Oberliga West

Spielbericht Oberliga West 20. 01. 2012
Roten Teufel Bad Nauheim vs Hammer Eisbären Spielberichte
EHC Dortmund Westfalen-Elche vs EJ Kassel Huskis Spielberichte
Ratinger Aliens 97 vs EV Duisburg Füchse Spielberichte
Königsborner JEC Bulldogs vs Frankfurter Löwen Spielberichte
Tabelle Spieltag
Freitag,  20.01. 2012 Roten Teufel Bad Nauheim vs Hammer Eisbären 10 : 1 9:0-1:0-0:1
Tore:

Tor

02:04 1:0 Maaßen
04:15 2:0 Kujala
07:18 3:0 Striepeke
09:50 4:0 Franz
10:02 5:0 Mangold
12:52 6:0 Baum
15:48 7:0 Schwab
16:51 8:0 Gare
18:49 9:0 Maaßen
27:44 10:0 Gare
 
  58:42 10:1 Pohl    
Strafen: 2 Minuten Strafe 14 Min.   20 Min.    
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   Pietzko    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: Kissing, Paracki, Trottmann
Zuschauer: 684
10:1-Heimsieg gegen Hamm

Mit 10:1 (9:0, 1:0, 0:1) schossen sich die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim heute Abend beim Heimsieg gegen Hamm schon einmal warm für das Derby am Sonntag in Frankfurt. Nach einem fulminanten ersten Drittel und einer 9:0-Führung machten die Kurstädter früh drei Pflichtpunkte klar, so dass man bei den Löwen am Sonntag einen großen Schritt in Richtung Endrunde machen kann.

Die Geschichte des ersten Drittels ist schnell erzählt: nach vier Minuten stand es durch Treffer von Maaßen und Kujala bereits vorentscheidend 2:0, bei denen Hamms Backup-Goalie Patrick Hoffmann (Benjamin Voigt war nicht mit dabei) keine allzu glückliche Figur machte. Die Roten Teufel, die ohne den erkälteten Kevin Lavallee antraten, schnürten die Hammer förmlich ein, so dass die Gäste kaum mal über die rote Linie kamen. Folgerichtig fielen die weiteren Tore für die Hausherren: Striepeke, Franz mit einem Blueliner, Mangold nach einem weiteren Torwartfehler sowie Baum schraubten das Ergebnis auf 6:0 nach zwölf Minuten in die Höhe. An den Torschützen kann man auch ablesen, dass es die Abwehrspieler nicht hinten hielt, da sie so gut wie nichts zu tun bekamen. In der Folgezeit kassierten die Gäste einige Strafzeiten, auch dies nutzten die Hausherren: Schwab und Gare erhöhten im Powerplay auf 8:0, Michel Maaßen traf vor der ersten Pause noch zum 9:0.

Im Mittelabschnitt wirkte das Geschehen ausgeglichener, allerdings schraubten die Roten Teufel das Tempo deutlich ob des Spielstandes und des anstehenden Derbys am Sonntag in Frankfurt zurück. Dennoch blieben sie das spielbestimmende Team, jedoch wurde nicht mit der allerletzten Konsequenz der Torerfolg gesucht. Vielmehr wollte man den Puck förmlich ins Tor tragen, anstatt - wie im ersten Drittel - den schnellen Abschluss zu suchen. Somit blieb es in diesem Drittel bei lediglich einem weiteren Bad Nauheimer Treffer durch Lanny Gare in der 28.Minute. Zwar gab es hüben wie drüben noch ein paar Powerplay-Situationen in einem eigentlich fairen Spiel, die jedoch keine weiteren Tore bringen sollten.

