Oberliga West

Spielbericht Oberliga West 12. 02. 2012       
Ratinger Aliens 97 vs EJ Kassel Huskis Spielberichte
Königsborner JEC Bulldogs vs Hammer Eisbären Spielberichte
EHC Dortmund Westfalen-Elche vs EV Duisburg Füchse Spielberichte
Roten Teufel Bad Nauheim vs Frankfurter Löwen Spielberichte
Tabelle Spieltag
Sonntag,  12. 02. 2012 Ratinger Aliens 97 vs EJ Kassel Huskis 3 : 5 0:1-2:3-1:1
Tore:

Tor

24:32 1:2 Dennis Appelhans
37:54 2:3 Artur Tegkaev
55:23 3:5 Lance Monych
  09:09 0:1 Michael Christ
23:51 0:2 Stéphane Robitaille
31:31 1:3 Daniel Reiss
38:04 2:4 Sven Valenti
54:49 2:5 Sven Valenti
 
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 2 Min.   4 Min.    
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: Franz, Mann, Störmann
Zuschauer: 344
Ice Aliens blicken nach vorn

Sportlich ist für die Ratinger Ice Aliens in der Endrunde der Oberliga-West nicht mehr viel zu holen. Nach einer Niederlagenserie stehen die Außerirdischen abgeschlagen auf Platz 7 und können die oberen Ränge nicht mehr erreichen. Dennoch steht für die Ratinger Eishockeycracks am Wochenende noch einmal eine wichtige Entscheidung an. Beim letzten Heimspiel der Endrunde gastieren die Hammer Eisbären am Sonntag um 18 Uhr am Sandbach. Hamm liegt auf Platz 8 und könnte mit einem Sieg doch noch an den Ice Aliens vorbeiziehen.

So desaströs wie die nackten Ergebnisse es vermuten lassen können, war die Leistung der Ice Aliens in den vergangenen Wochen aber nicht. Gegen Dortmund und zuletzt auch gegen die Kassel Huskies zeigten die Ratinger trotz zahlreicher Verletzter eine aufopferungsvolle Leistung und konnten die Spiele jeweils bis in die Schlussminuten spannend gestalten. So waren auch die Fans am Sandbach nach der knappen 3:5-Niederlage gegen die Hessen äußerst zufrieden mit der Leistung ihres Teams. "Manchmal zählt Charakter eben mehr als ein Sieg", sagte auch Aliens-Trainer Larry Suarez nach dem Spiel und fand nur lobende Worte für die Spieler, die nach den vergangenen turbulenten Wochen dennoch bemüht sind, die Saison anständig zu Ende zu bringen.

Die passende Belohnung wäre eine prächtige Kulisse am Sonntag beim Heimspiel gegen Hamm, wo es dann doch noch einmal um wichtige Punkte geht, bevor die Ice Aliens in die Pokal-Playoffs starten.

Ratinger Ice Aliens - Kassel Huskies 3:5 (0:1, 2:3, 1:1)

Tore: 0:1 (10.) Christ, 0:2 (24.) Robitaille, 1:2 (25.) Appelhans, 1:3 (32.) Reiß, 2:3 (38.) Tegkaev, 2:4 (39.) Valenti, 2:5 (55.) Valenti, 3:5 (56.) Monych
Strafminuten: Ratinger Ice Aliens: 2, Kassel Huskies: 6
Zuschauer: 344
Schiedsrichter: Z. Heffler
 
