Oberliga West

Spielbericht Oberliga West 15. 01. 2012
Frankfurter Löwen vs EV Duisburg Füchse Spielberichte
Hammer Eisbären vs Ratinger Aliens 97 Spielberichte
Königsborner JEC Bulldogs vs EHC Dortmund Westfalen-Elche Spielberichte
Roten Teufel Bad Nauheim vs EJ Kassel Huskis Spielberichte
Tabelle Spieltag
Sonntag, 15 .01. 2012 Frankfurter Löwen vs EV Duisburg Füchse 8 : 1 3:1-3:0-2:0
Tore:

Tor

07:58 0:1 Benjamin Hanke
09:31 1:1 Roland Mayr
11:36 2:1 Max Seyller
18:36 3:1 Jan Barta
25:26 4:1 Kevin Thau
30:40 5:1 Roland Mayr
38:25 6:1 Ryan Fairbarn
43:36 7:1 Roland Mayr
48:25 8:1 Sven Breiter
 
  07:58 0:1 Benjamin Hanke    
Strafen: 2 Minuten Strafe 12 Min.   32 Min.    
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   Mac Kay    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: Seckler, Ruhnau, Paracki
Zuschauer: 4.521
Löwen überrollen Duisburg mit 8:1

Im ersten Aufeinandertreffen mit dem direkten Konkurrenten EV Duisburg siegen die Löwen Frankfurt klar mit 8:1.

Nach der Niederlage im Hessen-Derby am Freitag haben sich die Löwen Frankfurt am Sonntagabend zuhause gegen den EV Duisburg mit 8:1 klar durchgesetzt. Damit konnten sich die Löwen in einer körperbetonten Partie drei wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten um Platz vier sichern und ein bisschen Wiedergutmachung nach der Derby-Pleite in Kassel betreiben.

Nach seiner langen Verletzung gab am Sonntag Boris Ackers sein Comeback vor heimischen Publikum. Die 4.521 Zuschauer begrüßten den Goalie frenetisch zurück in der Starting Six, der es mit einem starken Einstand dankte.

Viel zu tun bekam Ackers aber zunächst nicht. Denn die Hausherren stürmten von Beginn an auf das Duisburger Tor. Doch nach vielen hochkarätigen Chancen waren es die Gäste, die gleich den ersten Schuss auf das Löwen Tor zur Führung verwandelten.

Nach dem ersten Tor des Abends begann dann aber die Torflut der Löwen, die von Roland Mayr in der 10. Minute eingeleitet wurde. Nur zwei Minuten später gelang dann dem Geburtstagskind Max Seyller mit einem Bauerntrick der Führungstreffer. Jan Barta erhöhte in der 19. Minute auf 3:1. Das war gleichzeitig auch der erste Pausenstand.

Nach dem Wechsel schossen Kevin Thau und Roland Mayr die nächsten Tore für die Gastgeber. Björn Linda verließ nach dem 5:1 das Tor, Felix Bick nahm nun die Position zwischen den Pfosten ein. Doch auch Bick hatte nicht viel Glück am Sonntagabend: Ryan Fairbarn, Roland Mayr - mit seinem dritten Treffer - und Sven Breiter machten schließlich alles klar.

Am Ende siegen die Löwen mit 8:1 gegen deutliche stärker erwartete Duisburger Füchse, die sich selbst durch 32 Strafminuten das Leben schwer machten. Trotzdem schossen die Löwen nur drei der acht Tore in Überzahl.

Das nächste Heimspiel der Löwen Frankfurt ist bereits am Dienstag. Zum Pokal-Viertefinale empfangen die Mannen von Trainer Clayton Beddoes den Zweitligisten Hannover Indians. Das Spiel in der Eissporthalle Frankfurt beginnt um 19:30 Uhr. Karten für dieses Spiel gibt es im Löwen Ticket-Shop sowie an der Abendkasse.

