Deutscher Eishockey Bund

Spielbericht Oberliga West 20. 03. 2012          
EV Duisburg Füchse vs EV Regensburg Spielberichte
Tölzer Löwen vs Roten Teufel Bad Nauheim Spielberichte
EV Füssen vs MEC Halle 04 Sale Bulls Spielberichte
EHC Dortmund Westfalen-Elche vs Selber Wölfe Spielberichte
Tabelle Spieltag
Dienstag,  20. 03. 2012 EV Duisburg Füchse vs EV Regensburg 8 : 4 2:2-1:2-5:0
Tore:

Tor

14:49 1:2 Dennis (FL) Palka (Christoph (FL) Ziolkowski, Thomas Ziolkowski)
18:31 2:2 Patrik Gogulla (Daniel Huhn, Björn (FL) Linda)
37:38 3:4 Dennis (FL) Palka (Christoph (FL) Ziolkowski, Norman (FL) Hauner)
49:31 4:4 Daniel Huhn (Clarke Breitkreuz, Mats Schöbel)
52:03 5:4 Mats Schöbel (Clarke Breitkreuz, Markus Schmidt)
52:41 6:4 Dennis Fischbuch (Diego (FL) Hofland, Benjamin Hanke)
54:06 7:4 Christoph (FL) Ziolkowski (Norman (FL) Hauner, Patrick (FL) Raaf-Effertz)
56:54 8:4 Daniel (FL) Fischbuch (Alexander (FL) Preibisch, Denis (FL) Fominych)
 
04:01 0:1 EV Regensburg - Steven Maier (Daniel Huber, Leopold Prantl)
04:43 0:2 EV Regensburg - Martin Ancicka (John Sicinski, Sven Gerike)
27:55 2:3 EV Regensburg - Andreas Tahedl (Daniel Huber, Martin Ancicka)
29:55 2:4 EV Regensburg - John Sicinski (Überzahl-Tor) (Martin Ancicka, Sven Gerike)
 
Strafen: 2 Minuten Strafe 25:33 Norman (FL) Hauner - (Stockschlag), 2 MIN, 5:33
29:09 Dennis (FL) Palka - (Haken), 2 MIN, 9:09
00:36 Jan Helmrath - (Haken), 2 MIN, 0:36
16:25 EV Regensburg - Martin Ancicka - (Behinderung), 2 MIN, 16:25
19:16 EV Regensburg - Martin Ancicka - (Haken), 2 MIN, 19:16
25:33 EV Regensburg - Leopold Prantl - (Unnötige Härte), 2 MIN, 5:33
32:08 EV Regensburg - Korbinian Zierer - (Halten des Gegners), 2 MIN, 12:08
 
 
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Team Team

Goalie

30 Linda, Björn (FL)
32 Kawaters, Sven
35 Renkewitz, Etienne (FL)

Verteidigung

16 Raaf-Effertz, Patrick (FL)
23 Ziolkowski, Thomas
57 Klingsporn, Maik (FL)
69 Hastenteufel, Marco (FL)
72 Opree, Nico (FL)
76 Gogulla, Patrik
85 Schmidt, Markus
88 Hrstka, Michael

Angriff

6 Hofland, Diego (FL)
10 Hauner, Norman (FL)
12 Behlau, Pascal
17 Fischbuch, Daniel (FL)
18 Schmidt, Marius (FL)
19 Hanke, Benjamin
20 Strodel, Manuel (FL)
27 Palka, Dennis (FL)
29 Preibisch, Alexander (FL)
34 Huhn, Daniel
37 Schöbel, Mats
71 Breitkreuz, Clarke
74 Fominych, Denis (FL)
77 Fischbuch, Dennis
81 Ziolkowski, Christoph (FL)
96 Fröhlich, Stephan (FL)
 

Goalie

1 Dorfner, Stefan
3 Zierer, Leonhard
35 Leserer, Jonas
45 Englbrecht, Maximilian (FL)
38 Eckert, Simon

Verteidigung

4 Prantl, Leopold
12 Welter, Michael
27 Ancicka, Martin
29 Pielmeier, Andreas (FL)
40 Brückner, Benedikt (FL)
73 Landstorfer, Patrick
89 Helmrath, Jan
91 Zierer, Korbinian
93 Schmitt, Kevin

Angriff

2 Tahedl, Andreas
5 Maier, Steven
7 Schmidt, Kyle
9 Hafner, Johannes
16 Sicinski, John
18 Forster, Maximilian (FL)
19 Gerike, Sven
20 Prochazka, Martin
21 Leserer, Jakob
22 Daffner, Thomas
23 Bogner, Julian
26 Huber, Daniel
36 Menauer, Josef
51 Dörfler, Mario (FL)
81 Drienovsky, Karol
82 Keil, Bernhard (FL)
87 Huber, Stefan
92 Brandt, Marcel
 
Schiedsrichter:: Nicole Hertrich, Norbert Böhmländer, Waldemar Schmidt
Zuschauer: 1.474
Füchse geben niemals auf – Duisburg zieht ins Halbfinale ein

Der EVD zeigt große Moral und dreht einen zwischenzeitlichen 2:4 Rückstand. Im letzten Drittel holt das Team noch ein Mal alles raus und gewinnt 8:4 vor heimischer Kulisse. Nun warten die Füchse auf ihren Halbfinalgegner.

