deutschland Cup gestartet. Zum Auftakt des Turniers in München setzte sich der WM-Zehnte von Bratislava gegen die USA mit 2:0 (1:0, 0:0, 1:0) durch. Für das Team des neuen Trainers Vladimir Vujtek, der nach der WM den Kanadier Glen Hanlon abgelöst hatte, erzielte Michel Miklik (10. und 49.) beide Tore.

Die Slowaken, die 1997 und 2006 den Deutschland Cup gewonnen hatten, treffen am Samstag (14.30 Uhr/Sport1) auf die deutsche Nationalmannschaft. Sie bestimmten über weite Strecken das Spiel gegen die US-Auswahl, die sich ausschließlich aus Europa-Legionären zusammensetzt und neun Profis aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) aufbietet. Die Prominenz steht an der US-Bande: Die ehemaligen NHL-Stars Chris Chelios und Bill Guerin unterstützen Cheftrainer Don Waddell. Die USA, 2003 und 2004 Turniersieger, sind am Sonntag (17.15 Uhr/Sport1) letzter deutscher Gegner.
 

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Freitag, 11.11.2011 Deutschland vs Schweiz 4 : 2 0:1-2:0-2:1
Tore:

Tor

31. Min. 1:1 Andre Rankel
39. Min. 2:1 Philipp Gogulla
41. Min. 3:1 Nikolai Goc
59. Min. 4:2 Philipp Gogulla technisches Torn
 
  06. Min. 0:1 Kevin Romy
46. Min. 3:2 Julien Sprunger
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 12 Min.   14 Min.    
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe Nikolai Goc   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: an der Pfeife R. Aumueller (GER), D. Massy (SUI) R. Hauber (GER), M.Iwert (GER)
Zuschauer: Fans 4.500        
Deutschland vs Schweiz Marcus Kink, Kai Hospelt und Kevin Lavallee (l-r) jubeln über das wichtige Tor zur deutschen 3:1-Führung.Überzeugender Kölliker-Einstand: 4:2 gegen Schweiz

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist erfolgreich in die Bundestrainer-Ära von Jakob Kölliker gestartet. Den deutschen Cracks gelang ein verdientes 4:2 (0:1, 2:0, 2:1) gegen Köllikers Heimatland Schweiz in ihrem ersten Spiel beim 22. Deutschland Cup.

Wolf scheitert mit einem Penalty

"Die Fehlerquote war viel zu hoch. Wir haben zu naiv agiert", sagte Kölliker nach seiner ersten Niederlage als Bundestrainer, "wir haben zwar viel Aufwand betrieben, was die Anzahl der Schüsse anging. Aber wir haben kein Mittel gefunden, die Slowaken richtig aus der Defensive zu locken."


Die Tore vor 4500 Zuschauern in der Münchner Olympiahalle schossen der Berliner Andre Rankel (31. Minute), Philipp Gogulla (39.) von den Kölner Haien und Nikolai Goc (41.) von den Adler Mannheim. Zudem entschieden die Schiedsrichter in der Schlussminute nach einem Foul an Gogulla auf ein technisches Tor. Für die Eidgenossen trafen Kevin Romy (6.) und Julien Sprunger (46.).

Bereits am Samstag trifft die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) auf die Slowakei (14.30 Uhr/Sport 1), die im Auftaktspiel die USA mit 2:0 geschlagen hatte. Gewinnt Deutschland auch das zweite Spiel unter Kölliker, wäre der Titel-Hattrick nach den Turniersiegen 2009 und 2010 zum greifen nahe und «Köbis» Einstand rundum gelungen. Zum Abschluss am Sonntag spielt Deutschland gegen die USA (17.15 Uhr/Sport 1).

Das Kölliker-Debüt begann zunächst denkbar schlecht. Bereits in der 6. Minute musste Dimitri Pätzold (Hannover), der den Vorzug vor Danny aus den Birken (Köln) und Jochen Reimer (München) erhalten hatte, erstmals hinter sich greifen - in eigener Überzahl. Romy lief nach einem missratenen Angriff des DEB-Teams alleine auf das deutsche Tor zu und ließ Pätzold keine Chance. Nur drei Schüsse auf das Schweizer Tor: Das erste Drittel ohne Kölliker war zum Vergessen.