Im letzten Abschnitt war es dasselbe Spiel: Bad Nauheim drückte, Hamm stand aber immer sicherer in der Defensive. Die Eisbären befreiten sich in der ein oder anderen Szene sogar, so dass Markus Keller auch einiges zu tun bekam und um seinen Shutout kämpfen musste. Dieser blieb ihm am Ende aber verwehrt, da ausgerechnet Ex-Teufel Maximilian Pohl den Ehrentreffer für die Gäste in der 58.Minute markierte. "Wir wollten schnelle Tore erzielen und mit vielleicht drei oder vier Treffern das Spiel entscheiden. Nach dem 9:0 war es natürlich gelaufen, so dass wir am Ende Verletzungen oder große Strafen vermeiden wollten. Das ist uns gelungen, und nun wollen wir in Frankfurt nachlegen", so EC-Coach Fred Carroll. "Ich habe selten eine Mannschaft so desolat gesehen wie meine im ersten Drittel. Da ging nichts zusammen, und man hat unseren Goalie förmlich alleine gelassen. Dann haben wir es aber besser gemacht und zumindest 40 Minuten gegen ein Top-Team 1:1 gespielt. Das müssen wir als positiv aus diesem Match mitnehmen", sagte Hamms Trainer Carsten Plate nach dem Schlusspfiff. Am Sonntag kommt es somit in Frankfurt zu einem mehr als wichtigen Match für die Roten Teufel, nachdem die Löwen in Unna 2:3 verloren. Mit einem Sieg könnten sich die Kurstädter maßgeblich von den Mainstädtern in der Tabelle absetzen.

EC Bad Nauheim - Hammer Eisbären 10:1 (9:0, 1:0, 0:1)
Tore:
1:0 (02:04) Maaßen (Kujala, Stanley)
2:0 (04:15) Kujala (Gare, Stanley) PP 5-4
3:0 (07:18) Striepeke (Baldys, Gare)
4:0 (09:50) Franz (Stanley, Kujala)
5:0 (10:02) Mangold
6:0 (12:52) Baum (Maaßen, Stanley)
7:0 (15:48) Schwab (Franz, Stanley) PP 5-3
8:0 (16:51) Gare (Schwab, Stanley) PP 5-4
9:0 (18:49) Maaßen (Baldys, Baum)
10:0 (27:44) Gare (Schwab)
10:1 (58:42) Pohl (Moalim)
Strafminuten: ECN 14 / HEB 20 + 10 (Pietzko)
Zuschauer: 684
 
Katastrophales erstes Drittel

Carsten Plate hatte extra die Reihen umgestellt, erhoffte sich durch seine taktischen Änderungen neue Impulse. Doch das Vorhaben des Trainers nützte überhaupt nichts, die Hammer Eisbären verloren gestern Abend das Auswärtsspiel der Eishockey-Oberliga-Endrunde beim EC Bad Nauheim mit 1:10 (0:9, 0:1, 1:0) und warten damit weiter auf den ersten Punktgewinn in der Finalrunde. „Was wir im ersten Drittel gezeigt haben, war komplett indiskutabel. Da haben wir neben den Schuhen gestanden“, schimpfte der Coach nach der Partie.

Schon vor dem ersten Bully hatten die Gäste einen personellen Rückschlag hinnehmen müssen. Denn Torwart Benjamin Voigt stand wegen seiner Erkältung doch nicht zur Verfügung. An dieser Umbesetzung zwischen den Pfosten – Patrick Hoffmann hüttete das Gehäuse – lag es jedoch nicht, dass die Hammer ein katastrophales erstes Drittel ablieferten. Nach 20 Minuten lagen die Eisbären mit 0:9 in Rückstand, kassierten also fast alle zwei Minuten ein Gegentor. Michel Maaßen (3., 19.), Jannik Striepeke (5., 8.), Christian Franz (10.), Lanny Gare (11., 17.), Alexander Baum (13.) und Tobias Schwab (16.) hatten für die Gastgeber getroffen.

Im zweiten Durchgang nahmen die Bad Nauheimer, die bislang lediglich gegen Dortmund verloren hatten, dann zwei Gänge raus, drosselten deutlich das Tempo und schonten sich für die Partie am Sonntag gegen die Löwen Frankfurt. Und so dauerte es bis zur 28. Minute, ehe die Gäste durch Lanny Gare das 0:10 kassierten und damit ihren Torhunger gestillt hatten. So gelang den Gästen in der 59. durch Karan Moallim zumindest noch der Ehrentreffer und damit das fünfte Tor im bisherigen Verlauf der Endrunde zum 1:10-Endstand. „Nach dem 0:9 haben wir 1:1 gespielt, da haben wir gekämpft und eine Reaktion gezeigt. Das gibt mir Mut für unser Heimspiel am Sonntag gegen Königsborn“, sagte Plate.
 

