Oberliga West

Spielbericht Oberliga West 01. 10. 2010
Lippe-Hockey-Hamm  vs EHC Dortmund Westfalen-Elche Spielberichte
EV Duisburg Füchse vs Neusser EV  Spielberichte
Königsborner JEC Bulldogs vs Ratinger Aliens 97 Spielberichte
Herner EV 2007 vs ESC Moskitos Essen  Spielberichte
Tabelle Spieltag
Freitag, 01. 10. 2010

Lippe-Hockey-Hamm 

vs

Kader EHC Dortmund Westfalen-Elche

1 : 3 0:1-0:1-1:1
Tore:

Tor

0:1 (12:01) Kevin Thau
0:2 (27:32) Sven Breiter
0:3 (51:32) Alexander Preibisch
 
  1:3 (54:41) Milan Vanek    
Strafen: 2 Minuten Strafe 13 Min.  C. Plate 
19 Min.  K. Nighbert 
26 Min.  ???
39 Min.  C. Ulrich 
48 Min.  J. Krais 
56 Min.  ???
 
  8 Min.  J. Natte 
31 Min.  J. Natte 
37 Min.  F. Kirschbauer 
54 Min.  K. Thau 
   
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: E. Schmidt, Leven, Quint
Zuschauer: ???
Lippe-Hockey-Hamm  Young Stars verlieren 1:3 gegen "Top-Gegner" aus Dortmund

Die Uhr stoppte bei 19:36, als Andreas Pokorny eine Auszeit für seine Mannschaft nahm. Der Trainer des Eishockey-Oberligisten Lippe Hockey Hamm warf alles in de Waagschale und ersetzte Goalie Benjamin Voigt durch einen weiteren Feldspieler. „Was hatten wir schon zu verlieren?“, fragte der Coach angesichts der verbleibenden 24 Sekunden. Den Rückstand holten die Young Stars im Derby nicht mehr auf und unterlagen dem EHC Dortmund mit 1:3 (0:1, 0:1, 1:1).

Mit der Leistung seiner Mannen war Pokorny dennoch zufrieden. „Wir haben kämpferisch und läuferisch durchaus Paroli geboten“, sagte der Ex-Profi und fügte an: „Man darf nicht vergessen, dass wir gegen den Oberliga-Endrunden-Finalisten des Vorjahres gespielt haben.“ Und Hamms Schlussmann Voigt ergänzte: „Wir konnten gut mithalten und haben gesehen, dass mehr drin sein kann“, meinte der Goalie – nicht ohne ein Rezept parat zu haben: „Wir müssen vorne einfacher spielen und von sicher von hinten heraus das Spiel machen.“

Die Gäste waren es jedoch, die das Heft von Beginn an in die Hand nahmen. Die Young Stars kamen überwiegend über Gegenstöße zu Tormöglichkeiten, wie etwa Martin Köchling (4.) und Neil Musselwhite (9.). Die Elche gingen jedoch aus ihrer Überlegenheit heraus durch Kevin Thau mit 0:1 in Front (13.). Kurz vor der Pause verpasste unter anderem Jiri Svejda den Ausgleich – sein Schuss prallte am EHC-Keeper Boris Ackers ab (17.).

Im zweiten Durchgang stand das LHH-Gehäuse nahezu unter Dauerbeschuss. Hamm hielt zwar weiterhin dagegen, kassierten aber in Unterzahl das 0:2 (28.). Sven Breiter war für die Gäste erfolgreich.

Im Schlussdrittel bewiesen die Young Stars einmal mehr ihre intakte Moral und gaben sich längst nicht auf – auch nicht nach dem 0:3, das Alexander Preibisch in Überzahl erzielte. Mit viel Leidenschaft erkämpften sich die Gastgeber ihre Spielanteile und verkürzten durch Milan Vanek, der von John Kraiss bedient worden war, auf 1:3 (55.). Für mehr reichte es gegen starke Dortmunder nicht mehr.
 
