Spielberichte  Spiel des DFB-Teams 17.11.2010

DFB

 

 

Schweden Schweden vs Deutschland Deutschland 0 : 0 0:0-0:0
Schweden Deutschland
Tor:   1 Isaksson, A. Tor: 12 Adler, R.
Abwehr:   2 Lustig, M.
  4 Majstorovic, D.
13 Granqvist, A.
17 Wendt, O.
 
Abwehr:   3 Schmelzer, M.
  5 Westermann, H.
13 Hummels, M.
20 Boateng, J.
 
Mittelfeld:   7 Larsson, S.
  8 Svensson, A.
  9 Källström, K.
16 Wernbloom, P.
21 Wilhelmsson, C.
 
Mittelfeld:   6 Khedira, S.
  7 Schweinsteiger, B.
  8 Holtby, L.
16 Großkreutz, K.
21 Marin, M.
 
Sturm:   6 Toivonen, O. Sturm: 23 Gomez, M.
       
Tor/e: Tor
Tor keine   Tor keine
       
Wechsel: Wechsel
69. Min. 15 Marcus Berg Spielerwechsel Mikael Lustig
60. Min. 5 Behrang Safari Spielerwechsel Mikael Lustig
75. Min. 20 Rasmus ElmSpielerwechsel Pontus Wernbloom
75. Min. 18 Alexander GerndtSpielerwechsel Kim Källström


 
Wechsel: Wechsel
46. Min. 2 Andreas Beck Spielerwechsel Jérome Boateng
59. Min. 18 Toni KroosSpielerwechsel Sami Khedira
60. Min. 15 Christian Träsch Spielerwechsel Marko Marin
60. Min. 19 Cacau Spielerwechsel Bastian Schweinsteiger
78. Min. 11 André Schürrle Spielerwechsel Lewis Holtby
78. Min. 11 Mario Götze SpielerwechselKevin Großkreutz
       
Karten: Gelb Karte 50. Min. Kim Källström   Gelb Karte keine
  Gelb/Rote Karte keine   Gelb/Rote Karte keine
  Rote Karte keine   Rote Karte keine
       
Schiedsrichter: Carlos Velasco Carballo (ESP) Alonso Fernández (ESP) Andrés Samper (ESP) Zuschauer:   21.959
Schweden vs Deutschland
Zum Jahresabschluss eine Nullnummer Schweden - Deutschland 0:0

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat das WM-Jahr 2010 mit einer tristen Nullnummer beendet. Im Freundschaftsspiel gegen Schweden konnten auch die vier Debütanten auf dem Platz nur selten die Herzen der Zuschauer erwärmen.

Im Länderspiel gegen Schweden konnte Deutschland nicht überzeugen.

Fade Nullnummer zum Abschluss: Joachim Löws Talentschuppen hat den Testlauf in Schweden ordentlich gemeistert, zum Ende des tollen WM-Jahres aber kein Fußball-Feuerwerk abbrennen können. Mit vier Neulingen sowie Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira als einzigen Stammkräften kam die blutjunge deutsche Nationalmannschaft am Mittwoch über ein 0:0 nicht hinaus. Vor 21 959 Zuschauern im bitterkalten Ullevi-Stadion von Göteborg konnte der WM- Dritte nicht wie erhofft die Herzen der Fans mit seinem Spiel erwärmen. Am 9. Februar 2011 im Test gegen Italien wird das Team des Deutschen Fußball-Bundes wieder ein anderes Gesicht haben, wenn es darum geht, sich für den Endspurt der EM-Qualifikation einzuspielen.

Zum Ende eines „herausragenden Fußball-Jahres“ (Löw) schlug im hohen Norden die Stunde der Bewährung für den Nachwuchs, und die Perspektivspieler zogen sich achtbar aus der Affäre. Das mit einem Durchschnittsalter von knapp über 23 Jahren junge DFB-Team bemühte sich nach Kräften das Erfolgssystem der letzten Monate umzusetzen. Den Aktionen fehlten indes die zündenden Ideen, um die vor allem auf Defensive bedachten Schweden in Verlegenheit zu bringen.


Marko Marin (r) flankt am Sweden Sebastian Larsson vorbei

Der 20 Jahre alte Lewis Holtby hinterließ von den eingesetzten „Frischlingen“ den besten Eindruck. Der Mainzer zeigte bei seinem Einstand keine Nervosität und wirkte in der Özil-Rolle von Beginn an sehr beweglich. In der 58. Minute verpasste Holtby mit einem Schuss aus spitzem Winkel seinen ersten DFB-Treffer nur knapp. Auch Marcel Schmelzer bemühte sich um Impulse im Aufbau, offenbarte aber auch noch manche Defizite. In der Schlussphase schickte Löw André Schürrle und Mario Götze als Neulinge Nummer 43 und 44 seiner Amtszeit auf den Rasen. Der 18-jährige Götze ist seit Mittwoch der jüngste Debütant der deutschen Länderspiel-Geschichte seit Uwe Seeler 1954.

Wenig Druck kam von den Außenbahnen. Auf der für ihn ungewohnten rechten Seite fand Kevin Großkreutz in seinem zweiten Länderspiel kaum Bindung zum Spiel. Sein Gegenüber Marko Marin agierte wie gewohnt fleißig, aber zu wenig effektiv. Die Abwehr um Team-Senior Heiko Westermann (27) stand sicher und ließ kaum etwas zu. Wegen muskulärer Probleme musste Jerome Boateng nach der Pause Platz machen für Andreas Beck. Einen ruhigen Abend verlebte WM-Pechvogel René Adler, der erstmals seit März wieder in einem Länderspiel zwischen den Pfosten stand.

