Deutscher Eishockey Bund

Spielbericht Oberliga West 04. 03. 2012
EHC Dortmund Westfalen-Elche vs Ice Fighters Leipzig Spielberichte
Rostocker EC Piranhas vs Roten Teufel Bad Nauheim Spielberichte
EV Duisburg Füchse vs MEC Halle 04 Sale Bulls Spielberichte
EJ Kassel Huskis vs EHC Timmendorf Spielberichte
Ratinger Aliens 97 vs Königsborner JEC Bulldogs Spielberichte
Hammer Eisbären vs Frankfurter Löwen Spielberichte
Tabelle Spieltag
Freitag,  . 03. 2012 EHC Dortmund Westfalen-Elche vs Ice Fighters Leipzig 3 : 1 1:0-1:1-1:0
Tore:

Tor

12:34 1:0 Nils Liesegang (Ryan Martens, Stephan Kreuzmann)
33:41 2:0 Nils Liesegang (Michael Schmerda, Philipp Michl)
53:36 3:1 Nils Liesegang (Überzahl-Tor) (Thomas Richter)
 
37:03 2:1 Sören Breiter (Jedrzej Kasperczyk, Michael Henk)  
Strafen: 2 Minuten Strafe 08:34 Sebastian Eickmann - (Haken)
16:40 Nils Liesegang - (Haken)
37:47 Benjamin Finkenrath - (Behinderung)
47:16 Florian Kirschbauer - (Check gegen die Bande)
48:55 Nils Liesegang - (Spielverzögerung)
54:11 Philipp Michl - (Beinstellen)
 
37:46 Jens Müller - (Beinstellen)
52:38 Tomas Vrba - (Haken
 
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Team Team
Spieler
Goalie
31 Benjamin Finkenrath
35 Jan-Alexander Kremer
Verteidigung
2 Florian Kirschbauer
4 Stephan Kreuzmann
22 Dieter Orendorz
28 Benedikt Kastner
33 Manuel Neumann
44 Sebastian Eickmann
55 Niklas Clusen
Angriff
5 Christian Kretschmann
7 Philipp Michl
8 Ryan Martens
16 Michael Schmerda
18 Thomas Richter
25 Branislav Pohanka
93 Mike Ortwein
98 Nils Liesegang
Trainer: Frank Gentges
Arzt: Stebener Markus
Mannschaftsleiter: Klaus Picker
 
Spieler
Goalie
25 Erik Reukauf
30 Steve Themm
Verteidigung
8 Florian Ullmann
16 Jens Müller
57 Johannes Heinze
72 Petr Hrach
76 Oliver Kämmerer
90 Billy Themm
Angriff
7 Jedrzej Kasperczyk
9 Tomas Vrba
12 Michael Henk
21 Kevin Nighbert
27 Sören Breiter
82 Marcel König
88 Arthur Gross
91 LarsMüller
Trainer: Manfred Wolf
Co-Trainer: Roberto Pohle
Mannschaftsleiter: Andre Krüll
Mannschaftsleiter: Felix Kurtze
   
Schiedsrichter:: Eric Daniels, Dominic Doden, Frederik Van Himbeeck
Zuschauer: ‎1.087
Vielen Dank den Fans der IceFighters LeipzigElche bezwingen die IceFighters in einem spannendem Spiel
EHC Dortmund - IceFighters Leipzig 3:1 (1:0,1:1,1:0)

Elche bezwingen die IceFighters in einem spannendem SpielAuch das zweite Aufeinandertreffen an diesem Wochenende zwischen dem EHC Dortmund und den IceFighters Leipzig brachte wieder sehr viel Spannung und zeigte erneut ein schnelles und engagiertes Spiel von beiden Teams. Nach dem knappen 2:1-Penaltysieg der Westfalen Elche am Freitagabend in Sachsen gab es am Sonntagabend dann einen 3:1-Erfolg des EHC an der Strobelallee. Mit den fünf Punkten des Wochenendes sind die Elche nun alleiniger Tabellenführer in der Gruppe A der Endrunde, da Bad Nauheim überraschend in Rostock unterlag. Nicht nur der Sieg der Piranhas ließ aufhorchen, auch das Endergebnis von 10:9 sorgte für großes Erstaunen. Der EHC führt mit 9 Punkten, gefolgt von Bad Nauheim und Rostock mit je 6 Zählern sowie Leipzig mit 3. Am kommenden (und letzten) Wochenende der Oberliga Endrunde müssen die Elche zuerst am Freitag in Rostock antreten (20 Uhr), am nächsten Sonntag kommt es dann zuhause zum Showdown gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim (19 Uhr).

Die Partie an der Strobelallee bot viele Parallelen zu der von vor zwei Tagen. Der EHC Dortmund hatte im ersten Abschnitt mehr vom Spiel, dann kamen die IceFighters stärker auf und in den letzten Zwanzigminuten Minuten wurde es dramatisch mit Chancen auf beiden Seiten. Erneut ließen beide Teams bis zum Schlusspfiff nicht locker und erneut mussten die Elche im letzten Abschnitt fast vier Minuten eine Unterzahl überstehen. Dass das Duell dieses Mal bereits nach der regulären Spielzeit entschieden war, war dem erneut effektiveren Penaltykilling und der Überzahlverwertung geschuldet. In Leipzig nutzte Stephan Kreuzmann eine von zwei 5:4-Situationen zum Ausgleich, nun war es Thomas Richter, der nach gutem Zuspiel von Nils Liesegang mit dem Rücken zum Tor stehend eine von nur zwei Überzahlsituationen zum entscheidenden 3:1 verwertete. Den im Spielbericht fälschlicherweise eingetragenen Torschützen Nils Liesegang ließ Hauptschiedsrichter Eric Daniels nicht mehr ändern. Die 1:0-Führung durch Nils Liesegang in der 13. Spielminute entsprach bis dahin den Spielanteilen, weitere Chancen blieben ungenutzt. Erst um die 10. Minute gerieten die Elche in Unterzahl unter Druck, meisterten diese Situation aber mit vorbildlichem kämpferischen Einsatz. Nach der ersten Pause wurde die Partie offener, die Gäste hatten in der 30. Minute ihre beste Möglichkeit durch Lars Müller. Auch das 2:0, das Nils Liesegang im Nachstochern erzielte, brachte ab der 34. Minute noch keine Sicherheit, die IceFighters machten ihren Namen auch weiterhin alle Ehre. So führten Konzentrationsschwächen in der Dortmunder Abwehr dann in der 38. Minute zum 2:1-Anschlusstreffer. Im letzten Drittel hatte dann Michael Schmerda gleich zwei gute Möglichkeiten, dann scheiterten Branislav Pohanka und Nils Liesegang. Aber auch EHC-Goalie Benjamin Finkenrath musste zweimal artistisch retten, bis dann in der 54. Minute die Vorentscheidung fiel.

BvB-Spieler Neven Subotic,  De. Günter Kuboth, Christian Vosseler (Vorstandsvorsitzende Kinderlachen e.V)In der ersten Drittelpause übergab der Vorstandsvorsitzende des Kinderlachen e.V., Christian Vosseler, gemeinsam mit BvB-Spieler Neven Subotic (einem der Botschafter dieser Initiative) auf dem Eis einen Scheck an den EHC zur Unterstützung sozial schwacher Kinder im Nachwuchs der Elche. Die Aktion fand nicht nur Anklang auf den Rängen, sondern auch bei einigen kleinen Nachwuchsspielern des EHC, die mit aufs Eis durften. Nach Spielende gab Frank Gentges noch einige Informationen zum aktuellen Kader der Elche. Im Spiel zuvor musste der Dortmunder Cheftrainer auf Stürmer Frank Petrozza verzichten. Der Routinier hatte sich im Spiel in Leipzig eine Fußverletzung zugezogen. Eine weitere Untersuchung am Dienstag wird über die Länge des möglichen Ausfalls entscheiden. Youngster Christian Kretschmann musste in der ersten Pause in der Kabine bleiben, eine Virusinfektion war die Ursache. Dennis Schlicht gehört aus sportlichen Gründen nicht mehr zum Kader und auch mit Vitali Stähle plant Frank Gentges nicht mehr. Auf eine weitere Kommentierung der mysteriösen Handverletzung verzichtete der Sportchef der Elche.