Kader EHC Dortmund Westfalen-Elche Pro Tor ein Punkt, so lautet die Bilanz des EHC Dortmund nach dem zweiten Meisterschaftsspiel der neuen Saison. Nach dem 3:1-Heimerfolg gegen Herne ging auch die erste Auswärtsbegegnung mit 3:1 an die Westfalen Elche. Allerdings entspricht dieses Ergebnis bei den Hammer Young Stars in keinster Weise dem Spielverlauf. „Meine Mannschaft belohnt sich nicht mit Toren für ihre gute Leistung. Sie geht über 60 Minuten hohes Tempo, gibt kämpferisch alles, ist diszipliniert in der Defensive und übt eine große Dominanz aus. Aber es fehlt dem jungen Team an Sicherheit bzw. Cleverness in der Chancenverwertung. Wir hätten in jedem Drittel mindestens vier Treffer erzielen müssen und der Gegner hätte sich nicht darüber beschweren können“ meinte EHC-Coach Frank Gentges nach dem Spiel. In der Tat sahen die knapp 400 Zuschauer (darunter ein großer und stimmgewaltiger Fanblock der Elche) fast durchgehend eine angreifende Dortmunder Mannschaft und eine aufopferungsvoll verteidigende Hammer Mannschaft. Von daher war die Ausbeute von jeweils nur einem EHC-Treffer pro Drittel schon etwas mager. Nach dem 1:3 in Überzahl von Lippe Hockey Hamm in der 55. Minute schöpften die Gastgeber sogar noch einmal Mut, nahmen in der letzten halben Minute erst eine Auszeit und dann den hoch beschäftigten Torhüter Benjamin Voigt zugunsten eines sechsten Feldspielers heraus, aber eine weitere Ergebnisverbesserung wäre nun wirklich zu viel des Guten gewesen. Zur Schussstatistik der Partie befragt meinte Frank Gentges hinterher: „Für die Auswertung werde ich wohl einige Zeit brauchen!“
Vom Anpfiff an spielte sich das Geschehen zumeist im Drittel der Gastgeber ab und eine Auflistung aller Dortmunder Chancen würde jeglichen Rahmen sprengen. Bereits nach fünf Minuten stand Hamms Keeper nach Schüssen von Stephan Kreuzmann, Manuel Neumann, David Hördler sowie Michael Henk unter Dauerbelagerung. Der erste Treffer fiel dann erst in der 13. Spielminute, als Kevin Thau mit einem Alleingang die Abwehr der Gastgeber düpierte, von rechts kommend um das Tor fuhr und dann von der linken Seite einlochte. Zwei Minuten später hatte der 20-jährige mit einem erneuten Alleingang die nächste gute Möglichkeit auf dem Schläger. Die weiteren Möglichkeiten boten sich David Burgess, Jan-Jaap Natte (sein Schuss ging an die Maske von Benjamin Voigt) sowie zweimal Martin Schweiger. Die Gastgeber hatten ihre auffälligsten Akteure in den beiden Kontingentspielern Jiri Svejda und Neil Musselwhite, die in der 4. und 17. Minute auch die beiden einzigen Chancen hatten. Im zweiten Abschnitt änderte sich nichts, der EHC nahm sofort wieder das Heft in die Hand und in der 24. Minute war der Puck auch wieder im Hammer Gehäuse. Der sichere Hauptschiedsrichter Eugen Schmidt verweigerte aber die Anerkennung wegen Torraumabseits. Das 0:2 fiel dann vier Minuten später in Überzahl. Martin Schweiger passte von der rechten Seite vor das gegnerische Gehäuse und Sven Breiter konnte vollenden. Ein Lattentreffer in der 32. Minute verhinderte den weiteren Ergebnisausbau. Kurz darauf musste der EHC dann anderthalb Minuten eine 3:5-Unterzahl überstehen, aber die Defensive stand gut und Elche Keeper Boris Ackers ließ sich nicht überwinden. Danach gab es weitere gute Dortmunder Chancen, am 0:2-Zwischenergebis änderte sich aber nichts. Im letzten Drittel dauerte es bis zur 52. Minute, bevor eine gelungene Kombination der dritten Reihe über Michael Henk und Alexander Preibisch das 0:3 brachte. Danach musste Boris Ackers noch einmal in der 54. Minute retten, Sekunden später war er aber beim durch Milan Vanek abgefälschten Schuss von Routinier Mark Jablonski machtlos.
Fazit: Der EHC Dortmund hat auch das zweite Meisterschaftsspiel gewonnen und liegt damit punktemäßig voll im Soll. Allerdings bleibt auch die Erkenntnis: Elche suchen einen Torjäger! Das nächste Heimspiel ist erst am kommenden Dienstag (5.10) um 19:30 Uhr gegen die Ratinger Ice Aliens. Das Team vom Sandbach ist nach drei Siegen momentan überraschend Tabellenführer.