In Abwesenheit der WM-Stars Philipp Lahm, Mesut Özil, Thomas Müller und Lukas Podolski sowie ohne Per Mertesacker, der auf der Bank Platz nahm, lag besonders viel Verantwortung auf den Schultern von Schweinsteiger und Khedira in der Spielzentrale. Der Aushilfs- Kapitän aus München war im Mittelfeld stets präsent und anspielbar, aber nicht der erhoffte große Antreiber. Auch Nebenmann Khedira ließ wesentliche Impulse nach vorne vermissen. Als nach einer Stunde Spielzeit das große Wechseln einsetzte, durften auch die beiden WM- Fahrer vorzeitig in die wärmende Kabine.

Bei eisiger Kälte kam die deutsche Elf schneller auf Betriebstemperatur und riss früh die Initiative an sich, doch die Angriffsbemühungen verpufften zunächst wirkungslos. In der 5. Minute bekam Mario Gomez den Ball nach einer schönen Flanke von Holtby nicht richtig unter Kontrolle. Auf der Gegenseite wirkten die Offensivversuche der ohne ihren etatmäßigen Sturmführer Zlatan Ibrahimovic spielenden „Tre Kronors“ ausgesprochen bieder.

Die erste Schusschance für die Hausherren bot sich Pontus Wernbloom (27.), als Schmelzer eine Flanke passieren ließ. Im übrigen waren die Skandinavier fast nur darauf bedacht, das deutsche Kombinationsspiel zu unterbinden. Vier Minuten vor der Pause meisterte Andreas Isaksson im schwedischen Tor einen Schmelzer-Schuss (36.). Danach stand das Gäste-Gehäuse noch einmal im Blickpunkt, doch Ola Toivonen (41.) wusste mit der unverhofften Gelegenheit nichts anzufangen.

„Die Mannschaft versucht das umzusetzen, was wir uns vorgenommen haben und ist engagiert“, kommentierte Assistenztrainer Hansi Flick die ersten 45 Minuten. Nach dem Seitenwechsel bemühte sich die DFB- Elf den Druck zu erhöhen. Neun Minuten nach Wiederbeginn wurde ein Schussversuch von Khedira abgeblockt. Die größte Chance, das Länderspiel-Jahr doch noch mit einem Sieg abzuschließen, vergab der eingewechselte Toni Kroos (70.), der an Isaksson scheiterte.
 

DFB-Spielbericht Torloser Debütantenball in Göteborg

Debüt in der Startelf: Kevin Großkreuz Das WM-Jahr ist vorbei für die deutsche Nationalmannschaft - und das noch einmal verjüngte DFB-Team hat das letzte Länderspiel 2010 unbeschadet und unbesiegt überstanden.

Beim 0:0 in Göteborg gegen Gastgeber Schweden war im Ullevi-Stadion sogar noch mehr drin für das Team von Bundestrainer Joachim Löw, der insgesamt vier Neulinge aufbot.

Der WM-Dritte war während der gesamten 90 Minuten die deutlich überlegene Mannschaft, konnte letztlich gegen den dicht gestaffelten skandinavischen Abwehrriegel trotz einiger Chancen aber kein Tor erzielen.

Vier Debütanten für Deutschland

Mit den Debütanten Marcel Schmelzer (Borussia Dortmund) und Lewis Holtby (FSV Mainz 05) in der Startelf erspielten sich die Gäste von Beginn an ein Übergewicht, doch das junge deutsche Team hatte Probleme, die fast nur destruktiv agierende schwedische Defensive in Verlegenheit zu bringen.

Volleyabnahmen von Interimskapitän Bastian Schweinsteiger (11.) und Holtby (32.) sowie ein Rechtsschuss Schmelzers (36.) beschworen zunächst am meisten Gefahr herauf. In der Szene nach Holtbys Schussversuch sah der spanische Schiedsrichter Carlos Velasco Carballo den einschussbereiten Mario Gomez zudem zu Unrecht im Abseits.

Zwei Chancen in der ersten Hälfte hatten auch die Schweden, die sonst im Stile einer Auswärtsmannschaft agierten. Nach einem Pass von Sebastian Larsson schoss zunächst Pontus Wernbloom aus aussichtsreicher Position neben das Tor (27.). In der 40. Minute traf Ola Toivonen frei vor Torwart Rene Adler den Ball nicht richtig.

Holtby fast mit erstem Länderspieltor

Nach der Pause tat sich vor beiden Toren zunächst erneut recht wenig. Die beste Chance hatte Holtby nach schönem Doppelpass mit Marko Marin - der Schuss des Mainzers ging nur knapp neben das Tor. In der 70. Minute prüfte der eingewechselte Toni Kroos den schwedischen Keeper Andreas Isaksson mit einem Fernschuss, beim Abpraller stand Mario Gomez im Abseits.


Kapitän im Einsatz: Bastian Schweinsteiger von Bayern Löw brachte vor 21.959 Besuchern in Göteborg mit dem 20-Jährigen Andre Schürrle vom FSV Mainz 05 und dem Dortmunder Mario Götze - mit 18 Jahren und 167 Tagen der siebtjüngste Debütant der DFB-Geschichte und der jüngste seit Uwe Seeler - im zweiten Spielabschnitt noch zwei weiter Debütanten.

Schürrle kam in der 78. Minute für Holtby ins Team, Götze löste zeitgleich Großkreutz ab. Insgesamt hat der Bundestrainer damit in seinen 62 Spielen als Coach der Nationalmannschaft bereits 44 neue Akteure eingesetzt.
 
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