Torfolge:

1:0 Nils Liesegang (Ryan Martens, Stephan Kreuzmann) 12:34
2:0 Nils Liesegang (Michael Schmerda, Philipp Michl) 33:41
2:1 Sören Breiter (Jedrzej Kasperczyk, Michael Henk) 37:03
3:1 Nils Liesegang (Thomas Richter) 53:36 [+1]

Strafminuten: EHCDO 12 - Leipzig 4

Zuschauer: 1087

Mannschaftsaufstellung: Benjamin Finkenrath [31], Jan Kremer [35] (nicht eingesetzt) – Florian Kirschbauer [2], Stephan Kreuzmann [4], Dieter Orendorz [22], Benedikt Kastner [28] (C), Manuel Neumann [33] (A), Sebastian Eickmann [44] (A), Niklas Clusen [55], Dennis Schlicht [91], Mike Ortwein [93] – Christian Kretschmann [5], Philipp Michl [7], Ryan Martens [8], Michael Schmerda [16], Thomas Richter [18], Branislav Pohanka [25], Nils Liesegang [98]
 
Ice Fighters Leipzig IceFighters unterliegen Dortmund auch im Rückspiel – 1:3 am Sonntagabend

Die Mehrheit der knapp über 1000 Zuschauer im Dortmunder Eissportzentrum Westfallenhallen konnte am Sonntagabend einen Heimsieg ihrer Elche feiern, während die etwa 80 mitgereisten Leipziger Fans leer ausgingen. Mit der Leistung ihres Teams in den 60 Minuten zuvor konnten sie trotzdem zufrieden sein. Die Partie hätte auch anders ausgehen können, wenn einer der beiden Pfostentreffer der IceFighters sein Ziel gefunden hätte. Nach fünf Minuten konnten die Hausherren keine der beiden Chancen verwerten, die sie sich erarbeitet hatten. Am anderen Ende gelang es den IceFighters nicht, aus dem ersten Powerplay der Partie Kapital zu schlagen. Nach dem Ablauf des Überzahlspiels war Erik Reukauf auf den Posten, indem er einen weiteren Angriff der Elche parierte. In der 13. Minute war er jedoch machtlos. Den ersten Schuss konnte er noch mit der Matte blocken, danach hatte Liesegang wenig Probleme, den Puck ins leere Tor zu schießen. Leipzig spielte weiter mit, kam vor der ersten Pause unter anderem durch Michael Henk zu Chancen, blieb dann aber im zweiten Powerplay des Drittels zu harmlos.

Nach knapp 34 Minuten benötigte das Dortmunder Team drei Versuche, um Erik Reukauf zum 2:0 zu überwinden. Kurz darauf spielte Michael Henk die Scheibe zu JayJay Kasperczyk der sich durch die Mitte des Angriffsdrittels behauptete und dann im richtigen Moment abspielte. Sein Zuspiel fand Sören Breiter auf der rechten Seite des Tores, der das 2:1 erzielte. Oliver Kämmerers Schlagschuss in der vorletzten Minute des Mitteldrittels prallte leider nur hörbar vom Gehäuse ab.

Auch im letzten Abschnitt ging das temporeiche Spiel weiter, beide Teams kamen unter anderem in der 42. Minute zu guten Möglichkeiten. Während die IceFighters ein weiteres Überzahlspiel ungenutzt ließen, machten des die Dortmunder besser und zogen in der 54. Minute auf 3:1 davon. Alle weiteren Leipziger Versuche blieben bis zum Ende des Spiels ergebnislos und so war der Sieg an diesem Abend den Elchen vorbehalten.

Am kommenden Freitag geht es zum schweren Spiel in Bad Nauheim, ehe am Sonntag die Rostocker Piranhas anreisen. Ein Spiel das Viele mit Spannung erwarten.

Statistik: 1:0 13. Liesegang; 2:0 34. Liesegang; 2:1 38. Sören Breiter (Kasperczyk/Henk); 3:1 54. Liesegang

Strafen: Dortmund 12 – Leipzig 4

 

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Sonntag,  04. 03. 2012 Rostocker EC Piranhas vs Roten Teufel Bad Nauheim 10 : 9 0:3-6:2-4:4
Tore:

Tor

24:07 1:4 Petr Sulcik (Anton Marsall)
31:15 2:5 Petr Sulcik (Überzahl-Tor) (Jens Stramkowski, Vitalij Blank)
34:29 3:5 Petr Sulcik (Max Janke, Anton Marsall)
37:20 4:5 Philip Labuhn (Anton Marsall, Jens Stramkowski)
37:48 5:5 Paul Stratmann (Karol Bartanus)
39:05 6:5 Anton Marsall (Paul Stratmann)
45:49 7:7 Vitalij Blank (Jens Stramkowski, Philip Labuhn)
46:53 8:8 Anton Marsall (Petr Sulcik)
51:36 9:9 Petr Sulcik (Überzahl-Tor) (Vitalij Blank
59:28 10:9 Viatcheslav Koubenski (Paul Stratmann, Petr Sulcik)
 
04:52 0:1 Janne Kujala (Lanny Gare)
06:58 0:2 Michel Maaßen (Penaltyschuss)
14:36 0:3 Dylan Stanley (Matthias Baldys, Janne Kujala)
21:56 0:4 Lanny Gare (Überzahl-Tor) (Matthias Baldys, Alexander Baum)
26:08 1:5 Tobias Schwab (Unterzahl-Tor) (Janne Kujala)
44:26 6:6 Lanny Gare (ohne Assist)
44:45 6:7 Michel Maaßen (Janne Kujala, Matthias Baldys)
46:13 7:8 Christian Franz (ohne Assist)
48:12 8:9 Lanny Gare (Dylan Stanley, Tobias Schwab)
 
Strafen: 2 Minuten Strafe 08:22 Keven Gall - (Haken)
21:04 Max Janke - (Hoher Stock)
42:20 Daniel Ternick - (Haken)
24:40 Dylan Stanley - (Beinstellen)
28:15 Jannik Striepeke - (Behinderung)
29:38 Lanny Gare - (Stockschlag)
50:59 Matthias Baldys - (Beinstellen)
 
 
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe 25:49 Petr Sulcik - (Unsportliches Verhalten)   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Team Team
Spieler
Goalie
31 Tobias John
43 Rostislav Kosarek
Verteidigung
7 Christopher Schimming
32 Max Janke
38 Vitalij Blank
76 Viatcheslav Koubenski
78 Jan Schmidt
96 Keven Gall
97 René Wegner
Angriff
6 Anton Marsall
10 Petr Sulcik
16 Paul Stratmann
19 Philip Labuhn
20 Jens Stramkowski
67 Karol Bartanus
93 Daniel Ternick
94 Phil Bergemann
Trainer: Wolfgang Wünsche
Arzt: Ulrike Trost
Arzt: Udo Franke
Mannschaftsleiter: Jan Pischke
Mannschaftsleiter: Dirk Weiemann
 
Spieler
Goalie
35 Markus Keller
37 Patrick Glatzel
Verteidigung
3 André Mangold
4 Alexander Baum
5 Christian Franz
6 Daniel Ketter
25 Marc Kohl
Angriff
7 Tim May
8 Matthias Baldys
9 Michel Maaßen
10 Janne Kujala
16 Jannik Striepeke
18 Lanny Gare
26 Kevin Lavallee
27 Tobias Schwab
91 Dylan Stanley
Trainer: Fred Carroll
Co-Trainer: Marcus Jehner
 
   
Schiedsrichter:: Sven Fischer, Torben Halfer, Ali Soguksu
Zuschauer: 906
Rostocker EC Piranhas Schießt immer ein Tor mehr als der Gegner

1286 Zuschauer am Sonntag in der Rostocker Schillingallee werden diesen Abend nicht so schnell vergessen. Nach dem ersten Drittel konnte sich niemand den weiteren Verlauf dieses Eishockeyabends vorstellen.