Im ersten Drittel lief es zunächst so gar nicht nach Plan. Mit einem Doppelschlag in den ersten fünf Minuten schockten die Regensburger den EVD, der in der Folge gar nicht mehr ins Spiel fand. Wahrscheinlich genau zur richtigen Zeit bekam Trainer Franz Fritzmeier dann eine ungewollte Auszeit. Die Zeitnahme war vorübergehend ausgefallen, was dem Coach die Möglichkeit gab sein Team an der Bande zusammen zu rufen. Nach und nach kämpften sich die Füchse dann zurück in die Partie. Erst gelang Dennis Palka der Anschlusstreffer und kurz vor der Pause schoss Patrick Gogulla mit der Rückhand zum 2:2 Pausenstand ein.

Im zweiten Durchgang war die Mannschaft dann deutlich besser im Spiel und erarbeitete sich zahlreiche Chancen. Die Tore machte aber der EV Regensburg. Durch Andreas Tahedl und John Sicinski zogen die Bayern mit 2:4 davon. Dank dem zweiten Treffer des Abends von Dennis Palka blieb der EVD dran und ging mit nur einem Tor Rückstand in die Kabine.

Das Schlussdrittel zeigte dann die fantastische Moral der Duisburger Mannschaft. Daniel Huhn glich aus und anschließend drehten die Füchse mit neuer Hoffnung auf. Innerhalb von nur sieben Minuten fielen vier weitere Treffer. „Füchse geben niemals auf“ sagen die Fans auf den Rängen, die wahrscheinlich selbst nicht mehr mit so einem grandiosen Comeback ihrer Truppe gerechnet hatten. Damit gelingt dem EVD als einzige Mannschaft der Sweep und die Füchse ziehen als erstes Team in das Halbfinale ein. Da alle anderen Serien nun 2:1 stehen, entscheidet sich erst im Laufe der Woche wer der nächste Gegner wird.

Tore:

0:1 (4:01) Maier (Huber, Prantl)
0:2 (4:43) Ancicka (Siciinski, Gerike)
1:2 (14:49) Palka (Ch. Ziolkowski, Th. Ziolkowski)
2:2 (18:31) Gogulla (Huhn, Linda)
2:3 (27:55) Tahedl (Huber, Ancicka)
2:4 (29:55) Sicinski (Ancicka, Gerike)
3:4 (37:38) Palka (Ch. Ziolkowski, Hauner)
4:4 (49:31) Huhn (Breitkreuz, Schöbel)
5:4 (52:03) Schöbel (Breitkreuz, Schmidt)
6:4 (52:41) De. Fischbuch (Hofland, Hanke)
7:4 (54:06) Breitkreuz (Hauner, Raaf-Effertz)
8:4 (56:54) Da. Fischbuch (Preibisch, Fominych)

Strafen:
Duisburg: 4
Regensburg: 10

Zuschauer: 1474
 
EV Regensburg  

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Dienstag,  20. 03. 2012 Tölzer Löwen vs Roten Teufel Bad Nauheim 4 : 1 2:0-0:1-2:0
Tore:

Tor

12:10 1:0  Christoph Fischhaber (Johannes (FL) Sedlmayr, Yanick Dubé)
16:59 2:0  Florian (FL) Strobl (Dennis Neal, Peter (FL) Lindlbauer)
42:59 3:1  Johannes (FL) Sedlmayr (Christoph Fischhaber, Michael Pfaff)
59:25 4:1  Michael (FL) Fischer (Empty Net) (Michael Pfaff)
 
32:48 2:1  Matthias Baldys (Alexander Baum, Michel Maaßen)  
Strafen: 2 Minuten Strafe 17:56  Leonhard (FL) Pföderl - (Haken)
31:03  Michael (FL) Fischer - (Unkorrekter Körperangriff)
38:47  Johannes (FL) Sedlmayr - (Zu viele Spieler auf dem Eis)
41:19  Martin Leismüller - (Check gegen die Bande)
51:45  Thomas (FL) Merl - (Unnötige Härte)
51:45  Thomas (FL) Merl - (Unnötige Härte)
53:15  Dominik Walleitner - (Unnötige Härte)
06:16  Alexander Baum - (Haken)
11:04  Christian Franz - (Halten des Gegners)
42:21  Michel Maaßen - (Haken)
46:10  Janne Kujala - (Stock-Check)
48:53  Manuel Weibler - (Unkorrekter Körperangriff)
51:45  Jannik Striepeke - (Unnötige Härte)
51:45  Jannik Striepeke - (Unnötige Härte)
 
 
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe Thomas (FL) Merl - (Unnötige Härte) 51:45 Jannik Striepeke - (Unnötige Härte)    
  Spieldauer-Strafe     keine  
  Matchstrafe keine   keine    
Team Team

Goalie

29 Jenike, Andreas (FL)
30 Riesch, Florian (FL)
31 Goll, Jakob (FL)
35 Wölfl, Marco

Verteidigung

2 Kolacny, Florian
3 Lindlbauer, Peter (FL)
5 Prommersberger, Anton
6 Andrä, Andreas
15 Pfaff, Andreas
16 Pfaff, Michael
17 Kolacny, Christian
27 Schüle, Tim (FL)
44 Sternkopf, Pascal
77 Fuchs, Dominic
92 Neal, Dennis

