Oberliga West

Spielbericht Oberliga West 27. 01. 2012
EJ Kassel Huskis vs Hammer Eisbären Spielberichte
EV Duisburg Füchse vs Königsborner JEC Bulldogs Spielberichte
EHC Dortmund Westfalen-Elche vs Frankfurter Löwen Spielberichte
Ratinger Aliens 97 vs Roten Teufel Bad Nauheim Spielberichte
Tabelle Spieltag
Freitag,  27. 01. 2012 EJ Kassel Huskis vs Hammer Eisbären 7 : 1 3:1-2:0-2:0
Tore:

Tor

09:12 1:1 M. Klinge
11:14 2:1 Sikora
16:12 3:1 Sikora
26:07 4:1 Sikora
27:20 5:1 Böhm
44:21 6:1 Engel
50:37 7:1 M. Klinge
 
  05:48 0:1 Vanek
54:53 7:2 Gose
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 8 Min.   12 Min.    
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: Kissing, Paracki, Roth
Zuschauer: 2.836
Huskies schießen sich warm für das Hessenderby

Am siebten Spieltag der Oberliga-West Endrunde waren die Eisbären aus Hamm zu Gast in der Kasseler Eissporthalle. Konnte das Team von Trainer Carsten Plate in der Vorrunde noch mit einigen Überraschungssiegen für Furore sorgen und sich somit für die Endrunde qualifizieren, so kamen die Eisbären heute als punktloser Tabellenletzter nach Kassel.

Die Vorzeichen waren also klar und die Huskies mussten unbedingt gewinnen, um den Anschluss an das Spitzentrio nicht zu verlieren. Wer mit einem furiosen Start der Gastgeber gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Es dauerte bis zur 5. Minute, ehe Sven Valenti zum ersten Mal gefährlich vor Benjamin Voigt auftauchte und von hinter der Grundlinie vor das Tor zog. Jedoch war der Eisbären-Keeper auf dem Posten. Zuvor hatten sich beide Teams nahezu neutralisiert. Nur kurz nach der Valenti-Chance trugen die Hammer Potthoff und Svejda die Scheibe nach vorn. Letzterer legte die Scheibe quer und der freistehende Vanek konnte problemlos zur Gästeführung einschieben.

Leicht beeindruckt von diesem überraschenden Rückstand ließ eine Trotzreaktion der Gastgeber zunächst auf sich warten. In der 8. Minuten war Martin Fous mit einem Routinesave zur Stelle, aber von den Huskies kamen bis hier her keine zwingenden Chancen. In der 9. Minute konnten sich die Schlittenhunde dann im Drittel der Eisbären festsetzen und nachdem Schiedsrichter Kissing Pierre Schulz für 2 Minuten wegen unkorrekten Anspiels auf die Strafbank schickte, dauerte es keine 15 Sekunden, bis die Huskies zum ersehnten Ausgleich trafen. Petr Sikora passt die Scheibe zu dem freistehenden Manuel Klinge, der aus einem Meter zielsicher verwandelte. Auch beim zweiten Huskies-Treffer stand die erste Reihe wieder im Mittelpunkt. Manuel Klinge eroberte den Puck im Angriffsdrittel, passte zu dem freistehenden Christ, der die Scheibe uneigennützig auf den Torschützen Petr Sikora weiterleitete. 2:1 für den Favoriten. Mit der Führung im Rücken spielten die Gastgeber nun sichtlich befreiter auf und kamen in der 15. Minute zu einer doppelten Überzahl. Zunächst musste Nikolas Bitter wegen Spielverzögerung und eine Minute später Maximilian Pohl wegen Haltens vom Eis.

Die Huskies spielten die 5-3 Überzahl überlegt aus und kamen zu drei Torchancen, die Benjamin Voigt aber alle entschärfen konnte. Beim vierten Schuss von Sikora war er dann aber machtlos. Manuel Klinge und Stéphane Robitaille hatten den Center freigespielt. So ging es mit einer 3:1 Führung in die Pause. Anders als im ersten Drittel kamen die Huskies hellwach aus der Kabine und drängten darauf die Führung auszubauen. Gut eine Minute war gespielt, als das Aluminium für Benjamin Voigt rettete. Auf der Gegenseite entschärfte Martin Fous eine 2 auf 1 Situation. Kurz darauf musste Sven Valenti wegen hohen Stocks in die Kühlbox, doch das Überzahlspiel der Eisbären blieb erfolglos. Wenigen Sekunden nachdem die Huskies wieder komplett waren, konnte Petr Sikora mit einer tollen Einzelaktion, bei der er gleich zwei Gegenspieler stehen ließ, mit seinem dritten Tor des Abends die Führung weiter ausbauen. Die Huskies hatten Geschmack am Toreschießen gefunden und ließen die Scheibe laufen.