zum Seitenanfang

Freitag,  20.01. 2012 EHC Dortmund Westfalen-Elche vs EJ Kassel Huskis 6 : 4 2:2-1:1-3:1
Tore:

Tor

03:14 1:0 Nils Liesegang
12:52 2:1 Ryan Martens
37:01 3:3 Philipp Michl
48:20 4:3 Michael Schmerda
54:42 5:4 Branislav Pohanka
59:55 6:4 Branislav Pohanka EmptyNetGoal
 
  03:52 1:1 Marek Vorel
19:59 2:2 Manuel Klinge
26:27 2:3 Manuel Klinge
53:27 4:4 Sven Valenti
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 4 Min.   4 Min.    
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: Marc Müller, B. Braun, Störmann
Zuschauer: 1.289
EHC Dortmund – Kassel Huskies 6 : 4 (2:2,1:1,3:1)Geduld gegen starke Huskies bringt den Sieg
EHC Dortmund – Kassel Huskies 6 : 4 (2:2,1:1,3:1)

So langsam wird die Serie unheimlich: Trotz Verletzungssorgen konnte der EHC Dortmund am Freitagabend zuhause in einer spannenden und attraktiven Partie die Kassel Huskies mit 6:4 besiegen. Es war der 5. Sieg in Folge in der Endrunde und saisonbezogen der 16. Dreipunkteerfolg in Serie seit Anfang November letzten Jahres. Anfang der Woche hatte EHC Sportchef Frank Gentges noch die Ausfälle von Frank Petrozza und Vitali Stähle beklagt, nach dem Sieg gegen die Huskies war aber auch er restlos begeistert vom aufopferungsvollen Spiel seiner Mannschaft. „Besser kann man nicht spielen. Alle haben die taktischen Vorgaben hervorragend umgesetzt und sich hundertprozentig eingesetzt.“ Und in der Tat war es ein Sieg der größeren Moral, Leidenschaft und Disziplin gegen einen Gegner, der den Elchen alles abverlangte und vor allem im zweiten Abschnitt die Nase vorn zu haben schien. Nach zweimaliger Führung des EHC im ersten Drittel gingen die Huskies nämlich in der 27. Minute mit 3:2 in Führung und setzten die Elche gehörig unter Druck. Aber der EHC schlug zurück und konnte 5 Sekunden vor der Schlusssirene bei einer 5:4-Führung in Unterzahl sogar noch mit einem Empty-Net-Goal auf 6:4 erhöhen.

Beide Mannschaften starteten zwar mit Respekt voreinander, setzten aber dennoch sofort die Akzente in der Offensive. So dauerte es auch nicht lange, bis in der 4. Spielminute der EHC Dortmund mit 1:0 in Führung ging. Ein toller Distanzschuss von Nils Liesegang landete oben rechts im Eck. Die Freude der Elche mit ihren Fans im gut gefüllten Eisportzentrum an der Westfalenhalle dauerte nur 38 Sekunden, dann kamen die Huskies etwas glücklich zum 1:1-Ausgleich. Die nächsten Möglichkeiten hatten wieder die Elche und schafften durch Ryan Martens in der 13. Minute das 2:1. Erneut (wie schon in den letzten Spielen) war es ein toller Alleingang des kanadischen Stürmers. Mit dieser Führung schienen beide Teams in die Pause zu gehen, wenn nicht eine kollektive Unaufmerksamkeit der EHC-Defensive in Überzahl bei einem Break der Huskies mit der Pausensirene das 2:2 gebracht hätte. Im zweiten Abschnitt übernahmen die Gäste immer mehr das Zepter und so kam das 2:3 in der 27. Minute nicht gerade überraschend. Weitere Möglichkeiten folgten, der EHC hatte nur in der 29. Minute eine gute Chance durch Christian Kretschmann. Dennoch kamen die Elche in der 38. Minute zum 3:3-Ausgleich, als Philipp Michl am schnellsten schaltete und einen Abpraller in die kurze Ecke schieben konnte. Im Schlussabschnitt wollten beide Teams den Sieg. Manuel Neumann, den Frank Gentges im Sturm einsetzte, hatte in der 42. Minute gleich zwei Möglichkeiten, dann scheiterte Nils Liesegang. Das 4:3 bereitete Philipp Michl vor, als er hinter dem Tor der Huskies stehend den Puck auf Michael Schmerda zurück spielte. Der hatte keine Mühe, die schwarze Hartgummischeibe ins Gästetor zu hämmern. Noch gaben sich die Gäste aber nicht geschlagen und kamen in der 54. Minute zum erneuten Ausgleich. Nur 75 Sekunden später brachte Branislav Pohanka den EHC aber wieder mit 5:4 nach vorne. Die Schlussminuten versprachen nun noch mehr Spannung, zumal die Elche die letzten 63 Sekunden in Unterzahl spielen mussten. Nach einer Auszeit ersetzten die Huskies zudem ihren Torhüter durch einen sechsten Feldspieler, aber der EHC trotzte nicht nur dieser 4:6-Unterzahl sondern kam durch Branislav Pohanka noch zum 6:4-Endstand in einer insgesamt sehr fairen Partie, mit der Hauptschiedsrichter Marc Müller wenig Mühe hatte.