Angriff

7 Strobl, Florian (FL)
9 Dubé, Yanick
10 Mangold, Franz
11 Sedlmayr, Johannes (FL)
14 Fischhaber, Christoph
19 Ketterer, Florin
21 Fischer, Michael (FL)
22 Ritschel, Markus
23 Merl, Thomas (FL)
25 Ehliz, Yasin (FL)
28 Urban, Christian
33 Oblinger, Alexander (FL)
47 Pfleger, Marco
71 Leismüller, Martin
90 Fischhaber, Simon (FL)
91 Walleitner, Dominik
93 Pföderl, Leonhard (FL)
97 Pauli, Andreas

Goalie

35 Keller, Markus
37 Glatzel, Patrick

Verteidigung

3 Mangold, André
4 Baum, Alexander
5 Franz, Christian
6 Ketter, Daniel
17 Börngen, Dominik
23 Pöpel, Marius
25 Kohl, Marc

Angriff

33 Wagner, Alexander
7 May, Tim
8 Baldys, Matthias
9 Maaßen, Michel
10 Kujala, Janne
14 Cardona, Dennis
16 Striepeke, Jannik
18 Gare, Lanny
26 Lavallee, Kevin
27 Schwab, Tobias
44 Weibler, Manuel
77 Wex, Pierre
91 Stanley, Dylan
 
Schiedsrichter:: Ralph Bidoul, Christian Gazzo, Michael Kees
Zuschauer: 1.831
Tölzer Löwen Löwen gewinnen Spiel drei

Nach dem vorangegangenen 2:1 und 1:2 mutete der 4:1 (2:0, 0:1, 2:0)-Heimsieg der Tölzer Löwen über die Roten Teufel Bad Nauheim am Dienstag fast schon wie ein Schützenfest an. Es hätte aber auch wirklich auch eines werden können, wäre da nicht der famose Markus Keller im Kasten der Hessen gestanden.

Verdient war der Erfolg der Oberbayern auch in dieser Höhe allemal, hatten sie doch vor 1800 Zuschauern weit mehr Chancen und Spielanteile. Besonders eklatant war die Tölzer Überlegenheit im ersten Drittel, als die Chronisten ein Schussverhältnis von 17:1 ermittelten. Er habe "in der ersten Pause ein paar Wörtchen geredet. Danach war es besser", berichtete Bad Nauheims Trainer Fred Carroll hinterher. Tatsächlich gelang es den Teufeln im zweiten Spielabschnitt nach prima herausgespielten Überzahltor durch Matthias Baldys zum 2:1-Zwischenstand, das bis dahin völlig einseitige Match noch einmal spannend zu machen. Doch nachdem zuvor Christoph Fischhaber und Florian Strobl für Tölz getroffen hatten, ließ Hannes Sedlmayr mit seinem 3:1 den Gästen die Luft aus. Michael Fischers Empty Net-Goal zum 4:1-Endstand in der Schlussminute war nur noch das i-Tüpfelchen.

"Endlich mal sind wir so gestartet, wie wir es uns vorgenommen hatten, endlich ist uns mal ein frühes Führungstor gelungen", freute sich Löwen-Trainer Florian Funk, der nur kritisierte, dass sein Team "nach dem 1:2 kurzzeitig den Faden verloren" hatte. In der Viertelfinalserie steht es 2:1 für die Löwen, die nun am kommenden Freitag in Bad Nauheim mit einem Sieg ins Halbfinale einziehen könnten. Sollten sie es nicht schaffen, hätten sie am kommenden Sonntag (18 Uhr) auf eigenem Eis eine weitere Chance. Die Aussicht auf ein zuschauerträchtiges fünftes Spiel und klingelnde Löwen-Kassen kann Florian Funk indes nicht reizen: "Wir werden alles tun, um uns dieses Spiel am Sonntag zu ersparen."
 
1:4-Niederlage in Bad Tölz - Freitag Spiel vier im Colonel-Knight-Stadion

Die dezimierten Roten Teufel waren heute Abend durchaus dran an einem Erfolg in Bad Tölz, doch am Ende siegten die Bayern insgesamt verdient im dritten Playoff-Viertelfinalspiel mit 4:1 (2:0, 0:1, 2:0) und legen in der Serie auf 2:1 nach Spielen vor. Somit müssen die Hessen in Spiel vier am Freitag zuhause unbedingt gewinnen, wollen sie ein alles entscheidendes fünftes Match am Sonntag in Bad Tölz erzwingen.

Aufgrund der Ausfälle von Dylan Stanley (gesperrt), Tobias Schwab (Gehirnerschütterung) und Dennis Cardona (Bluterguss im Knie) musste Fred Carroll seine Sturmreihen zwangsläufig umbauen, so dass Jannik Striepeke zu Lanny Gare und Manuel Weibler rückte, während im dritten Block Tim May mit Matthias Baldys und Pierre Wex agierte. Einzig die Reihe mit Kevin Lavallee, Janne Kujala und Michel Maaßen konnte unverändert die Partie angehen. Dementsprechend benötigten die Gäste einige Zeit, um richtig ins Match zu kommen, so dass Strobl in der 4.Minute eine erste Bewährungsprobe für Markus Keller parat hatte. Die Taktik bei den Gäste war ob des Minikaders klar: hinten sicher stehen und auf Konter lauern wie in der 8.Minute, als Maaßen eine Lavallee-Hereingabe nur knapp verfehlte. Die Hausherren legten wie am Sonntag ein hohes Tempo vor, was in zwei Strafen gegen die Roten Teufel mündete. Konnte man die erste gegen Alexander Baum noch unbeschadet überstehen, nutzte Fischhaber die zweite gegen Christian Franz im dritten Nachschuss in der 13.Minute zum 1:0 für die Bayern. Die Tölzer machten weiter Druck und waren das bestimmende Team. Als die Gäste dagegen halten wollten, nutzten dies die flexibel agierenden Isarwinkler mit Konter wie durch Dubé in der 14.Minute, der jedoch nur den Außenpfosten traf. Das 2:0 folgte dennoch in der 17.Minute, als Strobl mit einem erneuten Rebound erfolgreich war und somit die Spielanteile auch in Zählbares verwandelte.