Mit deutlich mehr Schwung kam das DEB-Team aus der Kabine und schnürte den Erzrivalen minutenlang in deren Verteidigungsdrittel ein. Mit Erfolg. Rankel und Gogulla drehten die Partie. Mit dem ersten Schuss aufs Schweizer Tor im Schlussdrittel gelang Goc gleich die Vorentscheidung. Begünstigt wurden alle drei deutschen Toren freilich von Torhüter Leonardo Genoni vom Schweizer Meister HC Davos, der keinen guten Tag erwischt hatte.

In ihrem Übermut wurden die DEB-Cracks in der Defensive etwas leichtsinnig, was kurz darauf zu Sprungers Anschlusstor führte. Gegen das verjüngte Schweizer Team von Trainer Sean Simpson ließ Deutschland aber am Ende nichts mehr Anbrennen.

Im Gegensatz zu Simpson verzichtete der frühere Schweizer Co-Trainer Kölliker bei seinem Debüt an der DEB-Bande weitestgehend auf Experimente. Ohne die Nordamerika-Profis, den beim Flugzeugabsturz in Russland im September getöteten Robert Dietrich und den zurückgetretenen Routinier Daniel Kreutzer stehen in München vor 14 Profis zum Kader, die auch bei der WM in der Slowakei noch unter Uwe Krupp für Deutschland gespielt hatten. Gegen seine Heimat ließ Kölliker auch die beiden einzigen Neulinge im Kader, Verteidiger Benedikt Schopper (Wolfsburg) und Torhüter aus den Birken noch auf ihr Debüt warten.

Auch der bisherige Kapitän Michael Wolf (Iserlohn) durfte das «C» auf der Brust behalten. Im Vorfeld hatte Kölliker angekündigt, ohne festen Kapitän bis zur kommenden WM im Mai arbeiten zu wollen.
 
Schweiz misslingt Auftakt am Deutschland Cup

Der Schweiz ist der Auftakt am Deutschland Cup misslungen. Die Eidgenossen verloren in der Olympiahalle von München gegen die erstmals von Köbi Kölliker gecoachten Deutschen 2:4.

Köbi Kölliker hätte sich keinen besseren Einstand als Deutschland-Coach wünschen können. Der langjährige Assistenztrainer der Schweizer Nationalmannschaft gewann sein 1. Spiel als Bundestrainer ausgerechnet gegen die Schweiz mit 4:2.

Schweiz trifft in Unterzahl

Dabei begann das Spiel für die Kölliker-Truppe nicht optimal. In der 6. Minute entwischte Kevin Romy in Unterzahl und traf zwischen den Schonern von Deutschland-Hüter Pätzold zur Führung. Die Schweiz hatte im 1. Drittel leichte Vorteile und mit Leonardo Genoni einen sicheren Rückhalt.

Dies änderte sich im 2. Umgang. Deutschland spielte nun deutlich aggressiver und kam durch Andre Rankle nach 31 Minuten zum Ausgleich. Genoni machte dabei keine gute Figur, die Sicht war dem HCD-Hüter jedoch leicht verdeckt. Deutschland war auch in der Folge spielbestimmend und ging 7 Minuten später durch Philip Gogulla in Führung.

Goc trifft nach 12 Sekunden

Wer im 3. Abschnitt eine Reaktion des Simpson-Teams erwartete, wurde zunächst enttäuscht. Nur 12 Sekunden nach Wiederbeginn traf Nikolai Goc mit einem satten Schuss ins hohe Eck zur Vorentscheidung.

Erst nach dem Zweitore-Rückstand ging ein Ruck durch das Schweizer Team. Mehr als zu Sprungers Anschlusstreffer nach 46 Minuten reichte es aber nicht mehr. 21 Sekunden vor Schluss wurde Deutschland sogar ein «technisches Tor» zugesprochen, weil Gogulla vor dem leeren Schweizer Gehäuse in Scheibenbesitz von Damien Brunner zu Fall gebracht wurde.

Schopper muss ins Krankenhaus

Pech hatte Debütant Benedikt Schopper. Der Verteidiger des EHC Wolfsburg musste schon in der vierten Minute mit einer Augenverletzung vom Eis ins Krankenhaus, nachdem er vom Puck im Gesicht getroffen worden war. Im Tor bekam der Münchner Jochen Reimer eine Bewährungschance, die er allerdings nicht nutzte.