Am Sonntag muss der EHC Dortmund am 18:30 Uhr beim EV Duisburg antreten und dabei die nächste schwere Herausforderung bestehen.


Torfolge:

1:0 (03:14) Nils Liesegang (Ryan Martens, Benedikt Kastner)
1:1 (03:52) Marek Vorel (Petr Sikora, Artjom Kostyrev)
2:1 (12:52) Ryan Martens (Florian Kirschbauer, Branislav Pohanka)
2:2 (19:59) Manuel Klinge (Petr Sikora)-1
2:3 (26:27) Manuel Klinge (Niels Hilgenberg, Petr Sikora)
3:3 (37:01) Philipp Michl (Michael Schmerda, Stephan Kreuzmann) +1
4:3 (48:20) Michael Schmerda (Philipp Michl, Florian Kirschbauer)
4:4 (53:27) Sven Valenti (Michael Christ, Petr Sikora) +1
5:4 (54:42) Branislav Pohanka (Philipp Michl, Michael Schmerda)
6:4 (59:55) Branislav Pohanka (Nils Liesegang, Dennis Schlicht) [empty-net-goal] -1

Strafminuten: EHCDO 4 - Kassel 4

Zuschauer: 1289

Mannschaftsaufstellung: Benjamin Finkenrath [31], Jan Kremer [35] (nicht eingesetzt) – Florian Kirschbauer [2], Stephan Kreuzmann [4] (C), Dieter Orendorz [22], Benedikt Kastner [28], Manuel Neumann [33] (A), Sebastian Eickmann [44] (A), Niklas Clusen [55], Mike Ortwein [93] – Christian Kretschmann [5], Philipp Michl [7], Ryan Martens [8], Michael Schmerda [16], Thomas Richter [18], Branislav Pohanka [25], Jérome Bobon [61], Dennis Schlicht [91], Nils Liesegang [98]
 
Huskies auf fremden Eis erneut unterlegen

Wie schon so oft auf auswärtigem Eis wurden die Huskies in der Frühphase der Partie eiskalt erwischt. In der 4. Spielminute bediente Ryan Martens Nils Liesegang, der mit einem platzierten Schuss in den Winkel den Tabellenführer in Führung brachte.
Jedoch antworteten die Schlittenhunde diesmal prompt. Nach Sikoras Bullygewinn markierte Manuel Klinge aus dem Slot per Flachschuss das 1:1.
In der Folge neutralisierten sich beide Teams größtenteils, wobei der EHC Dortmund sich dabei die besseren Torchancen erarbeitete. Nachdem Dennis Schlicht, Ryan Martens und Ex-Husky Schmerda an Fous scheiterten, musste der Huskies-Keeper in der 13. Minute erneut hinter sich greifen. Eine tolle Einzelaktion verwertete Topscorer Ryan Martens durch Fous’ Beine zur erneuten EHC-Führung.
Kurz vor der ersten Pausensirene gerieten die Huskies noch in personelle Unterzahl, Gegentreffer Nummer drei drohte. Nachdem dieser aber mit Glück und Geschick verhindert wurde, schlugen die Schlittenhunde ihrerseits nochmal zu – eine halbe Sekunde vor Schluss! Noch in Unterzahl entwischte Artjom Kostyrev seinen Gegenspielern, scheiterte zunächst an Finkenrath, den Abpraller stocherte allerdings Marek Vorel zum 2:2-Pausenstand über die Linie.

