Oberliga West

Spielbericht Oberliga West 17. 02. 2012
Roten Teufel Bad Nauheim vs Ratinger Aliens 97 Spielberichte
Frankfurter Löwen vs EHC Dortmund Westfalen-Elche Spielberichte
Hammer Eisbären vs EJ Kassel Huskis Spielberichte
Königsborner JEC Bulldogs vs EV Duisburg Füchse Spielberichte
Tabelle Spieltag
Freitag,  17. 02. 2012 Roten Teufel Bad Nauheim vs Ratinger Aliens 97 7 : 0 1:0-3:0-3:0
Tore:

Tor

10:25 1:0 Maaßen
26:47 2:0 Maaßen
30:39 3:0 Schwab
32:39 4:0 Kujala
40:43 5:0 Schwab
42:25 6:0 Gare
52:09 7:0 Maaßen
 
       
Strafen: 2 Minuten Strafe 10 Min.   12 Min.    
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: -?-, Branzko, Lamberger
Zuschauer: 789
7:0-Heimsieg gegen Ratingen - EC geht mit Dortmund in Endrunde

Mit 7:0 (1:0, 3:0, 3:0) gewannen die Roten Teufel heute Abend auch ihr letztes Zwischenrunden-Heimspiel gegen Ratingen und sind damit vorzeitig Meister dieser Runde. Aufgrund der heutigen 3:6-Niederlage Dortmunds in Frankfurt treffen die Hessen ab nächsten Freitag in der Zwischenrunde auf die Elche, die Piranhas aus Rostock sowie Erfurt oder Leipzig im Kampf um die beiden Playoff-Plätze.

Das erste Drittel war durchweg dominiert von den Gastgebern, die nach bereits 23 Sekunden durch Kujala eine Großchance hatten, die Dennis Kohl im Ratinger Tor akrobatisch entschärfte. Überhaupt war es der Torhüter der Ice Aliens, der seinem Team ein 0:0 hielt, nachdem Gare (4.) und Kujala (8.) nach schnellen Spielzügen beste Torchancen hatten. Die erste gefährliche Szene hatten die Ice Aliens in der 10.Minute durch Hendle, der Markus Keller zu einer Großtat zwang. Als der Schütze nur eine Minute später auf der Gäste-Strafbank saß, war es Michel Maaßen, der seinen eigenen Rebound zum fälligen 1:0 verwertete. Auch in der Folgezeit blieben die Hessen spielbestimmend und kamen zu einigen Gelegenheiten, aber auch Gare (15.) sowie Kujala (16.) brachten das Hartgummi nicht an Kohl vorbei, der zwei Riesensaves zeigte. Das Glück des Tüchtigen hatte der Goalie in der 19.Minute, als Kevin Lavallee lediglich den Pfosten traf, so dass es mit einem knappen Resultat, das durchaus höher hätte ausfallen müssen, in die erste Pause ging.

Im Mittelabschnitt konnten die Gastgeber, die fortan auf Dylan Stanley (Knöchelschmerzen aufgrund lockerer Schrauben nach seiner Verletzung aus Oktober) verzichten mussten, die sich bietenden Chancen endlich in Tore ummünzen, auch wenn es nach einem Lattentreffer von Gare (25.) zunächst nicht danach aussah. Knapp zwei Minuten später hielt Michel Maaßen nach einer schönen Hereingabe von Janne Kujala aber den Schläger hin und ließ Kohl mit einem Schuss unter die Latte keine Abwehrchance. Dennis Kohl blieb dennoch bester Ratinger, denn auch in der 31.Minute rettete er in höchster Not gegen Janne Kujala. Beim 3:0 durch Schwab (31.) war er aber machtlos, zu platziert landete der Flachschuss genau neben dem rechten Pfosten. Als Werner bei den Ice Aliens in der Kühlbox saß, verwertete Janne Kujala das Powerplay mit einem Schuss direkt ins obere Eck zum 4:0-Pausenstand, womit der Deutsch-Finne an allen vier Treffern direkt beteiligt war.