 

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Samstag, 12.11.2011 Deutschland vs Slowakei 3 : 6 1:2-0:1-2:3
Tore:

Tor

19:22 1:2 M. Wolf
43:55 2:3 N. Goc
52:26 3:5 C. Fischer
  08:31 0:1 T. Starosta
15:22 0:2 R. Tybor
38:16 1:3 M.Hossa
44:50 2:4 M Bartovic
45:33 2:5 M. Miklik
58:49 3:6 M.Hossa
 
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 01:27 D. Reul
27:08 P. Gogulla
34:12 P. Gogulla
44:12 D. Reul
  17:39 D. Granak
18:12 R. Skoliak
24:42 I. Brakanka
31:19 V. Mihalik
54:05 P. Mikus
 
   
  PenatyStrafe     24:37 R. Stehlik (PS)
 
   
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: an der Pfeife G. Jablukov (GER), D. Massy (SUI), B. Hoppe (GER), P.Kretschmer (GER)
Zuschauer: Fans          
Deutschland vs Slowakei Michael Wolf scheitert an Torwart Hudacek.Dämpfer für Kölliker-Team: 3:6 gegen Slowakei

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat in der noch jungen Ära von Bundestrainer Jakob Kölliker einen ersten Dämpfer erhalten.

Nach dem bitteren 3:6 (1:2, 0:1, 2:3) gegen die Slowakei beim Deutschland Cup hat das Team bereits vor dem abschließenden Spiel am Sonntag gegen die USA (17.15 Uhr) keine Chance mehr auf den dritten Turniersieg in Serie.

Nur gut 16 Stunden nach dem überzeugenden Bundestrainer-Debüt von Kölliker beim 4:2 gegen dessen Heimatland Schweiz, trafen diesmal Kapitän Michael Wolf (20.), Nikolai Goc (44.) und Christopher Fischer (53.) für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Bei den Slowaken schossen vor 5000 Zuschauern in der Münchner Olympiahalle Tomas Starosta (9. Minute), Radoslav Tybor (14.), Marcel Hossa (39./59.), Milan Bartovic (45.) und Michel Miklik (46.) die Tore. Nach dem 2:0 im Auftaktspiel gegen die USA hat der Weltmeister von 2002 beste Chancen auf den dritten Gewinn des Deutschland Cups nach 1996 und 2006.

«Ich bin froh und stolz», hatte Kölliker noch Freitagnacht nach dem Sieg in seinem Premierenspiel als Bundestrainer gegen sein Heimatland gesagt. Das Spiel gegen die Slowakei am Samstagnachmittag begann dann ähnlich wie gegen die Eidgenossen. Wieder kassierte das DEB-Team im ersten Drittel ein schnelles Gegentor. Torhüter Jochen Reimer (EHC München) hatte gegen den abgefälschten Schuss von Russland-Legionär Starosta keine Chance. Anders als am Freitag war aber auch Deutschland direkt gefährlich und hatte bei besten Chancen von Wolf (8.) und Patrick Hager (10.) Pech.

Die Slowaken, die sich nach dem enttäuschenden zehnten Platz bei der Heim-WM im Mai gerade im Umbruch befinden, präsentierten sich wesentlich effektiver und schlossen mitten in einer ersten Drangperiode der Deutschen einen Konter mustergültig zum 2:0 ab. Erst Kapitän Wolf gelang in doppelter Überzahl kurz vor Ende des ersten Drittels der Anschluss.

Im Mitteldrittel wurde es bitter. Trotz zahlreicher bester Möglichkeiten scheiterten die deutschen Angreifer immer wieder entweder am überragenden Hudacek oder am eigenen Unvermögen. Selbst einen Penalty konnte Wolf nicht im Tor unterbringen (25.). Wieder schlugen die Slowaken eiskalt zu. Kurz vor der zweiten Pausensirene sorgte Ex-NHL-Profi Hossa für die Vorentscheidung. Im Abschlussdrittel ging es noch einmal turbulent her: Dem Anschluss des Mannheimers Goc folgte schnell die Ernüchterung in Form von zwei Treffern, bei denen Reimer im Tor nicht besonders gut aussah.