Durch Tore von Janne Kujala, Michel Maaßen und Delayn Stanlay glaubte kaum ein Besucher mehr an einen möglichen Sieg der Piranhas. Mit einem mehr als verdienten 0:3 für Nauheim ging es auch in die erste Pause.

Im zweiten Drittel passierte das, was sich so viele Zuschauer erhofften.
Lanny Gare konnte zwar für die Hessen erst auf 0:4 erhöhen und immer noch glaubten nur wenige Zuschauer an einen Sieg der Piranhas.

Petr Sulcik erzielte den zu diesem Zeitpunkt glücklichen Anschlusstreffer zum 1:4 in der 25. Minute. Nur zwei Minuten später in der 27. Minute konnte Tobias Schwab den alten Abstand zum 1:5 wieder herstellen. In der 32. und 35. Minute war es der Topscorrer Petr Sulcik, der durch zwei wunderschöne Treffer dann die Piranhas auf 3:5 wieder ins Spiel brachte.

Dann bekam Petr Sulcik eine nicht zu erklärende 10 Minuten Strafe wegen „Reklamierens“.

Genau hier ging ein Ruck durch die Mannschaft und durch die Zuschauern.

In nur einer Minute waren es Philip Labuhn und Paul Stratmann, die den Ausgleich der Rostocker im Tor von Markus Keller unterbringen konnten.

Die Halle schien nun überzukochen.

Da gelang es in der 40. Minute sogar noch Toni Marsall, den Führungstreffer zum 6:5 für die Raubfische zu erzielen.

Nach der Pause merkten die Zuschauer, dass die Mannschaft sie braucht.

Es hielt niemanden mehr auf den Sitzen. Lanny Gare war es dann aber in der 45. Minute, der den Ausgleich für die Teufel im Tor von Tobias John unterbringen konnte. In der gleichen Minute gelang es dann Michel Maaßen sogar den Führungstreffer zu erzielen. Nun ging es im Minutentakt weiter.

Für Rostock traf Vitalij Blank von der blauen Linie zum erneuten Ausgleich.
Der Ex-Rostocker Christian Franz war es in der 47. Minute, der wiederum die Gäste in Führung brachte.
Petr Sulcik, nach seiner Strafe nun wieder im Spiel, konnte in der gleichen Minute Toni Marsall bedienen und wieder war der Ausgleich perfekt.
In der 49. Minute brachte Lanny Gare die Hessen wieder auf die Erfolgsspur und lochte zum 8:9 ein.

Nichts für schwache Nerven an diesem Abend, aber beide Mannschaften kämpften nun mit offenen Visier.

Mit Wut wegen seiner Strafe im Bauch gelang es wieder Petr Sulcik, den viel umjubelten Ausgleich der Raubfische zu erzielen. Die Zuschauer merkten, das noch der Sieg drin war und peitschten die Piranhas nach vorne.

Die Uhr zeigte 59:28 an, da zappelte die schwarze Hartgummischeibe durch
Vjatcheslav Koubenski im Netz von Markus Keller. Der Nauheimer Trainer Fred Carroll nahm noch seinen Torwart aus dem Tor, aber die Rostock Piranhas retteten den Sieg über die Zeit.

Lange nach dem Spiel feierten die Zuschauer ihre Mannschaft. Mit sechs Punkten sind die Piranhas vor dem letzten Wochenende nun punktgleich mit den Roten Teufeln und haben gute Chancen sich für die Playoffs zu qualifizieren.

Am kommenden Freitag um 20 Uhr ist der EHC Dortmund nun Gast in der Schillingallee. Die Truppe um Frank Gentges spielte in der gesamten Saison überragend.
In beiden Auswärtsspielen der Dortmunder lief es aber nicht optimal. In Bad Nauheim verlor man nach Penaltyschießen und in Leipzig konnte man auch nur 2 Punkte mit nach Hause nehmen.
Gemeinsam mit den Fans könnte also auch gegen Dortmund eine Überraschung möglich sein.


Rostock Piranhas: 31 Tobias John, 43 Rostislav Kosarek - 97 Rene Wegner, 96 Keven Gall, 76 Vjatcheslav Koubenski, 38 Vitalij Blank, 7 Christopher Schimming, 32 Max Janke, 78 Jan Schmidt - 67 Karol Bartanus, 94 Phil Bergemann, 93 Daniel Ternick, 20 Jens Stramkowski, 6 Anton Marsall, 16 Paul Stratmann, 19 Phillip Labuhn, 10 Petr Sulcik; Trainer: Wolfgang Wünsche

EC Rote Teufel Bad Nauheim: 37 Patrick Glatzel, 35 Markus Keller - 6 Daniel Ketter, 5 Christian Franz, 4 Alexander Baum, 3 Andre Mangold, 25 Marc Kohl - 10 Janne Kujala, 27 Tobias Schwab, 9 Michel Maaßen, 26 Kevin Lavallee, 8 Matthias Baldys, 18 Lanny Gare, 91 Dylan Stanley, 7 Tim May, 16 Jannik Striepeke; Trainer: Fred Carroll

Tore: 0:1 Janne Kujala (4:52 / Lanny Gare); 0:2 Michel Maaßen (Penalty, 6:58); 0:3 Dylan Stanley (14:36 / Matthias Baldys, Janne Kujala); 0:4 Lanny Gare (21:56 / Matthias Baldys, Alexander Baum); 1:4 Petr Sulcik (24:07 / Anton Marsall); 1:5 Tobias Schwab (26:08 / Janne Kujala); 2:5 Petr Sulcik (31:15 / Jens Stramkowski, Vitalij Blank); 3:5 Petr Sulcik (34:29 / Max Janke, Anton Marsall); 4:5 Phillip Labuhn (37:20 / Anton Marsall, Jens Stramkowski); 5:5 Paul Stratmann (37:48 / Karol Bartanus); 6:5 Anton Marsall (39:05 / Paul Stratmann); 6:6 Lanny Gare (44:23); 6:7 Michel Maaßen (44:45 / Janne Kujala, Matthias Baldys); 7:7 Vitalij Blank (45:49 / Jens Stramkowski, Phillip Labuhn); 7:8 Christian Franz (46:13); 8:8 Anton Marsall (46:53 / Petr Sulcik); 8:9 Lanny Gare (48:12 / Dylan Stanley, Tobias Schwab); 9:9 Petr Sulcik (51:36 / Vitalij Blank); 10:9 Vjatcheslav Koubenski (59:28 / Paul Stratmann, Petr Sulcik)

Schiedsrichter: Sven Fischer (Hamburger SV e.V.) - Assistenten: Torben Halfer (Bremer EC), Ali Soguksu (REV Bremerhaven)

Zuschauer: 1268

Strafminuten: 16:8

2-Minuten-Strafe: Keven Gall, Max Janke, Daniel Ternick / Dylan Stanley, Jannik Striepeke, Lanny Gare, Matthias Baldys
10-Minuten-Strafe: Petr Sulcik (35:49, unsportliches Verhalten) / -

 
Die Roten Teufel unterliegen in einem denkwürdigen Spiel nach einer 5:1-Führung mit 9:10 in Rostock - Lavallee mit Knieverletzung

Was für ein verrücktes Spiel heute Abend in Rostock: die Roten Teufel führten zur Hälfte bereits sicher mit 5:1 und müssen die Partie am Ende mit 9:10 an die Piranhas abgeben, die nun ebenso wie die Hessen sechs Zähler nach vier Partien in der Endrunde vorzuweisen haben. Darüber hinaus verletzte sich Topscorer Kevin Lavalle am Knie und wird den Kurstädtern im schlimmsten Fall längerfristig fehlen. Wollen die Hessen die Playoffs aus eigener Kraft erreichen, so müssen die beiden noch ausstehenden Partien der Endrunde am nächsten Wochenende auf jeden Fall gewonnen werden, was sich die Hessen im Vorfeld sicherlich anders vorgestellt hatten.