Ähnliches Bild zunächst im zweiten Drittel: die Isarwinkler machten Druck und hatten die größeren Spielanteile. Allerdings ließen sie vermissen, dieses auch in Tore umzumünzen, nachdem die Bad Nauheimer Defensive inklusive Markus Keller weitestgehend sicher stand. Hinzu gesellte sich eine Strafzeit gegen die Gastgeber, die Matthias Baldys in der 33.Minute mit seinem eigenen Rebound zum Anschlusstreffer nutzte. Dies war der Aufgalopp für einen Angriffsritt der Hessen, die urplötzlich am Drücker waren und durch Maaßen in der 36.Minute den Ausgleich auf der Kelle hatten. Andreas Jenike zwischen den Pfosten der Bayern war jedoch mit einem "big save" zur Stelle. Als die Wetterauer in der letzten Minute nach einem Wechselfehler der Hausherren eine weitere Überzahlmöglichkeit hatten, war es erneut der Tölzer Goalie, der nach einem tollen Schuss von Lanny Gare mit der Fanghand zur Stelle war und seinem Team die knappe 2:1-Pausenführung rettete.

Auch mit Beginn des letzten Abschnitts waren die Hessen dran am Ausgleich, wie in der 42.Minute als ein Schuss von Lanny Gare in Überzahl auf der Torlinie entlang kullerte. Der Referee hatte die Pfeife schon zum Torpfiff im Mund und die Gäste-Spieler die Arme zum Jubeln hochgerissen, doch das Hartgummi ging am Pfosten vorbei. Kaum hatte man diese Szene verdaut, traf der Tölzer Sedlmayr in der 43.Minute zum 3:1, nachdem die Hartgummischeibe unglücklich von der Bande nach einem Fischhaber-Schuss zurückprallte. Nun war es ob der nominellen Unterlegenheit natürlich ein Schweres für die Wetterauer, die sich dennoch nicht aufgaben und weiter ihr Heil im Angriffsspiel suchten. Weitere (fragwürdige) Strafen gegen Kujala und Weibler gaben den Hausherren aber die Zeit und Spielanteile, um dem Gegner keine weiteren Chancen zu ermöglichen. Die Partie war im Grunde genommen entschieden, so dass in den letzten Minuten ein paar Duftmarken für Spiel vier am Freitag gesetzt wurden. So gerieten Jannik Striepeke und Thomas Merl in einem handfesten Fight aneinander, der beiden 2+2+10 Strafminuten einbrachte, und auch Marc Kohl und Andreas Pauli lieferten sich eine Auseinandersetzung, die jedoch ohne Folgen blieb. Die Hessen wollten vor diesem vierten Spiel auch noch einmal spielerischen Eindruck hinterlassen, so dass sie weiter Gas gegen nunmehr passiv agierende Bayern gaben. Fred Carroll nahm kurz vor Schluss seinen Goalie vom Eis, um noch einmal alles zu probieren, was die Hausherren zum 4:1 durch Fischer nutzten. Am Freitag im zweiten Heimspiel stehen die Hessen nun unter Siegesdruck, soll die Saison nicht vorzeitig beendet sein und ein fünftes Spiel in Bad Tölz erzwungen werden. Mit den Fans im Rücken soll dieses Vorhaben gelingen, zumal dann ein Dylan Stanley und vielleicht ein Dennis Cardona wieder zur Verfügung stehen. Karten sind noch erhältlich, das EC-Office hat morgen in der Zeit zwischen 11 und 19 Uhr geöffnet, Donnerstag steht es von 15 bis 19 Uhr zur Verfügung.

EC Bad Tölz - EC Bad Nauheim 4:1 (2:0, 0:1, 2:0)
Tore:
1:0 (12:10) Fischhaber (Sedlmayr, Dubé) PP 5-4
2:0 (16:59) Strobl (Neal, Lindlbauer)
2:1 (32:48) Baldys (Weibler) PP 5-4
3:1 (42:59) Sedlmayr (Fischhaber) 4-4
4:1 (59:25) Fischer (M.Pfaff) 6-5
Strafminuten: ECT 14 + 10 (Merl) / ECN 14 + 10 (Striepeke)
Zuschauer: 1.831
 

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Dienstag,  20. 03. 2012 EV Füssen vs MEC Halle 04 Sale Bulls 2 : 1 OT 0:0-0:0-1:1-1:0
Tore:

Tor

55:39 1:1  Eric Nadeau (Überzahl-Tor) (Julian Eichinger, Pavel Mojtek) 15:39
74:24  2:1 Daniel Stiefenhofer (Sebastian Wolsch, Eric Nadeau) 14:24
 