Torfolge:
0:1 (12:01) Kevin Thau (Jan-Jaap Natte, Sebastian Eickmann)
0:2 (27:32) Sven Breiter (Martin Schweiger, Stephan Kreuzmann) +1
0:3 (51:32) Alexander Preibisch (Michael Henk, David Burgess
1:3 (54:41) Milan Vanek (Mark Jablonski, John Kraiss) +1

Strafminuten:
LHH 16 - EHCDO 10

Mannschaftsaufstellung:
Boris Ackers [82], Christian Wendler [89] (nicht eingesetzt) – Florian Kirschbauer [2], Stephan Kreuzmann [4] (C), Nils Sondermann [20] (A), Manuel Neumann [33], Sebastian Eickmann [44], Thomas Ziolkowski – David Hördler [7] (A), David Burgess [9], Martin Schweiger [10], Michael Henk [12], Kevin Thau [16], Dominique Hensel [19], Jan-Jaap Natte [22], Sven Breiter [27], Alexander Preibisch [29], Christoph Ziolkowski [81]
 

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Freitag, 01. 10. 2010 EV Duisburg Füchse vs Neusser EV  5 : 4 OT 0:1-1:1-3:1-1:0
Tore:

Tor

1:1 (30:11, 5-4 ÜZ) Bader
1:2 (40:38, 5-4 ÜZ) Görge
3:2 (45:53) Cooper
4:3 (55:11, 5-3 ÜZ)
5:4 (64:18, OT 4-4)
 
  0:1 (18:10, 5-4 ÜZ) Sassen
2:2 (44:56, 4-5 UZ) Taube
3:3 (47:56, 5-4 ÜZ) Campbell
4:4 (56:39, 4-4) Campbell
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 8   5    
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe Fritzmeier   Bongartz    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: L. Györgyicze, B. Braun, Neutzer
Zuschauer: 846
EV Duisburg Füchse Füchse gewinnen erst in der Verlängerung

Erst in der 4. Minute der Verlängerung konnten die Füchse die Partie gegen die stark kämpfenden Neusser vor 846 Zuschauern für sich entscheiden. Toni Bader war es, der mit seinem dritten Treffer von der blauen Linie das Nachspiel im Penaltyschießen verhindern konnte. Nach einigen Aktivitäten bezüglich der Goalie-Besetzung, trat die Mannschaft heute mit Sebastian Kinader im Tor an. Björn Wolf wurde noch kurzfristig als Backup verpflichtet, so dass zumindest diese"Baustelle" noch vor dem Spiel behoben war. Einige andere werden sich die Mannen um Coach Andreas Lupzig noch intensiv vornehmen müssen, denn bereits am kommenden Sonntag folgt schon die nächste Heimpartie und da geht es um 18.30 Uhr in der Scania Arena gegen die Kollegen aus Herne...
 
Neusser EV 

 
Punkt in Duisburg ergattert

Was für ein Auftakt! Trotz der alles andere als optimal verlaufenen Vorbereitung erwischte der NEV einen fast schon optimalen Start in die Meisterschaft. Beim haushohen Favoriten aus Duisburg erkämpften sich die Schützlinge von Trainer Andrej Fuchs einen hochverdienten Zähler. Die Nummer 13 erwies sich dabei auf beiden Seiten als Glückszahl. Während Duisburgs Bader dreimal traf, war Rob Campbell zweimal erfolgreich.