Die bereits ersatzgeschwächten Gäste (Weibler und Cardona grippekrank, Pöpel weiterhin mit Kreuzbandverletzung, Pierre Wex bei den Junioren) ereilte gleich im ersten Wechsel eine weitere Hiobsbotschaft, als sich Topscorer Kevin Lavallee nach einem Zweikampf am Knie verletzte und mit Verdacht auf Innenbandriss fortan passen musste. Sollte sich die erste Diagnose bestätigen (am Montag folgt eine Kernspin-Untersuchung), wäre für den Kanadier die Saison aller Voraussicht nach gelaufen. Allerdings schien dieser Schock das dezimierte Team (nur noch 8 Stürmer und 5 Verteidiger) noch mehr zusammen zu schweißen: die Roten Teufel gaben den Ton an und hatten durch Stanley gleich in der nächsten Szene die Führung auf der Kelle, doch Rostocks Goalie Tobias John hielt mit einem Reflex. Die Kurstädter mussten nach Lavallees Ausfall noch mehr - als ohnehin schon - improvisieren, so dass Lanny Gare und Dylan Stanley Doppelschichten im Mittelsturm fuhren, während Matthias Baldys auf die Außenpositon rückte. Dies tat dem druckvollen Spiel nach vorne aber keinen Abbruch, was zum 1:0 für die Gäste in der 5.Minute durch Kujala führte, nachdem Stanley einen Fehlpass der Rostock dankend aufnahm und mustergültig auf den Deutsch-Finnen auflegte. Und die Kurstädter blieben am Drücker: in der 7.Minute war Michel Maaßen frei durch und nur mit einem Foul zu stoppen, was konsequenterweise mit einem Strafschuss belegt wurde. Der Gefoulte trat gemäß den Regeln selber an und überwand John zum 2:0. Von den Piranhas war nur wenig zu sehen, Markus Keller erlebte insgesamt einen ruhigen ersten Abschnitt. Ganz anders sein Gegenüber, der in der 15.Minute gar noch den 0:3-Pausenstand durch Stanley mit einem Rebound-Schuss in den Winkel hinnehmen musste, was das Schussverhältnis von 24:11 zugunsten der Hessen entsprechend widerspiegelte.

Auch der zweite Abschnitt versprach einiges: zunächst erhöhte Lanny Gare in Überzahl auf 4:0 mit einem platzierten Schuss unter die Latte, Tobias Schwab beantwortete den ersten Rostocker Treffer durch Sulcik mit einem Shorthander in der 27.Minute zum 1:5-Zwischenstand. Alles deutete wie beim letzten Aufeinandertreffen an der Schillingallee am 29.03.2009 auf einen Sieg der Roten Teufel hin (damals 6:2), als es zehn völlig indiskutable Minuten seitens der Gäste gab. War das 2:5 durch Marsall im Powerplay in der 32.Minute noch eher ein Schönheitsfehler, da deutete sich mit dem 3:5 durch Sulcik drei Minuten später größeres Unheil an. Jeder Schuss war nun ein Treffer für die Piranhas, die natürlich längst Morgenluft gewittert hatten. Binnen zweieinhalb Minuten kassierten die Roten Teufel, die urplötzlich völlig von der Rolle waren, durch zwei Mal Marsall und einmal Stratmann drei weitere Tore, so dass Rostock einen 1:5-Rückstand in eine 6:5-Pausenführung drehen konnte. Keiner der Anwesenden konnte diesen Leistungsabfall der Kurstädter erklären, die das Match klar im Griff hatten und den Gegner letztendlich selber mehr als stark machten. Auch wenn man dezimiert war, musste man eine solch klare Führung irgendwie in die zweite Pause retten, um mit frischen Kräften in den letzten Abschnitt zu gehen.

So lief man nun aber einem Rückstand hinterher, was es den 13 EC-Recken natürlich nicht einfacher machte. Glück hatten die Gäste zudem in der 44.Minute, als die Referees einen vermeintlichen Unterzahltreffer von Stratmann richtigerweise nicht anerkannten, nachdem die Scheibe wohl nicht vollständig hinter der Linie war. Wer nun dachte, die zehn Minuten im zweiten Drittel waren nicht mehr zu toppen, der sah sich getäuscht: auf beiden Seiten war jetzt so gut wie jeder Schuss im Netz. Lanny Gare eröffnete den Torreigen in der 45.Minute mit dem 6:6, Michel Maaßen legte nur 32 Sekunden später auf 7:6 vor. Nicht einmal eine Minute später glich Blank auf 7:7 aus, wieder nur 24 Sekunden danach gingen die Gäste durch Franz wieder in Front. Exakt 40 Sekunden dauerte es, ehe Marsall mit dessen vierten Tor an diesem Abend auf 8:8 ausglich, EC-Kapitän Lanny Gare legte für sein Team in der 49.Minute wieder vor. Was für ein verrücktes Spiel, das immer noch nicht genug vom Toreschießen hatte: in der 52.Minute nutzte Suclik ein Überzahlspiel, als Baldys in der Kühlbox saß, zum 9:9-Ausgleich. Je näher das Match der 60-Minuten-Marke kam, umso mehr waren sich offensichtlich beide Seiten bewusst, dass der nächste Fehler entscheidend sein könnte. Das muntere Scheibenschießen war somit erstmal kurzfristig eingestellt, erst kurz vor Ende kamen die Gäste noch einmal auf und zu einer Riesenchance von Schwab, der an John scheiterte. Den Schlusspunkt unter eine denkwürdige Partie setzte aber Rostock durch Koubenski exakt 32 Sekunden vor dem Schlusspfiff, was insgesamt ins Bild passte. Ob dieses Sieges haben die Piranhas wie die Hessen sechs Punkte auf dem Konto, der direkte Vergleich spricht derzeit aber noch für die Kurstädter. Dortmund führt somit das Tableau nach einem 3:1-Sieg gegen Leipzig auch weiterhin an. Um aus eigener Kraft ganz sicher in den Playoffs zu sein, müssen die Hessen am nächsten Wochenende zuhause gegen Leipzig (Beginn 19.30 Uhr) und am Sonntag in Dortmund (19.00 Uhr) siegen. Ansonsten könnte die Saison schneller zu Ende sein, als sich dies die Spieler und Verantwortlichen gewünscht haben.

Piranhas Rostock - EC Bad Nauheim 10:9 (0:3, 6:2, 4:4)
Tore:
0:1 (04:52) Kujala (Stanley)
0:2 (06:58) Maaßen PS
0:3 (14:36) Stanley (Baldys, Kujala)
0:4 (21:56) Gare (Baldys, Baum) PP 5-4
1:4 /24:07) Sulcik (Marsall)
1:5 (26:08) Schwab (Kujala) SH 4-5
2:5 (31:15) Marsall (Stratmann, Labuhn) PP 5-4
3:5 (34:29) Sulcik (Janke, Marsall)
4:5 (37:20) Marsall (Stramkowski)
5:5 (37:48) Stratmann (Bartanus)
6:5 (39:05) Marsall (Stratmann)
6:6 (44:23) Gare
6:7 (44:55) Maaßen (Baldys)
7:7 (45:49) Blank (Stramkowski, Labuhn)
7:8 (46:13) Franz
8:8 (46:53) Marsall (Sulcik)
8:9 (48:12) Gare (Stanley, Schwab)
9:9 (51:36) Sulcik (Blank) PP 5-4
10:9 (59:28) Koubenski (Stratmann, Sulcik)
Strafminuten: ROS 8 + 10 (Sulcik) / ECN 8
Zuschauer: 906
 

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Freitag,  02. 03. 2012 EV Duisburg Füchse vs MEC Halle 04 Sale Bulls 1 : 2 OT 0:1-0:0-1:0-0:1
Tore:

Tor

44:27 1:1 Dennis Fischbuch (Benjamin Hanke, Diego (FL) Hofland) 01:20 0:1 Alexander Zille (Troy Bigam)
60:40 1:2 Florian Eichelkraut (ohne Assist)
 
 
Strafen: 2 Minuten Strafe 05:47 Patrik Gogulla - (Beinstellen)
23:09 Norman (FL) Hauner - (Beinstellen
02:20 Jiri Polak - (Beinstellen)
19:27 Nikolaus Meier - (Behinderung)
34:54 Damian Martin - (Haken)
39:55 Andreas Schmelcher - (Haken)
49:20 Alexander Rusch - (Haken)
54:15 Alexander Zille - (Haken)
55:53 Troy Bigam - (Spielverzögerung)
 