42:38 0:1  Ivan Kolozvary (Überzahl-Tor) (Sebastian Lehmann)  
Strafen: 2 Minuten Strafe 01:12  Sascha Golts - (Stockschlag), 2 MIN, 1:12
02:39  Sebastian Wolsch - (Beinstellen), 2 MIN, 2:39
17:26  Andrej Naumann - (Behinderung), 2 MIN, 17:26
29:45  Pavel Mojtek - (Hoher Stock), 2 MIN, 9:45
36:47  Daniel Stiefenhofer - (Beinstellen), 2 MIN, 16:47
42:27  Julian Eichinger - (Spielverzögerung), 2 MIN, 2:27
44:56  Benjamin Kronawitter - (Beinstellen), 2 MIN, 4:56
 
06:28  Kilian Glück - (Beinstellen)
10:43  Florian Eichelkraut - (Ellbogen-Check)
13:09  Florian Eichelkraut - (Behinderung)
52:55  Matthias Schubert - (Stockschlag)
54:45  Jiri Polak - (Halten des Gegners)
68:30  Matthias Schubert - (Beinstellen)
72:56  Troy Bigam - (Haken)
 
  5 Minuten Strafe 20:00  Yannik (FL) Baier - (Stockschlag) 29:15  Eric Uwe Wunderlich - (Hoher Stock)  
  10 Minuten Strafe keine   40:00  Christian Köllner - (Unsportliches Verhalten)  
  Spieldauer-Strafe 20:00  Yannik (FL) Baier - (Stockschlag) 29:15  Eric Uwe Wunderlich - (Hoher Stock)  
  Matchstrafe keine   keine    
Team Team

Goalie

30 Steinhauer, Lukas
33 Langmann, Jonas
42 Pschibert, Enrico
53 Wolfermann, Robert

Verteidigung

7 Meier, Nikolaus
8 Schmelcher, Andreas
9 Wunderlich, Eric Uwe
14 Rusch, Alexander
17 Glück, Kilian
61 Burian, Tomas
69 Köllner, Christian
77 Polak, Jiri
90 Turnwald, Nicolas

Angriff

10 Lehmann, Sebastian
11 Merkle, Maximilian
21 Thiede, Benjamin
22 Miklik, Martin
25 Grass, Artur
26 Krüger, Marvin
31 Kolozvary, Ivan
51 Martin, Damian
52 Zille, Alexander
57 Bigam, Troy
81 Schubert, Matthias
88 Veltwisch, Max
91 Lemmer, Artur
93 Eichelkraut, Florian
94 Erhardt, Enrico

Goalie

1 Jorde, Andreas
29 Henne, Marc-Michael
33 Irrgang, Andre
35 Sertl, Korbinian

Verteidigung

4 Nägele, Marius
6 Sezemsky, Simon
10 Linden, Felix
14 Wolsch, Sebastian
17 Eichinger, Julian
18 Kublin, Douglas
27 Keller, Kilian (FL)
28 Jentsch, Lukas
36 Stiefenhofer, Daniel
37 Schuchardt, Phillip

Angriff

7 Bezshchasnyi, Ruslan
8 Gschmeißner, Valentin
11 Meisinger, Dominik (FL)
12 Schmölz, Daniel (FL)
13 Zobel, Tauno
15 Kronawitter, Benjamin
16 Holzmann, Veit (FL)
19 Naumann, Andrej
22 Golts, Sascha
23 Titsch, Joel
31 Baier, Yannik (FL)
32 Gohlke, Lukas
38 Gmeiner, Daniel
44 Mojtek, Pavel
96 Nadeau, Eric
,,
Schiedsrichter::  
Zuschauer:  
EV Füssen  Löwen gewinnen Spiel drei

Nach dem vorangegangenen 2:1 und 1:2 mutete der 4:1 (2:0, 0:1, 2:0)-Heimsieg der Tölzer Löwen über die Roten Teufel Bad Nauheim am Dienstag fast schon wie ein Schützenfest an. Es hätte aber auch wirklich auch eines werden können, wäre da nicht der famose Markus Keller im Kasten der Hessen gestanden.

Verdient war der Erfolg der Oberbayern auch in dieser Höhe allemal, hatten sie doch vor 1800 Zuschauern weit mehr Chancen und Spielanteile. Besonders eklatant war die Tölzer Überlegenheit im ersten Drittel, als die Chronisten ein Schussverhältnis von 17:1 ermittelten. Er habe "in der ersten Pause ein paar Wörtchen geredet. Danach war es besser", berichtete Bad Nauheims Trainer Fred Carroll hinterher. Tatsächlich gelang es den Teufeln im zweiten Spielabschnitt nach prima herausgespielten Überzahltor durch Matthias Baldys zum 2:1-Zwischenstand, das bis dahin völlig einseitige Match noch einmal spannend zu machen. Doch nachdem zuvor Christoph Fischhaber und Florian Strobl für Tölz getroffen hatten, ließ Hannes Sedlmayr mit seinem 3:1 den Gästen die Luft aus. Michael Fischers Empty Net-Goal zum 4:1-Endstand in der Schlussminute war nur noch das i-Tüpfelchen.

"Endlich mal sind wir so gestartet, wie wir es uns vorgenommen hatten, endlich ist uns mal ein frühes Führungstor gelungen", freute sich Löwen-Trainer Florian Funk, der nur kritisierte, dass sein Team "nach dem 1:2 kurzzeitig den Faden verloren" hatte. In der Viertelfinalserie steht es 2:1 für die Löwen, die nun am kommenden Freitag in Bad Nauheim mit einem Sieg ins Halbfinale einziehen könnten. Sollten sie es nicht schaffen, hätten sie am kommenden Sonntag (18 Uhr) auf eigenem Eis eine weitere Chance. Die Aussicht auf ein zuschauerträchtiges fünftes Spiel und klingelnde Löwen-Kassen kann Florian Funk indes nicht reizen: "Wir werden alles tun, um uns dieses Spiel am Sonntag zu ersparen."
  