Kölliker hatte am Samstag Abwehrspieler Benedikt Schopper zum Nationalmannschaftsdebüt verholfen. Dies dauerte allerdings noch nicht einmal vier Minuten. Dann musste der Wolfsburger bereits wieder verletzt vom Eis. Im Tor erhielt Reimer diesmal den Vorzug vor Dimitri Pätzold (Hannover), der gegen die Schweiz gespielt hatte und Danny aus den Birken (Köln), der damit am Sonntag seine Länderspielpremiere feiern dürfte.

An der offensiveren Spielausrichtung im Vergleich zu Vorgänger Uwe Krupp hielt Kölliker fest. Dies führte allerdings dazu, dass Deutschland in ungewöhnlich viele Kontersituationen geriet.
 
Hossa! Marcel Hossa erzielt hier das 6:3 für die Slowakei gegen Deutschland.Slowakei gewinnt vorzeitig den Deutschland-Cup

Die Eishockey-Nationalmannschaft der Slowakei hat zum dritten Mal nach 1997 und 2006 den Deutschland Cup gewonnen. Die Slowaken erlebten ihren eigenen Sieg von der Tribüne aus.

Am Samstagabend besiegte die Schweiz die USA mit 3:2 nach Penaltyschießen (2:1, 0:1, 0:0, 0:0). Dadurch könnte nur noch das deutsche Team am dritten und letzten Spieltag am Sonntag mit der Slowakei mit nun sechs Zählern nach Punkten gleichziehen. Allerdings entschied der Weltmeister von 2002 am Samstagnachmittag den direkten Vergleich mit Deutschland mit 6:3 für sich. “Das war eine grandiose Leistung. Die Slowakei hat eine Weltklassemannschaft“, lobte Deutschlands Bundestrainer Jakob Kölliker.

Bereits das Auftaktspiel hatte die Slowakei am Freitag mit 2:0 gegen die USA gewonnen und führt damit die Tabelle nach dem zweiten Spieltag vor Deutschland (3), der Schweiz (2) und den USA (1) an.

Am Samstagabend trafen Schweiz-Legionär Marty Sertich (2. Minute) und Brian Salcido (36.) vor 3000 Zuschauern in der Münchner Olympiahalle für die USA. Damien Brunner (3.), Dino Wieser (5.) schossen die Tore für die Schweiz. Den entscheidenden Penalty verwandelte schließlich erneut Brunner.
 

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Samstag, 12.11.2011 Schweiz vs USA 3 : 2 n.P. 2:1-0:1-0:0-0:0-1:0
Tore:

Tor

01:13 1:1 D. Brunner
04:59 2:1 D. Wieser
60:00 3:2 D. Brunner Penalty
 
  01:13 0:1 M. Sertich
35:50 2:2 B. Salcido
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 03:51 D. Brunner
11:00 A. Chiesa
14:34 TeamStrafe
30:03 P. Berger
39:24 J. Sprunger
43:19 R. Grossmann
51:08 J. Walker
51:08 J. Walker
53:08 D. Rubin
53:08 D. Rubin
55:36 R. Löffel
61:47 A. Bykov
 
  03:22 S. Wagner
25:19 B. Little
27:28 Y. Stastny
32:51 K. Klubertanz
39:24 F. Meyer
39:48 C. Elkins
44:04 B. Salcido
51:08 J. Ross
51:08 J. Ross
53:08 C. Collins
53:08 C. Collins
   
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: an der Pfeife S. Bauer (GER),M. Brill (GER), R. Hauber (GER), M. Iwert (GER)
Zuschauer: Fans 3.500        
Schweiz vs USA Damien Brunner für das Nationalteam ein sicherer Torschütze.Die Schweizer im Penaltyglück

3:2-Sieg der Eishockey-Auswahl gegen die USA am Deutschland-Cup

Die Schweiz hat im zweiten Spiel des Deutschland-Cups den ersten Sieg erreicht. Das Team Sean Simpsons besiegte die USA 3:2 nach Penaltyschiessen. In der regulären Spielzeit hatten Brunner in der 3. und Wieser in der 5. Minute die Tore erzielt. Im Penaltyschiessen traf als einziger Spieler abermals der Zuger Brunner.
Das Eishockey-Nationalteam besiegt in München die USA nach Penaltyschiessen 3:2, kann den Deutschland-Cup aber nicht mehr gewinnen. Den Turniersieg sicherte sich die Slowakei, die nach den USA (2:0) auch Gastgeber Deutschland (6:3) bezwang. Die Slowaken können sich am Sonntagnachmittag gegen die Schweiz eine Niederlage erlauben und bleiben dennoch an der Spitze.