Im letzten Drittel machte Tobias Schwab mit einem Alleingang zum 5:0 nach nur 43 Sekunden alles klar, nachdem er sich das Hartgummi in der eigenen Zone eroberte und zielstrebig mit einem platzierten Schlagschuss im Netz unterbrachte. Lanny Gare nutzte den Raum bei einer 4 gegen 4-Situation nur 100 Sekunden später zum 6:0, womit die Partie natürlich endgültig gelaufen war. Ratingen versuchte, zumindest den Ehrentreffer zu erzielen, während Markus Keller den Shutout verteidigen wollte. Die Hausherren blieben aber am Drücker und kamen durch Maaßen mit dessen drittem Tor an diesem Abend zum 7:0-Endstand. "Wir denken von Tag zu Tag und haben heute unser Bestes gegeben. Mehr ist derzeit nicht drin, die Situation ist nicht einfach für uns. In den Pokal-Playoffs wollen wir gerne gegen Frankfurt spielen - und da natürlich gewinnen", sagte Ratingens Coach Suarez nach dem Schlusspfiff. "Das Ergebnis spricht für sich. Mit ein bißchen mehr Konzentration wäre mehr drin gewesen, so bin ich aber insgesamt zufrieden. Sonntag wollen wir in Kassel auch den achten Derbysieg einfahren, auch wenn es in der Tabelle um nichts mehr geht", so Fred Carroll, der mit seinem Team aufgrund der 3:6-Niederlage Dortmunds in Frankfurt auf jeden Fall auf die Elche in der Endrunde treffen wird. Zusammen mit Rostock sowie Leipzig oder Erfurt (entscheidet sich morgen) geht es ab kommenden Freitag um die Playoff-Plätze.

EC Bad Nauheim - Ice Aliens Ratingen 7:0 (1:0, 3:0, 3:0)
Tore:
1:0 (10:25) Maaßen (Kujala, Ketter) PP 5-4
2:0 (26:47) Maaßen (Kujala, Lavallee)
3:0 (30:29) Schwab (Kujala)
4:0 (32:39) Kujala (Gare, Lavallee) PP 5-4
5:0 (40:43) Schwab
6:0 (42:25) Gare (Schwab, Baum) 4-4
7:0 (52:09) Maaßen (Lavallee, Kujala)

Strafminuten: ECN 10 / IAR 12
Zuschauer: 789
 
 

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Freitag,  17. 02. 2012 Frankfurter Löwen vs EHC Dortmund Westfalen-Elche 6 : 3 3:1-2:2-1:0
Tore:

Tor

02:02 1:0 Marvin Bauscher
03:43 2:0 Roland Mayr
19:59 3:1 Marvin Bauscher
29:39 4:2 Christopher Kasten
31:06 5:2 Daniel Sevo
37:49 5:3 Ryan Martens
58:12 6:3 Martin Schweiger
 
  09:52 2:1 Florian Kirschbauer
28:11 3:2 Nils Liesegang
37:49 5:3 Ryan Martens
 
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 12 Min.   16 Min.    
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe Roland Mayr   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: Kissing, M. Lang,. Ruhnau
Zuschauer: 3.514
Dortmund geschlagen

Starker Auftritt der Löwen beim 6:3-Heimsieg gegen die Elche. Am Sonntag treten die Löwen mit dezimierten Kader in Duisburg an (18:30 Uhr).

Die Löwen Frankfurt haben am Freitagabend dank einer starken Leistung den EHC Dortmund mit 6:3 geschlagen.

Vor 3.514 Zuschauern erwischten die Löwen mit Boris Ackers im Tor gegen die favorisierten Dortmunder einen Traumstart durch einen Doppelschlag von Marvin Bauscher (2.) und Roland Mayr (3.). Von dem frühen Gegentoren erholten sich die Elche erst, als die Löwen auf der Strafbank Platz nehmen mussten und Florian Kirschbaum (10). mit zwei Spielern mehr auf dem Eis den Anschlusstreffer erzielte.