MEC Halle 04 Sale Bulls Für unnötige Strafen bestraft

Lukas Steinhauer hat am Dienstagabend am Kobelhang in Füssen wohl das beste Spiel im Trikot der Saale Bulls gemacht. Der 19 Jahre alte Torwart, der mit einer Förderlizenz von den Hannover Scorpions seit September in Halle ist, hat alles gehalten, was zu halten war. Genau 55 Minuten und 39 Sekunden in der normalen Spielzeit und dann noch einmal 14 Minuten und 24 Sekunden lang in der Verlängerung. Dann war es vorbei. Füssen hat im dritten Spiel des Playoff-Viertelfinals erstmals gewonnen, Halle damit den ersten Matchball ausgelassen. Somit kommt es am Freitag in der heimischen Volksbank-Arena zur vierten Partie. Die Saale Bulls haben da ihre zweite Chance, erstmals in ihrer Vereinsgeschichte mit dem dritten Sieg in das Halbfinale einer Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga einzuziehen.

"Klar sind jetzt alle traurig und laufen mit hängenden Köpfen durch die Gegend", sagte Holger Wilhelm, der Geschäftsführer der Saale Bulls, der sich die an Dramatik kaum zu überbietende Partie am Dienstag inmitten der etwa 30 mitgereisten Fans aus Halle angeschaut hat. Und er hatte auch schnell die Ursache für die am Ende sogar vermeidbare Niederlage erkannt: "Wir haben uns in den entscheidenden Situationen einfach durch unnötige Strafen selbst das Leben schwer gemacht. Irgendwann konnte auch Steinhauer nichts mehr retten."

Nach zwei torlosen Dritteln gingen die Saale Bulls am Dienstag nach zwei Minuten und 38 Minuten im letzten Abschnitt der regulären Spielzeit sogar in Führung. Die erste Sturmreihe hatte es mal wieder gerichtet, Sebastian Lehmann für Ivan Kolozvary aufgelegt. Die Fans der Saale Bulls jubelten, aber in diesem Moment wurden auch die Füssener Fans in der mit 1 014 Zuschauern fast ausverkauften kleinen Halle am Kobelhang wach. Der Umzug aus der großen Arena erwies sich für Füssen als Glücksgriff. Es wurde laut und lauter in der kleinen Kuschel-Halle. Aber Steinhauer wurde immer besser.

Das ging zunächst gut bis zur 52. Minute. Da gab es zunächst für Matthias Schubert wegen eines Stockschlags eine Zwei-Minuten-Strafe, zwei Minuten später musste auch Jiri Polak wegen Haltens auf die Strafbank. Füssen nahm ganz geschickt eine Auszeit und hatte Erfolg. Eric Nadeau traf im Dauerdruck und in Überzahl zum 1:1.

Die Verlängerung musste entschieden. Und da hatten die Saale Bulls zunächst Glück, dass ein Tor für Füssen nach sechs Minuten nicht gegeben wurde, weil die Schiedsrichter nicht eindeutig klären konnten, ob der Puck hinter der Linie war. Selbst Füssener Spieler gaben hinterher zu, dass es wohl kein Tor war. Aber dann folgten erneute Strafen gegen die Saale Bulls. Erst für Matthias Schubert, dann für Troy Bigam. Und in Überzahl schließlich den 2:1-Siegtreffer durch Daniel Stiefenhofer.

Füssens Trainer Georg Holzmann strahlte und freute sich schon wieder auf das nächste Spiel in Halle. "Egal, wie das Viertelfinale am Ende ausgeht. Wir haben in diesen Tagen eine neue Vereins-Freundschaft geschlossen. Wir haben Telefon-Nummern ausgetauscht und wollen im Sommer wieder nach Halle kommen. Zu einem Freundschaftsspiel in der Saisonvorbereitung."
 

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Dienstag,  20. 03. 2012 EHC Dortmund Westfalen-Elche vs Selber Wölfe 1 : 2 1:0-0:1-0:1
Tore:

Tor

00:08 1:0 Michael Schmerda (Branislav Pohanka, Philipp Michl)
 
27:39 1:1 Daniel Heilman (Jared Mudryk, Herbert Geisberger)
48:57 1:2 Alexander Fischer (David Hördler)
 
 
Strafen: 2 Minuten Strafe   03:42 Tim Schneider - (Haken), 2 MIN, 3:42
06:01 Yann Jeschke - (Stockschlag), 2 MIN, 6:01
10:53 Daniel Heilman - (Stockschlag), 2 MIN, 10:53
31:38 Daniel Heilman - (Haken), 2 MIN, 11:38
32:17 Timo Roos - (Sonstige Vergehen), 2 MIN, 12:17
39:32 Dennis Schiener - (Sonstige Vergehen), 2 MIN, 19:32
 
 
  5 Minuten Strafe 35:37 Stephan Kreuzmann - (Hoher Stock)   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Team Team

Goalie

31 Finkenrath, Benjamin
35 Kremer, Jan-Alexander

Verteidigung

2 Kirschbauer, Florian
4 Kreuzmann, Stephan
22 Orendorz, Dieter
28 Kastner, Benedikt
33 Neumann, Manuel
44 Eickmann, Sebastian
55 Clusen, Niklas
93 Ortwein, Mike

