Deutscher Eishockey Bund

Spielbericht Oberliga West 23. 03. 2012
VER Selb vs EHC Dortmund Westfalen-Elche Spielberichte
EC Bad Nauheim Rote Teufel vs Tölzer Löwen Spielberichte
MEC Halle 04 vs EV Füssen Spielberichte
Tabelle Spieltag
Freitag,  23. 03. 2012 VER Selb vs EHC Dortmund Westfalen-Elche 5 : 9 3:2-0:5-2:2
Tore:

Tor

14:47 1:0 Herbert Geisberger (Jared Mudryk)
18:17 2:2 Kyle Piwowarczyk (Yann Jeschke, Christopher Schadewaldt)
19:14 3:2 Yann Jeschke
51:36 8:4 Kyle Piwowarczyk (Jared Mudryk, Herbert Geisberger)
56:21 8:5 Jared Mudryk (Herbert Geisberger)
15:28 1:1 Frank Petrozza (Nils Liesegang)
17:11 1:2 Branislav Pohanka (Sebastian Eickmann, Philipp Michl
20:17 3:3 Branislav Pohanka
23:16 3:4 Michael Schmerda
27:43 3:5 Branislav Pohanka (Frank Petrozza)
31:59 3:6 Frank Petrozza(Nils Liesegang, Ryan Martens)
33:07 3:7 Thomas Richter (Frank Petrozza)
50:58 8:3 Christian Kretschmann (Benedikt Kastner)
56:57 9:5 Frank Petrozza (Nils Liesegang)
 
 
Strafen: 2 Minuten Strafe 13:38  Dennis Schiener - (Unnötige Härte)
30:22  Ricco Warkus - (Hoher Stock)
31:01  Yann Jeschke - (Check gegen die Bande)
39:56  Daniel Heilman - (Spielverzögerung)
 
05:09  Benedikt Kastner - (Behinderung)
13:38  Frank Petrozza - (Check gegen die Bande)
13:38  Manuel Neumann - (Stock-Check)
22:39  Ryan Martens - (Beinstellen)
47:58 Niklas Clusen - (Beinstellen)
51:04 Michael Schmerda - (Beinstellen)
51:36 Florian Kirschbauer - (Behinderung)
57:20 Florian Kirschbauer - (Behinderung)
 
 
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Team Team

Goalie

21 Kümpel, Manuel
33 Ritter, Stephen
72 Stark, Niko

Verteidigung

4 Ryzuk, Jiri
8 Dörner, Dennis (FL)
12 Heilman, Daniel
17 Jeschke, Yann
22 Schneider, Ronny
24 Schneider, Tim
77 Roos, Timo
84 Schadewaldt, Christopher

Angriff

6 Piwowarczyk, Kyle
7 Hördler, David
9 Schiener, Dennis
10 Siegeris, Hannes
11 Mudryk, Jared
13 Setzer, Sebastian
19 Pauker, Tom
23 Geisberger, Herbert
27 Bauer, Fabian
47 Hendrikson, Peter
57 Moosberger, Achim (FL)
66 Warkus, Ricco
86 Fischer, Alexander
91 Thielsch, Dennis

Goalie

20 Dräger, Marius
31 Finkenrath, Benjamin
35 Kremer, Jan-Alexander

Verteidigung

2 Kirschbauer, Florian
4 Kreuzmann, Stephan
22 Orendorz, Dieter
28 Kastner, Benedikt
33 Neumann, Manuel
44 Eickmann, Sebastian
55 Clusen, Niklas
93 Ortwein, Mike

Angriff

5 Kretschmann, Christian
7 Michl, Philipp
8 Martens, Ryan
16 Schmerda, Michael
18 Richter, Thomas
19 Stähle, Vitali
25 Pohanka, Branislav
88 Petrozza, Frank
89 Streser, Stefan
91 Schlicht, Dennis
98 Liesegang, Nils
 
Schiedsrichter:: Ralph Bidoul, Dominic Erdle, Dominic, Christian Kastenmeier
Zuschauer: 3.188
Selber Wölfe Saisonaus, aber „Wölfe“-Fans sind stolz auf ihre Mannschaft

Selber Wölfe - EHC Dortmund 5:9

Saisonaus, aber „Wölfe“-Fans sind stolz auf ihre Mannschaft

„Wir sind stolz auf unser Team“ feierten 3.200 Zuschauer ihre Selber „Wölfe“ während und noch lange nach dem Spielende. Der VER unterlag zwar das vierte Play-Off-Spiel mit 5:9. Die Niederlage mit dem zugleich bedeutenden Saisonende tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch, eine tolle Oberliga-Saison zu feiern.