Huskies nach 5:3-Sieg in Ratingen für die Oberliga Endrunde qualifiziert

Mit dem Torhüterduo Ondraschek/Mastic reisten die Huskies am heutigen Abend nach Ratingen. Ondraschek bekam gegen die personell geschwächten Ice Aliens zunächst wenig zu tun, denn seine Vorderleute sorgten dafür, dass das von Dennis Kohl gehütete Gehäuse des Tabellensiebten mehrmals in Gefahr geriet. Alexander Heinrich und Dennis Klinge bekamen die besten Möglichkeiten, die Schlittenhunde früh in Führung zu bringen. Erstaunlich problemlos überstanden die Huskies nach Vergehen von Emanuel Grund und Manuel Klinge eine doppelte Unterzahlsituation, in der Adam Ondraschek genau einen Torschuss entschärfen musste. Die Defensive funktionierte erneut sehr gut, so dass der ein oder andere unnötige Puckverlust im Angriffsspiel nicht ins Gewicht fiel.
Für die verdiente Führung sorgte nach einer Spielzeit von 09:09 Minuten Michael Christ, der von Manuel Klinge mustergültig bedient wurde. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die erste Pause, weil die Huskies auch beste Tormöglichkeiten nicht in Zählbares ummünzen konnten. Alexander Heinrichs Rückhandschuss strich in Minute 17 knapp am langen Pfosten vorbei und Petr Sikora krönte sein Solo ebenfalls nicht mit Erfolg. Darüber hinaus brachten es Sikora und Michi Christ fertig, frei und unbedrängt vor Dennis Kohl den Puck nicht über die Linie zu befördern. Sven Valenti hatte hingegen bei einem Pfostenkracher Pech.

Trotz des knappen Zwischenstandes ließen die Huskies auch im 2. Drittel keine Zweifel am Sieg aufkommen. In der 24. Spielminute erhöhte Stéphane Robitaille nach toller Kombination mit Manu Klinge und Sikora auf 0:2. Allerdings ließ die überraschende Antwort der Gastgeber nicht lang auf sich warten. Dennis Appelhans startete über den linken Flügel durch und überwand Adam Ondraschek mit einem platzierten Schuss über die linke Schulter. Dieser Gegentreffer läutete eine kleine Huskies-Schwächephase ein, denn plötzlich kamen die Ice Aliens zu guten Torchancen und hatten mehrfach den Ausgleich auf dem Schläger. Die größte davon ließ Lance Monych liegen, indem er das halbleere Tor verfehlte.
In der 30. Spielminute war der Arbeitstag von Adam Ondraschek beendet. Er wurde durch Rückkehrer Marek Mastic ersetzt, der somit sein Comeback im Huskies-Trikot feierte, aber zunächst nicht geprüft wurde.
Stattdessen bauten die Schlittenhunde ihre Führung aus: In Überzahl traf Danny Reiss mit einem tollen Schlenzer in den Winkel zum 1:3. Ratingen-Coach Suarez nahm daraufhin eine Auszeit, die sich kurz vor der Pausensirene bezahlt machte. Nachdem Vorel und Roedger gute Chancen liegen ließen, gelang es Artur Tegkaev nach 37:54 Minuten erstmals, Mastic zu überwinden. Nur noch 2:3, jedoch antworteten die Huskies diesmal prompt, nämlich nur zehn Sekunden später: Sven Valenti markierte per Flachschuss den 2:4-Pausenstand.

Das letzte Drittel des Spiels bot den 344 Zuschauern nur Eishockey-Schonkost. Ratingen konnte die Huskies kaum unter Druck setzen und die Schlittenhunde ließen es mit der sicheren Führung im Rücken locker angehen. Zwei Tore gab es allerdings doch noch zu bestaunen, je eins auf beiden Seiten: Sven Valenti konnte sich nach 55 Minuten bei seinem Treffer zum 2:5 die Ecke aussuchen und traf per Schlenzer, Lance Monych markierte 32 Sekunden später den 3:5-Endstand.

Mit diesem Sieg haben sich die Huskies nun endgültig für die Oberliga Endrunde qualifiziert, die am 24. Februar beginnt.
 

zum Seitenanfang

Sonntag,  12. 02. 2012 Königsborner JEC Bulldogs vs Hammer Eisbären 2 : 1 1:0-1:0-0:1
Tore:

Tor

         
Strafen: 2 Minuten Strafe          
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: Neubert, Jordan, Kontny
Zuschauer:  
Bulldogs holen den Derbysieg

Königsborner JEC sichert sich Platz 6 und Heimrecht in den Play-Offs

Wie gewohnt hitzig ging es am Sonntagabend beim Spiel des Königsborner JEC gegen die Hammer Eisbären zu. Am Ende konnten sich die Bulldogs mit 2:1 durchsetzten und gestalteten das Spiel gegen den Erzrivalen und Schlusslicht aus Hamm unnötig spannend.