Mit Ruhm und Ehre bekleckerten sich die Schweizer gegen die USA nicht. Die Amerikaner treten in München mit einer B-Auswahl an. Marty Sertich, der 29-jährige Söldner des EHC Olten, erwies sich als stärkster Akteur im USA-Team. Dennoch standen die Amerikaner im Schlussabschnitt und während der fünfminütigen Verlängerung dem Sieg klar näher als die Schweizer.

Keeper Berra mit solider Leistung
Im Penaltyschiessen setzten sich die Schweizer 1:0 durch. Damien Brunner verwertete als einziger seinen Versuch. Der Bieler Goalie Reto Berra liess sich im Shoot-out nicht bezwingen, zeigte schon vor dem Penaltyschiessen 35 Paraden und wurde als stärkster Schweizer ausgezeichnet. Mit Reto Berra im Tor hat die Schweiz noch nie ein Länderspiel verloren.

In der regulären Spielzeit hatten die Schweizer in den ersten fünf Minuten ihre besten Momente. Zwar geriet das Team von Coach Sean Simpson schon nach 73 Sekunden durch ein Tor des Olten-Söldners Marty Sertich in Rückstand, aber Damien Brunner 61 Sekunden später und Dino Wieser nach fünf Minuten korrigierten den Fehlstart.

Weitere Tore gelangen aber nicht mehr: Damien Brunner (7.), Fabian Schnyder (28.) und Reto Suri (31.) vergaben die besten Möglichkeiten zum 3:1. Brian Salcido gelang nach 36 Minuten der Ausgleich für die Amerikaner.

USA - Schweiz 2:3 (1:2, 1:0, 0:0, 0:0) n. P.
Olympiahalle, München. - 3500 Zuschauer. - Schiedsrichter: Bauer / Brill (Deutschland), Hauber / Iwert (Deutschland). - Tore: 2. (1:13) Sertich (Somma) 1:0. 3. (2:14) Damien Brunner (Romy) 1:1. 5. Dino Wieser (Trachsler/Ausschlüsse Wagner; Damien Brunner) 1:2. 36. Salcido (Somma, Lasch) 2:2. - Penaltyschiessen: Schremp - (daneben/Pfosten), Damien Brunner 0:1; Sertich - (gehalten), Sprunger - (gehalten); Lasch - (gehalten). - Strafen: 11-mal 2 Minuten gegen die USA, 12-mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

USA: Holt; Wozniewski, Dehner; Hutchinson, Freddy Meyer; Klubertanz, Wagner; Salcido; Elkins, Werner, Ross; Lasch, Somma, Sertich; Collins, Schremp, Little; Tallackson, Clarke, Yan Stastny.

Schweiz: Berra; Chiesa, von Gunten; Loeffel, Blum; Tim Ramholt, Grossmann; Gobbi, Wellinger; Rubin, Trachsler, Dino Wieser; Damien Brunner, Romy, Fabian Schnyder; Benny Plüss, Bykow, Sprunger; Suri, Walker, Pascal Berger.

Bemerkungen: Schweiz ohne Genoni (Ersatztorhüter), Simon Lüthi, Steinmann, Simon Moser (alle verletzt), Bodenmann, Pestoni, Monnet und Manzato (alle überzählig). Romy und Blum verletzt ausgeschieden. - Schüsse: USA 37 (6-12-16-3); Schweiz 38 (8-16-13-1). - Powerplay-Ausbeute: USA 0/7; Schweiz 0/6.

 
Löffel und Berra schauen dem Puck nach..