Löwen Frankfurt - EV Duisburg 8:1 (3:1, 3:0, 2:0)

Tore:
0:1 (7:58) Benjamin Hanke (Daniel Huhn, Mats Schöbel)
1:1 (9:31) Roland Mayr (Thomas Schenkel, Simon Barg) PP1
2:1 (11:36) Max Seyller (Kevin Thau, Dominique Hensel)
3:1 (18:36) Jan Barta (Ryan Fairbarn, Simon Barg) PP2
4:1 (25:26) Kevin Thau (Jan Barta, Christopher Kasten)
5:1 (30:40) Roland Mayr (Martin Schweiger, Sven Breiter)
6:1 (38:25) Ryan Fairbarn (Sven Breiter, Roland Mayr)
7:1 (43:36) Roland Mayr (Thomas Schenkel, Ryan Fairbarn) PP1
8:1 (48:25) Sven Breiter (Martin Schweiger, Roland Mayr)

Strafen: Frankfurt 12 - Duisburg 32 + 10 (MacKay)

Zuschauer: 4.521.
 
Füchse kommen unter die Räder

Am Sonntag Abend mussten die Füchse einen herben Rückschlag im Kampf um Platz vier hinnehmen. Gegen den Mitkonkurrenten aus Frankfurt verbrachte man zu viel Zeit auf der Strafbank und musste eine herbe 8:1 Niederlage hinnehmen.
In der Vorrunde sah die Bilanz noch deutlich besser aus. Beide Duelle gegen die Löwen gewann der EVD. Beim ersten Aufeinandertreffen in der Zwischenrunde gingen die Füchse zwar durch Benjamin Hanke in Führung, kamen aber in der Folge gar nicht ins Spiel. Nur wenige Minuten später hatte das Heimteam das Spiel bereits gedreht und ging sogar mit einer 3:1 Führung in die erste Pause. Die Gäste machten es den Frankfurtern aber auch leicht, da man zu viel Zeit auf der Strafbank verbrachte. „Sicher waren da, milde ausgerückt, fragliche Entscheidungen dabei. Aber wenn du saudumme Fouls machst, musst du dich nicht wundern, wenn du verlierst. Frankfurt hat uns den Schneid abgekauft.“, kommentierte Trainer Franz Fritzmeier das Spiel, das in den folgenden beiden Dritteln bitter für die Füchse endete. Selbst ein Torhüterwechsel nach dem 5:1 (Felix Bick für Björn Linda) brachte keine neue Sicherheit. Mit 6:1 hatten die Hausherren das Spiel bereits zur zweiten Pause entschieden und legten im letzten Durchgang noch ein Mal zwei Treffer nach. Trotz des Rückschlags ist aber weiterhin nichts entschieden, denn noch sind die ersten fünf Teams in der Tabelle dicht zusammen.

Tor: Hanke

Strafen: Frankfurt 12, Duisburg 32 + 10 (MacKay)

Zuschauer: 4521
 

zum Seitenanfang

Sonntag, 15 .01. 2012 Hammer Eisbären vs Ratinger Aliens 97 2 : 4 1:1-0:2-1:1
Tore:

Tor

03. 1:0 Gose
55. 2:3 Sondermann
  15. 1:1 Monych
24. 1:2 Aminikia
37. 1:3 Werner
55. 2:4 Monych
 
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 18 Min.   24 Min    
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe Nieberle   Ackers    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: Krawinkel, Utner, Van Himbeeck
Zuschauer: 702
Eisbären verlieren 2:4 gegen Ratingen

Für den erhofften ersten „Dreier“ in der Endrunde der Eishockey-Oberliga hat es nicht gereicht. Die Hammer Eisbären unterlagen den Ratinger Ice Aliens vor 702 Zuschauern in der Eissporthalle am Maxipark mit 2:4 (1:1, 0:2, 1:1) - „und das völlig unnötig, weil wir es denen zu einfach gemacht haben“, monierte Hamms Trainer Carsten Plate.

Nach Zuspiel von Matthias Potthoff gingen die Eisbären durch Christian Gose früh mit 1:0 in Führung (3.). Doch mit zunehmender Spieldauer wurden die Gäste vom Sandbach immer aktiver. Zwar hatte Hamm vorher noch gute Möglichkeiten durch Pierre Klein (4.) und Jiri Svejda (6.) gute Möglichkeiten zum Ausgleich, doch nutzten sie die Chance nicht. Danach „belagerten“ dann die Ice Aliens lange das Drittel der Gastgeber – auf Plates Torschussstatistik führte sein Team im ersten Durchgang dennoch mit 11:8. „Das zeigt, dass wir wenig zugelassen haben“, so der Coach. Mit Ausnahme des 1:1 durch Lance Monych (15.).