Florian Böhm schloss eine tolle Kombination mit Jiri Mikesz und Alexander Engel ab, indem er freistehend den Puck oben rechts versenkte – 5:1! Auch die folgende Unterzahlsituation, Florian Böhm saß wegen Hakens, meisterten die Kasseler souverän. Petr Sikora hatte noch die Chance auf seinen vierten Treffer des Abends, Benjamin Voigt wusste dies aber zu verhindern. Fortan nahmen die Gastgeber das Tempo aus der Partie, so dass es mit einer sicheren 5:1-Führung in die letzte Pause ging. Die Huskies begannen den letzten Spielabschnitt in Unterzahl, da Daniel Reiss noch 1:47 Minuten wegen Stockschecks auf der Strafbank saß, doch auch diese Phase überstanden sie schadlos. In der 45. Minute war es wieder soweit und die erste Reihe um Manuel Klinge und Petr Sikora wirbelte auf dem Eis. Alexander Engel schoss dem von seinen Vorderleuten alleingelassenen Benjamin Voigt den Puck um 6:1 durch die Schoner. Vier Minuten später, wie sollte es auch anders sein, war wieder eben jene erste Reihe in Aktion. Petr Sikora gewann das Bully, legte nach links zu Manuel Klinge, der per Handgelenksschuss zum 7:1 vollendete. In den letzten zehn Minuten verwalteten die Huskies die souveräne Führung und sparten somit Kräfte für das am Sonntag anstehende Hessenderby in Frankfurt.. Zwar kamen die Eisbären noch durch Gose zum 7:2, doch am souveränen Sieg der Schlittenhunde änderte dies nichts mehr.

Die Torschützen:0:1 Vanek (Svejda, Potthof) 05:48 EQ1:1 M. Klinge (Valenti, Christ) 09:13 PP12:1 Sikora (Christ, M. Klinge) 11:14 EQ3:1 Sikora (M. Klinge, Robitaille) 16:12 PP14:1 Sikora (Reiss, M. Klinge) 26:07 EQ5:1 Böhm (Mikesz, Roedger) 27:20 EQ6:1 Engel (Sikora, M. Klinge) 44:21 EQ7:1 M. Klinge (Sikora, Christ) 50:37 EQ7:2 Gose (Bergstermann, Klein) 54:53 EQStrafzeiten:Kassel 8Hamm 12Zuschauerzahl: 2.836

 
Deutliches Resultat

Die Ausgangslage war deutlich, das Resultat am Ende auch. Die Hammer Eisbären unterlagen beim Favoriten in Kassel mit 2:7 (1:3, 0:2, 1:2) und sind in der Endrunde der Eishockey Oberliga-West damit weiterhin punktlos. Dennoch: „Die Ansätze waren da, das war eine deutliche Steigerung im Vergleich zur Vorwoche gegen Bad Nauheim und Unna“, sagte Trainer Carsten Plate.

Die Eisbären haben, so ihr Coach, „richtig gut angefangen“ und gingen in der sechsten Minute durch Milan Vanek mit 1:0 in Front. Die Kasseler Anhänger unter den 2836 Zuschauern skandierten „Aufwachen“. Und schon nach der ersten Strafzeit für die Hammer glich Manuel Klinge zum 1:1 aus (10.). Acht der insgesamt zwölf Strafminuten verhängte der Schiedsrichter im ersten Drittel, „und davon war vielleicht eine berechtigt“, so Plate. „Das war sehr ärgerlich. Ich will die Niederlage gar nicht auf die Unparteiischen schieben, das lang an anderen Sachen. Aber das ist eine sehr unglückliche Sache. So hätten wir vielleicht mit einem 1:1 in die Pause gehen können und das Ganze länger offen gestalten können.“

Die „anderen Sachen“, die der 39-Jährige ansprach, waren die individuellen Fehlern und winzige Unkonzentriertheiten, die weitere Gegentreffer zur Folge hatten. So wendeten die Huskies die Partie und gingen nach einem Doppelpack von Petr Sikora (12. und 17.) mit 3:1 in Front.

Sikoa war es auch, der in der 27. Minute das 1:4 aus Sicht der Gäste traf, ehe Florian Böhm nur wenig später das 1:5 markierte (28.).