In der Folge entwickelte sich eine mehr und mehr hektische Partie zwischen beiden Teams, was auch daran lag, dass beide Seiten mit vielen Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns haderten. Quasi mit der Pausensirene jubelten dann allerdings nochmal die Löwen, als Marvin Bauscher bei 19:59 zum 3:1 traf.

Im zweiten Abschnitt blieb die Partie über weite Strecken hektisch, vor allem Mitte des Drittels ging es hoch her. Erst konnte Dortmund durch Nils Liesegang auf 3:2 (29.) verkürzen, im Gegenzug zappelte der Puck dann im Netz der Löwen. Doch die Entscheidung lautete auf kein Tor, dafür gab es eine handfeste Auseinandersetzung zwischen beiden Teams und als Folge davon die entsprechenden Strafzeiten.

Als Folge gingen die Löwen mit einem Powerplay hervor, das Christopher Kasten nutzte (30.) um das 4:2 zu erzielen. Kurz danach kam es noch besser, dann auch Verteidigerkollege Daniel Sevo (32.) traf in Überzahl in Schwarze und schraubte die Führung auf 5:2. Kurz vor Drittelende gelang dann Ryan Martens noch der Anschlusstreffer.

Im Schlussabschnitt beruhigte sich die Partie und die Löwen agierten konzentriert, um den Vorsprung nach Hause zu bringen. Den Schlusspunkt setzte Martin Schweiger mit dem 6:4 in der 59. Spielminute. Durch den Sieg steht fest, dass die Löwen die Meisterrunde auf dem fünften Tabellenplatz beenden werden.

Allerdings vergrößerte sich das Löwen-Lazarett leider schon während der Partie: Thomas Schenkel erlitt bei einem gegnerischen Check eine Beckenverletzung, Kevin Thau musste das Eis vorzeitig mit einer Innenbandverletzung am Knie verlassen und Daniel Kunce brach sich einen Finger.

Damit fahren die Löwen wieder mit einem arg dezimierten Kader zum Auswärtsspiel nach Duisburg am Sonntag (18:30 Uhr).

Löwen Frankfurt - EHC Dortmund 6:3 (3:1, 2:2, 1:0)

Tore:
1:0 (2:02) Marvin Bauscher (Jan Barta, Sven Breiter)
2:0 (3:42) Roland Mayr (Daniel Sevo, Sven Breiter)
2:1 (9:52) Florian Kirschbauer (Sebastian Eickmann, Philipp Michl) PP2
3:1 (19:59) Marvin Bauscher (Jan Barta, Sven Breiter)
3:2 (28:11) Nils Liesegang (Frank Petrozza)
4:2 (29:39) Christopher Kasten (Sven Breiter, Ryan Fairbarn) PP1
5:2 (31:06) Daniel Sevo (Roland Mayr, Jan Barta) PP1
5:3 (37:49) Ryan Martens (Dennis Schlicht, Nils Liesegang)
6:3 (58:12) Martin Schweiger (Christopher Kasten)

Strafminuten: Löwen 12 plus 10 Disziplinar Roland Mayr - Dortmund 16.
Zuschauer: 3.514.
 
Löwen Frankfurt - EHC Dortmund 6 : 3 (3:1,2:2,1:0)Elche lassen den Löwen die Punkte

Löwen Frankfurt - EHC Dortmund 6 : 3 (3:1,2:2,1:0)

Die Auswärtspartie des EHC Dortmund am Freitagabend lebte von Hektik und Emotionen, Eishockey-Ästheten kamen nur selten auf ihre Kosten. Dass die Westfalen Elche mit 3:6 bei den Löwen unterlagen, entschied sich erst endgültig in der 59. Minute mit dem sechsten Treffer der Gastgeber. Bis dahin hatte der EHC den Schlussabschnitt klar dominiert, konnte aber den 3:5-Rückstand nach 40 Minuten trotz guter Chancen nicht mehr wett machen.