Der zweite Abschnitt verlief dann aber gar nicht nach dem Geschmack des Ex-Profis. Ratingen hatte weiterhin das Heft des Handelns in der Hand und ging durch Schahab Amini Jia erstmals in Front (24.). Für das 1:3 aus Sicht der Hausherren sorgte Jan Werner in der 37. Minute. Zuvor zeige Hamms Goalie Benjamin Voigt abermals seine Klasse und parierte unter anderem gegen Artur Tegkaev (29.) und zweimal gegen Michél Ackers (36.).

Auch der Schlussdurchgang versprach zunächst wenig Hoffnung – denn nahezu jeden Angriff der Eisbären wussten die „Außerirdischen“ rechtzeitig zu unterbinden. Anders in der 55. Minute, als Nils Sondermann mit einem Schlagschuss von der blauen Linie in Überzahl zum 2:3 einnetzte. Danach wusste das Plate-Team eine doppelte Überzahl jedoch nicht für sich zu nutzen; Potthoff 57. und 60.) und Gose (59.) vergaben hochkarätige Chancen. Als Hamms Trainer sich dann für einen sechsten Akteur entschieden hatte, sorgte Ratingens Monych per Empty-net-goal für die Entscheidung (60.). „Zum hätten wir noch ins Spiel zurückkommen können, aber wir haben unsere Chancen einfach nicht genutzt“, war Plate enttäuscht.
 
Die Außerirdischen setzen in Hamm ein Zeichen

Mit einem 4:2-Sieg bei den Eisbären in Hamm hat die Mannschaft der Ratinger Ice Aliens am Sonntagabend ein Zeichen gesetzt. Nicht nur, weil man in der Vorrunde beide Spiele gegen das Team aus Hamm verloren hatte, sondern auch wegen der derzeit schwierigen Situation, in der sich die Ice Aliens befinden.

Dabei begann die Partie alles andere als gut für die Ratinger. Bereits in der dritten Spielminute konnten die Gastgeber durch Gose mit 1:0 in Führung gehen. Doch die Ice Aliens kämpften sich in die Partie und konnten gleich mehrere gute Torchancen erarbeiten. Es dauerte jedoch bis zur 15. Minute bis Lance Monych den Ausgleich in Hamm besorgen konnte, nachdem zuvor schon mehrere hochkarätige Möglichkeiten vergeben wurden. Im zweiten Drittel konnten sich die Außerirdischen zumindest ein optisches Übergewicht erspielen und zeigten gegen streckenweise harmlose Eisbären eine engagierte Partie. So war es nur eine Frage der Zeit, bis Shahab Aminikia in der 24. Minute und Jan Werner in der 37. Minute die verdiente 3:1-Führung für die Ice Aliens erzielen konnten.

Das Spiel blieb jedoch bis in die letzten Minuten spannend, denn auch wenn beide Mannschaften nicht mit hochklassigem Eishockey glänzen konnten, gab es dennoch zahlreiche Chancen auf beiden Seiten. Zunächst waren es die Hausherren, die in der 55. Minute in doppelter Überzahl den Anschlusstreffer durch Sondermann zum 2:3 erzielen konnten.

Es folgte eine Auszeit, bei der die Eisbären ihren Torhüter Benjamin Voigt vom Eis nahmen, um einen weiteren Stürmer aufbieten zu können, doch der Ausgleich gelang nicht mehr. Stattdessen zog Lance Monych ziemlich humorlos aus der neutralen Zone ab und versenkte die schwarze Scheibe im leeren Hammer Tor. So konnten die Außerirdischen in dieser Endrunde den ersten Sieg gegen die Eisbären erzielen und sind damit mit den Füchsen aus Duisburg gleichgezogen, die am kommenden Freitag am Ratinger Sandbach gastieren. Mit einem Sieg könnten die Ice Aliens mindestens einen Sprung auf Platz 5 machen. Platz vier qualifiziert für die Teilnahme an den Aufstiegsplayoffs. Daher hoffen die Ratinger Ice Aliens am Freitag auf die Unterstützung jedes einzelnen Zuschauers bei diesem überaus wichtigen Spiel gegen das Team von der Wedau, um am Ende gemeinsam einen Sieg und weitere drei Punkte in der Endrunde der Oberliga West feiern zu können!