Dass der NEV gegen die Wedau-Städter vor einer sehr schweren Aufgabe stehen würde, war bereits vor der Partie klar. Dennoch machten die Neusser gegen den hochkarätig besetzten Favoriten von Beginn an eine sehr gute Figur und fuhren aus einer stabilen Defensive regelmäßig gefährliche Konter. So war es auch gar nicht einmal unverdient, dass Ronny Sassen nach 18 Minuten den Führungstreffer markieren konnte, nachdem Rob Campbell zuvor nur die Unterlatte getroffen hatte. Dass die Gastgeber erwartungsgemäß mehr Spielanteile besaßen, hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine negativen Auswirkungen, zumal sich Dennis Kohl in der Form präsentierte, die man von dem überragenden Regionalliga-Torhüter der letzten Jahre in Neuss gewohnt ist. Im Mittelabschnitt änderte sich das Bild insofern, dass die Füchse den Druck erhöhen konnten, was nicht zuletzt an vier Zeitstrafen gegen den NEV lag. Duisburgs schussgewaltiger Verteidiger “Toni” Bader nutzte eine dieser Überzahlsituationen zum Ausgleich nach 30 Minuten. Kurz vor dem Ende des zweiten Drittels wurde wegen eines Wechselfehlers jedoch auch eine Bankstrafe gegen den EVD verhängt, die nach Wiederaufnahme der Begegnung Folgen haben sollte. Jan Görge sorgte mit seinem ersten Treffer im Neusser Trikot für die erneute Führung, die allerdings nicht lange hielt. Ein Duisburger Doppelschlag innerhalb von gerade einmal 57 Sekunden schien die Verhältnisse gerade zu rücken, doch die Neusser warf dies nicht aus der Bahn. Rob Campbell überlistete EVD-Torhüter Kinaeder zum 3:3 und auch nach Baders nächstem Gewaltschuss war der US-Amerikaner zur Stelle und fälschte einen Görge-Schuss ins Duisburger Gehäuse ab (57.). Obwohl die Kräfte aufgrund des Trainingsrückstands in den Schlussminuten zusehends schwanden, retteten die aufopferungsvoll kämpfenden NEV-Cracks das Remis über die Zeit und sicherten sich so den ersten - nicht eingeplanten - Zähler der Saison 2010/2011. Dass sich das frühere DEL-Team in der Verlängerung den Zusatzpunkt sichern konnte, trübte die Freude auf Neusser Seite nicht. Nach den zahlreichen Problemen der vergangenen Wochen hat dieser Achtungserfolg gut getan und zugleich angedeutet, dass der NEV trotz seiner diesjährigen Außenseiterrolle für die eine oder andere Überraschung gut sein könnte.

Tore:
0:1 (18:10, 5-4 ÜZ) Sassen (Büermann, Campbell)
1:1 (30:11, 5-4 ÜZ) Bader (Fiedler, Schmidt)
1:2 (40:38, 5-4 ÜZ) Görge (Campbell, Büermann)
2:2 (44:56, 4-5 UZ) Taube (Schmidt, Engel)
3:2 (45:53) Cooper (Fiedler, Pfennings)
3:3 (47:56, 5-4 ÜZ) Campbell (Büermann)
4:3 (55:11, 5-3 ÜZ) Bader (Fiedler, Burym)
4:4 (56:39, 4-4) Campbell (Görge)
5:4 (64:18, OT 4-4) Bader (Fritzmeier, Cooper)

Strafen:
Duisburg: 16 + 10 (Fritzmeier)
Neuss: 22 + 10 (Bongartz)

Zuschauer: 846
 
   
   

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Freitag, 01. 10. 2010 Königsborner JEC Bulldogs vs Ratinger Aliens 97 2 : 4 1:1-0:1-1:2
Tore:

Tor

11 Min. 0:1 T. Gries 
3. 1:2 S. Aminika 
47 Min. 1:3 T. Gries 
60 Min. 2:4 C. Kohmann 
 
 
13 Min. 1:1 
48 Min. 2:3 
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 17 Min.  I. Cillik 
37 Min. 5 Min P. Schnieder 
54 Min.  
  1.  D. Scharfenort 
23 Min.  
46 Min.  J. Woidtke 
50 Min.  T. Gries 
 
   
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: Kissing, W. Schmidt, D. Kiefer
Zuschauer: 139 (ca. 70 aus RIA)
Königsborner JEC Bulldogs Bulldogs stehen nach hart umkämpfter Partie mit leeren Händen da
KJEC lässt gegen Tabellenführer Ratingen beim 2:4 zu viele Chancen aus


Einen erneut sehr starken Eindruck hinterließ die neue Mannschaft des Königsborner JEC, die Bulldogs, am vergangenen Freitagabend beim knappen 2:4 gegen die Ice Aliens aus Ratingen auf eigenem Eis. Der als Tabellenführer nach dem ersten Ligawochenende angereiste Gast und das heimische Team lieferten sich über die volle Spielzeit eine intensiv geführte Begegnung. Allerdings brachten sich die Mannen um Kapitän Dennis Buchwitz durch eine mangelhafte Chancenverwertung selbst um die Früchte der Arbeit.