 
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Team Team
Spieler
Goalie
30 Björn Linda (FL)
35 Etienne Renkewitz (FL)
Verteidigung
16 Patrick Raaf-Effertz (FL)
23 Thomas Ziolkowski
57 Maik Klingsporn (FL)
85 Markus Schmidt
88 Michael Hrstka
Angriff
6 Diego Hofland (FL)
10 Norman Hauner (FL)
17 Daniel Fischbuch (FL)
18 Marius Schmidt (FL)
19 Benjamin Hanke
27 Dennis Palka (FL)
29 Alexander Preibisch (FL)
34 Daniel Huhn
71 Clarke Breitkreuz
74 Denis Fominych (FL)
77 Dennis Fischbuch
81 Christoph Ziolkowski (FL)
96 Stephan Fröhlich (FL)
Trainer: Franz Fritzmeier
Arzt: Claus Petsch
Mannschaftsleiter: Matthias Roos
 
 
Spieler
Goalie
30 Lukas Steinhauer
53 Robert Wolfermann
Verteidigung
7 Nikolaus Meier
8 Andreas Schmelcher
9 Eric Uwe Wunderlich
14 Alexander Rusch
77 Jiri Polak
90 Nicolas Turnwald
Angriff
10 Sebastian Lehmann

11

Maximilian Merkle
21 Benjamin Thiede
25 Artur Grass
31 Ivan Kolozvary
51 Damian Martin
52 Alexander Zille
53 Robert Wolfermann
57 Troy Bigam
81 Matthias Schubert
88 Max Veltwisch
91 Artur Lemmer
93 Florian Eichelkraut
Trainer: Jiri Otoupalik
Co-Trainer: Uwe Liebertau
Mannschaftsleiter: Andreas Werkling
   
Schiedsrichter:: Stefan Franz, Lars Müller, Jürgen Schulz
Zuschauer: 1.255
Füchse finden kein Mittel gegen die Bulls Defensive

Am Abend musste der EVD die erste Niederlage in der Aufstiegsrunde hinnehmen. Der EVD lief lange Zeit einem frühen Rückstand hinterher, biss sich aber die Zähne aus. Zu einem Punkt reichte es zwar, das Spiel ging aber in Overtime verloren.

Kaum zwei Minuten war das Spiel alt, da lagen die Füchse bereits zurück. Eine Unachtsamkeit nutze Alexander Zille für die Gästeführung. Der EVD hingegen fand im ersten Drittel überhaupt nicht ins Spiel. Zudem standen die Saale Bulls enorm gut in der Defensive. Im zweiten Spielabschnitt kam dann mehr und mehr die Sicherheit ins Spiel und man konnte sich erste hochkarätige Chancen heraus spielen. Der Durchgang endete aber auf beiden Seiten torlos.

In der 45 Minute erzielte dann Dennis Fischbuch das erlösende und zu diesem Zeitpunkte auch verdiente 1:1. Für mehr reichte es jedoch nicht und so gingen die Team in die Verlängerung. Diese beendete Florian Eichelkraut aber schon nach 40 Sekunden mit dem Sudden Death zum Sieg für die Gäste. „Der Gegner hat äußerst kompakt gestanden. Wir haben über weite Strecken kein Mittel gegen die Defensive der Bulls gefunden“, resümierte Trainer Franz Fritzmeier nach dem Spiel und gratulierte den Gästecoach auf der Pressekonferenz zum verdienten Sieg. Im Anschluss an die Stimmen der beiden Trainer zum Spiel, verkündete Pressesprecher Bülent Aksen auch noch zwei aktuelle Personalentscheidungen. Am Abend haben Franz Fritzmeier und Sportdirektor Matthias Roos ihre Verträge verlängert. Damit wird das Duo auch in der nächsten Saison die Führung des Fuchsrudels übernehmen.

Am kommenden Wochenende stehen nun zwei wichtige Spiele an. Mindestens ein Sieg muss noch eingefahren werden, um den Playoff-Platz sicher zu haben. Es bleibt also weiterhin spannend.


Tore:

0:1 (1:20) Zille (Bigam)

1:1 (44:27) De. Fischbuch (Hanke, Hofland)

1:2 (60:40) Eichelkraut


Strafen:

Duisburg 4

Halle 14


Zuschauer: 1255
 
MEC Halle 04 Sale Bulls Alles klar zum großen Finale am Sonntag

Stolz wie die Spanier ließen sich die Saale Bulls Sonntagabend kurz nach 20.30 Uhr von ihren gut hundert mitgereisten Fans tief im Westen feiern. Sie hatten sich zum zweiten Mal in dieser Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga selbst übertroffen und auch bei den Duisburger Füchsen gewonnen, mit 2:1 in der Verlängerung.

"Mann, war das stark, was Halle heute geleistet hat", sagte selbst Duisburgs Trainer Franz Fritzmeier. Und Saale-Bulls-Präsident Daniel Mischner strahlte vor Glück: "Das ist ein riesiger Fortschritt gegenüber dem Vorjahr, da hatten wir ja noch alle Spiele gegen die West-Mannschaften verloren. Egal, was jetzt noch passiert, wir fühlen uns auf dem richtigen Weg. Darauf haben wir ein ganzes Jahr hingearbeitet."

In Duisburg gelang am Sonntag, was schon am Freitag bei der 1:3-Heim-Niederlage nicht unmöglich war: die frühe Führung durch Alexander Zille in der zweiten Minute. "Wenn es überhaupt etwas an diesem Spiel zu kritisieren gibt: Wir haben es in dieser Phase versäumt, noch einen zweiten Treffer nachzulegen. Aber das ist halt unser großes Problem schon die ganze Saison über. Wir schießen einfach zu wenig Tore", sagte Mischner.

Die Führung hielt bis zur 45. Minute. Der zuvor mehrfach sensationell haltende Lukas Steinhauer war gegen ein Abprallertor von Dennis Fischbusch machtlos. Richtig eng wurde es in den letzten sechs Minuten, als nacheinander Alexander Zille und Alexander Rusch auf die Strafbank mussten und drei Saale Bulls gegen fünf Duisburger mit den allerletzten Kräften und einer taktisch geschickt eingestreuten Auszeit durch Trainer Jiri Otoupalik das kostbare Unentschieden über die Zeit retteten. "Da habe ich Blut und Wasser geschwitzt", gab Mischner zu.

Es ging gut. Und nach 40 Sekunden der Verlängerung wurde es noch besser. Florian Eichelkraut traf zum umjubelten 2:1.

Wie viel dieser Erfolg in der Verlängerung, der mit zwei Punkten belohnt wird, wert ist, macht ein Blick auf die komplizierten Tabellenregularien deutlich. Im Falle einer Punktgleichheit zwischen zwei oder mehr Mannschaften zählt wie üblich im Eishockey erst der Direktvergleich, danach das Torverhältnis, bei dem Kassel durch das 13:3 vom Freitag und das 6:2 am Sonntag gegen Timmendorf einen uneinholbaren Vorsprung hat.

Nun ist es also völlig egal, wie Kassel am Freitag gegen Duisburg spielt - es kommt auf jeden Fall zum Finale am Sonntag in der Volksbank-Arena. Einzige Voraussetzung ist am Freitag ein Saale-Bulls-Erfolg im Auswärtsspiel in Timmendorf, und der sollte trotz der Blamage mit der Heim-Niederlage zum Auftakt der Aufstiegsspiele eine Pflichtnummer sein.
Duisburg ist trotz der Niederlage mit zehn Punkten und dem noch ausstehenden Heimspiel gegen Timmendorf so gut wie durch.
 