Hammer Eisbären - Ratinger Ice Aliens 97 2:4 (1:1, 0:2, 1:1)

Tore: 1:0 (3.) Gose, 1:1 (15.) Monych, 1:2 (24.) Aminikia, 1:3 (37.) Werner, 2:3 (55.)Sondermann, 2:4 (55.) Monych

Strafminuten: Hamm 18 + 10 Nieberle, Ratingen 24 + 10 Ackers

Zuschauer: 702
 

zum Seitenanfang

Sonntag, 15 .01. 2012 Königsborner JEC Bulldogs vs EHC Dortmund Westfalen-Elche 1 : 8 1:2-0:1-0:5
Tore:

Tor

02:17 1:0 Michal Bezouska   11:53 1:1 Christian Kretschmann
15:02 1:2 Ryan Martens
33:58 1:3 Christian Kretschmann
42:03 1:4 Nils Liesegang
49:33 1:5 Thomas Richter
50:58 1:6 Philipp Michl
55:39 1:7 Branislav Pohanka
58:17 1:8 Branislav Pohanka
 
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 10 Min.   12 Min.    
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe Igor Alexandrov   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: M. Schütz, Kyei-Nimako, Störmann
Zuschauer: 302
Bulldogs zeigen trotz Unterlegenheit 60 Minuten Kampfgeist gegen Meister Dortmund
Mit erneut nur zwei Reihen hält man zwei Drittel gut mit

Dass es am Ende 1:8 Stand, war der Leistung und dem Kampfgeist, den das junge Team der Bulldogs gegen den Meister aus der Nachbarstand bot, am Ende nicht gerecht, denn so konnte man bis zum letzten Drittel dem Gast Paroli bieten und hielt die Partie lange offen, bis man schließlich kräftemäßig im letzten Drittel einbrach und noch fünf Gegentreffer hinnehmen musste. Dabei war das Team vor allem zahlenmäßig überlegen und trat mit dreieinhalb Reihen an.

Bereits in der dritten Minute gingen die Bulldogs, die von Anfang an ein hohes Tempo boten, nach einem Konter mit 1:0 in Führung. Pigache leitete den Konter ein, Krätzer legte für Bezouska auf und der traf für die Bulldogs. Doch ab Mitte des ersten Spieldrittels drehten die Westfalenelche auf und drehten noch vor der Pause das Spiel und so ging man mit einem Stand von 1:2 in den zweiten Spielabschnitt.

Das zweite Drittel bot Spannung pur. Die Gäste wollten die Führung ausbauen, wurden jedoch stets vom erneut starken Keeper Sebastian May zunächst an weiteren Treffern gehindert. Die Bulldogs verteidigten stark und kamen durch Kontermöglichkeiten auch zu ihren Chancen. Lediglich ein Treffer fiel in diesem spannenden Spielabschnitt und somit bauten die Gäste im zweiten Drittel, das auf Grund einer Schiedsrichterverletzung drei Minuten eher beendet wurde, ihre Führung aus.

Die letzten drei Minuten wurden nach einer weiteren Eisaufbereitung nachgespielt, jedoch ohne nennenswerte Ereignisse. Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste jedoch richtig los und nutzten die besseren Kraftreserven um das Ergebnis schließlich auf 1:8 hochzuschrauben.

Dennoch waren die Fans zufrieden mit der Leistung, zumal man zu keinem Zeitpunkt aufgab und erneut viel Leidenschaft zeigte. Dass die Aufstiegsrunde nicht einfach wird, wusste man schon vorher, trotzdem ist man stolz auf das Team, das sich in der Hauptrunde souverän für die Meisterrunde qualifizierte.

Am folgenden Wochenende trifft man nun zunächst am Freitag auf die Löwen Frankfurt. Spielbeginn in der Eissporthalle Unna ist um 20 Uhr. Nur zwei Tage später reist man nach Hamm zum Derby gegen die Eisbären, die wie der KJEC gegen die übermächtigen Gegner der Meisterrunde bisher punktlos blieben.
 
Königsborner JEC - EHC Dortmund 1 : 8 (1:2,0:1,0:5)Unser Nachbar aus Unna überläßt den Elchen die Punkte
Königsborner JEC - EHC Dortmund 1 : 8 (1:2,0:1,0:5)

Das 600. Meisterschaftsspiel in der Vereinsgeschichte des EHC Dortmund brachte den Westfalen Elchen am Sonntagabend in Unna einen klaren 8:1-Auswärtserfolg beim Königsborner JEC und damit gleichzeitig den 15. Meisterschaftssieg in Folge. Allerdings konnte der Sieg trotz zahlreicher Chancen erst im Schlussabschnitt sichergestellt werden, im ersten Drittel kamen die sich tapfer wehrenden Königsborner sogar zur 1:0-Führung, die sie auch gut neun Minuten lang halten konnten. Am Ende aber schwanden ihre Kräfte und die Elche konnten den Sieg noch standesgemäß ausbauen.