Bereits in den ersten beiden Spielminuten hätte man sicher mit einem 2-Tore-Voprsprung in den weiteren Verlauf der Partie gehen können, als die Bulldogs zweimal frei vor dem Gästegehäuse auftauchten. In dieser Situation jedoch, wie im gesamten Spiel dann auch, war Ratingens erfahrener Keeper Torsten Schmitt auf dem Posten. Schmitt alleine können es die Aliens verdanken, dass sie als glücklicher Sieger am Ende das Eis verließen. Die Trainingspräsenz in den letzten Tagen eines weiteren Torhüters (Marc Dillmann) jedenfalls, scheint Schmitt an lange nicht mehr gezeigte Topleistungen anknüpfen zu lassen. So bissen sich die Bulldogs ein ums andere Mal an ihm die Zähne aus, sei es mit Alleingängen auf sein Tor, Schüssen aus dem Slotbereich oder von der blauen Linie. Lediglich zweimal in Überzahl des KJEC war der Zerberus machtlos. Aber der Reihe nach.

Im ersten Spielabschnitt war sofort erkennbar dass die Gastgeber den Tabellenführer stürzen wollten. Mit schnellem aggressivem Spiel und hoher Intensität führten sie einen offenen Schlagabtausch mir den Ratingern. Lediglich das Ausnutzen von Torchancen ließ zu wünschen übrig und so ging der Gast in der 9. Minute durch Tegkajev in Führung. Drei Minuten später war es Ivan Dornic, auf Zuspiel von Andre Kuchnia und Matthias Potthoff, mit seinem ersten Pflichtspieltor für den KJEC durch einen fulminanten Schlagschuss von der blauen Linie vorbehalten bei 5:4-Überzahl auszugleichen. Mit dem Stande von 1:1 ging es dann auch in die erste Pause.
Im Mitteldrittel zeigte der KJEC eine bärenstarke Leistung und drückte gewaltig auf die Führung. Der wie bereits erwähnte überragend haltende Goalie Schmitt ließ die Angreifer der Bulldogs aber dabei schier verzweifeln und wie es dann so kommen musste, wenn man seine eigenen Chancen nicht verwertet, gelang dem Gegner durch einen Konter der von Thorsten Gries abgeschlossen wurde die erneute Führung. Durch diesen Treffer wurde die Drangperiode des KJEC ein wenig gebremst, Angreifer Patric Schnieder erwies dann seiner Mannschaft zusätzlich einen Bärendienst, indem er eine Spieldauerstrafe kassierte und bei verteiltem Spiel und ohne weitere Treffer ging man zum zweiten Pausentee. Auch Königsborns Keeper Philipp Potthoff der den erkrankten David-Lee Paton ausgezeichnet vertrat, zeigte dabei in dieser Partie ebenso wie sein Gegenüber eine sehr starke Leistung.

Als man dann im Schlussabschnitt weiter auf den erneuten Ausgleich hinarbeitete, kassierte man dann in eigener Überzahl durch einen individuellen Fehler erneut einen Kontertreffer durch den gut aufgelegten Ratinger Gries. Besser wurde es dann zwei Minuten Später gemacht und Benny Proyers Anschlusstreffer, nach Vorlagen von Ivan Dornic und Matthias Potthoff, zum 2:3 ließ erneut Hoffnung aufkeimen. Alles auf eine Karte setzend nahm Trainer Willi Tesch eine Minute vor Ende der Partie bei einer Strafzeit gegen Ratingen den Torwart vom Eis, jedoch wurde diese 6:4-Überzahl nicht in Zählbares umgemünzt. Im Gegenteil, nachdem die Aliens sich die Scheibe im Verteidigungsdrittel erobern konnten, befreiten sie sich klug und markierten den letzten Treffer durch Kapitän Christian Kohmann der ins leere KJEC-Gehäuse einschob.


Fazit: die Bulldogs haben erneut bewiesen, dass sie keinesfalls nur der Underdog der Oberliga sind, sondern gegen jeden Gegner mithalten können. Nur sollte man innerhalb des jungen Teams an der Chancenverwertung arbeiten, denn münzt man künftig sein druckvolles engagiertes Spiel nun noch in Tore um, so sollten die ersten Oberligapunkte nicht allzu lange auf sich warten lassen.