Bereits vor dem Spiel erreichte die erste Hiobsbotschaft Trainer Waldemar Banaszak, denn auch Igor Alexandrov konnte nicht spielen und reihte sich in die lange Verletztenliste ein, neben u.a. Igor Furda und Benedikt Rangen. Somit fehlten nicht nur insgesamt acht Feldspieler, sondern mit Tim Sattler agierte sogar ein „Neuling“ in den Reihen der Bulldogs. Der 18 Jährige spielte zuvor im Juniorenteam des KJEC und wurde nun hochgezogen in die Seniorenmannschaft.

Im Vergleich zum Hinspiel, das mit 7:8 endete, vielen deutlich weniger Tore an diesem Abend. Dennoch war die Stimmung gut bei den Königsborner Anhänger, vor allem, als sie in der 7. Spielminute den Treffer zum 1:0 bejubeln durfte. Michal Bezouska legte den Puck für Lars Gerike auf, der zog ab und Christoph Ulrich brachte den Puck im Tor seines Ex-Vereins unter. Nur zwei Minuten später war es wieder Ulrich, der den zu der Zeit mit einer 10-Minuten-Strafe auf der Strafbank sitzenden Pigache vertrat, der die Chance zum 2:0 hatte. Jedoch wurde er bei seinem Alleingang mit einem Foul gestoppt und bekam einen Penalty zugesprochen, den Gästekeeper Voigt parieren konnte. Gewohnt hart ging es auch schon im ersten Drittel zu, als André Kuchnia den Schläger ins Gesicht bekam, jedoch nur kurze Pause weiter spielen konnte. Durch einen Abwehrfehler kamen auch die Gäste zu einer dicken Torchance, doch Sebastian May hielt seinen Kasten sauber und rettete seinen Vorderleuten so die 1:0 Führung in die Pause

Im zweiten Drittel waren die Bulldogs nun klar überlegen, daher war es auch kein Wunder, dass man durch ein Tor von Michal Bezouska die Führung ausbauen konnte. Trotz weiterer Chancen konnte man jedoch kein drittes Tor erzielen, u.a. durch Schneider und Bezouska hatte die Möglichkeiten dazu. Somit ging man mit einer unnötig knappen Führung von 2:0 in die Pause.

Zwar liefen die Gäste mit 18 Feldspielern auf, dennoch fehlten ihnen ohne Stürmer Svejda die Ideen, um Torwart May überwinden zu können. Daher wurde nun das Eishockeyspiel zur Nebensache, als Tim Schneider auf Seiten der Bulldogs und Tim Pietzko von den Eisbären nach einer Rangelei etwas überzogen mit einer Spieldauer vom Eis geschickt wurden. Der Hauptakteur dieser Szene – Torwart Benjamin Voigt – hatte noch Glück, dass der Schiedsrichter im Gewühl einen Stockhandschlag von ihm übersah und somit entging er nun knapp einer Match-Strafe.

Nur drei Minuten später musste auch Wolfgang Hrstka vorzeitig unter die Dusche, nachdem er Stürmer Gose gegen die Bande checkte, der anschließend vom Eis getragen wurde, allerding zwei Minuten später wieder genesen war. In der anschließenden Überzahlsituation konnten die Gäste auf 2.1 verkürzen. Ob der Puck allerdings bereits vor dem Pfiff des Schiedsrichters hinter der Linie war, wird wohl ungeklärt bleiben. Der Treffer wurde anschließend Milan Vanek zugesprochen und noch waren 12 Minuten zu spielen. Allerdings kamen die schwach agierenden Gäste kaum zu Chancen und somit gewannen die Bulldogs knapp, aber verdient mit 2:1.

Auch nach dem Spiel herrschte Derby-Stimmung auf dem Eis und, anstatt der gewohnten Wahl zum Spieler des Abends, gab es eine Rangelei. Wieder mitten drin war erneut Torwart Voigt, der allerdings wieder unbestraft bliebt. Dafür wurden auf Seiten der Bulldogs Michal Bezouska und der Hammer Gose mit einer 2+2 Strafe belegt, was allerdings keine Auswirkungen hat.

Im Anschluss konnten die Fans endlich mit ihrer Mannschaft feiern und bejubelte den zweiten Derbysieg in Folge. Nun steht schon eine Woche vor Ende der Endrunde fest, dass man den sechsten Platz belegen wird und hat dadurch einen Heimvorteil in den anstehenden Play-Offs. Daher beginnt man am 24.02.12 um 20 Uhr mit einem Heimspiel, der Gegner wird in der kommenden Woche ermittelt, wenn die Teams aus Hamm und Ratingen aufeinander treffen. Sollte Hamm mit drei Toren Unterschied gewinnen, wird es also zeitnah erneut zum Derby kommen.