Die Huskies, die das Tempo nun etwas drosselten, waren weiterhin erfolgreich. Im Schlussdurchgang erzielten Alexander Engel (47.) und Klinge (51.) die Treffer Nummer sechs und sieben für die Gastgeber. Christian Gose gelang mit seinem Treffer zum 2:7 (55.) noch ein wenig Ergebniskosmetik. Alles in allem „waren wir immer bemüht – bis auf die kleinen Aussetzer“, meinte Plate, für den die Niederlage „ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen“ war.
Die Steigerung gibt Plate für die Partie am Sonntag gegen den EV Duisburg (18.30 Uhr/Eissporthalle am Maxipark) aber Grund zum Optimismus – und zur Hoffnung, die ersten Punkte einzufahren. „Wir sind jetzt sieben Spiele ohne Sieg. Auch wenn wir gegen Duisburg Außenseiter sind: Irgendwann muss die Serie reißen.“
 

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Freitag,  27. 01. 2012 EV Duisburg Füchse vs Königsborner JEC Bulldogs 6 : 1 1:1-4:0-1:0
Tore:

Tor

         
Strafen: 2 Minuten Strafe          
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: Marc Müller, F. Dimmers, Solbach
Zuschauer:
Klarer Sieg und weitere drei Punkte im Aufstiegsrennen

Mit einem kurzen Überraschungsmoment begann die Partie gegen den Außenseiter aus Königsborn. Dann nahm der EVD aber das Zepter wieder in die Hand und brachte die Punkte souverän nach Hause und schafft sich dank der Niederlage der Frankfurter Löwen eine gute Ausgangsposition für den Einzug in die nächste Runde.

Das Spiel hatte kaum begonnen, da war das erste Tor bereits im Kasten. Allerdings war es Björn Linda der hinter sich greifen musste. Bereits in der ersten Minute stand es 0:1 für die Gäste. In der Folge nahmen die Füchse zwar deutlich das Heft in die Hand, taten sich aber zunächst noch schwer ins Spiel zu kommen. Sechs Minuten nach der Führung war dann aber der Spielstand wieder gerade gerückt. Dennis Fischbuch traf zum 1:1 Ausgleich. Den Rest des Drittels hielten die Bulldogs weiter tapfer dagegen und retteten das Unentschieden in die Pause.

Im zweiten Durchgang war dann allerdings der Bann gebrochen. Daniel Huhn nutzte in der 24. Minute eine Überzahlsituation aus im den EVD in Führung zu bringen und erhöhte selbst nur drei Minuten später auf 3:1. Königsborn konnte in der Folge dem Tempo nicht mehr mithalten und kassierte immer mehr Strafen. Es folgten zwei weitere Powerplaytore durch Diego Hofland und Christoph Ziolkowski und das Spiel war endgültig entschieden. Im letzten Drittel spielten die Füchse das Spiel problemlos zu Ende und setzte selbst in eigener Unterzahl noch Akzente. Den Schlusspunkt setzte Patrick Gugulla mit dem Treffer zum 6:1 Endstand.

Zeitgleich unterlagen die Löwen aus Frankfurt dem EHC Dortmund mit 6:3, woraus für den EVD eine „denkbar günstige Ausgangssituation für den Einzug in die nächste Runde“ entstand, wie Pressesprecher Bülent Aksen nach dem Spiel attestierte. Doch auch am kommenden Sonntag müssen die Füchse wieder Punkten. „Es ist egal ob wir nach Hamm, Ratingen oder Dortmund fahren, wichtig ist das nächste Spiel und die nächsten Punkte“, mahnte Trainer Franz Fritzmeier. Auch die vermeintlich kleinen Gegner dürfen nicht unterschätzt werden. In zwei Tagen kann der EVD dann das Sechs-Punkte-Wochenende gegen die Hammer Eisbären klar machen und damit die Konkurrenz auf Distanz halten. Die Chancen stehen gut und das Duisburger Team hat es in der Hand den Platz unter den ersten Vier zu sichern.
 