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  EJ Kassel Huskis vs EHC Timmendorf 6 : 2 3:0-2:0-1:2
Tore:

Tor

02:32 1:0 Manuel Klinge (Petr Sikora, Alexander Heinrich)
11:47 2:0 Manuel Klinge ((Michael Christ)
15:44 3:0 Petr Sikora (Artjom Kostyrev)
28:20 4:0 Alexander Engel (Semen Glusanok)
38:50 5:0 Stéphane Robitaille (Jiri Mikesz, Chritoph Koziol)
43:34 6:1 Manuel Klinge (Chritoph Koziol, Petr Sikora)
 
43:07 5:1 Kenneth Schnabel (Thorben Saggau, Marcus Klupp)
45:39 6:2 Patrick Saggau Marcus Klupp)
 
Strafen: 2 Minuten Strafe 23:09 Jiri Mikesz - (Halten des Gegners), 2 MIN, 3:09
33:48 Semen Glusanok - (Behinderung), 2 MIN, 11:48
01:16 Jeffrey Maronese - (Haken), 2 MIN, 1:16
11:15 Moritz Meyer - (Beinstellen), 2 MIN, 11:15
13:20 Marcus Krützfeldt - (Spielverzögerung), 2 MIN, 13:20
35:11 Thorben Saggau - (Stock-Check), 2 MIN, 15:11
44:03 Ralf Rinke - (Hoher Stock), 2 MIN, 4:03
49:26 Erich Dumpis - (Zu viele Spieler auf dem Eis(Kleine Bankstrafe, 2 MIN, 9:26
55:53 Thorben Saggau - (Unsportliches Verhalten(Disziplinarstrafe, 10 MIN, 15:53
 
 
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Team Team
Spieler
Goalie
30 Marek Mastic
35 Adam Ondraschek
Verteidigung
6 Alexander Engel
10 Stéphane Robitaille
11 Dennis Klinge
65 Semen Glusanok
86 Stefan Heinrich
91 Niels Hilgenberg
96 Emanuel Grund
Angriff
9 Manuel Klinge
13 Michael Christ
20 Artjom Kostyrev
22 Petr Sikora
27 Marc Roedger
62 Florian Böhm
66 Chritoph Koziol
78 Alexander Heinrich
81 Jiri Mikesz
82 Julian Grund
Trainer: Jamie Bartmann
Co-Trainer: Matthias Kolodziejczak
Arzt: Hans Vater
Arzt: Hans Schafdecker
Mannschaftsleiter: Ulrich Böhm
Mannschaftsleiter: Milan Ondraschek
 
Spieler
Goalie

1

Matthias Rieck
35 Björn Reinke
Verteidigung
2 Dennis Andersson
5 Marcus Klupp
7 Dennis Overbek
24 Timo Wassermeier
27 Matthias Koglin
28 Jeffrey Maronese
39 Paul Paepke
Angriff
11 Moritz Meyer
15 Marco Meyer
17 Christian Herrmann
19 Thorben Saggau
20 Kenneth Schnabel
23 David Rutkowski
44 Erich Dumpis
57 Patrick Saggau
91 Eddy Rinke

93

Ralf Rinke
Trainer: Andris Bartkevics
Arzt: Andreas Böhle
Mannschaftsleiter: Karl Rieck
   
Schiedsrichter:: Stascha Ninkov, Patrick Umlauf, Default Linesman
Zuschauer: 4.632
Gemeinsame Fanparty überstrahlt klaren Huskies-Sieg gegen die BeachBoys

Mit dem Torhüterduo Ondraschek/Mastic, aber ohne den an der Schulter verletzten Patrick Berendt gingen die Huskies am heutigen Sonntag in die Partie gegen die BeachBoys aus Timmendorfer Strand. Während die Anhänger beider Clubs die gemeinsame Party vom Freitag fortsetzten, siegten die Huskies standesgemäß mit 6:2 (3:0; 2:0; 1:2) und wahrten somit die Chance auf den Playoff-Einzug.

Ähnlich wie schon am Freitag waren die Gastgeber nach zweieinhalb Minuten das erste Mal erfolgreich. Während Jeff Maronese die Strafbank hütete, netzte Manuel Klinge aus der Halbposition flach zum 1:0 ein. Im Gegensatz zum Freitag ließen sich die Gäste aber heute nicht von den Schlittenhunden überrollen, sondern hielten auch offensiv gut dagegen. Marcus Klupp scheiterte an Adam Ondrascheks Fanghand und Ralf Rinke verzog aus kurzer Distanz knapp. Nachdem Manuel Klinge in Minute sieben einen zwei auf eins Konter vergab und Jiri Mikesz eine tolle Kombination über Christ und Alex Heinrich nicht vollenden konnte, musste die nächste Überzahlsituation für den nächsten Huskies-Treffer herhalten: Zunächst klaute Ex-Husky Thorben Saggau Manuel Klinge die Scheibe und trat zu einem Konter an, wollte Klinge allerdings ein zweites Mal verladen, was ihm zum Verhängnis wurde: Der ECK-Kapitän eroberte sich die Scheibe, leitete damit einen schnellen Gegenzug ein und vollendete diesen höchstpersönlich zum 2:0.
Die sichere Führung baute Petr Sikora nach 16 Minuten aus, indem er aus dem hohen Slot ins lange Eck traf. Dass es mit 3:0 in die Pause ging, verdankten die Gäste auch dem linken Torgestänge unter dem Heuboden, der Treffer Nummer vier durch Jiri Mikesz verhinderte.

Zu Beginn des Mittelabschnitts wechselten die Gäste den Torhüter – Björn Reinke kam nun für Matthias Rieck zum Einsatz. Reinke verlebte zunächst einen ruhigeren Abend als sein Kollege, denn die Huskies ließen es vorübergehend gemächlicher angehen. In Minute 28 war Reinke allerdings bei einer Doppelchance von Manuel Klinge zur Stelle. Eine knappe Minute später musste aber auch der EHC-Backup erstmals hinter sich greifen und wurde von Alex Engel aus der Halbposition überwunden. Nun war die Vorentscheidung endgültig gefallen. Auf den Rängen feierten beide Fanlager erneut gemeinsam und ließen die Laolawelle durch die mit 4.632 Zuschauern gefüllte Eissporthalle kreisen.
Auf dem Eis durfte Stéphane Robitaille in der 37. Spielminute jubeln – er versenkte den Puck von der blauen Linie im Winkel. Die 5:0-Führung rettete Adam Ondraschek kurz vor der Sirene mit einem tollen Schonersave.

Im Schlussabschnitt beschränkten sich die Huskies auf Ergebnisverwaltung, aber ließen ihren Gästen trotzdem immer wieder Freiräume. Die BeachBoys wollten ungern ohne Torerfolg die Rückreise an die Ostsee antreten. So konnte Kenneth Schnabel bei einem Konter nach 43:07 Minuten Huskies-Keeper Ondraschek erstmals überwinden. Auch wenn Manuel Klinge diesen Gegentreffer nur 17 Sekunden später mit dem 6:1 beantwortete, hatte der EHC in diesem Spiel das letzte Wort: In der 46. Spielminute düpierte Patrick Saggau bei numerischer Unterlegenheit seine Gegenspieler und traf sehenswert über Ondrascheks Schulter zum 6:2-Endstand. Während bis zur Schlusssirene auf dem Eis nichts erwähnenswertes mehr passierte, gingen die Feierlichkeiten der Fans auf den Rängen weiter – unter anderem zog eine gemeinsame Polonaise durch die Eishalle.
 
EHC Timmendorf Huskies noch eine Nummer zu groß

Ohne Punkte, aber mit vielen gewonnen Sympathien kehrte die Beach Boys am frühen Montagmorgen vom Abenteuer Kassel zurück. Besonders am Sonntagabend verkaufte sich das Team von Trainer Andris Bartkevics teuer. Im Gegensatz zur höchsten Niederlage der Vereinsgeschichte am Freitag zeigten sich die Strandjungs bissig und von Beginn an hellwach.