Nach dem tollen Freitagssieg zuhause gegen Bad Nauheim brauchte der EHC in Unna eine längere Anlaufzeit um ins Spiel zu finden und die entsprechende Konzentration aufzubringen. Die Gastgeber nutzten diese anfängliche Zurückhaltung der Elche bereits in der 3. Spielminute, als Jakub Krätzer einen Querpass auf Michal Bezouska spielen konnte und diese tschechische Kooperation für die 1:0-Führung der Königsborner Bulldogs sorgte. Zwei Minuten später hatte Igor Alexandrov sogar in Unterzahl die nächste Chance auf dem Schläger. Danach wurden die Elche aber etwas wacher und hatten durch Nils Liesegang, Philipp Michl, Michael Schmerda sowie Frank Petrozza gute Möglichkeiten. Für den Dortmunder 1:1-Ausgleich in der 12. Minute war Neuzugang Christian Kretschmann nach guter Vorarbeit von Nils Liesegang verantwortlich. Auf die Siegesstrasse brachte den EHC dann Ryan Martens in der 16. Minute, als er (wie schon gegen Bad Nauheim) die Gegenspieler als Slalomstangen nutzte und den Alleingang zum 1:2 abschloss. Weitere Chancen folgten noch vor der ersten Pause. Auch im zweiten Abschnitt brauchten die Elche wieder eine gewisse Zeit, die Gastgeber dagegen wurden frecher und Benjamin Finkenrath im EHC-Gehäuse brauchte sich nicht über mangelnde Beschäftigung beklagen. Wieder war es Christian Kretschmann, der den ersten Torweckruf machte und in der 34. Minute auf 1:3 erhöhen konnte. Dieses Mal kam das Zuspiel von Ryan Martens. Der zweite Abschnitt wurde vorzeitig beendet, da sich Linienrichter Manuel Störmann am Ohr verletzte, nach der Pause aber weiter machen konnte. Auch der EHC machte weiter, dieses Mal ohne Anlaufzeit. Und nun fielen auch die Tore, zuerst durch Nils Liesgang in der 43. Minute im Nachschuss zum 1:4. Ein Doppelschlag in der 50. und 51. Minute durch Thomas Richter und Philipp Michl führte zum 1:6, dann schlug noch zweimal Branislav Pohanka zu, in der 56. Minute in Unterzahl, in der 59. Minute dann in Uberzahl. In den letzten drei Minuten bekam Juniorenkeeper Marius Dräger noch seinen Einsatz, Frank Petrozza dagegen konnte im letzten Abschnitt wegen einer Knieverletzung nicht mehr mitwirken.

Mit der erneuten Maximalausbeute von sechs Punkten an diesem Wochenende konnten die Westfalen Elche die Tabellenführung in der Oberliga West Endrunde erreichen und sogar auf drei Punkte Vorsprung auf Frankfurt und Bad Nauheim ausbauen. Am nächsten Wochenende stehen nun aber gleich zwei schwierige Herausforderungen für den EHC Dortmund auf dem Spielprogramm. Zuerst gibt es am Freitag zuhause den 2. Teil der hessischen Heimspielwochen, wenn ab 20 Uhr die Kassel Huskies an der Strobelallee gastieren. Am Sonntag müssen die Elche dann an die Duisburger Wedau fahren, dort warten die Füchse ab 18:30 Uhr auf das Gentges-Team. Beide Gegner liegen aktuell sechs Punkte hinter dem EHC auf den Plätzen vier und fünf.