Vor 1.289 Zuschauern kam dann erneut der EHC besser aus der Kabine. Michael Schmerda stürmte frei auf Martin Fous zu, der aber glänzend mit den Schonern parierte. Diese Nachlässigkeit in der Hintermannschaft wirkte allerdings wie ein Weckruf auf die Mannen von Coach Jamie Bartman. Fortan bekamen sie das Spiel besser in den Griff und erarbeiteten sich auch die besseren Torchancen. In der 24. Minute fälschte Marek Vorel einen Robitaille-Schuss knapp ab, zwei Minuten später kombinierten sich Vorel, Koziol und Kostyrev toll durch die EHC-Abwehr, brachten den Puck allerdings nicht im Tor unter. Dies gelang in Spielminute 27 aber dem Kapitän: Niels Hilgenberg ließ den Puck für Manuel Klinge liegen, der die Scheibe knallhart zur 2:3-Führung in die Maschen drosch. Daraufhin kontrollierten die Huskies die Partie weiter und hätten durch Böhm nach Finkenrath-Fehler, Alex Engel aus der Distanz und Koziol per Bauerntick sogar ihre Führung noch ausbauen können. So kam es aber, wie es kommen musste, wenn beste Tormöglichkeiten nicht genutzt werden: In der 37. Spielminute hütete Stéphane Robitaille die Strafbank und die personelle Unterlegenheit bestrafte der Gastgeber nur elf Sekunden später: Philipp Michl traf aus dem Gewühl zum 3:3-Ausgleich, der dem EHC Dortmund sicherlich schmeichelte.

Die Hoffnungen der ca. 150 mitgereisten Fans aus Kassel auf den ersten Auswärtssieg der Endrunde bekamen in Minute 49 einen herben Dämpfer, als Michael Schmerda völlig frei aus dem Slot zum 4:3 traf. Bereits zuvor hatten die Gastgeber durch Liesegang und Schlicht beste Chancen zur Führung. Die Huskies antworteten mit wütenden Angriffen, insbesondere die 2. Sturmreihe mit Kostyrev, Vorel und Koziol konnte sich dabei hervortun. Nach 53 Minuten durften die Schlittenhunde zum ersten Mal an diesem Abend in Überzahl ran und nutzten diese sofort: Sven Valenti hämmerte aus der Distanz den Puck zum 4:4-Ausgleich in die Maschen.
Allerdings hatte der EHC eine Minute später die bessere Antwort und zum Leidwesen der Huskies auch das letzte Wort. Im dritten Nachschuss brachte Pohanka seine Mannen erneut in Führung. Nachdem erneut Reihe zwei den Puck nicht im EHC-Gehäuse unterbrachte und sogar ein Verteidiger die Scheibe für den bereits geschlagenen Finkenrath von der Linie kratzen musste, riskierte das Trainerduo Bartman/Kolodziejczak in der letzten Spielminute alles und nahm Martin Fous zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Diese Maßnahme brachte allerdings keinen Erfolg. Nachdem Marek Vorels Kracher knapp am langen Pfosten vorbeistrich, markierte erneut Pohanka ins leere Tor den 6:4-Endstand.
 

zum Seitenanfang

Freitag,  20.01. 2012 Ratinger Aliens 97 vs EV Duisburg Füchse 3 : 9 0:1-1:6-2:2
Tore:

Tor

33:01 1:4 Michel Ackers
45:05 2:7 Jan-Philipp Priebsch
57:02 3:9 Artur Tegkaev
  05:31 0:1 Thomas Ziolkowski
24:07 0:2 Clarke Breitkreuz
30:11 0:3 Norman Hauner
30:14 0:4 Markus Schmidt
35:21 1:5 Clarke Breitkreuz
36:15 1:6 Dennis Palka
36:51 1:7 Dennis Fischbuch
46:04 2:8 Daniel Fischbuch
49:47 2:9 Christoph Ziolkowski
 
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 16 Min.   12 Min.    
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: Krawinkel, Henkels, Kyei-Nimako
Zuschauer: 642
Keine Chance gegen die Duisburger Füchse

Am Freitagabend unterlagen die Ratinger Ice Aliens in der Endrunde der Oberliga West gegen die Füchse aus Duisburg mit 3:9. Nach einem kämpferischen ersten Drittel wurden die Außerirdischen im zweiten Abschnitt im wahrsten Sinne des Wortes von den Duisburgern überrollt.