Angriff

5 Kretschmann, Christian
7 Michl, Philipp
8 Martens, Ryan
16 Schmerda, Michael
18 Richter, Thomas
25 Pohanka, Branislav
88 Petrozza, Frank
98 Liesegang, Nils

Goalie

33 Ritter, Stephen
72 Stark, Niko

Verteidigung

8 Dörner, Dennis (FL)
12 Heilman, Daniel
17 Jeschke, Yann
24 Schneider, Tim
77 Roos, Timo

Angriff

6 Piwowarczyk, Kyle
7 Hördler, David
9 Schiener, Dennis
11 Mudryk, Jared
23 Geisberger, Herbert
47 Hendrikson, Peter
66 Warkus, Ricco
86 Fischer, Alexander
91 Thielsch, Dennis
 
Schiedsrichter:: Carsten Lenhart, Manuel Störmann, Markus Jordan
Zuschauer: 758
 
EHC Dortmund – Selber Wölfe 1 : 2 (1:0,0:1,0:1)Selb zwingt die Elche in die Verlängerung
EHC Dortmund – Selber Wölfe 1 : 2 (1:0-0:1-0:1)

Den Dienstagabend hatte sich der EHC Dortmund sicherlich anders vorgestellt, aber statt mit dem dritten Sieg gegen die Selber Wölfe vorzeitig das Halbfinale der Play-Offs um den Aufstieg zur 2. Bundesliga zu erreichen geht die Serie weiter und die Westfalen Elche müssen am Freitag ein weiteres Mal nach Oberfranken reisen. Mit 1:2 verlor der EHC nämlich sein Heimspiel, trotz einer frühen 1:0-Führung nach nur acht Sekunden. In den restlichen 59:52 Minuten scheiterten die Elche an mangelnden Chancenverwertung und dem eigenen nervösen Spiel. Die Gäste kämpften bravourös und konnten sich trotz des schnellen Gegentorschocks auf ihren jungen Keeper Niko Stark verlassen. Die Nummer drei in der Selber Torhüter-Hierarchie wird am Samstag erst 17 Jahre alt und machte seinem Namen alle Ehre.

Das 1:0 war das schnellste EHC-Tor in dieser Saison. Michael Schmerda setzte sich nach dem ersten Bully der Partie auf der linken Seite durch und konnte vollenden. Danach ließ sich Niko Stark aber nicht mehr überwinden. Die Elche blieben zwar weiterhin am Drücker und hatten allein im ersten Abschnitt drei Überzahlsituationen, aber Nils Liesegang, Stephan Kreuzmann, Philipp Michl und Ryan Martens scheiterten aussichtsreich. Auch die Gäste konnten ihre einzige Überzahl nicht in Treffer ummünzen und die dauerte sogar fünf Minuten. Stephan Kreuzmann musste nämlich in der 16. Minute nach einem hohen Stock mit Verletzungsfolgen vorzeitig unter die Dusche. Er ist nach dieser Spieldauerdisziplinarstrafe am Freitag in Selb gesperrt. Eine einzige brenzlige Situation musste EHC-Goalie Benjamin Finkenrath in diesen fünf Minuten meistern. Auch im zweiten Abschnitt hatten die Elche wieder die erste Möglichkeit, aber erneut bekam Ryan Martens den Puck nicht über die Selber Torlinie. Dann aber kamen die Wölfe stärker auf und der 1:1-Ausgleich in der 28. Minute fiel fast zwangsläufig. Zuerst konnten zwei Gästemöglichkeiten noch vereitelt werden, dann traf aber der 36-jährige gebürtige Kanadier Daniel Heilmann frei vor Benjamin Finkenrath. Die Westfalen Elche spielten nun noch nervöser und auch eine doppelte Überzahl brachte zwar viele Schüsse aufs Selber Tor, aber keinen Treffer. So sollte es auch im letzten Drittel weitergehen, mit einer folgenschweren Unterbrechung. Ein individueller Abwehrfehler der Elche in der 49. Minute brachte nämlich durch David Hördler das 1:2 die Selber Wölfe. Nun war der EHC unter Zugzwang, bestürmte auch das Tor der Gäste, aber es änderte nichts am Ergebnis. Auch eine Auszeit sowie die Herausnahme des Torhüters zugunsten eines sechsten Feldspielers blieben ohne Erfolg. „Die Schussstatistik weist einen Wert von ungefähr 60:20 für uns auf, aber wenn dabei nichts Zählbares herauskommt, dann muss man eben die Suppe auslöffeln, die man sich eingebrockt hat“ meinte Elche Coach Frank Gentges nach Spielschluss. Diese „Suppe“ gibt es nun im Bus, denn statt ein paar Tagen Regenerationszeit warten am Freitag gut 1000 Kilometer Fahrstrecke hin und zurück nach Selb.