Bulldogs halten zwei Drittel gut mit in Duisburg

Mit erneut nur wenigen Spielern war man nun im zweiten Drittel machtlos

Wieder einmal fielen etliche Spieler bei den Bulldogs aus, denn im Vergleich zur Vorwoche kam nur Benedikt Rangen wieder dazu, dafür fehlten zusätzlich Wolfgang Hrstka (verletzt) und Sebastian Pigache (Sperre). Und zu allem Übel verletzte sich auch noch Verteidiger Marvin Kühl am Knie und musste bereits nach zehn Minuten in die Kabine. Dennoch bot man im ersten und dritten Drittel eine starke kämpferische Leistung und verlor durch zu viele Strafen im zweiten Drittel letztendlich mit 6:1 gegen den EV. Duisburg.
Das erste Tor des Abends fiel bereits nach 38 Sekunden. Nach einem traumhaften Sololauf von Michal Bezouska legte dieser auf Landsmann Krätzer auf, der den Puck im Gehäuse der Füchse unterbringen konnte. Und auch darauf waren die Bulldogs am Drücker und hatten mehrfach die Chance, die Führung auszubauen. Erneut waren es die beiden Tschechen, die die Abwehr der Füchse bei mehreren Kontern schwindelig spielte, den Puck aber nicht im Tor der Gastgeber unterbringen konnte. Und auch die zweite Sturmreihe kam zu mehreren Chancen, die dickste hatte André Kuchnia, als er aus einem Meter am Duisburger Torwart scheiterte. Doch statt die Führung weiter auszubauen, glichen die Gastgeber aus und somit ging es mit einem Stand von 1:1 in die Pause.
Im zweiten Drittel wendete sich das Blatt und der EV Duisburg, die doppelt so viele Spieler beim Spiel mit dabei hatten, drehte das Tempo eine Stufe höher und kam durch mehrere Überzahl-Situationen zu zahlreichen Chancen, die auch gleich viermal im Tor von Sebastian May untergebracht werden konnten. Zu allem Übel wurde der Kader für 10 Minuten noch einmal dezimiert, als Jakub Krätzer und Lars Gericke jeweils eine Disziplinarstrafe erhielten. Und so ging man insgesamt mit einem Stand von 5:1in die Kabine.
Im letzten Drittel wurde das Tempo wieder herunter geschraubt und es fiel nur ein weiterer Treffer zum 6:1. Am ansehnlichsten war hier nun der Faustkampf, den Christoph Ullrich gegen seinen Duisburger Konkurrenten gewann und anschließend jedoch mit einer 2+2+10 –Strafe vom Eis musste.
Alles in allem war es eine starke kämpferische Leistung der Bulldogs, die ohne die vielen Strafen im zweiten Drittel vielleicht sogar mit einem Punkt belohnt worden wäre.
 

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Freitag,  27. 01. 2012 EHC Dortmund Westfalen-Elche vs Frankfurter Löwen 6 : 3 0:0-3:1-3:2
Tore:

Tor

20:25 1:0 Ryan Martens
27:33 2:0 Alexander Althenn
38:01 3:1 Nils Liesegang
41:15 4:1 Frank Petrozza
44:17 5:2 Michael Schmerda
52:48 6:3 Branislaw Pohanka
 
  30:17 2:1 Frank Petrozza
42:26 4:2 Roland Mayr
50:35 5:3 Thomas Schenkel
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 6 Min.    12 Min.     
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: Franz, Jordan, Störmann
Zuschauer: 1.191
../../elche/images/2012_01_27.jpgMit einem geschwächten Team Sieg gegen die Löwen

EHC Dortmund – Löwen Frankfurt 6 : 3 (0:0,3:1,3:2

Die Bedeutung des Spiels wurde im Vorfeld ausführlich beschrieben und die Endrundenbegegnung des EHC Dortmund am Freitagabend gegen die Löwen aus Frankfurt wurde den Erwartungen vollkommen gerecht. Bis zum Ende lieferten sich beide Teams einen spannenden und attraktiven Schlagabtausch. Der 6:3-Heimerfolg der Westfalen Elche war am Ende verdient, allerdings steckten die Löwen nie auf. Zweimal holte sich der EHC im Schlussabschnitt einen Drei-Tore-Vorsprung heraus, zweimal konnten die Löwen verkürzen. Mit dem 6:3 in der 53. Spielminute war dann die Partie dann entschieden, obwohl die Gäste in der Schlussminute noch zweimal gefährlich vor das Gehäuse der Elche kamen. Mit diesem sogenannten Sechs-Punkte-Sieg konnte der EHC den Vorsprung auf Frankfurt als aktuellen Tabellenfünften (nur vier Teams kommen in die Oberliga Endrunde mit dem Norden und Osten) auf neun Punkte ausbauen. Zur Halbzeit der Serie bei noch sieben ausstehenden Spielen ist das noch kein Ruhekissen, aber es bringt zumindest eine gewisse Beruhigung in der immer spannender werdenden Oberliga West Endrunde.