KJEC : RAI ´97 2:4(1:1,0:1,1:2)

Zuschauer : 139 - HSR: Kissing SR: Kiefer, Schmidt

Strafminuten: KJEC 6+5+SPD(Schnieder) - RAI 12+10(Höveler)

Die Bulldogs spielten in folgender Besetzung:

Tor:
P.Potthoff(1.-60.), -
Verteidigung:
Zech, Sondern, Buchwitz, Kühl, Bräunig, Rangen, Vyskoc
Sturm:
Bitter, N.Proyer, M.Potthoff(-/2), Dornic(1/1), Cillik, Furda(-/1), Schnieder, Schwerdtfeger, A.Kuchnia(-/1), B.Proyer(1/-)
 
Ratinger Aliens 97 Umkämpfter Sieg der Ice Aliens in Unna

Für die Ratinger Ice Aliens stand an diesem Wochenende nur ein Spiel in der Oberliga-West auf dem Programm. Am Freitag musste das Team von Trainer Czeslaw Panek zum Auswärtsspiel bei den Königsborn Bulldogs in Unna antreten und holte am Ende den dritten Sieg im dritten Spiel.

Vor allem im ersten Abschnitt standen sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe gegenüber. Czeslaw Panek hatte schon im Vorfeld gesagt, dass in dieser ausgeglichenen Liga kein Gegner unterschätzt werden dürfe: „Der Tabellenplatz spielt überhaupt keine Rolle. Ich denke, dass jedes Team auch gegen die sogenannten Favoriten gewinnen kann“, so der Coach. Das Publikum in Unna sah ein ausgeglichenes erstes Drittel, in dem sich die Torhüter profilieren konnten, denn beide Mannschaften erspielten sich zahlreiche sehenswerte Möglichkeiten. So stand es zur ersten Pause leistungsgerecht 1:1, auch wenn beide Teams schon zu diesem Zeitpunkt deutlich mehr Tore hätten erzielen können.

Zwar konnten sich die Außerirdischen im Mitteldrittel eine leichte Überlegenheit und mehr Spielanteile erarbeiten, für eine Entscheidung sorgten sie jedoch nicht. Dazu ließen die Ratinger Stürmer zu viele Möglichkeiten liegen. Lediglich ein Treffer von Thorsten Gries, der an diesem Abend einmal mehr eine vorbildliche Leistung ablieferte, war im zweiten Abschnitt zu verzeichnen, so dass die Zuschauer in den letzten zwanzig Minuten noch einmal Spannung pur geboten bekamen.

Das Spiel wurde insgesamt offener, beide Mannschaften versuchten, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Die Bulldogs konnten sich vor allem bei ihrem Goalie Philipp Potthoff bedanken, dass er seine Mannschaft bis zur Schlussminute im Spiel hielt, denn er brachte die Außerirdischen mit seinen spektakulären Paraden phasenweise zur Verzweiflung. Dass die Ice Aliens jedoch erneut durch Thorsten Gries in Unterzahl mit 3:1 in Führung gingen, belegt einmal mehr die kämpferische Einstellung des Ratinger Teams. Die Freude über den Treffer währte jedoch nicht lang, denn quasi im direkten Gegenzug konnten die Gastgeber auf 2:3 verkürzen und damit das Spiel erneut offen gestalten. Kurz vor Schluss nahm KJEC-Trainer Tesch seinen Goalie vom Eis, die Defensive der Ice Aliens konnte sich jedoch gegen die Überzahl behaupten und Sekunden vor Schluss den endgültigen Spielstand von 4:2 per Empty-Net-Goal durch Mannschaftskapitän Christian Kohmann markieren.

Damit haben die Ratinger Ice Aliens auch ihr drittes Spiel in der Oberliga-West gewinnen können und setzen sich damit in der Spitzengruppe fest. Eine lange Pause gibt es trotz des spielfreien Sonntags allerdings nicht, denn die Außerirdischen spielen am Dienstag um 19.30 Uhr auswärts in Dortmund und wollen hier die nächsten Punkte einfahren.
 