Eine frühe Strafe von Raubein Jeff Maronese sorgte für das erste Unterzahlspiel, das die heimischen Schlittenhunde sofort eiskalt ausnutzten: Ex-Nationalspieler Manuel Klinge sorgte für das frühe 1:0. Doch im Gegensatz zu Freitag ließen sich die Beach Boys davon nicht aus dem Konzept bringen und spielten selber munter nach vorne. Ein Tor wollte aber noch nicht gelingen. In der zwölften Spielminute war es dann wiederum der überragende Klinge, der auch das zweite Powerplay der Huskies prompt zum 2:0 verwertete. Das dritte Unterzahlspiel der Partie überstanden die Strandjungs dann zwar schadlos, doch nur wenige Sekunden später erhöhte Petr Sikora auf 3:0 für die Gastgeber. Die knapp 200 mitgereisten Fans der Beach Boys – darunter auch einige Harzer - ließ dies aber nicht verstummen und sie feierten weiter ihre Mannschaft und auch sich selbst.

Während die routinierten Huskies auch im zweiten Drittel ihre Chancen konsequent nutzten und durch zwei platzierte Schüsse von Alexander Engel und DEL-Veteran Stéphane Robitaille auf 5:0 davon zogen, vergaben die Beach Boys mehrfach in aussichtsreicher Position. Im letzten Spielabschnitt wendete sich dann das Blatt, denn in der 44. Minute schloss Kenneth Schnabel einen mustergültig ausgespielten Konter zum 5:1 ab und sorgte für riesigen Jubel im Gästeblock. Leider erzielte Manuel Klinge direkt im Anschluss mit seine dritten Treffer des Abends das 6:1 und sorgte damit endgültig für die Entscheidung zugunsten der Nordhessen. War das Unterzahlspiel in den ersten beiden Dritteln noch die Schwäche des EHCT gegen die technisch starken Schlittenhunde, zeigte Patrick Saggau in der 46. Spielminute, dass es auch anders gehen kann: Der Flügelflitzer übernahm den Puck von Marcus Klupp, tankte sich auf der linken Seite durch und verwandelte mustergültig exakt in den Winkel zum 6:2-Endstand. Nach Spielende erhielten die Beach Boys dann den verdienten Lohn für die sehr couragierte Leistung und wurden von beiden Fanlagern beklatscht. Nach der Welle mit den mitgereisten Schlachtenbummlern wurden sie auch noch von den treuen Huskies Fans auf der berühmten Stehtribüne „Heuboden“ gefeiert. Über 4.600 Zuschauer hatten ein sehr unterhaltsames Eishockeyspiel gesehen und bedankten sich dafür bei den Gästen von der Ostsee. Auch EHCT-Coach Andris Bartkevics schwärmte anschließend von der tollen Stimmung in der Eishalle, für die er sich nach Spielende direkt vom Eis aus bei den Zuschauern bedankt hatte. Doch mit dem Spielverlauf war der Lette nicht zufrieden: „Das Ergebnis geht zwar in Ordnung, aber mit unserem Unterzahlspiel bin ich natürlich nicht zufrieden. Wir hatten uns insgeheim etwas mehr ausgerechnet.“

Am Freitagabend feierte die rund die 1.500 Zuschauer (Vereinsrekord) im ETC eine rauschende Eishockeyparty, bei der das Ergebnis schnell in den Hintergrund rückte. Die nach dem Null-Punkte-Wochenende zum Auftakt mit dem Rücken zur Wand stehenden Huskies gaben ab der ersten Minute Vollgas und zeigten, wie groß der Niveauunterschied zwischen den Oberligen doch ist. Nach nicht einmal fünf Minuten stand es aus Sicht des EHCT schon 0:3 und das Spiel war praktisch gelaufen. Bis zur ersten Drittelpause erhöhten die Hessen sogar auf 0:5. Und auch im zweiten Abschnitt wollte sich keine Besserung einstellen, das umjubelte Tor durch Jeff Maronese war nur Ergebniskosmetik, denn nach 40 Minuten hieß es 1:10. Im letzten Drittel gestaltete sich die Partie dann etwas ausgeglichener, denn Marcus Klupp und Eddy Rinke trafen jeweils im Powerplay, doch da Kassel auch noch zu drei Treffern kam, stand es am Ende 3:13. Während die Strandjungs das Eis mit hängenden Köpfen verließen, feierten beide Fanlager gemeinsam bis tief in die Nacht. Andris Bartkevics gab auf der Pressekonferenz zu, dass er erst einmal etwas Zeit brauchen wird, um das Ergebnis richtig zu verarbeiten. „Meine Mannschaft ist Spiele auf diesem Niveau nicht gewohnt und der Druck nach dem frühen Rückstand war einfach zu groß“, musste der Trainer feststellen.

Am kommenden Wochenende stehen die letzten beiden Spiele in der Zwischenrunde an und rein rechnerisch ist noch alles möglich für die Beach Boys. Am Freitagabend gastiert der Ostmeister Halle im ETC (20 Uhr) und am Sonntag geht es dann zu den Füchsen aus Duisburg (18:30 Uhr).


 

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  Ratinger Aliens 97 vs Königsborner JEC Bulldogs 0 : 7 0:2-0:2-0:3
Tore:

Tor

         
Strafen: 2 Minuten Strafe          
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter::  
Zuschauer:  
 
Bulldogs ziehen ins Finale ein

Königsborner JEC schießt Ratinger Ice Aliens mit 0:7 aus der eigenen Halle

Was ein Spiel! Im vierten Halbfinal-Spiel fertigen die Bulldogs die Ratinger Ice Aliens mit 0:7 ab und ziehen damit ins Finale um den NRW-Pokal, der einen Startplatz im DEB-Pokal mit sich bringt, ein. Auf wen die Bulldogs treffen, entscheidet sich allerdings erst am Dienstag, wenn die Löwen Frankfurt auf die Hammer Eisbären treffen. Sollten sich die Eisbären durchsetzen, beginnen die Bulldogs mit einem Heimspiel am Freitag, sollte Frankfurt gewinnen, müssen die Bulldogs zunächst auswärts ran.

Das Spiel, bei dem diesmal Verteidiger Erik Möller seine Ausrüstung gegen die Trainertafel tauschen musste und zusammen mit dem verletzten Igor Furda den erkrankten Trainer Waldemar Banaszak vertrat, begann zunächst erneut mit einem leichten Abtasten, ehe das Torfestival in der 6. Spielminute durch Michal Bezouska eingeleitet wurde. Bezouska war es auch, der kurz darauf erneut erfolgreich war und für das 0:2 sorgte. So ging man mit einer Führung in die Pause.

Das zweite Drittel begann zu nächst eher ruhig und auch die Ice Aliens kamen zu ihren Chancen, die allerdings reihenweise von Keeper May, der sich später über den ersten Shoot-Out bei den Bulldogs freuen konnte, vereitelt wurden. In der 33. Minute ging das Toreschießen bei den Bulldogs dann schließlich weiter, als Sebastian Pigache einen Alleingang im gegnerischen Netz unterbringen konnte. Fünf Minuten vor der Pause sorgte schließlich Patric Schnieder für die Vorentscheidung, als er den vierten Treffer der Bulldogs erzielte.

Nach der Pause musste man zunächst auf Tim Schneider verzichten, der mit einem dicken Knie in der Kabine bleiben musste, nachdem er kurz vor Ende des zweiten Drittels vom Eis getragen wurde. Die Bulldogs erspielten sich allerdings weiterhin ihre Chancen und somit war es kein Wunder, dass Sebastian Pigache in der 43. Spielminute mit seinem zweiten Treffer für das 0:5 sorgte. Ein Doppelschlag in der 51. Minute sorgte dann schließlich für den 0:7-Endstand. Dabei war zunächst Igor Alexandrov erfolgreich, ehe Christoph Ulrich den letzten Treffer des Abends erzielte. Allerdings wird das wohl Ulrichs letzter Treffer in dieser Saison gewesen sein. Bei einem Faustkampf fünf Minuten vor dem Ende nahm er, als er auf dem Boden lag und sein Gegenüber erneut auf ihn springen wollte, seinen Schlittschuh zu Hilfe um sich vor dem Gegenspieler zu schützen. Da er allerdings mit der Kufe die Hose des Ratinger Spielers traf, wertete der Schiedsrichter dies als eine Matchstrafe, die eine Sperre von drei bis acht Spielen mit sich bringt.