Vom Anpfiff an spielten beide Teams engagiert und konzentriert, der gegenseitige Respekt war ebenso deutlich zu erkennen wie die Marschroute, Fehler zu vermeiden. Dass im ersten Abschnitt (noch) keine Tore fielen, tat der guten Stimmung auf den Rängen keinen Abbruch. Im Gegenteil, dadurch wuchs die Spannung noch weiter. Die Elche hatten ein Chancenplus, je zweimal hatten Ryan Martens und Frank Petrozza gute Möglichkeiten, bevor sich den Löwen in der 11. Minute eine gute Torchance bot. Kurz vor Drittelende hatte Philipp Michl noch zweimal das 1:0 auf dem Schläger. Der zweite Abschnitt war ganze 25 Sekunden alt, da sorgte eine perfekte Kombination der ersten Angriffsformation des EHC für den ersehnten Führungstreffer. Nils Liesegang konnte sich auf der linken Seite durchsetzen, sein Pass fand in Christian Kretschmann einen guten Abnehmer und der Youngster legte weiter auf Ryan Martens in halbrechter Position. Der konnte Boris Ackers im Löwen Gehäuse überwinden. Als Frankfurt nach einer Unterzahl gerade wieder komplett war, konnten die Löwen in der 28. Minute überraschend ausgleichen. Wie wichtig Frank Petrozza für das EHC-Spiel ist, bewies der Routinier in der 31. Minute, als er aus spitzem Winkel eine winzige Lücke im kurzen Eck fand und zum 2:1 einschob. Gut eine Woche hatte der 41-jährige wegen einer Meniskusverletzung pausieren müssen, nun stellte er sich wieder in den Dienst der Mannschaft. Mit dem 3:1 durch Nils Liesegang nach guter Einzelaktion in der 39. Minute gingen beide Teams zum zweiten Mal in die Pause und die letzten Zwanzigminuten brachten dann noch einmal eine weitere Leistungssteigerung auf beiden Seiten. Erneut war es Frank Petrozza, der in der 42. Minute auf 4:1 erhöhte. Aber Frankfurt konnte nur eine Minute später auf 4:2 verkürzen. Dann zog Michael Schmerda von links ab und erhöhte in der 45. Minute auf 5:2. Noch einmal kamen die Löwen zurück und verkürzten in der 51. Minute auf 5:3. Die Hoffnungen der Gäste währten aber nur zwei Minuten, dann machte Branislav Pohanka mit dem 6:3 alles klar und die Westfalen Elche hatten wieder einmal bewiesen, dass mit einer tollen kämpferischen Leistung und hervorragender Moral die Punkte an der Strobelallee bleiben konnten. Zum 14. Mal in Folge übrigens in dieser Saison!

Am Sonntag muss der EHC Dortmund um 19 Uhr bei den Roten Teufeln in Bad Nauheim antreten. Die Kurstädter stehen punktgleich mit den Elchen auf Platz eins der Tabelle und wollen sicherlich Revanche nehmen für die 3:6-Niederlage vor 14 Tagen in Dortmund. Sie gelten nicht nur für EHC-Coach Frank Gentges zu den erklärten Aufstiegsfavoriten in dieser Saison. Auch wegen der Personalmisere wartet eine nur schwer zu lösende Aufgabe auf die Elche, zumal dann Frank Petrozza wegen seiner Knieprobleme nicht mitwirken wird.


Torfolge:

1:0 (20:25) Ryan Martens (Christian Kretschmann, Nils Liesegang)
1:1 (27:33) Alexander Althenn (Jan Barta, Thomas Schenkel)
2:1 (30:17) Frank Petrozza (Philipp Michl, Stephan Kreuzmann)
3:1 (38:01) Nils Liesegang (Christian Kretschmann, Dieter Orendorz) +1
4:1 (41:08) Frank Petrozza (Branislav Pohanka, Philipp Michl)
4:2 (42:16) Roland Mayr (Alexander Althenn, Ryan Fairbarn) +1
5:2 (44:17) Michael Schmerda (Nils Liesegang, Benjamin Finkenrath)
5:3 (50:35) Alexander Althenn (Jan Barta, Ryan Fairbarn)
6:3 (52:48) Branislav Pohanka (Stephan Kreuzmann, Philipp Michl) +1

Strafminuten: EHCDO 6 - Frankfurt 12

Zuschauer: 1191

Mannschaftsaufstellung: Benjamin Finkenrath [31], Jan Kremer [35] (nicht eingesetzt) – Florian Kirschbauer [2], Stephan Kreuzmann [4] (C), Dieter Orendorz [22], Benedikt Kastner [28], Manuel Neumann [33] (A), Sebastian Eickmann [44] (A), Niklas Clusen [55], Mike Ortwein [93] – Christian Kretschmann [5], Philipp Michl [7], Ryan Martens [8], Michael Schmerda [16], Thomas Richter [18], Branislav Pohanka [25], Frank Petrozza [88], Dennis Schlicht [91], Nils Liesegang [98]
 
Nichts zu holen in Dortmund

Löwen verlieren mit 3:6 und rutschen auf den fünften Tabellenplatz ab. Am Sonntag Derby gegen Kassel Huskies.