Die Elche gerieten schon nach vier Minuten mit 0:2 in Rückstand, kamen in der 10. Minute zwar durch Florian Kirschbauer auf 1:2 heran, mussten dann aber noch in der 20. Minute das 1:3 hinnehmen. Ob der Puck dabei wirklich noch vor Ablauf des ersten Abschnitts die Linie überschritten hatte, wäre nur durch einen Videobeweis zu belegen gewesen. Die Schiedsrichter entschieden nach längerer Beratung jedenfalls auf Tor. Mit dem erneuten Anschlusstreffer durch Nils Liesegang in der 29. Minute keimte wieder Hoffnung auf, die allerdings nur kurz währte. Denn die Löwen nutzten in der 30. und 32. Minute zwei Überzahlsituationen zum 5:2. Das 5:3 durch Ryan Martens in der 38. Minute läutete dann den druckvollen Dortmunder Schlussabschnitt ein, eine Ergebnisverbesserung gelang aber nicht mehr.

Durch die Niederlage ändert sich nichts an der aktuellen Tabellensituation. Der EHC Dortmund empfängt am Sonntag ab 19 Uhr den Königsborner JEC zum letzten West Endrunden Spiel und geht auf jeden Fall danach als Vierter in die Oberliga Endrunde mit den Vereinen aus Nord, Ost und West. Diese Serie wird in zwei Gruppen gespielt und die Elche werden sich mit Bad Nauheim, Rostock und dem Ost-Zweiten messen müssen. In der Oberliga Ost benötigt Leipzig aus den beiden letzten Spielen am Samstag und Sonntag noch 5 Punkte, um an Erfurt vorbei zu ziehen.

Torfolge:

1:0 (02:02) Marvin Bauscher (Jan Barta, Sven Breiter)
2:0 (03:42) Roland Mayr (Daniel Sevo, Sven Breiter)
2:1 (09:52) Florian Kirschbauer (Sebastian Eickmann, Philipp Michl) +2
3:1 (20:00) Marvin Bauscher (Jan Barta, Sven Breiter)
3:2 (28:11) Nils Liesegang (Frank Petrozza, Manuel Neumann) +1
4:2 (29:39) Christopher Kasten (Sven Breiter, Ryan Fairbarn) +1
5:2 (31:06) Daniel Sevo (Roland Mayr, Jan Barta) +1
5:3 (37:49) Ryan Martens (Dennis Schlicht, Nils Liesegang)
6:3 (58:12) Martin Schweiger (Christopher Kasten)

Strafminuten: FRA 12 + 10 Roland Mayr - EHCDO 16

Zuschauer: 3514

Mannschaftsaufstellung: Benjamin Finkenrath [31], Jan Kremer [35] (ab 21. Minute) – Florian Kirschbauer [2], Stephan Kreuzmann [4], Dieter Orendorz [22], Benedikt Kastner [28] (C), Manuel Neumann [33] (A), Sebastian Eickmann [44] (A), Niklas Clusen [55], Mike Ortwein [93] – Christian Kretschmann [5], Philipp Michl [7], Ryan Martens [8], Michael Schmerda [16], Thomas Richter [18], Frank Petrozza [88], Dennis Schlicht [91], Nils Liesegang [98]

 

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Freitag,  17. 02. 2012 Hammer Eisbären vs EJ Kassel Huskis 1 : 4 0:0-0:1-1:3
Tore:

Tor

44:10 1:2 Karl Jasik   22:44 0:1 Alexander Heinrich
40:06 0:2 Manuel Klinge
57:31 1:3 Florian Böhm
58:06 1:4 Alexander Heinrich
 
   
Strafen: 2 Minuten Strafe          
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: Eugen Schmidt, Mauelshagen, Seeßle
Zuschauer:  
Hamm mit kämpferischer Leistung gegen Kassel

Es war die richtige Reaktion auf die Vorstellung beim 1:2 im Derby in Unna, doch den Lohn ernteten die Hammer Eisbären dafür nicht. Trotz engagierter und couragierter Leistung verlor das Team von Trainer Carsten Plate in der Endrunde der Eishockey-Oberliga-West gegen die Kassel Huskies mit 1:4 (0:0, 0:1, 1:3).