Nach dem ersten Drittel hatten die Zuschauer am Sandbach ein gutes Gefühl, denn sie hatten eine kämpferische Partie zweier Mannschaften erlebt, die in den ersten zwanzig Minuten absolut auf Augenhöhe agierten. Größtes Problem auf Ratinger Seite war vor allem die Chancenverwertung. Die Ratinger Stürmer vergaben einfach zu viele Möglichkeiten. Die Füchse machten es besser und trafen in der 6. Minute durch Ziolkowski zum 0:1.

Auch in den ersten Minuten des zweiten Abschnitts konnten die Ice Aliens gut mithalten, schafften es jedoch trotz vieler Chancen nicht, die schwarze Scheibe über die Linie zu bringen. Zu nervös agierten die Ratinger vor dem Tor von Björn Linda, der an diesem Abend ebenfalls eine gute Leistung zeigte und seinen Kasten lange sauber halten konnte.

In der 25. Minute nahmen die Gäste von der Wedau dann Fahrt auf und überrollten die Ice Aliens förmlich. Zunächst traf Breitkreuz bevor die Duisburger in Unterzahl mit einem Doppelpack durch Hauner und Schmidt für die Vorentscheidung sorgten. Die Ratinger Defensive ließ sich beinahe nach Belieben auseinander nehmen und agierte von Minute zu Minute nervöser. Zwar konnte Michél Ackers in der 34. Minute auf 1:4 verkürzen, doch schon wenige Augenblicke später schlugen die Füchse wieder zu und trafen durch Breitkreuz, Palka und Dennis Fischbuch zum 1:7. Ein Debakel für die Ice Aliens vor eigenem Publikum.

Dennoch wollten sich die Ratinger nicht den Vorwurf gefallen lassen, sich kampflos zu ergeben. Auch im letzten Spielabschnitt, als die Partie längst entschieden war, zeigten sie eine engagierte Leistung und versuchten die Niederlage etwas abzumildern. An eine Aufholjagd glaubte wohl zu diesem Zeitpunkt niemand mehr. Jan Philipp Priebsch und Artur Tegkaev trafen für die Ice Aliens im letzten Drittel, auf Duisburger Seite waren Daniel Fischbuch und Christoph Ziolkowski erfolgreich.

Ratinger Ice Aliens - EV Duisburg 3:9 (0:1, 1:6, 2:2)

Tore: 0:1 (6.) T. Ziolkowski, 0:2 (25.) Breitkreuz, 0:3 (30.) Hauner, 0:4 (31.) M. Schmidt, 1:4 (34.) Ackers, 1:5 (36.) Breitkreuz, 1:6 (37.) Palka, 1:7 (37.) De. Fischbuch, 2:7 (46.) Priebsch, 2:8 (47.) Da. Fischbuch, 2:9 (50.) C. Ziolkowski, 3:9 (57.) Tegkaev

Strafminuten: Ratingen 16, Duisburg 12
Zuschauer: 642
 
In Unterzahl zum Erfolg gegen die Aliens

Die Füchse geben in Ratingen die Antwort auf die herbe Niederlage in Frankfurt. Nach holprigem Start bringen zwei Tore in Unterzahl die Entscheidung. Die Konkurrenz patzt und gibt neue Hoffnung für den Einzug in die nächste Runde.

Zwar war der EVD das gesamte Spiel über die tonangebende Mannschaft, dennoch lief es die ersten 30 Minuten nicht richtig rund. Die frühe Führung durch Thomas Ziolkowski in der 6. Minute brachte nicht die erwartete Sicherheit. Ganz im Gegenteil. Das Zusammenspiel in der Offensive lief mäßig und die zahlreichen Angriffsbemühungen wirkten zu kompliziert. So gab es erst in der 25. Minute erneut etwas Zählbares durch den Treffer von Clarke Breitkreuz zum 2:0. Ab der 30. Minute begann dann aber der Torreigen mit einer kuriosen Unterzahl für die Füchse. Durch Norman Hauner und Markus Schmidt gelangen gleich zwei Treffer binnen der zwei Minuten, die man mit einem Feldspieler weniger auf dem Eis verbrachte. In der Folge war der Knoten dann geplatzt. In nur 90 Sekunden schraubte man das Ergebnis auf 7:1 und machte damit vorzeitig alles klar. Zuvor hatte Michel Ackers mit dem 4:1 für etwas Hoffnung gesorgt, die aber schnell wieder zerplatzt war. Auch wenn das Spiel im letzten Drittel bereits klar entschieden war wurde es für die Fans nicht langweilig. Drei Tore gab es noch zu sehen ehe der Endstand von 3:9 zu Gunsten des EVD hergestellt war.