Ausgerechnet beim EHC Dortmund, der die Vorrunde dominiert hatte, sollten am Freitagabend wichtige Punkte für die Löwen her.

Vor 1.191 Zuschauern kamen die Löwen im ersten Drittel gut ins Spiel und konnten die Partie ausgeglichen halten. Gegen Ende des ersten Abschnitts wurde der Druck der Dortmunder größer, doch es ging ohne Tore in die erste Pause.

Wie so oft sollte sich im zweiten Drittel das Blatt gegen die Löwen wenden. Die Partie hatte kaum wieder begonnen, als Ryan Martens (21.) das erste Tor des Abends erzielte. Doch die Löwen konnten einige Minuten später durch Alexander Althenn (28.) zurückschlagen.

Die Freude über den Ausgleich währte allerdings nur kurz, denn Frank Petrozza (31.) erzielte wenig später die erneute Führung für die Hausherren. Richtig weh tat dann aus Löwen-Sicht das 3:1 durch Nils Liesegang (39.) kurz vor der zweiten Unterbrechung. Wieder mussten die Löwen einem Rückstand hinterher rennen.

Jeglicher Gedanke an eine mögliche Aufholjagd wurde dann durch das 4:1 verwischt, als Frank Petrozza zum zweiten Mal Löwen Goalie Boris Ackers überwinden konnte. Roland Mayrs Treffer in der 43. Spielminute lies dann wieder ein wenig Hoffnung aufkeimen, doch praktisch im Gegenzug konnte Michael Schmerda (45.) wieder für den EHC Dortmund erhöhen.

Durch eine schöne Einzelleistung erzielte Thomas Schenkel zwar noch das 5:3 (50.), doch es schien zu diesem Zeitpunkt klar, dass für die Löwen in Dortmund nichts zu holen ist an diesem Abend. Den Schlusspunkt setzte Branislaw Pohanka (53.) für die Hausherren.

Durch die Niederlage sind die Löwen auf den fünften Tabellenplatz abgerutscht. Am kommenden Sonntag sind die Kassel Huskies in der Eissporthalle Frankfurt zu Gast. Dann brauchen die Löwen dringend Punkte, um die Chance auf den vierten Tabellenplatz weiter zu erhalten. Die Partie beginnt um 18:30 Uhr.

Tickets für die Partie gibt es im Ticketshop der Löwen oder an der Abendkasse.

EHC Dortmund - Löwen Frankfurt 6:3 (0:0, 3:1, 3:2)

Tore:
1:0 (20:25) Ryan Martens (Christian Kretschmann, Nils Liesegang)
2:0 (27:33) Alexander Althenn (Jan Barta, Thomas Schenkel)
2:1 (30:17) Frank Petrozza (Philipp Michl, Stephan Kreuzmann)
3:1 (38:01) Nils Liesegang (Christian Kretschmann, Dieter Orendorz) PP1
4:1 (41:08) Frank Petrozza (Philipp Michl)
4:2 (42:26) Roland Mayr (Jan Barta, Ryan Fairbarn) PP1
5:2 (44:17) Michael Schmerda (Nils Liesegang)
5:3 (50:35) Thomas Schenkel (Jan Barta, Ryan Fairbarn)
6:3 (52:48) Branislaw Pohanka (Stephan Kreuzmann, Philipp Michl)

Strafminuten: Dortmund 6 - Frankfurt 12.

Zuschauer: 1.191.
 

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Freitag,  27. 01. 2012 Ratinger Aliens 97 vs Roten Teufel Bad Nauheim 3 : 10 0:2-1:6-2:2
Tore:

Tor

32:48 1: 7 Hauptig
40:25 2: 8 Aminikia
45:19 3: 8 Aminikia
  04:30 0: 1 May
07:09 0: 2 Schwab
22:23 0: 3 Schwab
27:38 0: 4 Schwab
29:49 0: 5 Weibler
32:03 0: 6 Maaßen
32:11 0: 7 Schwab
34:36 1: 8 Gare
49:24 3: 9 Maaßen
58:24 3:10 Striepeke
 
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 2 Min.   10 Min.    
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: Heffler, B. Braun, Teichrib
Zuschauer: 316
Aliens unterliegen mit 3:10 gegen Bad Nauheim

Die Ratinger Ice Aliens haben am Freitagabend ihr Heimspiel gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim deutlich verloren. Gegen den aktuellen Endrunden-Spitzenreiter in der Oberliga West stand es am Ende vor etwas mehr als 300 Zuschauern 3:10.