USA unterliegen der Schweiz nach Penalty
 
Die USA haben beim Deutschland Cup auch im zweiten Spiel eine Niederlage gegen die Schweiz nach Penaltyschießen einstecken müssen. Das Team von Sean Simpson bezwang die USA mit 3:2 n.P. Während alle Amerikaer an Berra scheiterten, traf Brunner als einziger Schütze im Shootout. In der regulären Spielzeit musste sich Berra, der im Tor Genoni ablöste, bereits nach 72 Sekunden geschlagen geben. Die Schweiz reagierte aber postwendend. Brunner und Dino Wieser drehten das Skore bis zur 5. Minute, ehe Salcido nach 36' das 2:2 gelang.


 

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Sonntag, 15.11.2011 Slowakei vs Schweiz 3 : 1 0:1-0:0-3:0
Tore:

Tor

43:09 1:1 M. Hossa
49:24 2:1 L. Hudacek
 
  11:56 0:1 I. Pestoni    
Strafen: 2 Minuten Strafe 11:56 K. Kudroc
16:15 M.Hovorka
34:09 V. Mihalik
 
  02:16 D. Ruben
06:41 J. Walker
21:14 I. Pestoni
 
   
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: an der Pfeife s: bAUER (GER), G. Jablukov (GER), C. Hurtik (GER), M. Iwert (GER)
Zuschauer: Fans          
Slowakei vs Schweiz Deutschland-Cup-Sieger Slowakei bezwingt SchweizDeutschland-Cup-Sieger Slowakei bezwingt Schweiz

Deutschland-Cup-Sieger Slowakei hat auch sein drittes und letztes Spiel beim Vier-Nationen-Eishockey-Turnier in München gewonnen. Der Weltmeister von 2002 besiegte nach hartem Kampf die Schweiz mit 2:1 (0:1, 0:0, 2:0) vor rund 2000 Zuschauern.

Die späten Tore erzielten Ex-NHL-Profi Marcel Hossa (44. Minute) und Libor Hudacek (50.). Das junge schweizer Team war durch Inti Pestoni (12. Minute) in Führung gegangen. Lange Zeit hatte der für den verletzten Daniel Manzato in der 15. Minute eingewechselte Reto Berra vom EHC Biel überragend gehalten.

Die Slowakei hatte sich den Titel bereits am Vortag frühzeitig zum dritten Mal gesichert. Auch 1997 und 2006 hatte der Weltranglistenzehnte den Deutschland Cup gewonnen. Zuvor hatte der Turniersieger bereits die USA (2:0) und Deutschland mit 6:3 bezwungen.

 
Pestoni lässt sich von seinen Kollegen zum ersten Volltreffer gratulieren. Schweiz unterliegt Slowakei

Schweizer unterliegen zum Abschluss der Slowakei mit 2 : 1

Das Eishockey-Nationalteam beendet den Deutschland-Cup in München mit einer weiteren Niederlage. Die Schweizer verlieren gegen die Slowakei nach einer 1:0-Führung bis zur 44. Minute mit 1:2.

Das Schweizer Goal erzielte in seinem allerersten Länderspiel der 20-jährige Tessiner Inti Pestoni, der erstmals diese Woche zum Einsatz kam. Pestoni schlenzte nach zwölf Minuten den Puck unhaltbar für Torhüter Peter Hamerlik ins Netz.

Die Schweizer Führung behielt bis in den letzten Abschnitt hinein Bestand. Marcel Hossa und Libor Hudacek bewerkstelligten mit zwei Toren innerhalb von sechs Minuten die Wende. Die Schweizer verpassten es in der ersten Spielhälfte, die Führung auszubauen. Andrej Bykow, Damien Brunner und Julien Sprunger besassen Möglichkeiten zum 2:0. Im Finish boten sich Damien Brunner, Julien Sprunger und nochmals Pestoni Chancen zum Ausgleich. Andererseits erspielten sich auch die Slowaken in der zweiten Spielhälfte, die sie dominierten, zahlreiche Torchancen.

Das Schweizer Team beendet den Deutschland-Cup im besten Fall auf dem dritten Platz. Sollte die USA noch gegen Deutschland gewinnen, bliebe dem Team von Sean Simpson sogar nur der letzte Platz.

Die nächsten Länderspiele stehen für die Schweiz im Dezember im Programm. Nach einem Auswärtsspiel in Ljubljana gegen Slowenien folgt der Austria-Cup in Klagenfurt mit der Slowakei, Weissrussland und Österreich.