Wahrscheinlich die Überraschung des Spieltags war wohl die 2:3 Niederlage der Löwen Frankfurt gegen Schlusslicht Königsborn. Damit patzt der erste Favorit im Kampf um Platz vier. Auch Kassel unterliegt in Dortmund und so können die Füchse vorbei ziehen und neue Hoffnung auf den Einzug in die nächste Runde schöpfen. Auf dem Weg dort hin steht aber am Sonntag ein harter Brocken auf dem Programm. Der weiterhin ungeschlagene Tabellenführer aus Dortmund ist zu Gast in der Scania Arena.

Tore:
0:1 (5:31) Thomas Ziolkowski (Matt MacKay, Christoph Ziolkowski)
0:2 (24:07) Clarke Breitkreuz (Dennis Fischbuch, Markus Schmidt)
0:3 (29:11) Norman Hauner (Markus Schmidt, Daniel Huhn/4-5)
0:4 (30:14) Markus Schmidt (Daniel Huhn, Norman Hauner/4-5)
1:4 (33:01) Michel Ackers (Lance Monych, Jan-Philipp Priebsch/5-4)
1:5 (35:21) Clarke Breitkreuz (Patrik Gogulla, Maik Klingsporn)
1:6 (36:15) Dennis Palka (Christoph Ziolkowski, Norman Hauner)
1:7 (36:51) Dennis Fischbuch (Benjamin Hanke, Thomas Ziolkowski)
2:7 (45:05) Jan-Philipp Priebsch (Philip Hendle, Lance Monych)
2:8 (46:04) Daniel Fischbuch
2:9 (49:47) Christoph Ziolkowski (Patrick Raaf-Effertz, Markus Schmidt/5-4)
3:9 (57:02) Artur Tegkaev.

Strafen:
Ratingen 16, Duisburg 12

Zuschauer: 642
 

zum Seitenanfang

Freitag,  20.01. 2012 Königsborner JEC Bulldogs vs Frankfurter Löwen 3 : 2 0:2-2:0-1:0
Tore:

Tor

21. Min. 1:2 Lars Gerike
25. Min. 2:2 Michal Bezouska
52. Min. 3:2 Sebastian Pigache
 
  09. Min. 0:1 Jan Barta
15. Min. 0:2 Alexander Althenn
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 14 Min.   12 Min.    
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: Daniels, Doden, Jordan
Zuschauer: 565
Bulldogs schlagen Löwen Frankfurt

Beeindruckender 3:2 Sieg gegen den Favoriten sichern erste Punkte für den KJEC


Damit hatten nicht viele gerechnet – nach dem man bereits in der Hauptrunde mit 5:2 gegen das Ex-DEL Team gewann, bezwang man den Favoriten auch diesmal mit 3:2 und sammelte so die ersten Punkte in der Meisterrunde.
Zunächst bestimmten jedoch die Gäste das Spiel und gingen in der 8.Spielminute in Führung. Als einige Minuten später der Schiedsrichter plötzlich Stürmer Pigache auf die Strafbank schickte, erhöhten die Löwen sogar auf 0:2, womit man auch in die Pause ging.

Doch dann drehten die Bulldogs auf und nutzen ihre Chancen. Zunächst legte Jakub Krätzer den Puck für Lars Gericke auf, der mit einem Schlagschuss in der 21. Spielminute für den Anschlusstreffer sorgte. Fortan machten die Bulldogs weiter Druck und konnten so fünf Minuten später den Ausgleich erzielen. Nach einer Kombination mit Pigache und Krätzer traf der Tscheche Michal Bezouska zum 2:2. Trotz weiterer zahlreicher Chancen fielen keine weiteren Treffer vor der zweiten Pause.