VER Selb – EHC Dortmund 5:9 (3:2; 0:5; 2:2)

Aufgebot Selb: Stark, ab 34. Grönke
Abwehr: Schadewaldt, Jeschke, Roos, Fischer; Hechtfischer, Dörner; Kießling
Sturm: Piwowarczyk, Mudryk, Geisberger; Hendrikson, Hördler, Schiener; Pauker, Heilman, Warkus; Bauer

Schiedsrichter: Bidoul (Erdle/Kastenmeier)

Strafminuten: Selb 8, Dortmund 14

Zuschauer: 3.188

Tore:
14:47 – 1:0 Geisberger (Mudryk; 5-4)
15:28 – 1:1 Petrozza (Liesegnag)
17:11 – 1:2 Pohanka (Eickmann, Michl)
18:17 – 2:2 Piwowarczyk (Jeschke, Schadewaldt)
19:14 – 3:2 Jeschke
20:17 – 3:3 Pohanka
23:16 – 3:4 Schmerda (4-5)
27:43 – 3:5 Pohanka (Petrozza)
31:59 – 3:6 Petrozza (Liesegang, Martens; 5-3)
33:07 – 3:7 Richter (Petrozza)
50:58 – 3:8 Kretschmann (Kastner)
51:36 – 4:8 Piwowarczyk (Mudryk, Geisberger; 5-4)
56:21 – 5:8 Mudryk (Geisberger)
56:57 – 5:9 Petrozza (Liesegang)

Eine bombastische Gänsehautatmosphäre stellte schon weit vor Spielbeginn alles bisher Dagewesene in den Schatten. Die Fans waren heiß auf ihre Helden, doch musste Trainer Cory Holden abermals einige Ausfälle beklagen. So fehlte nun auch noch Tim Schneider in der Abwehr.
Dennoch: die ersten Minuten der Begegnung gehörten ganz klar den Hausherren Die lautstarke und nonstop anpeitschende Saisonrekordkulisse bekam ein Team geboten, von dem sofort zu erkennen war, dass es mehr wollte. Die ersten Möglichkeiten konnten wie auch in einem folgenden Überzahl nicht untergebracht werden. Die Gäste hatten Mühe, überhaupt in den Angriff zu kommen. Zwingendes sprang dabei kam heraus. So drückten die „Wölfe“ weiter. In Überzahl gelang dann endlich der verdiente Führungstreffer. Von der linken Seite probierte es Geisberger. Sein Schuss drudelte über die Torlinie zum 1:0. Damit war der Torreigen eröffnet und den Zuschauern bot sich ein Wechselband der Gefühle. Petrozza schlug für Dortmund umgehend zum Ausgleich zu. Wenig später hatte Stark das Nachsehen bei Pohankas Schuss, den er über seine Hände rutschen ließ. Die Fans pushten den jungen Keeper aber umgehend auf. Doch nicht nur das. Denn auch die Mannen auf dem Eis blieben vom plötzlichen Rückstand unbeeind ruckt. Im Angriffsdrittel gelang die Scheibe zum freistehenden Piwowarczyk, der nur noch einzuschieben brauchte. Und nicht mal eine Minute später zündete Jeschke ab und zog am Torhüter, dessen Sicht versperrt war, vorbei in die Maschen.
17 Sekunden nach der ersten Pause konnte Dortmunds Pohanka jedoch rasch wieder den Ausgleich erzielen. Ausgerechnet in Überzahl passierte Schadewaldt ein Lapsus, den Schmerda dankend annahm und den nächsten Treffer für seine Farben markieren konnte. Selb mühte sich, doch erneut ließ man den Gegner zu einem guten Zusammenspiel und so zum 3:5 kommen. Kurz darauf hatte Warkus die Chance zu verkürzen, ließ die gute Möglichkeit allerdings aus. Das Publikum war weiter zu Stelle: „Selber geben niemals auf“, skandierten die Anhänger und gaben von den Rängen aus alles was an Unterstützung möglich ist, In Unterzahl setzte sich Piwowarczyk durch, konnte vom Torschuss gerade noch abgehalten werden. Selb kassierte noch eine weitere Strafe. Das %/3 nutzte Dortmund entsprechend zum 3:6 aus. Wenig später gelang den Westfalen gar das 3:7. Die Messe war damit gelesen. Für Stark kam zugleich Grönke zwischen die Pfosten. Die Fans dagegen machten nur noch Party, feierten ihre Mannschaft für eine grandiose Saison.
So ging es auch im Schlussabschnitt weiter und das Spiel auf dem Eis vielmehr nur noch zur Nebensache geworden. Am Ende ging die Partei etwas zu deutlich für Dortmund aus und Selb war damit unter Wert geschlagen, betrachtet man vor allem die Dominanz im ersten Drittel. Am Ende zählte nur noch das gegenseitige Dankeschön von Mannschaft und Fans