Nachdem die komplette Mannschaft am Donnerstagabend aus Kostengründen die fristgerechte Kündigung zum 29. Februar erhalten hat, traten die Ice Aliens am Freitag mit nur 16 Spielern gegen die Gäste aus Hessen an. "Die Kündigung ist Bestandteil unseres Sanierungsplans und ist dringend notwendig gewesen", erklärt der neue Vorsitzende Kay Adam. "Das ist selbstverständlich nicht auf Gegenliebe gestoßen, wir haben aber angesichts der derzeitigen Situation keine andere Wahl gehabt."

Gerade vor diesem Hintergrund ist den Spielern, die heute aufs Eis gegangen sind, höchster Respekt zu zollen, denn trotz der deutlichen Niederlage zeigte die verbliebene Mannschaft bis zur letzten Minute Kampfgeist und Einsatz.

Doch gegen die in allen Belangen überlegenen Kurstädter war an diesem Abend nichts auszurichten. Nachdem die Roten Teufel im ersten Drittel bereits mit zwei Toren durch May und Schwab in Führung gegangen waren, konnten sie im zweiten Abschnitt für die Vorentscheidung sorgen. Sechs Treffer, davon allein drei von Top-Stürmer Tobias Schwab, sorgten für klare Verhältnisse am Sandbach. Dennoch tat das Ratinger Team alles dafür, die Niederlage im Rahmen zu halten.

So traf zunächst Sören Hauptig in der 33. Minute für die Ice Aliens, bevor Shahab Aminikia mit zwei Toren im letzten Drittel zumindest für etwas Ergebniskosmetik sorgen konnte. Die Gäste schalteten in den letzten zwanzig Minuten deutlich herunter, so dass Dennis Kohl nur noch zwei Tore kassierte. Zweistellig wurde es erst kurz vor Schluss, als Jannik Striepeke mit seinem Treffer zum 3:10 den Schlusspunkt der Partie setzte.

Ratinger Ice Aliens '97 - Rote Teufel Bad Nauheim 3:10 (0:2, 1:6, 2:2)

Tore: 0:1 (5.) May, 0:2 (8.) Schwab, 0:3 (23.) Schwab, 0:4 (28.) Schwab, 0:5 (29.) Weibler, 0:6 (33.) Maaßen, 0:7 (33.) Schwab, 1:7 (33.) Hauptig, 1:8 (35.) Gare, 2:8 (41.) Aminikia, 3:8 (46.) Aminikia, 3:9 (50.) Maaßen, 3:10 (59.) Striepeke

Strafminuten: Ratingen 2, Bad Nauheim 10
Schiedsrichter: Zsolt Heffler
Zuschauer: 316
 
Ungefährdeter 10:3-Auswärtssieg in Ratingen - Sonntag Spitzenspiel zuhause gegen Dortmund

Einen ungefährdeten 10:3 (2:0, 6:1, 2:2)-Pflichtsieg fuhren heute Abend die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim bei den Ratinger Ice Aliens ein, womit die Hessen die Tabellenführung in der Zwischenrunde der Eishockey Oberliga West verteidigen. Überragender Spieler bei den Kurstädtern war Stürmer Tobias Schwab, der gleich vier Treffer zum Erfolg beisteuerte. Überhaupt war es seine Sturmreihe, die bei sieben der zehn Tore auf dem Eis stand und somit bestens gerüstet in das Spitzenspiel am Sonntag zuhause gegen Dortmund geht.

Während bei den Gästen mit Pierre Wex (Meniskusverletzung), Dennis Cardona (beruflich verhindert) sowie Kevin Lavallee (wurde geschont nach überstandener Grippe) drei Akteure fehlten, waren bei den Hausherren gleich acht Spieler nicht mit dabei. Unter ihnen tummelten sich mit Konstantin Firsanov, Jan-Phillip Priebsch, Marc Dillmann und Robby Hein durchaus prominente Namen, so dass die Ice Aliens gerade mal 14 Feldspieler aufbieten konnten. Dennoch war es in den ersten Minuten ein ausgeglichenes Match, das die Hessen mit zunehmender Spieldauer aber immer mehr kontrollierten. Folgerichtig fiel das 0:1 für die Gäste in der 5.Minute durch Tim May, der bei seinem zweiten Saisontor von Matthias Baldys mit einem Querpass mustergültig bedient wurde. Der Treffer deutete sich an, nachdem zuvor bereits Stanley und Kujala gefährlich vor Ratingens Goalie Dennis Kohl auftauchten. Gut 150 Sekunden später erzielte Tobias Schwab unter dem Jubel der gut 50 mitgereisten EC-Fans bereits das 2:0, sein Schuss wurde jedoch von Aliens-Verteidiger Francesco Lahmer unhaltbar für Kohl abgefälscht. Ratingen hatte im Grunde genommen nur eine gefährliche Szene durch den freistehenden Top-Torschützen Lance Monych in der 7.Minute, EC-Goalie Markus Keller entschärfte aber souverän den Schuss des Kanadiers. Die Gäste zeigten anschließend ob des schweren Heimspiels am Sonntag gegen Dortmund nicht mehr als nötig, während die Hausherren keine Durchschlagskraft entwickeln konnten. Somit blieben die beiden Treffer die Höhepunkte im ersten Abschnitt.