Am kommenden Wochenende trifft man nun zunächst am Freitag auf den EV Duisburg. Spielbeginn in der Eishalle ist um 20 Uhr. Zwei Tage später tritt man auswärts beim großen Nachbarn in Dortmund an.
 
Punktloses Wochenende für Hammer Eisbären

Nichts zu holen gab es für die Hammer Eisbären am vergangenen Wochenende. Während die Mannschaft von Trainer Carsten Plate beim 4:6 (2:1, 1:4, 1:1) gegen den EC Bad Nauheim, dem Tabellenführer der Endrunde in der Oberliga West, noch eine sehr ordentliche Leistung gezeigt hatte, stand zwei Tage später gegen den Königsborner JEC eine bitte 1:2 (0:1, 0:1, 1:0)-Pleite zu Buche.

„Das war ziemlich unnötig. Wir haben sämtliche Aggressivität vermissen lassen und anfangs praktisch nur zugeschaut“, sagte Plate nach der Derby-Niederlage. Die Partie, die die Eisbären ohne Jiri Svejda (Finger gebrochen) und Patrik Flasar, in in seiner Heimat weilt, bestritten, plätscherte lange vor sich hin. Bis der Ex-Hammer Christoph Ulrich zum 0:1 einnetzte (6.). Eine Minute später hatte er die Chance, per Penalty zu erhöhen, doch Hamms Goalie Benjamin Voigt war zur Stelle.

In der 26. Minute netzte dann Patric Schnieder zum 0:2 aus Sicht der Gäste ein. Erst im Schlussabschnitt zeigte das Plate-Team mehr Gegenwehr, traf durch Milan Vanek auch noch zum 1:2-Anschluss (48.), doch mehr sprang nicht mehr heraus. „Wir waren überhaupt nicht zwingend“, gestand der Coach ein.

Dabei hatte die Vorstellung am Freitag gegen Bad Nauheim seinen Schützlingen Selbstvertrauen geben sollen. Denn gegen „das beste Team der Liga“, so Plate, hatten die Eisbären eine mehr als engagierte Leistung gezeigt. In der zehnten Minute verwertete Karan Moallin eine Vorlage von Sebastian Licau zum 1:0. Nur eine Minute später egalisierte Tobias Schwab nach einem Konter zum 1:1 – doch Hamm kämpfte konzentriert weiter. Nils Sondermann markierte die 2:1-Fürhung für die Gastgeber (20.).

„Im zweiten Drittel haben wir oft viel zu weit weg vom Mann gestanden“, fasste Plate den Mitteldurchgang zusammen. Denn nachdem Kevin Lavallee zum 2:2 getroffen hatte (24.), spielten die Roten Teufel ihre Klasse aus und waren durch Schwab (30.) und Lavallee (32.) weiterhin erfolgreich. Doch die Eisbären gaben die passende Antwort: Nach Zuspiel von Karl Jasik netzte Christian Gose zum 3:4 ein (33.). Lanny Gare stellte den Zwei-Tore-Vorsprung für den EC aber noch vor der Pause wieder her (37.).

Die Begegnung war noch nicht entschieden, die Eisbären warfen noch einmal alles in die Waagschale – und wurden durch ein Überzahltor von Matthias Potthoff dafür belohnt (58.). Nun setzte Plate alles auf eine Karte, nahm Voigt zugunsten eines weiteren Feldspielers aus dem Gehäuse, doch den Ausgleich konnten die Gastgeber dadurch nicht mehr erzwingen. Stattdessen traf Dylan Stanley 18 Sekunden vor Schluss zum 4:6 ins verwaiste Tor der Hammer.
 

zum Seitenanfang

Sonntag,  12. 02. 2012 EHC Dortmund Westfalen-Elche vs EV Duisburg Füchse 1 : 2 1:0-0:1-0:1
Tore:

Tor

16:46 1:0 Niklas Clusen   36:13 1:1 Marcel Ohmann
50:43 1:2 Daniel Huhn
 
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 10 Min.   14 Min.    
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: Krawinkel, Doden, Neutzer
Zuschauer: 765
EHC Dortmund – EV Duisburg 1 : 2 (1:0,0:1,0:1)Füchse entführen die Punkte
EHC Dortmund – EV Duisburg 1 : 2 (1:0,0:1,0:1)