Slowakei - Schweiz 2:1 (0:1, 0:0, 2:0)

Olympiahalle, München. -- 3000 Zuschauer. -- SR Bauer/Jablukov (De), Hurtik/Iwert (De). -- Tore: 12. Pestoni (Chiesa) 0:1. 44. Marcel Hossa (Mikus) 1:1. 50. Hudacek (Miklik, Hovorka) 2:1. -- Strafen: je 3mal 2 Minuten.

Schweiz: Manzato (15. Berra); Loeffel, Tim Ramholt; Wellinger, Chiesa; Grossmann, von Gunten; Fabian Schnyder, Damien Brunner; Pascal Berger, Walker, Suri; Pestoni, Monnet, Bodenmann; Sprunger, Bykow, Benny Plüss; Rubin, Trachsler, Dino Wieser.

Bemerkungen: Timeout Schweiz (58:34). -- Schüsse: Slowakei 37 (6-11-20); Schweiz 40 (17-11-12). -- Powerplay-Ausbeute: Slowakei 0/3; Schweiz 0/3. -- Paraden: Manzato 5; Berra 30.
 

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Sonntag, 15.11.2011 USA vs Deutschland 1 : 3 0:1-0:0-1:2
Tore:

Tor

42:17 1:1 R. Lasch
 
  18:33 0:1 K. Hospelt
52:07 1:2 P. Gogulla
58:56 1:3 M. Kink
 
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 15:06 K. Klubertanz
26:38 F. Meyer
49:42 A. Hutchinson
  07:44 M. Wolf
12:19 P. Hager
16:09 K. Lavallee
32:40 M. Kink
32:21 Bankstrafe
40:33 M. Wolf
 
   
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: an der Pfeife R. Aumüller (GER), D. Massy (SUI), R. Hauber (GER), P, Kretschmer
Zuschauer: Fans          
USA vs Deutschland Marcus Kink sorgt für den 3:1 EndstandDEB-Team bei Kölliker-Debüt Zweiter

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat zum Abschluss des Deutschland-Cups mit 3:1 (1:0, 0:0, 2:1) gegen die USA gewonnen. Beim Debüt des neuen Bundestrainers Jakob Kölliker hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft den Titel-Hattrick beim Deutschland Cup verpasst, sicherte sich jedoch den zweiten Platz des Vier-Nationen-Turniers.

Neuer Titelträger ist die Slowakei, die nach dem Sieg der USA gegen die Schweiz bereits am Samstagabend als Turniersieger feststand. Die Slowaken hielten sich am Sonntagmittag auch in ihrer letzten Partie schadlos und triumphierten mit 2:1 (0:1, 0:0, 2:0) über die Eidgenossen.

Die DEB-Auswahl wollte sich ebenfalls unbedingt mit einem Sieg vom Münchner Publikum verabschieden, das zahlreich in die Olympiahalle geströmt war. In der Anfangsphase lief die Scheibe auch gut durch die deutschen Reihen. Daniel Pietta und Simon Danner vergaben gute Gelegenheiten in Unterzahl (10.), als sie kurz hintereinander an US-Goalie Curry scheiterten.

In der 16. Minute hätte der Ingolstädter Angreifer Thomas Greilinger die Führung besorgen müssen, doch seinen Schuss konnte der Torwart, der bei den Hamburg Freezers unter Vertrag steht, ebenfalls entschärfen. Trotz der deutlichen Überlegenheit der deutschen Mannschaft kam das 1:0 etwas überraschend: In einer Phase, in der die US-Amerikaner etwas stärker wurden, ließ Kai Hospelt auf Vorlage von Andre Rankel Curry mit einem Schuss durch die Schoner keine Chance.

Der zweite Abschnitt verlief ausgeglichener: Deutschland dominierte zunächst das Geschehen auf dem Eis, während die bunt zusammengestellte US-Auswahl mit neun DEL-Akteuren selten gefährlich vor das Tor von Debütant Danny aus den Birken kam. Und als die Aktionen der US-Amerikaner zielstrebiger wurden, war der deutsche Torhüter zur Stelle: Gegen Tallackson (32.) und Schremp (33.) parierte aus den Birken glänzend.