Torfolge:

1:0 (02:17) Michal Bezouska (Jakub Krätzer, Sebastian Pigache)
1:1 (11:53) Christian Kretschmann (Nils Liesegang, Michael Schmerda)
1:2 (15:02) Ryan Martens (Manuel Neumann, Benjamin Finkenrath) +1
1:3 (33:58) Christian Kretschmann (Ryan Martens, Florian Kirschbauer)
1:4 (42:03) Nils Liesegang (Florian Kirschbauer, Ryan Martens) +1
1:5 (49:33) Thomas Richter (Dennis Schlicht, Florian Kirschbauer)
1:6 (50:58) Philipp Michl (Christian Kretschmann, Nils Liesegang)
1:7 (55:39) Branislav Pohanka (Benedikt Kastner, Benjamin Finkenrath) -1
1:8 (58:17) Branislav Pohanka (Michael Schmerda, Benedikt Kastner) +1

Strafminuten: KJEC 10 + 10 Igor Alexandrov - EHCDO 12

Zuschauer: 302

Mannschaftsaufstellung: Benjamin Finkenrath [31], Marius Dräger [20] (ab der 57. Minute) – Florian Kirschbauer [2], Stephan Kreuzmann [4] (C), Dieter Orendorz [22], Benedikt Kastner [28], Manuel Neumann [33] (A), Sebastian Eickmann [44] (A), Niklas Clusen [55], Mike Ortwein [93] – Christian Kretschmann [5], Philipp Michl [7], Ryan Martens [8], Michael Schmerda [16], Thomas Richter [18], Branislav Pohanka [25], Jérome Bobon [61], Frank Petrozza [88], Dennis Schlicht [91], Nils Liesegang [98]
 

zum Seitenanfang

Sonntag, 15 .01. 2012 Roten Teufel Bad Nauheim vs EJ Kassel Huskis 6 : 3 2:1-2:0-2:2
Tore:

Tor

07:43 1:1 Franz
11:29 2:1 Baum
23:31 3:1 Schwab
32:46 4:1 Maaßen
49:09 5:1 Striepe
54:22 6:2 Mangold
 
  02:03 0:1 Mikesz
53:23 5:2 Valenti
58:23 6:3 Sikora
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 10 Min.   10 Min.    
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: ???, Löw, Trottmann
Zuschauer: 3.345
6:3-Heimsieg im Hessenderby gegen Kassel

Mit 6:3 (2:1, 2:0, 2:2) gewannen heute Abend die Roten Teufel das Hessenderby gegen die Kassel Huskies und halten damit einen direkten Konkurrenten nach einem "Sechs-Punkte-Spiel" auf Dinstanz. Vor allem das effiziente Powerplay mit drei Treffern in der ersten Hälfte ebnete den Gastgebern den Weg zum Sieg, womit die Roten Teufel alle bisherigen Derbys für sich entscheiden.

Es war von der ersten Minute an das erwartet spannende Hessenderby. Erneut ohne Lanny Gare angetreten sahen sich die Hausherren zunächst im Hintertreffen, nachdem die Huskies loslegten wie die Feuerwehr. In der 3.Minute nutzte diesen Sturmdrang Mikesz mit einem Rebound zur Kasseler Führung, als die EC-Abwehr nicht im Bilde war. Nur eine Minute später war Sikora ganz frei vor Keller, der sein Team vor Schlimmeren bewahren musste. So langsam kamen aber die Kurstädter ins Match und hatten durch Schwab in der 4.Minute die erste aussichtsreiche Gelegenheit. Es benötigte allerdings einer Husky-Strafzeit, ehe Christian Franz mit einem Blueliner in der 8.Minute den Ausgleich markieren konnte. Sein erster Schuss blieb noch an einem Verteidiger hängen, der zweite saß dann aber unhaltbar für Martin Fous. Nun waren die Gastgeber im Spiel und hielten die Nordhessen in Schach, die es mit zwei Mann Forechecking probierten. Dies mündete aber in einer weiteren Strafzeit, was die Wetterauer erneut verwerteten. Wieder war es mit Alexander Baum ein Verteidiger, der von der blauen Linie aus traf. Kassel hatte im ersten Abschnitt nur noch durch Koziol (13.) eine sehenswerte Chance, doch Keller hielt reaktionsstark mit dem Schoner. Kurz vor der Pause war es Dylan Stanley, der Fous in höchste Not brachte, nachdem das Spiel merklich dem hohen Anfangstempo Tribut zollte.