In den letzten anderthalb Minuten warf der EHC Dortmund nach einer Auszeit noch einmal alles vorne und die Westfalen Elche hatten in Überzahl auch durch Ryan Martens, Niklas Clusen und Manuel Neumann gute Einschusschancen, aber der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. So konnten die Duisburger Füchse am Sonntagabend einen knappen 2:1-Auswärtserfolg feiern. Nicht unverdient, denn die Gäste brachten mit ihrem schnellen und direkten Angriffsspiel den EHC immer wieder in Verlegenheit. So mussten die Elche im 17. Meisterschaftsheimspiel dieser Saison die zweite Niederlage hinnehmen, nach zuletzt 15 Siegen in Folge. Großen Schaden richtete die Niederlage nicht an. Zwar rutschten die Elche auf Platz vier der Tabelle, aber die Qualifikation für die Endrunde mit dem Norden und Osten war vorher schon geschafft worden und über die abschließenden Platzierungen unter den ersten Vier entscheidet erst das nächste Wochenende mit den beiden letzten Spieltagen der West-Endrunde.

Von Beginn an lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch und sofort gab es Chancen auf beiden Seiten. Dreimal musste der EHC im ersten Abschnitt in Unterzahl spielen, löste die Aufgabe mit hohem kämpferischem Aufwand. In der 17. Minute konnten die Elche dann mit 1:0 in Führung gehen. Niklas Clusen, eigentlich Verteidiger, zuletzt aber der Personalnot im Sturm geschuldet zum Angreifer umfunktioniert, war in der Vorwärtsbewegung auf der rechten Seite frei. Der 20-jährige suchte eine Anspielstation in der Mitte, täuschte auch einen Pass an, entschied sich dann aber für den direkten Torschuss und traf hoch in die kurze Ecke. Im zweiten Abschnitt hatten die Elche dann einige Male Überzahlsituationen, eine Minute lang gab es sogar eine 5:3-Situation, aber der entscheidende Torschuss blieb aus. Stattdessen erhöhten die Gäste noch weiter den Druck und kamen in der 37. Minute durch einen abgefälschten Schuss zum 1:1-Ausgleich, Marcel Ohmann war der Torschütze. In den letzten Zwanzigminuten war es zuerst der EHC, der wieder gute Möglichkeiten hatte. Danach mussten die Elche aber immer mehr dem hohen Tempo Tribut zollen. So brachte in der 51. Minute ein schneller Konter durch Daniel Huhn das 2:1 für die Gäste. Der EHC kämpfte dagegen an, aber selbst eine Auszeit und die Herausnahme des Torhüters zugunsten eines sechsten Feldspielers brachte nicht mehr den erhofften Ausgleich.

Am kommenden Wochenende muss der EHC Dortmund zuerst am Freitagabend in Frankfurt antreten (19:30 Uhr). Die Löwen haben am diesem Wochenende eine Platzierung unter den ersten vier der Tabelle endgültig verspielt. Am Sonntag erwarten die Westfalen Elche dann ab 19 Uhr die Königsborner Bulldogs zum West-Endrunden Kehraus. Für die darauf folgende Oberliga Endrunde kann man jetzt schon davon ausgehen, dass die Westfalen Elche am Freitag, dem 24. Februar 2012 mit einem Heimspiel beginnen werden. Am Wochenende danach wird es dann wohl am Sonntag, dem 4. März 2012 ein Heimspiel an der Strobelallee geben. Die endgültigen Termine und die entsprechenden Gegner werden wohl erst am nächsten Sonntagabend fest stehen.