 
Selber Wölfe – EHC Dortmund 5 : 9 (3:2,0:5,2:2)Elche erreichen das Halbfinale
Selber Wölfe – EHC Dortmund 5 : 9 (3:2,0:5,2:2)

Das Halbfinale ist erreicht - Den zweiten Matchball konnte der EHC Dortmund gegen die Selber Wölfe verwandeln und am Freitagabend in Oberfranken mit 9:5 gewinnen. Damit haben die Westfalen Elche die nächste Runde der Play-Offs um den Aufstieg zur 2. Bundesliga erreicht. Auf den Gegner muss aber noch bis Sonntagabend gewartet werden, da das Duell der Tölzer Löwen gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim erst dann im 5. Aufeinandertreffen entschieden wird. Sollte sich Bad Tölz durchsetzen, dann müsste der EHC gegen Duisburg (zuerst auswärts) antreten. Gewinnt Bad Nauheim, dann würden die Elche (zuerst zuhause) auf Halle treffen. Auf jeden Fall beginnt das Halbfinale bereits am kommenden Dienstag.

Wie nicht anders zu erwarten begannen die gastgebenden Wölfe vor großer und stimmgewaltiger Kulisse von über 3000 Zuschauern sehr druckvoll und ließen die Elche in den ersten 10 Minuten wenig Raum. So fiel dann auch das 1:0 für Selb in der 15. Minute durch Herbert Geisberger nicht unerwartet. Aber die Freude der Gastgeber hielt nicht lange an, denn nur eine knappe Minute später konnten die Elche durch Frank Petrozza ausgleichen. In der 18. Minute brachte Branislav Pohanka den EHC erstmalig in Führung, aber zwei Treffer von Kyle Piwowarczyk brachten die Gastgeber noch vor der ersten Pause wieder mit 3:2 nach vorne. Das zweite Drittel stand dann aber mehr als eindeutig im Zeichen der Westfalen Elche. „Meine Mannschaft war dem Gegner in allen Belangen überlegen. Respekt und Anerkennung für das Team. Sie hat gezeigt, dass die Heimniederlage am Dienstag ein Ausrutscher war. Ich hatte einige Umstellungen vorgenommen und die haben sich bewährt“ meinte EHC-Coach Frank Gentges nach Spielende. Zwei weitere Torerfolge von Branislav Pohanka, ein schöner Unterzahltreffer von Michael Schmerda sowie Frank Petrozza in doppelter Überzahl und Thomas Richter brachten nicht nur ein 5:0-Drittelergebnis sondern brachten die Elche vor der zweiten Pause vorentscheidend mit 7:3 in Front. Vor allem das 3:4 durch Michael Schmerda raubte den Wölfen den Nerv, denn anstatt in Überzahl selbst die Führung zu erzielen lagen sie nun zurück. Der Stimmung auf den Rängen tat das alles dennoch keinen Abbruch. Auch Frank Gentges zeigte sich angetan von der tollen Play-Off-Stimmung. Die hielt bis weit nach dem Schlusspfiff an, nachdem in den letzten Zwanzigminuten beide Teams noch jeweils zweimal trafen. Christian Kretschmann (als bester Rookie der Oberliga West bei den EishockeyNews gewählt) markierte das 3:8, dann trafen Kyle Piwowarczyk und Jared Mudryk für Selb, bevor Frank Petrozza mit seinem dritten Treffer des Abends (wie Branislav Pohanka) den Schlusspunkt setzte. Nun hat Elche Sportchef Frank Gentges (zum besten Trainer der Oberliga West gewählt) vier Tage Zeit, sein Team auf das Halbfinale vorzubereiten.

Torfolge:

1:0 Herbert Geisberger (Jared Mudryk, Kyle Piwowarczyk) 14:47 [+1]
1:1 Frank Petrozza (Nils Liesegang) 15:28
1:2 Branislav Pohanka (Sebastian Eickmann, Philipp Michl) 17:11
2:2 Kyle Piwowarczyk (Herbert Geisberger, Christopher Schadewaldt) 18:17
3:2 Kyle Piwowarczyk (Yann Jeschke, Jared Mudryk) 19:14
3:3 Branislav Pohanka (Michael Schmerda, Sebastian Eickmann) 20:17
3:4 Michael Schmerda 23:16 [-1]
3:5 Branislav Pohanka (Frank Petrozza, Michael Schmerda) 27:43
3:6 Frank Petrozza (Nils Liesegang, Dieter Orendorz) 31:59 [+2]
3:7 Thomas Richter (Frank Petrozza, Manuel Neumann) 33:07
3:8 Christian Kretschmann (Benedikt Kastner, Thomas Richter) 50:58
4:8 Kyle Piwowarczyk (Jared Mudryk, Herbert Geisberger) 51:36 [+1]
5:8 Jared Mudryk (Herbert Geisberger, Kyle Piwowarczyk) 56:21
5:9 Frank Petrozza (Nils Liesegang) 56:57