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Freitag, 01. 10. 2010 Herner EV 2007 vs ESC Moskitos Essen  3 : 6 5:0-2:1-1:0
Tore:

Tor

1:5 (27;40) Hanke
2:5 (28;59) Billsten
3:6 (59;05) Billsten
  0:1 (2;26) Nieberle
0:2 (6;09) Orr
0:3 (7;10)
0:4 (11;09) Stähle
0:5 (13;31) Klein
2:6 (35;31) Orr
 
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 5   7    
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: Franz, Seidel, Störmann
Zuschauer: 1284
Herner EV 2007 HEV unterliegt den Moskitos

coreo40.jpg - 120.80 Kb

hev-moskitos1.jpg - 80.80 KbMit 3-6 unterlag der Herner EV gestern Abend den Moskitos Essen. 1284 Zuschauer sahen einen fulminanten Spielbeginn der Gäste.
Bereits in der 3. Minute hatte Christian Nieberle HEV-Torhüter Christian Lüttges überwunden. Zwei Überzahltore in der 7. und 8. Spielminute durch Doug Orr und Frank Petrozza zwangen HEV-Coach Alexander Jacobs wenig später zu einer frühen Auszeit. Nutzen sollte dies allerdings nichts. Vitali Stähle (12.) und Pierre Klein (14.) legten zwei weitere Treffer für die Moskitos nach. Nach dem fünften Gegentreffer wurde Christian Lüttges beim Stande von 0-5 durch „Back-up“ Dennis Uhlig ersetzt. Den Hernern drohte ein Debakel. Man hatte das erste Drittel komplett verschlafen und war den Gästen vom Westbahnhof in allen Belangen unterlegen gewesen.


Die Pausen Ansprache von Alexander Jacobs musste heftig gewesen sein und zeigte Wirkung. Plötzlich waren die Herner in der Lage mit zu spielen. Sie übernahmen nach wenigen Minuten sogar das Kommando und setzten nun die Moskitos ihrerseits gehörig unter Druck. Folge war ein Doppelschlag von Benjamin Hanke (28.) und Curtis Billsten (29.) binnen 79 Sekunden. Nun nahm Gäste-Trainer Jari Pasanen seine Auszeit. Trotz eines Schussverhältnisses von 13-6 für den HEV ließen die Essener vorerst allerdings nichts mehr anbrennen. Torhüter Benjamin Finckenrath war im Mitteldrittel nicht mehr zu überwinden. HEV-Torjäger Curtis Billesten scheiterte mit zwei Alleingängen am sehr guten Moskitos-Schlussmann. Eine Unachtsamkeit in der Herner Defensivabteilung nutzte Doug Orr in der 36. Minute zum vorentscheidenden 2-6.

Im Schlussdrittel versuchten die Herner nochmal alles und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch mit den Gästen. Mehr als der Treffer zum 3-6 durch Curtis Billsten in der Schlussminute sprang aber nicht mehr heraus. Insgesamt waren 40 Minuten gutes Eishockey zu wenig um Essen in Bredouille zu bringen. Wenn der HEV gegen Top-Teams der Oberliga-West bestehen will, muss 60 Minuten am Limit gespielt werden.

hev-moskitos2.jpg - 105.30 KbWir haben sowohl das zweite (2-1) als auch das dritte Drittel (1-0) gewonnen und hatten nur 14 Strafminuten. Soviel zu den positiven Aspekten. Ein schwaches erstes Drittel gegen groß auf spielende Moskitos war dennoch nicht zu kompensieren. Wenn man schon früh in Rückstand gerät, darf man den Gegner nicht noch zu weiteren Treffern durch zwei dumme Strafzeiten (Haken und Stockschlag) einladen. Diese Geschenke hat Essen dankend angenommen und bereits nach 8. Minuten 3-0 geführt. So kann man in dieser Liga nicht bestehen“, fand Alexander Jacobs deutliche Worte nach dem Spiel.

Am Sonntag reist der HEV an die Wedau, wo es zum nächsten Derby gegen den EV Duisburg kommt. Spielbeginn in der Scania-Arena ist um 18.30 Uhr.


Statistik:

Tore: 0:1 (02:26) Nieberle (Lupzig, Lingemann) 5-5; 0:2 (06:09) Orr (Stähle, Weilert) 5-3; 0:3 (07:10) Petrozza (Geisberger, Barg) 5-4; 0:4 (11:09) Stähle (Koziol, Orr) 5-5; 0:5 (13:31) Klein (Beckers, Hauptig) 5-5; 1:5 (27:40) Hanke (Billsten, Grein) 5-5; 2:5 (28:59) Billsten (Grein, Boldt) 5-4; 2:6 (35:31) Orr (Koziol,Stähle) 5-5; 3:6 (59:05) Billsten (Boldt, Grein).