Torfolge:

1:0 (16:46) Niklas Clusen (Manuel Neumann)
1:1 (36:13) Marcel Ohmann (Clarke Breitkreuz, Michael Hrstka)
1:2 (50:43) Daniel Huhn (Philipp Riefers, Markus Schmidt)

Strafminuten: EHCDO 10 - EVD 14

Zuschauer: 765

Mannschaftsaufstellung: Benjamin Finkenrath [31], Jan Kremer [35] (nicht eingesetzt) – Florian Kirschbauer [2], Stephan Kreuzmann [4] (C), Dieter Orendorz [22], Benedikt Kastner [28], Manuel Neumann [33] (A), Sebastian Eickmann [44] (A), Niklas Clusen [55], Mike Ortwein [93] – Christian Kretschmann [5], Philipp Michl [7], Ryan Martens [8], Michael Schmerda [16], Thomas Richter [18], Frank Petrozza [88], Dennis Schlicht [91], Nils Liesegang [98]
 
Es ist geschafft – Füchse ziehen in die nächste Runde ein

Wieder macht der EVD nicht vor den Favoriten halt. Am Abend besiegen die Füchse den EHC Dortmund mit 2:1. Somit sind alle Rechenspiele Makulatur, denn man kann auf Platz zwei in der Tabelle klettern und ist sicher in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga.

Zwei Spiele vor dem Ende der Zwischenrunde macht der EVD alles klar. Mit einem Auswärtssieg gegen Dortmund schaffen die Jungen Wilden von Franz Fritzmeier ein großes Saisonziel. Mit dem 2:1 Erfolg gegen den selbst erklärten Aufstiegsaspiranten aus Westfalen klettert man auf Rang zwei. Außerdem verloren die Löwen Frankfurt zeitgleich in Bad Nauheim, womit man 12 Punkte zwischen sich und die Tabellenregionen legen kann, die nicht für die Aufstiegsrunde reichen. Somit sind die Füchse vorzeitig in die nächste Runde eingezogen, in der die besten vier Teams des Westens mit den Meistern und Vizemeistern der Oberligen Nord und Ost um vier freie Play-off-Plätze kämpfen. Dort wird im Duell mit den Teams der Süd-Staffel der Aufsteiger ins Unterhaus ermittelt.

Am nächsten Sonntag kommt es damit zwar zu keinem echten Endspiel gegen Frankfurt, dennoch freut sich das Team mit den Fans den Abschluss der Zwischenrunde zu zelebrieren und kann mit etwas Schützenhilfe aus Ratingen und Kassel vielleicht sogar das Unerwartete schaffen und die Tabellenspitze erreichen.

Tore:
1:0 (17.) Niklas Clusen
1:1 (37.) Marcel Ohmann
1:2 (51.) Daniel Huhn

Strafen:
Dortmund 10
Duisburg 14

Zuschauer: 765
 

zum Seitenanfang

Sonntag,  12. 02. 2012 Roten Teufel Bad Nauheim vs Frankfurter Löwen 5 : 3 1:2-3:0-1:1
Tore:

Tor

01:30 1:0 Schwab
26:09 2:2 Gare
33:03 3:2 Maaßen
37:10 4:2 Lavallee
51:16 5:3 Maaßen
 
  06:57 1:1 Thau
14:57 1:2 Fairbarn
42:37 4:3 Schweiger
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 12 Min.   20 Min.    
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: Kissing, Paracki, R. Kubiak
Zuschauer: 3.941
5:3-Heimsieg gegen Frankfurt - Michel Maaßen zweifacher Torschütze

Mit 5:3 (1:2, 3:0, 1:1) gewannen die Roten Teufel heute Abend auch das vierte Rhein-Main-Derby gegen die Löwen Frankfurt. Die Gäste machten es den Kurstädtern über weite Phasen allerdings mehr als schwer, letztendlich entschieden zahlreiche Strafen gegen die Löwen im Mitteldrittel, was die Hausherren in Treffer ummünzten.

Die Partie begann sogleich ohne großes Taktieren, die Roten Teufel wollten offenkundig frühzeitig die Weichen auf Sieg stellen. Nach nur 30 Sekunden prüfte Christian Franz erstmalig Frankfurts Goalie Wendler, nur 60 Sekunden später zappelte das Hartgummi nach einem Rebound von Tobias Schwab zum 1:0 im Netz. Die Löwen kamen nur langsam ins Match und zu ihrem ersten Schuss durch Barta in der 6.Minute. Die Hausherren versuchten, es spielerisch zu lösen, doch die Gäste standen hinten gut gestaffelt und starteten ihrerseits einige Konter. Einen solchen schloss Kevin Thau in der 7.Minute nach feiner Ablage von Sven Breiter zum Ausgleich. Die Roten Teufel bissen sich immer wieder an den Löwen fest und hatten nur durch Stanley in der 13.Minute eine nennenswerte Szene nach einem langen Pass von Mangold, doch der Kanadier verzog. Frankfurt war immer besser im Match und ging nicht unverdient durch Fairbarn in Front, als die Gastgeber das Hartgummi einfach nicht aus der eigenen Zone bekamen. Die Gastgeber erhöhten nun noch einmal das Tempo in einem ohnehin schnellen Match, in dem Michel Maaßen nach einem hohen Stock von Sevo blutend in die Kabine musste, eine Strafe gegen den Frankfurter blieb allerdings aus.