„Wir haben gegen eine Kasseler Mannschaft, die richtig hart gearbeitet hat, ein sehr gutes Spiel abgeliefert“, war der Coach mit dem Auftritt seiner Mannen vor 666 Zuschauern in der Eissporthalle am Maxipark zufrieden. Umso mehr ärgerte sich der Ex-Profi, denn „kämpferisch haben die Jungs alles gegeben“.

Tatsächlich zeigten sich die Eisbären lange Zeit ebenbürtig, gestalteten die Anfangsphase mindestens ausgeglichen und fanden sogar einen Tick besser in die Begegnung als die Hessen. In der elften Minute versuchte es Karl Jasik mit einem Schlagschuss von der blauen Linie. Der Puck prallte an der Ausrüstung von Huskies-Keeper Martin Fous und ging nur knapp am linken Pfosten vorbei. Nach der ersten Überzahlphase wurden die Gäste etwas zwingender, kamen zu Möglichkeiten durch Alexander Heinrich (12.), Daniel Reiß, Marc Roedger (beide 13.) oder erneut Heinrich aus spitzem Winkel (16.), die allesamt Hamms Goalie Benjamin Voigt parierte. Darüber hinaus machte aber die Defensive der Hausherren einen weitgehend gefestigten Eindruck und ließ nicht allzu viele Chancen des Tabellendritten zu.

Auch wenn die Huskies im zweiten Abschnitt insgesamt etwas stärker wurden – die erste Chance hatte das Plate-Team. Der erneut stark auftretende Christian Gose setzte sich auf der rechten Seite durch und passte in die Mitte, wo Pierre Schulz etwas zu spät kam und die Scheibe über das Tor schoss (22.). Nur wenig später gingen die Gäste in Führung: Max Pohl hatte gerade einmal neun Sekunden auf der Strafbank Platz genommen, als die Hessen das Bully im Hammer Drittel gewannen und Heinrich in Überzahl zum 0:1 einnetzte (23.). In der 32. Minute war es in numerischer Überlegenheit erneut Gose, der sich durchsetzte und den Abschluss suchte. Der Abpraller gelang zu Christian Nieberle, der das Spielgerät aber neben das Gehäuse setzte. Danach waren es die Gäste, die druckvoller agierten und zu mehreren Torchancen kamen, „aber Benny hat uns die super Möglichkeit gegeben, hier eventuell gewinnen zu können“, lobte Plate seinen Goalie.

Durch einen Patzer des Gästekeepers Fous gelang Gose beinahe der Ausgleich. Der Schlussmann der Hessen war – in Unterzahl der Hammer – aus seinem Kasten an die Bande geeilt, um den Puck für sein Team wieder ins Spiel zu bringen. Doch der Eisbären-Stürmer luchste ihm die Scheibe ab und zielte in Richtung des verwaisten Tores, doch Daniel Reiß rettete noch vor der Linie (40.).

Der Schlussabschnitt war gerade einmal sechs Sekunden alt, als Manuel Klinge auf 0:2 für die Huskies erhöhte. Doch die Hammer wehrten sich, gestalteten die Begegnung wieder weitgehend auf Augenhöhe und wurden für den Einsatz belohnt. Niko Bitter zog in doppelter Überzahl von der blauen Linie ab, Karl Jasik stand goldrichtig und verwertete den Abpraller zum 1:2 (44.). Eine gute Chance zum Remis bot sich Gose in der 53. Minute: Nach schönem Doppelpass mit Milan Vanek stand der Angreifer mit der Rückennummer 21 plötzlich vor Fous, der aus kurzer Distanz stellte Letzterer den Schussweg geschickt zu.

Doch in der 58. Minute war die Partie dann entschieden, als Florian Böhm das 1:3 markierte. „Danach war der Bann gebrochen“, merkte Plate an. Denn nur 35 Sekunden später traf Heinrich zum 1:4 (59.). Trotz der kämpferisch einwandfreien Leistung seiner Mannschaft fand der Coach noch ein winziges Haar in der Suppe. Denn sowohl die Hammer als auch Kassel kassierten viele Strafzeiten. „Wir haben das Spiel verloren, weil wir viele unnötige Strafen kassiert haben, die uns Kraft gekostet haben, und weil wir in Überzahl nicht gut agiert haben“, sagte Plate.