Kurz darauf musste das DEB-Team in 5:3-Unterzahl brenzlige Sekunden überstehen, doch auch daraus konnte das US-Team kein Kapital schlagen. Das Spiel der Kölliker-Schützlinge wurde nun zunehmend fahriger und unkonzentrierter. Und die Deutschen leisteten sich weiterhin zu viele Strafzeiten: Als zum sechsten Mal ein DEB-Akteur auf der Strafbank saß, nutzte Lasch das Powerplay zum Ausgleich (43.).

Pech hatte Greilinger, der nach einer Nachlässigkeit der US-Defensive aus kurzer Distanz nur die Latte traf (47.). Kurz darauf war es wieder der ERC-Stürmer, doch US-Torwart Holt, der nach der Hälfte der Partie für Curry ins Tor gewechselt war, rettete.

Diese Chancen waren der Startschuss zu einer druckvollen Schlussphase der deutschen Mannschaft: Unterstützt vom Publikum erspielte sich die DEB-Auswahl Chance um Chance. In Überzahl gelang dann der Siegtreffer: Vom Schlittschuh eines US-Boys prallte der Puck nach einem Schuss von Philipp Gogulla ins Tor. Das Empty-Net-Goal von Kink (59.) war die endgültige Entscheidung.

Deutschland: aus den Birken – Reul Fischer; Kohl, Hördler; Lavallee, Goc; Schubert, Petermann – Wolf, Hospelt, Rankel; Flaake, Kink, Danner; Mauer, Greilinger, Hager; Reimer, Pietta, Gogulla.

Tore: 1:0 Hospelt (19.), 1:1 Lasch (43.), 2:1 Gogulla (53.), 3:1 Kink (59.).
18:33. Minute Kai Hospelt findet die Lücke zwischen US-Keeper Curry und dem Pfosten mit einem schönen Schuss.
42:17 Gutes Chancen im Powerplay der US-Boys. Danny aus den Birken im deutschen Tor ist die Sicht versperrt bei dem Schuss von Ryan Lasch.
52:07 Powerplay-Treffer durch Gogulla wobei die Scheibe wohl Schlittschuh von Klubertanz abgefälscht wurde.
58:56 USA mit sechs Mann und ohne Torhüter, Markus Kink schiebt auf zuspiele von Benedikt Kohl den Puck ins leer Tor!

Strafzeiten: Deutschland 12, USA 8.
Zuschauer: 7300.
Schiedsrichter: Aumüller, Massy.
 
Jakob Kölliker, der Eishockey-Bundestrainer, dirigiert beim Deutschland Cup in München seine MannenDer neue Bundestrainer erhielt viel Lob für den Auftakt mit einem 3:1-Sieg über die USA.

Der Schatten seines Vorgängers Uwe Krupp ist lang, die Zeit knapp - und das neue System hakt noch: Eishockey-Bundestrainer Jakob Kölliker hat seine schwierige Mission mit zwei Siegen, aber auch einigen Problemen begonnen.
Sein populärer Vorgänger Krupp verfolgte Kölliker in der Olympiahalle regelrecht. In jeder Drittelpause flimmerte ein Werbefilm über die Großbildschirme, in dem der Ex-Bundestrainer immer wieder an den historischen Halbfinaleinzug bei der Heim-WM 2010 erinnerte: „Wir sind immer eine gute Show.“ Zudem musste der Schweizer mehr als einmal erklären, was er anders macht als Krupp.

Ein halbes Jahr vor der WM in Finnland und Schweden blieben jedoch Fragen offen.

„Es ist nicht mein System oder meine Philosophie“, betonte Kölliker. „Eishockey ist ein einfaches Spiel. Ich habe bei vielen Weltmeisterschaften gesehen, was funktioniert und einfach umzusetzen ist.“ Ganz so einfach ist die Umsetzung aber nicht, denn die Zeit ist knapp.

Bis zur Weltmeisterschaft sind ein Kurzturnier in Weißrussland im Februar und die unmittelbare WM-Vorbereitung im April, bei der aber viele Leistungsträger wegen der DEL-Play-offs fehlen werden, die einzigen Gelegenheiten, den Spielern den Systemwechsel zu vermitteln. „Zwei, drei Wochen gemeinsames Training“ sollten dafür reichen, meinte Kölliker, „es ist ja nicht Neuland für die Spieler.“
 
 
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