Im Mittelabschnitt konnte Maßßen glücklicherweise wieder mitwirken, doch so richtig bekamen die Hausherren keinen Zugriff. Im Gegenteil: Frankfurt zwang die Kurstädter zu ungewohnten Fehlern in der Defensive, so dass man sich bei Markus Keller bedanken konnte, dass es nur 1:2 stand. Die Löwen wollten allerdings zuviel, was in einigen Strafzeiten mündete. Die Roten Teufel nutzten dies sofort zum 2:2 in der 27.Minute durch Lanny Gare nach einer tollen Kombination. Dieses Tor gab den Hausherren deutlich mehr Sicherheit und den Spielwitz der letzten Partien zurück. Das Team von Trainer Fred Carroll erhöhte den Druck und kam zu einem Pfostentreffer von Kevin Lavallee in der 30.Minute. Die Gäste konnten dem Druck erneut nur mit Strafzeiten entgegen wirken, als eine solche gegen Mayr angezeigt war, traf Michel Maaßen zum 3:2, als Wendler die einzige Unsicherheit bis dato zeigte. Dylan Stanley prüfte in der 36.Minute ebenfalls das Metall, anschließend gingen gleich vier Mann in Folge bei den Gästen in die Kühlbox. Eine dieser zwei Powerplay-Situationen mit zwei Mann mehr verwertete Kevin Lavallee noch vor der zweiten Pause zum 4:2.

Im letzten Drittel machten es die Roten Teufel noch einmal unnötig spannend: ind er 43.Minute traf Schweiger zum 4:3-Anschluss, was den Gästen noch einmal Oberwasser gab. Das vermeintliche 4:4 durch Breiter gab das Schiedsrichtergespann kurz danach nicht, offenbar stand er beim Schuss im Torraum. Die Hausherren hatten fortan das Geschehen aber gut im Griff, so dass die mit nur zehn Feldspielern agierenden Löwen immer wieder erfolglos anrannten, was zusätzliche Kraft kostete. Entschieden war das Match schließlich in der 52.Minute, als Michel Maaßen nach einem gewonnenen Bully abzog, so dass Wendler keine Abwehrchance hatte. "Es tut weh, dass wir kein Derby gewinnen konnten. Wir haben aber gut gekämpft und mit unserem kleinen Kader alles gegeben", sagte Frankfurts Coach Clayton Beddoes nach dem Spiel. "Am Anfang haben wir zwei Fehler gemacht, die direkt zu Gegentoren geführt haben. Anschließend waren wir gut im Match, doch wir müssen in den nächsten Spielen mehr tun. Wir haben noch viel Arbeit vor uns", so Fred Carroll

EC Bad Nauheim - Löwen Frankfurt 5:3 (1:2, 3:0, 1:1)
Tore:
1:0 (01:30) Schwab (Stanley)
1:1 (06:57) Thau (Breiter)
1:2 (14:57) Fairbarn (Breiter, Kasten)
2:2 (26:09) Gare (Stanley, Lavallee) PP 5-4
3:2 (33:03) Maaßen AS
4:2 (37:10) Lavallee (Stanley, Schwab) PP 5-3
4:3 (42:37) Schweiger (Thau)
5:3 (51:16) Maaßen (Lavallee)
Strafminuten: ECN 12 / LFF 20
Zuschauer: 3.941
 
Löwen schlagen sich trotz Niederlage achtbar im Derby

Löwen mobilisieren alle verfügbaren Kräfte und verlieren mit 3:5 gegen Rote Teufel. Am Freitag Heimspiel gegen EHC Dortmund (19:30 Uhr).

Zwölf Feldspieler starteten auf Seiten der Löwen in das Derby gegen die Roten Teufel, denn der eigentlich noch angeschlagene Daniel Kunce rückte kurzfristig ins Löwen Rudel auf.