Wegen seiner dritten Disziplinarstrafe in der laufenden Saison ist Christian Nieberle übrigens für das „Endspiel um Platz sieben“ am Sonntag in Ratingen gesperrt.
 
4:1 - Huskies siegen gegen kämpfende Eisbären

Die Reise nach Hamm erwies sich für die Huskies und ihre gut 100 mitgereisten Fans als schweres Unterfangen. Daniel Lammel, Sportlicher Leiter der Huskies und Headcoach Jamie Bartman hatten unisono davor gewarnt, das Team des Tabellenletzten „auf die leichte Schulter zu nehmen“ und von Beginn an zeigte sich, warum diese Devise vollumfänglich zutraf.

Die Huskies trafen auf eine wild entschlossene Hammer Mannschaft, denen man praktisch ansehen konnte, dass sie keinesfalls gewillt war, sich kampflos zu ergeben.

Es entwickelte sich ein munteres Spielchen, in dem die Huskies zwar optisch und technisch überlegen waren, die Eisbären jedoch vor allem kämpferisch voll dagegen hielten. Zudem hatten sie mit Benjamin Voigt ein Goalie in ihren Reihen, der einen absoluten Glanztag erwischt hatte und die Huskies mit zahlreichen Glanzparaden schier zur Verzweiflung trieb.

Folgerichtig bedurfte es auch einer Überzahlsituation, die den Huskies den verdienten Führungstreffer brachte. Alex Heinrich, der für den leicht verletzten Michael Christ in der ersten Reihe randurfte, traf aus kurzer Distanz gegen den chancenlosen Benjamin Voigt aus der Nahdistanz (22.).

Doch wer gedacht hatte, dass die Huskies nun den Torreigen eröffnen würde, sah sich getäuscht. Ein ums andere mal rückte nun auch Martin Fous in den Focus, der gleich mehrere Chancen der Eisbären abwehren musste. In der 40. Minute wäre es jedoch beinahe er selbst gewesen, der den Ausgleich der Eisbären begünstigt hätte. In Harakiri-Manier lief er aus dem Tor, um eine Scheibe an der Bande abzufangen, er fing diese auch ab, doch anstatt sie schnell zu spielen, verzögerte und verlor er die Scheibe an Christian Gose, der praktisch freie Bahn hatte.

Sein Schuss war jedoch nicht präzise genug, sodass es mit der knappen Führung für die Huskies ins letzte Drittel ging.

Dieses begann wieder voll und ganz nach dem Geschmack der Huskies, denn Manuel Klinge schnappte sich vom Bully weg die Scheibe und drosch diese per Schlagschuss nach nur sechs gespielten Sekunden (!) in die Maschen.

Doch auch mit der zwei-Tore-Führung war der „Drops noch nicht gelutscht“, denn die Eisbären waren keinesfalls gewillt, sich zu ergeben. Und sie wurden in der 45. Minute belohnt, als ihnen in doppelter Überzahl der Anschlusstreffer gelang.

Nikolas Bitter hatte von der blauen Linie abgezogen, die Scheibe aber nicht richtig getroffen. Per Zufall gelangte sie zu somit zu Karl Jasik, der nur noch einschieben musste.

Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Die Eisbären kämpften weiter, die Huskies zeigten jedoch, dass sie einfach mehr Klasse in ihrem Kader haben, sodass sie das optisch überlegenere, weil abgeklärtere Team darstellten. Zudem leisteten sich die Eisbären nunmehr mehrere Undiszipliniertheiten und schwächten sich damit selbst.

Die Entscheidung fiel in der 58. Minute, als Florian Böhm ein feines Solo in Überzahl mit einem trockenen Handgelenkschuss zum 3:1 abschloss. Das 4:1 durch Alex Heinrich, nur 35 Sekunden später, beseitigte auch den letzten Zweifel dahingehend, dass die Huskies aus diesem Spiel als Sieger hervorgehen würden.

Am Sonntag, 18:30 Uhr, kommt es für die Huskies dann zum Spitzenspiel im Hessenderby gegen den EC Bad Nauheim.