Torfolge:

1:0 Michael Schmerda (Branislav Pohanka, Philipp Michl) 00:08
1:1 Daniel Heilmann (Jared Mudryk, Herbert Geisberger) 27:39
1:2 David Hördler (Ricco Warkus, Tom Pauker) 48:57

Strafminuten: EHCDO 5 + SD Stephan Kreuzmann - Selb 12

Zuschauer: 758

Mannschaftsaufstellung: Benjamin Finkenrath [31], Jan Kremer [35] (nicht eingesetzt) – Florian Kirschbauer [2], Stephan Kreuzmann [4], Dieter Orendorz [22], Benedikt Kastner [28] (C), Manuel Neumann [33] (A), Sebastian Eickmann [44] (A), Niklas Clusen [55], Mike Ortwein [93] – Christian Kretschmann [5], Philipp Michl [7], Ryan Martens [8], Michael Schmerda [16], Thomas Richter [18], Branislav Pohanka [25], Frank Petrozza [88], Nils Liesegang [98]
 
Selber Wölfe Die „Wölfe“ haben noch nicht genug

Mit dem „Wunder von Dortmund“ geht es am Freitag weiter

Respekt! Das „Wunder von Dortmund“ ist dem stark dezimierten „Wölfe“ gelungen. Trotz eines schnellen Rückstands kämpfte das Team unbeirrt. Mit allergrößtem Einsatz und mit Stark einen starken Rückhalt gelang bei den Westfalen ein knapper 2:1-Erfolg. Damit geht die Serie weiter. Schon am Freitag gastiert Dortmund in Selb.

EHC Dortmund – VER Selb 1:2 (1:0; 0:1; 0:1)

Aufgebot Selb

Tor: Stark (Grönke)
Abwehr: Fischer, Jeschke; Roos, T. Schneider; Dörner, Hechtfischer
Sturm: Piwowarcyk, Mudryk, Geisberger; Hendrikson, Hördler, Schiener; Pauker, Heilman, Warkus

Schiedsrichter: Lenhart

Strafminuten: Dortmund 5 + SD für Kreuzmann, Selb 12

Zuschauer: 758

Tore:

0:08 – 1:0 Schmerda (Michl, Pohanka)
27:39 – 1:1 Heilman (Mudryk, Geisbgerer)
48:57 – 1:2 Fischer (Hördler)

Aufgrund der langen Verletztenliste mit denkbar schlechten Vorzeichen gingen die Selber „Wölfe“ beim EHC Dortmund in die dritte Play-Off-Begegnung. Und gleich zu Beginn kam man böse unter die Räder. Gerade einmal acht Sekunden waren gespielt, da versuchte es der über die linke Seite durchstartende Schmerda mit einem Schuss und traf zur Führung der Gastgeber. Der VER bemühte sich mit den ersten Angriffsversuchen. Diese wurden jedoch durch zwei aufeinanderfolgende Unterzahlspiele zugleich unterbunden. Nachdem diese Gefahr schadlos überstanden werden konnte, suchten die Franken weiter den Weg zum Ausgleich. Die Westfalen ließen allerdings nicht viel zu und blockten frühzeitig. Dazu gelang es ihnen, schnelle Konter zu fahren. Keeper Stark im Selber Kasten war jedoch stets auf dem Posten und wehrte auch in einem nächsten Unterzahl einiges ab. Viereinhalb Minuten lang Überzahl hatten zum Ende des ersten Drittels dann die Selber. Zeitweise wurde aus dem Vorteil zu wenig gemacht. Anteil dazu hatten freilich die Hausherren, die mit guter Defensivarbeit den „Wölfen“ die Arbeit schwer machten. Doch auch hatten Hördler und Co. bei ihren Szenen kein Glück im Abschluss.

Mit einem engagierten Einsatz sicherte man sich nicht nur den knappen Rückstand. Immer wieder rollte der VER gute Angriffe in Richtung des gegnerischen Kastens. Zwar hatte auch Dortmund eine gute Chance in Form eines Pfostentreffers. Die „Wölfe“ fanden sich jedoch zunehmend in der Offensivzone wieder. Einige Möglichkeiten wurden beim Schussfeuerwerk ausgelassen, ehe der Vorwärtsdrang endlich mit dem Ausgleichstreffer belohnt wurde. Zwei Strafzeiten binnen kürzester Zeit handelte sich der VER danach ein. Die Gastgeber hatten allerdings das große Nachsehen, bei 5/3-Überzahl an der Abwehr und am glänzend aufgelegten Stark kein Vorbeikommen zu finden. Der 16-Jährige Keeper klärte auch danach einen Alleingang und fischte dazu einen nahezu schon unhaltbaren Puck, hielt so seine Farben weiter im Spiel. Diese hatten ebenso Pech, nicht selbst in Führung zu gehen. Auch hier scheiterte man am Torhüter, ehe man zum Drittelende erneut eine Strafe wegen Spielens mit zu vielen Feldspielern kassierte.

Doch auch dieses Unterzahl wurde wieder überstanden, wie das Selber Tor auch weiter wie vernagelt schien. Stark, Stark, Stark hieß es da, während sich beide Mannschaften einen schnellen offenen hart umkämpften Schlagabtausch ablieferten. Die „Wölfe“ suchten ihre Chancen und bekamen sie auch. Wie in der 49. Minute, als Hördler einen Dortmunder Pass abfangen konnte bis der Puck bei Fischer landete, der mit dem 2:1 für den VER zur Stelle war. Mit vollstem Einsatz galt es nun diesen hauchdünnen Vorsprung über die Zeit zu retten. Zwei Minuten vor dem Ende nahmen die Hausherren Auszeit, dann für einen weiteren Feldspieler den Keeper vom Eis. Doch Selb wehrte sich mit Kräften. Das Wunder war perfekt. Damit geht die Play-Off-Serie nun am Freitag weiter – zuhause um 20 Uhr in der Autowelt König Arena.
 

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