Zudem stand Sven Breiter nach seiner abgesessenen Sperre wieder im Aufgebot der Löwen, die im Tor erneut auf Christian Wendler setzten.

Die Hausherren begannen zunächst druckvoll und gerade mal zwei Minuten waren gespielt, als Tobias Schwab für die Roten Teufel traf. Das ließ nichts Gutes ahnen, doch angetrieben von den mitgereisten Fans kamen die Löwen immer besser ins Spiel und hatten durch Martin Schweiger die erste Großchance zum Ausgleich. Der fiel dann schließlich in der siebten Spielminute, als Sven Breiter mustergültig für Kevin Thau aufgelegt hatte und dessen zielgenauer Schuss im Netz landete.

Auch in der Folge blieben die Löwen hellwach und hatten phasenweise mehr vom Spiel. Das zahlte sich in der 15. Spielminute erneut aus. Wieder leistete Sven Breiter die Vorarbeit als Ryan Fairbarn zum verdienten 2:1 aus Sicht der Löwen in Schwarze traf. Mit der knappen Führung ging es auch in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt wurde es dann die erwartete Abwehrschlacht mit den verfügbaren zwölf Spielern und Torhüter Christian Wendler zwischen den Pfosten, denn die Roten Teufel kamen nun mit mehr Tempo aus der Kabine.

Zudem kassierten die Löwen zu viele Strafzeiten. Einige waren durchaus berechtigt, andere schienen eher unverständlich und führten zu Kopfschütteln auf der Löwen Bank.

Letztlich wusste Bad Nauheim dies auszunutzen, denn der 2:2-Ausgleich durch Lanny Gare (26.) fiel im Powerplay. Die Löwen stemmten sich nun mit der verbleibenden Kraft gegen die Angriffe der Roten Teufel, doch angezeigter Strafe und einem Mann mehr auf dem Eis traf Michael Maaßen (34.) schließlich zur 3:2-Führung. Kurz vor der Pause saßen gleich zwei Löwen auf der Sünderbank, als Kevin Lavallee zum 4:2 erhöhte. Dabei blieb es nach 40 gespielten Minuten.

In der Kabine hatten die Löwen nochmal alle Kräfte gesammelt und kurz nach Wiederbeginn verkürzte Sven Breiter (40.) auf 4:3.Kurz danach jubelten die Löwen schon, als der Puck erneut im Tor landete, doch nach kurzer Diskussion entschied das Schiedsrichtergespann auf kein Tor.

Angefeuert von den Löwen Fans im Gästefanblock gaben die Löwen nochmal alles und Coach Clayton Beddoes wechselte wie schon am Freitag kurz Boris Ackers ein, um seinen Spielern eine kurze Extra-Verschnaufpause zu gönnen.

Aber irgendwie passte es zu dieser Spielzeit, dass die Löwen nicht für ihren Einsatz belohnt wurden mit dem Ausgleich, sondern Michael Maaßen (52.) zum 5:3 traf. Auch wenn sie sich bemühten, schafften die Löwen es nicht mit schwindenden Kräften nochmal heran zu kommen. Dennoch boten die Löwen den Roten Teufeln einen großen Kampf.

Am kommenden Wochenende stehen die beiden letzten Meisterrunden-Spiele für die Löwen auf dem Programm: Am Freitagabend ist der EHC Dortmund in der Eissporthalle zu Gast (19:30 Uhr). Am Sonntag geht es nach Duisburg.

Rote Teufel Bad Nauheim - Löwen Frankfurt 5:3 (1:2, 3:0; 1:1)

Tore:
1:0 (2.) Tobias Schwab (Dylan Stanley)
1:1 (7.) Kevin Thau (Sven Breiter)
1:2 (15.) Ryan Fairbarn (Sven Breiter, Daniel Kunce)
2:2 (27.) Lanny Gare (Tobias Schwab, Dylan Stanley) PP1
3:2 (35.) Michael Maaßen
4:2 (38.) Kevin Lavallee (Tobias Schwab, Dylan Stanley) PP2
4:3 (41.) Sven Breiter (Martin Schweiger, Kevin Thau)
5:3 (52.) Michael Maaßen (Kevin Lavallee)
Strafminuten: ECN 12 / LFF 20
Zuschauer: 3.941
 

zum Seitenanfang