Strafen: Herne 14 // Essen 10

Zuschauer: 1284

 
ESC Moskitos Essen  Mit 6:3 gelingt in Herne der erste Auswärtssieg

Im Auswärtsspiel beim Herner EV legten die Moskitos einen Traumstart hin. Die Gastgeber hatten noch keinen Schuss auf das Essener Tor abgegeben, da stand es bereits 5:0 für die Moskitos. Das Essener Team spielte die Herner, sehr zur Freude der rund mitgereisten 300 Moskitofans, im ersten Drittel regelrecht an die Wand.


Kein Mittel fanden die Herner im ersten Drittel gegen die, wie entfesselt aufspielenden, Moskitos. Christian Nieberle eröffnete die Torflut in der 3.Minute. Mit einem Doppelschlag in Überzahl hieß es in der 8.Minute durch Tore von Doug Orr und Frank Petrozza 0:3. Bis zur 14.Minute hatten Vitali Stähle und Pierre Klein auf 0:5 erhöht. Erst danach kamen die Herner zu ihrer ersten Chance, doch Benjamin Finkenrath ließ sich zunächst nicht überwinden.

Im zweiten Drittel kamen die Gastgeber besser in das Spiel und die Chancen häuften sich. Immer wieder musste Benjamin Finkenrath eingreifen. Ein Doppelschlag durch Benjamin Hanke und Curtis Billsten sorgte nach 29 Minuten für das 2:5 und Trainer Jari Pasanen sah sich gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Er schien die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Moskitos nahmen wieder das Heft in die Hand. Doug Orr sorgte mit seinem zweiten Treffer zum 2:6 in der 36.Minute für die endgültige Vorentscheidung.

Im letzten Drittel passierte auf beiden Seiten nur noch wenig. Herne konnte die Moskitos nicht mehr in Bedrängnis bringen. Daran änderte auch das 3:6 durch Billsten eine Minute vor dem Ende nichts mehr. Die Moskitos hatten den ersten wichtigen Sieg auf fremden Eis eingefahren und durften sich abschließend von den Fans feiern lassen.

Trainer Jari Pasanen war erleichtert: „Es war von uns ein starkes erstes Drittel. Die Mannschaft hat gut die Vorgaben umgesetzt und nach dem 5:0 war das Spiel schon entschieden. Im zweiten Drittel haben wir etwas nachgelassen, aber der Sieg geriet nie in Gefahr. Die Mannschaft hat die schwierige Situation der letzten Tage sehr gut im Griff gehabt.“


Tore: 0:1 (2;26) Nieberle (Lupzig, Lingemann), 0:2 (6;09) Orr (Stähle, Weilert – PP2), 0:3 (7;10) Petrozza (Geisberger, Barg – PP1), 0:4 (11;09) Stähle (Koziol, Orr), 0:5 (13;31) Klein (Beckers, Hauptig), 1:5 (27;40) Hanke (Billsten, Grein), 2:5 (28;59) Billsten (Grein, Boldt – PP1), 2:6 (35;31) Orr (Koziol, Stähle), 3:6 (59;05) Billsten (Boldt, Grein)

Strafzeiten: Moskitos Essen 10, Herner EV 14

Zuschauer: 1284

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TABELLE 3. Spieltag  Oberliga WEST 2010-11
Platz Mannschaft   Sp. S N U V/P T D Punkte
1. Platz gehalten Ratinger Aliens 97 Ratinger Aliens 97 3 2 1 0 1 11 : 5 6 8
2. Platz gewonnen EHC Dortmund EHC Dortmund Westfalen-Elche 2 2 0 0 0 6 : 2 4 6
3. Platz gewonnen EV Duisburg  EV Duisburg Füchse 2 1 1 1 0 5 : 7 -2 2
4. Platz gewonnen ESC Moskitos Essen  ESC Moskitos Essen  2 1 1 1 0 8 : 6 1 4
 
5. Platz gewonnen Lippe-Hockey-Hamm  Lippe-Hockey-Hamm  3 1 2 0 1 7 : 5 2 4
6. Platz verloren Herner EV 2007 Herner EV 2007 3 1 2 0 0 11 : 11 0 3
7. Platz gehalten Neusser EV  Neusser EV  1 0 1 0 1 4 : 5 -1 1
8. Platz gewonnen RT Bad Nauheim  RT Bad Nauheim  1 0 1 0 0 0 : 5 -5 0

9.

Platz verloren

Königsborner JEC 

Königsborner JEC Bulldogs 2 0 2 0 0 4 : 11 -7 0
Vorbehalten der Einsprüche der Vereine! Verhandlung Bad Nauheim steht noch aus.