Am Freitag beginnt nun die Final-Serie, bei der in bis zu fünf Spielen der Teilnehmer am DEB-Pokal ermittelt werden soll. Mit drei Siegen gewinnt man zudem den NRW-Pokal, der - ironischer Weise – auch nach Hessen wandern könnte, da mit den Löwen Frankfurt ein Team aus diesem Bundesland im Halbfinale noch einmal gegen die Hammer Eisbären ran muss. Daher ist es noch ungewiss, ob man noch zwei bis drei Mal nach Hessen reisen muss, oder ob es zum Traumfinale gegen die Hammer Eisbären, dem Erzrivalen der Bulldogs, kommt. Mit dem Team aus der Nachbarstadt haben die Bulldogs auch noch eine dicke Rechnung offen. In der Saison 2008 / 2009 schnappte der LH Hamm den Bulldogs den Regionalliga-Pokal vor der Nase weg – und das im „Wohnzimmer“ der Bulldogs, der Eissporthalle Unna. Ob sich allerdings die Chance auf Revanche ergibt, wissen die Jungs von Trainer Waldemar Banaszak, der in der kommenden Woche wohl wieder an der Bande stehen kann, erst drei Tage vor Beginn der Finalserie.
 

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  Hammer Eisbären vs Frankfurter Löwen 5 : 4 2:0-2:3-1:1
Tore:

Tor

         
Strafen: 2 Minuten Strafe          
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Schiedsrichter::  
Zuschauer:  
Eisbären wehren Matchball der Löwen ab

Die Hammer Eisbären haben den Matchball abgewehrt. Im Kampf um den Finaleinzug für die Qualifikation zum DEB-Pokal gewann das Team von Trainer Carsten Plate am Sonntagabend vor 502 Zuschauern knapp, aber verdient mit 5:4 (2:0, 2:3, 1:1). Damit steht es in der Serie 2:2, das Entscheidungsspiel steigt am Dienstag ab 19.30 Uhr in der Frankfurter Eissporthalle.

„Diesmal hat die Einstellung zu 100 Prozent gestimmt“, sagte der Coach. Die Gastgeber präsentierten sich im Vergleich zum 1:6 am Freitag in einer deutlich besseren Verfassung und dominierten die ersten 20 Minuten. Einziges Manko war bis dato die Chancenverwertung. Robin Loecke, Karl Jasik, Pierre Schulz (alle 3.), Matthias Potthoff und Milan Vanek (beide 7.) ließen ihre Möglichkeiten ungenutzt. Erst in der 15. Minute war der Knoten geplatzt, als Vanek einen Schlagschuss von Potthoff in Überzahl zum 1:0 ins Tor lenkte. Nur 72 Sekunden später drosch Christian Gose die Scheibe zum 2:0 in die Maschen (16.).

Im zweiten Abschnitt schien sich zunächst nur wenig zu ändern. Die Hammer machten weiter Druck, blieben vor dem Löwen-Gehäuse aber ohne Glück. Danach schlich sich ein Schlendrian in der Defensive ein, und die Hausherren brachten die Hessen zurück in die Partie. In Unterzahl verkürzte Marvin Bauscher auf 1:2 aus Sicht der Löwen (28.). Der Ausgleich erfolgte in numerischer Überlegenheit durch Martin Schweiger (32.), ehe Niklas Hildebrand die Löwen 58 Sekunden später mit 3:2 in Front brachte (33.). „Da waren wir zu unkonzentriert“, monierte der Coach. „Aber die Mannschaft hat sich dann toll zurückgekämpft.“

Denn Christian Gose egalisierte nach einem Solo zum 3:3 (36.), und kurz vor der zweiten Pause stand Vanek goldrichtig: Am rechten Pfosten verwertete er ein präzises Potthoff-Zuspiel zum 4:3 (40.).

Doch die Löwen ließen sich nicht hängen, glichen durch Bauscher erneut aus (4:4/44.). „Da haben wir wieder gepennt. Frankfurt hat unsere Fehler heute eiskalt bestraft“, kommentierte Plate. Die Partie plätscherte einige Minuten vor sich hin, ehe Flasar für ein Aufsehen sorgte. Der Eisbären-Verteidiger wollte sein Team in Unterzahl vom Power-play der Löwen befreien, und sein Heber von der blauen Linie im eigenen Drittel landete schließlich im Tor der Gäste – die Scheibe flutschte Frankfurts Keeper Christian Wendler durch den Handschuh. „Da haben wir endlich einmal Glück gehabt“, schmunzelte der Trainer nach einem „der kuriosesten Tore, die ich je gesehen habe“.

Die Gäste probierten in der Schlussminute noch einmal alles, nahmen beim 4:4-Spiel ihren Schlussmann heraus. Doch die Eisbären hielten dem Druck stand – und konnten sich bei ihrem Goalie Benjamin Voigt bedanken, der zweimal glänzte und das Remis verhinderte.

Plate ist „froh, dass wir die Möglichkeit haben, uns auch in Frankfurt noch einmal besser präsentieren zu können“, sagt der Coach, der erneut bekräftigt: „Für mich ist die Saison noch nicht beendet. Ich will ins Finale.“ Auf dem Weg dorthin muss er jedoch auf die beiden Stürmer Jiri Svejda und Pierre Klein verzichten. Bei Svejda stellte sich heraus, dass er nach seinem Fingerbruch doch operiert werden muss, und Kleins Knieverletzung hat sich etwas verschlimmert. Für beide ist die Saison damit vorzeitig beendet.
 


Löwen kämpfen, aber verlieren mit 5:4 in Hamm. Spiel fünf am kommenden Dienstag in der Eissporthalle Frankfurt (19:30 Uhr).

Zwei zentrale Fragen gab es vor Spiel vier der Serie am Sonntagabend: Reichen der Kräfte der Löwen, um einen weiteren Erfolg einzufahren und präsentiert sich Hamm erneut in so schwacher Form?

Zunächst mal: Die verbliebenen Löwen mit Verstärkung der Junioren gaben wieder alles. Doch schon zu Beginn der Partie war zu spüren, dass sich die Eisbären diesmal nicht einfach in das Schicksal ergeben würden.

Die Hausherren erspielten sich die ersten Chancen und agierten druckvoll auf das Tor der Löwen, das diesmal von Christian Wendler gehütet wurde, der ein ums andere Mal retten musste. Zweimal war er allerdings machtlos, so dass die Eisbären mit einer 2:0-Führung in die erste Pause gingen.

Der zweite Abschnitt gehörte dann den Löwen, die alles aus sich herausholten. Durch ein Unterzahltor von Marvin Bauscher verkürzten die Löwen den Rückstand. In der 32. Spielminute besorgte Martin Schweiger dann den Ausgleich und keine Minute später erzielte Juniorenspieler Niklas Hildebrand sein erstes Oberliga-Tor und schoss damit die umjubelte Führung der Löwen heraus.

Doch Hamm tat den Löwen nicht den Gefallen aufzustecken und antwortete wenig später mit dem 3:3. Kurz vor der Pause fiel drehte sich die Partie erneut und die Eisbären gingen mit 4:3 in Führung. Im Schlussdrittel gaben die Löwen nochmal Gas und erzielten das 4:4 - erneut durch Marvin Bauscher.

Nur ein Tor fehlte den Löwen also noch zum Seriensieg. Als die Löwen dann schließlich ein Powerplay zugesprochen bekamen, war die Hoffnung groß, den Siegtreffer zu erzielen. Doch es sollte ganz anders kommen, denn die Eisbären konnten einen Konter zum 5:4 vollenden. Trotz eines Kraftakts am Ende gelang den Löwen nicht nochmal der Ausgleich.

Damit steht es in der Best-of-Five-Serie 2:2. Daher kommt es am Dienstag zum entscheidenden fünften Spiel in der Eissporthalle Frankfurt. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr.

Einzelkarten für das Spiel am Dienstag gegen am morgigen Montagmittag in den Verkauf. Dauerkartenbesitzer der Löwen Frankfurt haben das Spiel wie gewohnt inklusive.

Hammer Eisbären - Löwen Frankfurt 5:4 (2:0, 2:3, 1:1)

Statistik folgt.

Strafminuten: folgt.

Zuschauer: folgt.
 

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