Im Mittelabschnitt kassierten die Nordhessen gleich zwei Strafzeiten in Folge, die zweite gegen Engel nutzte Tobias Schwab mit einem Blueliner zum 3:1 für die Roten Teufel, was den dritten Überzahltreffer für die Wetterauer bedeutete. Die Gastgeber hatten die Huskies in der Folgezeit gut im Griff, mehr als ein Schlagschuss durch Vorel, den Keller souverän hielt, war bis dato nicht zu sehen. Stattdessen drängten die Gastgeber weiter und hatten durch Lavallee nach einem 2-auf-1-Konter die Riesengelegenheit zum vierten Tor, doch Fous war mit Glück und Geschick zur Stelle (29.). Erst in der zweiten Hälfte des Durchgangs kam Kassel besser ins Match. Vorel traf in der 32.Minute zwar ins Netz, doch sein Treffer wurde wegen eines vorherigen Abseitspfiffs nicht gegeben. Dennoch keimte Hoffnung bei den mitgereisten ECK-Fans auf, und mitten in diese Phase traf Michel Maaßen nach einem gewonnenen Bully mit einem Rückhandschuss durch die Schoner von Fous zum 4:1 (33.). Die Huskies versuchten nun, mehr Druck zu machen, die EC-Abwehr inklusive Markus Keller stand aber souverän, so dass es mit dem komfortablen Vorsprung in die zweite Pause ging.

Im letzten Abschnitt konnte man somit die Gäste kommen lassen, was die Bad Nauheimer Abwehr sicher kontrollierte. Man wartete auf den vielleicht entscheidenden Konter, den Jannik Striepeke in der 50.Minute mit einem Rebound-Rückhandschuss abschließen konnte. Das Match schien gelaufen, auch wenn sich die Nordhessen nach wie vor nicht aufgaben. Dementsprechend sorgte Valenti mit einem fulminanten Blueliner in der 54.Minute noch einmal für Hoffnung bei den Kasseler Fans, die nur eine Minute später aber - wie das gesamte Stadion - eins der kuriosesten Treffer überhaupt miterlebten. Eine Strafe gegen die Hausherren war angezeigt, so dass Fous sein Gehäuse für einen weiteren Spieler verließ. Kassel setzte sich in der Nauheimer Zone fest und versuchte, an die blaue Linie zu passen, um eine optimale Schussposition zu erreichen. Der Blueliner verfehlte jedoch, so dass das Hartgummi bis in die Kasseler Hälfte und sogar ins leere Tor zum 6:2 für die Hausherren ging. Als Torschütze (sowie Strafzeitenverursacher) wurde André Mangold genannt, der somit sein erstes Saisontor erzielte. Das Match war demnach gelaufen, das 6:3 durch Sikora war nur noch Ergebniskosmetik. "Ich habe Nauheimer selten so stark gesehen. Vor allem das Powerplay von ihnen war stark. Das Leben geht aber weiter, und bereits am Freitag wollen wir gegen Dortmund punkten", sagte Kassels Coach Bartman nach dem Schlusspfiff. "Wir wären auch mit einem Punkt zufrieden gewesen, nachdem wir heute unter Druck waren gegen einen direkten Konkurrenten. Die Jungs haben aber super gekämpft und sich in jeden Schuss geworfen. Das war eindrucksvoll", äußerte sich Fred Carroll, der am Dienstag zuhause gegen Bremerhaven im Pokalviertelfinale bereits wieder ran muss. Ob dann Lanny Gare und Pierre Wex wieder mitwirken können, muss jedoch abgewartet werden.

EC Bad Nauheim - Kassel Huskies 6:3 (2:1, 2:0, 2:2)
Tore:
0:1 (02:03) Mikesz (Roedger, Böhm)
1:1 (07:43) Franz (Kujala) PP 5-4
2:1 (11:29) Baum (Weibler, Baldys) PP 5-4
3:1 (23:31) Schwab (Kujala, Stanley) PP 5-4
4:1 (32:46) Maaßen (Kujala)
5:1 (49:09) Striepeke (Kohl, Ketter)
5:2 (53:23) Valenti (Klinge, E.Grund)
6:2 (54:22) Mangold
6:3 (58:23) Sikora (Vorel)
Strafminuten: ECN 10 / ECK 10
Zuschauer: 3.345
 
Glücklose Huskies verlieren in Bad Nauheim

Am gestrigen Sonntag mussten die Kassel Huskies beim EC Bad Nauheim zum zweiten Auswärtsspiel in der Endrunde der Oberliga-West antreten. Dabei konnten die Huskies neben dem wieder genesenen Alex Engel zusätzlich auf Torhüter Martin Fous zurückgreifen, der beim Hessenderby gegen die Löwen Frankfurt am vergangenen Freitag noch bei seinem Stammverein in Wolfsburg im Einsatz war. Unterstützt wurden die Huskies zudem von ca. 300 blau-weißen Fans, die teils privat, teils per Fanbus die Reise in die Kurstadt angetreten hatten.