Im letzten Spielabschnitt waren es vor allem die Spieler des Königsborner JEC, die den ersten „Dreier“ der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga einfahren wollten und sorgten so für zahlreiche Chancen. Acht Minuten vor dem Ende bediente schließlich Jakub Krätzer, der somit an allen Treffer beteiligt war, Sebastian Pigache, der einen Alleingang herrlich verwandeln konnte und so den Spielentscheidenden Treffer erzielte. Auch eine Unterzahl Situation konnte die Bulldogs nicht mehr gefährden und so hielt das Team um Torwart Sebastian May den Kasten sauber und siegte verdient mit 3:2.

Als Dank für den Siegtreffer wurde Pigache auch schließlich von den Fans zum Spieler des Abends gewählt. Hierbei zeigten sich die Frankfurter Anhänger jedoch unsportlich und wählten aus ihrem Team einen Ersatzspieler der gar nicht zum Einsatz kam und sorgten so nach Schlusspfiff noch für Unruhe. Dennoch ließen sich die Bulldogs und ihre Fans das Feiern nicht vermiesen und genossen die ersten Punkte der Aufstiegsrunde, in der man Platz sechs anpeilt.

Das nächste Heimspiel findet nun am kommenden Sonntag um 18:30 Uhr in der Eissporthalle Unna statt. Gegner ist dann der direkte Konkurrent aus Ratingen, mit dem man nach dem knappen 5:4 in der Vorwoche nun noch eine Rechnung offen hat.
 
Böse Überraschung in Königsborn

Löwen verspielen gute Ausgangsposition in der Meisterrunde durch 2:3-Niederlage. Am Sonntag Derby gegen Bad Nauheim.


Ein Pflichtsieg hätte es bei den Königsborn Bulldogs am Freitagabend für die Löwen werden sollen. Doch wie schon in der Vorrunde gab es eine böse Überraschung. Denn die kämpferischen Hausherren wollten die Punkte nicht einfach so gegen den Favoriten aus Frankfurt herschenken.

Nach dem ersten Drittel waren die Löwen noch auf Kurs. Jan Barta (9.) und Alex Althenn (15.) in Überzahl hatten die Löwen in Front geschossen. Doch anstatt die Führung auszubauen oder routiniert über die Zeit zu bringen, brachten sich die Löwen schon zu Beginn des zweiten Abschnitts durch einige Fehler in Schwierigkeiten, was die Bulldogs zunächst zum Anschlusstreffer durch Lars Gerike (21.) und wenig später zum Ausgleich nutzen, den Michal Bezouska (25.) erzielte.

Im Schlussabschnitt bemühten sich die Löwen zwar, die Punkte einzufahren. Doch gegen die kampfstarken Hausherren fiel es den Löwen merklich schwer, Druck auf das Tor auszuüben.

Dann folgte der endgültige Schock für die Löwen, als Sebastian Pigache nach einem Break zum 3:2 traf. In den Schlussminuten verhinderten je zwei Strafzeiten gegen die Löwen eine großangelegte Aufholjagd, so dass am Ende statt der erhofften drei Punkte kein einziger Zähler für die Löwen zu Buche stand.

Damit haben die Löwen die große Chance vertan, sich in der Tabelle einen Vorsprung zu erarbeiten. Die nächsten Punkte gibt es aber schon am Sonntag zu holen. Dann steht das Derby zwischen den Löwen und den Roten Teufeln aus Bad Nauheim. Spielbeginn ist um 18:30 Uhr, Tickets gibt es im Löwen Ticketshop (auch per Print at Home) und an der Abendkasse der Eissporthalle Frankfurt.

Der Einlass in die Eissporthalle beginnt bereits 1,5 Stunden vor Spielbeginn ab 17 Uhr.

Königsborn Bulldogs - Löwen Frankfurt 3:2 (0:2, 2:2, 1:0)

Tore:
0:1 (9.) Jan Barta (Alexander Althenn, Roland Mayr)
0:2 (15.) Alexander Althenn (Thomas Schenkel)
1:2 (21.) Lars Gerike
2:2 (25.) Michal Bezouska
3:2 (52.) Sebastian Pigache
Strafminuten: Königsborn 14 - Löwen 12.
Zuschauer: 565.
 

zum Seitenanfang