Durch den Sieg in Hamm und die gleichzeitige Niederlage des EHC Dortmund haben die Huskies nunmehr Platz drei sicher und liegen einen Punkt hinter den Füchsen Duisburg, die am letzten Spieltag die Löwen Frankfurt empfangen.

TORE:
0 : 1 22:44 Alexander Heinrich Petr Sikora Manuel Klinge
0 : 2 40:06 Manuel Klinge Sven Valenti
1 : 2 44:10 Karl Jasik Nicolas Bitter Christian Gose
1 : 3 57:31 Florian Böhm Marc Roedger
1 : 4 58:06 Alexander Heinrich Petr Sikora Manuel Klinge
 

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Freitag,  17. 02. 2012 Königsborner JEC Bulldogs vs EV Duisburg Füchse 2 : 7 2:2-0:4-0:1
Tore:

Tor

         
Strafen: 2 Minuten Strafe          
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter:: Daniels, F. Dimmers, Siebel
Zuschauer:  
Bulldogs Kader zu klein gegen Duisburg – Pigache bleibt Bulldogs

KJEC am Ende nur noch mit sechs Stammspielern beim 2:7 gegen den Tabellen Zweiten

Am Ende standen Trainer Banaszak nach dem kurzfristigen Ausfall von Igor Alexandrov und der Spieldauer von Mark Wapnewski in 35.Minute nur noch sechs der Stammspieler zur Verfügung, nachdem neben den langzeitverletzten Spielern auch noch Tim Schneider und Wolfgang Hrstka ihre Sperren absitzen mussten. Aufgefüllt wurden die beiden Reihen – zum Vergleich: Duisburg agierte mit dreieinhalb Reihen – von Junioren Spielern, u.a. auch Jan Hüning, der somit zu seinem ersten Einsatz in dieser Saison kam.

Dennoch ging die Partie vor etwa 500 Zuschauern gut los, als Patric Schnieder in der 12. Minute einen Alleingang zum 1:0 für die Bulldogs verwerten konnte. Aufgelegt wurde ihm der Treffer von André Kuchnia und Christoph Ulrich. In der 16. Minute konnten die Gäste zunächst ausgleichen, ehe Michal Bezouska nach Vorarbeit von Mark Wapnewski und Sebastian Pigache die erneute Führung erzielte. Als dann alle damit rechneten, dass man mit einer Führung in die Pause gehen würde, erzielte die Duisburger Füchse 35 Sekunden vor Ende des ersten Spielabschnitts noch das 2:2.

Der Treffer schien ein psychologischer Vorteil für die Gäste zu sein, denn so zog man im mittleren Spielabschnitt mit vier Treffern davon. Zwar konnte man zunächst knapp zehn Minuten den Druck der Gäste Stand halten, allerdings musste Torwart Sebastian May, der sein Team bis dahin im Spiel hielt, innerhalb von zehn Minuten gleich viermal hinter sich greifen.

Der letzte Spielabschnitt verlief eher ruhig ab, den Bulldogs fehlen personal bedingt die Kräfte um noch einmal Druck ausüben zu können, dafür verteidigte man fortan stark. Die dickste Chance hatte noch Patric Schnieder, der allerdings das leere Tor verfehlte. Den Schlusspunkt zum 2:7 setzte dann Duisburgs Stürmer Hofland mit einem Alleingang.

In Sachen Personalplanung für die kommende Saison gibt es nach Sebastian May nun die nächste erfreuliche Mitteilung. Mit Sebastian Pigache konnte der beste deutsche Scorer gehalten werden. Pigache, der mit den beiden Kontingentspielern die erste Sturmreihe bildet, kam im Oktober von ESC Moskitos Essen und debütierte beim 4:3 Sieg gegen den EV Duisburg, wo er auch gleich seinen ersten Treffer erzielte.

Der 21 Jährige spielte bereits von vor zwei Jahren kurzzeitig bei den Bulldogs. In der Aufstiegsrunde erzielte er bisher zwei Treffer und bereitete gleich elf Stück auf.
 
 

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