Im Vergleich zu den letzten Partien, kamen die Huskies deutlich stärker als ihre Gegner ins Spiel. Nach nur etwas mehr als zwei Minuten musste Markus Keller im Tor der Nauheimer das erste Mal hinter sich greifen. Jiri Mikesz hatte Kellers Rebound nach Roedgers Schuss aus spitzem Winkel ins Netz befördert und die Huskies in Führung gebracht. Beflügelt durch diesen frühen Treffer versuchten die Huskies sofort nachzulegen, doch Keller hatte für alle Versuche der Huskies eine Antwort parat. Allzu lange sollte die Führung der Schlittenhunde nicht halten. Immer wieder brachten sich die Nordhessen mit Undiszipliniertheiten selbst in Bedrängnis. Und die Kurstädter nutzten die Kasseler Unterzahl eiskalt aus. Nicht nur, dass Verteidiger Christian Franz in der achten Minute zum 1:1 ausglich, nein, auch der zweite ECN-Treffer fiel wenige Minuten später bei numerischer Überlegenheit der Mittelhessen.

Auch nach der ersten Drittelpause setzte sich die Unterzahl-Serie der Huskies fort. Nur wenige Sekunden nach Wiederbeginn hob sich der Arm des Hauptschiedsrichters erneut. Auch hier dauerte es weniger als zwei Minuten, bis der Nauheimer Anhang Grund zum Jubeln hatte. Und als wäre der neue Zwischenstand von 3:1 nach 23:31 Minuten nicht schlimm genug, verkündete der Stadionsprecher auch noch Tobias Schwab als Torschütze. Der gebürtige Kasseler hatte nur Sekunden zuvor bereits die Chance auf ein Tor ausgelassen und wollte sich nun den Treffer nicht mehr nehmen lassen.

Bei den Huskies lief Mitte des zweiten Drittels wenig zusammen. In der 30. Minute schien Marek Vorel dann eine Antwort auf den Nauheimer Torreigen zu haben, doch obwohl sein Kracher von der blauen Linie den Weg in die Maschen fand, verweigerte das Schiedsrichtergespann um Markus Brill und Andreas Kissing dem Treffer wegen einer Abseitsposition zurecht die Anerkennung. Postwendend wartete der nächste Tiefschlag auf die Huskies. Vom Bully weg verwandelte Michael Maaßen, nach Anspiel von Lavallee, durch die Beine von Martin Fous zum 4:1 für Bad Nauheim. Und obwohl die Huskies in Person von Koziol (37.) und Vorel (38.) jeweils beste Chancen auf den Anschlusstreffer hatten, verabschiedeten sich beide Teams mit einem drei Tore Unterschied in die Kabine.

So wartete zu Beginn des Schlussdrittels ein Berg voller Arbeit auf die Schlittenhunde, um die drohende Niederlage abzuwenden. Hinzu kam, dass Bad Nauheim nun auf seine perfekt stehende Defensive bauen konnte und dies die Arbeit für die Huskies nicht erleichterte. Die Vorentscheidung fiel dann in der 50. Minute. Eine Unkonzentriertheit im Spielaufbau der Huskies nutzte abermals Tobi Schwab, der den Puck auf den besser postierten Jannik Striepeke spielte, welcher dann nur noch gegen den bereits geschlagenen Martin Fous einnetzen musste. Obwohl die Huskies mit toller Moral gegen das Nauheimer Bollwerk anrannten, wollte keine länger andauernde Druckphase entstehen. Sven Valenti verkürzte zwar in der 54. Spielminute mit einem platzierten Schlagschuss auf 5:2, doch mehr Positives war für die Huskies nicht zu holen. Nur wenige Sekunden später lag der Puck erneut im Kasseler Tor. Sven Valenti hatte bei einer gegen die Nauheimer angezeigte Strafe unglücklich den Puck in Richtung des von Martin Fous verlassenen Tores geschlagen. Petr Sikoras 6:3 kurz vor Schluss war dann nicht viel mehr als Ergebniskosmetik.

So blieben die Huskies auch im zweiten Auswärtsspiel der Endrunde der Oberliga-West ohne Sieg, haben aber die Chance am kommenden Freitag beim EHC Dortmund für eine Überraschung zu sorgen.
 

zum Seitenanfang