Im Mitteldrittel war es eine einzige Demonstration der Roten Teufel gegen erschreckend schwache Ice Aliens, die sich nach zwei weiteren Treffern von Schwab zum Hattrick (23. und 28.) vollends hängen ließen. Weibler (30.), Maaßen (33.) sowie erneut Schwab nur acht (!) Sekunden nach dem sechsten Tor erhöhten auf 7:0 für die Gäste. Einzig ein Fehler von Markus Keller, der die Scheibe schnell spielen wollte und stattdessen genau auf den Schläger von Sören Hauptig passte, sorgte für das erste Tor der Ice Aliens (33.). Lanny Gare traf vor der zweiten Pause für die eher noch mit angezogener Handbremse spielenden Kurstädter zum 8:1 und hätte sogar mit zwei Mann weniger (Stanley und Baldys saßen in der Kühlbox) fast noch das neunte Tor markiert, doch der Schuss des Bad Nauheimer Kapitäns ging knapp am Gehäuse vorbei.

Nur 25 Sekunden waren im Schlussabschnitt gespielt, da traf Ratingens Aminikia zum 2:8 im Powerplay, nachdem Striepeke noch eine Strafe aus dem Mitteldrittel absitzen musste. Der Shutout von Markus Keller war ohnehin schon seit der 33.Minute gelaufen, so dass dieser Treffer lediglich Ergebniskosmetik bedeutete. Dieselbe Konstellation war es auch beim 3:8, als Christian Franz auf der Strafbank saß und Aminikia wieder von Kohmann beim Schuss in den Winkel bedient wurde. Fred Carroll nahm anschließend eine Auszeit, weil ihm seine Spieler nun zu lässig agierten und er das Tempo sowie die Konzentration ob des Matches am Sonntag gegen Dortmund hoch halten wollte. Seine Spieler beherzigten dies und erhöhten wieder den Druck. Michel Maaßen besorgte das 9:3 in der 50.Minute, nach dem Patrick Glatzel für Markus Keller zwischen die Bad Nauheimer Pfosten kam, um so noch ein paar Minuten Eiszeit zu bekommen. Viel passierte anschließend nicht mehr, lediglich Jannik Striepeke traf in der vorletzten Minute zum 10:3 für die Gäste, die somit nach dem 10:1 gegen Hamm erneut zweistellig in der Zwischenrunde siegen. Am Sonntag kommt es nun zum absoluten Spitzenspiel im Colonel-Knight-Stadion gegen den EHC Dortmund (Beginn 19 Uhr), der heute Frankfurt schlug und wie die Kurstädter 18 Punkte auf dem Konto haben. Mit einem Sieg könnten sich die Roten Teufel somit die alleinige Tabellenführung erspielen und gleichzeitig mehr als ein Bein in der Endrunde haben.

Ice Aliens Ratingen - EC Bad Nauheim 3:10 (0:2, 1:6, 2:2)
Tore:
0:1 (04:30) May (Baldys)
0:2 (07:09) Schwab (Weibler)
0:3 (22:33) Schwab (Striepeke)
0:4 (27:38) Schwab (Weibler, Gare)
0:5 (29:49) Weibler (Gare, Schwab)
0:6 (32:03) Maaßen (Stanley)
0:7 (32:11) Schwab (Gare)
1:7 (32:48) Hauptig
1:8 (34:36) Gare (Mangold)
2:8 (40:25) Aminikia (Kohmann) PP 5-4
3:8 (45:19) Aminikia (Kohmann) PP 5-4
3:9 (49:24) Maaßen (May) AS
3:10 (58:39) Striepeke (Schwab)
Strafminuten: IAR 2 / ECN 10
Zuschauer: 316
 

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