Strafminuten: Selb 8 - EHCDO 16

Zuschauer: 3188

Mannschaftsaufstellung: Benjamin Finkenrath [31], Jan Kremer [35] (nicht eingesetzt) – Florian Kirschbauer [2], Dieter Orendorz [22], Benedikt Kastner [28] (C), Manuel Neumann [33] (A), Sebastian Eickmann [44] (A), Niklas Clusen [55], Mike Ortwein [93] – Christian Kretschmann [5], Philipp Michl [7], Ryan Martens [8], Michael Schmerda [16], Thomas Richter [18], Branislav Pohanka [25], Frank Petrozza [88], Nils Liesegang [98]
 

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Freitag,  23. 03. 2012 EC Bad Nauheim Rote Teufel vs Tölzer Löwen 1 : 0 0:0-1:0-0:0
Tore:

Tor

24:12  Tobias Schwab (Lanny Gare, Manuel Weibler)
 
   
Strafen: 2 Minuten Strafe 09:20  Jannik Striepeke - (Beinstellen), 2 MIN, 9:20
27:57  Marius Pöpel - (Halten des Stocks), 2 MIN, 7:57
30:38  Alexander Baum - (Check gegen Kopf- und Nacken), 2 MIN, 10:38
48:04  Dennis Cardona - (Spielverzögerung), 2 MIN, 8:04
54:08  Daniel Ketter - (Halten des Gegners), 2 MIN, 14:08
59:23  Christian Franz - (Stockschlag), 2 MIN, 19:23
37:35  Michel Maaßen - (Haken), 2 MIN, 17:35
 
12:01  Michael Pfaff - (Beinstellen), 2 MIN, 12:01
14:46  Dennis Neal - (Haken), 2 MIN, 14:46
49:31  Pascal Sternkopf - (Unnötige Härte), 2 MIN, 9:31
 
 
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe 30:38  Alexander Baum - (Unsportliches Verhalten)
59:23  Marius Pöpel - (Unsportliches Verhalten)
 
keine    
  Spieldauer-Strafe 30:38  Alexander Baum - (Unsportliches Verhalten)
59:23  Marius Pöpel - (Unsportliches Verhalten)
 
keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Team Team

Goalie

35 Keller, Markus
37 Glatzel, Patrick
33 Wagner, Alexander

Verteidigung

3 Mangold, André
4 Baum, Alexander
5 Franz, Christian
6 Ketter, Daniel
17 Börngen, Dominik
23 Pöpel, Marius
25 Kohl, Marc

Angriff

7 May, Tim
8 Baldys, Matthias
9 Maaßen, Michel
10 Kujala, Janne
14 Cardona, Dennis
16 Striepeke, Jannik
18 Gare, Lanny
26 Lavallee, Kevin
27 Schwab, Tobias
44 Weibler, Manuel
77 Wex, Pierre
91 Stanley, Dylan

Goalie

29 Jenike, Andreas (FL)
30 Riesch, Florian (FL)
31 Goll, Jakob (FL)
35 Wölfl, Marco

Verteidigung

2 Kolacny, Florian
3 Lindlbauer, Peter (FL)
5 Prommersberger, Anton
6 Andrä, Andreas
15 Pfaff, Andreas
16 Pfaff, Michael
17 Kolacny, Christian
27 Schüle, Tim (FL)
44 Sternkopf, Pascal
77 Fuchs, Dominic
92 Neal, Dennis

Angriff

7 Strobl, Florian (FL)
9 Dubé, Yanick
10 Mangold, Franz
11 Sedlmayr, Johannes (FL)
14 Fischhaber, Christoph
19 Ketterer, Florin
21 Fischer, Michael (FL)
22 Ritschel, Markus
23 Merl, Thomas (FL)
25 Ehliz, Yasin (FL)
28 Urban, Christian
33 Oblinger, Alexander (FL)
47 Pfleger, Marco
71 Leismüller, Martin
90 Fischhaber, Simon (FL)
91 Walleitner, Dominik
93 Pföderl, Leonhard (FL)
97 Pauli, Andreas
 
Schiedsrichter:: Bastian Haupt, Thorsten Lajoie, Norbert Van der Heyd
Zuschauer: 3.055
1:0-Heimsieg gegen Bad Tölz bringt fünftes Spiel am Sonntag

Mit 1:0 (0:0, 1:0, 0:0) besiegten heute Abend die Roten Teufel den EC Bad Tölz im vierten Viertelfinalspiel und erzwingen somit ein alles entscheidendes Match am Sonntag in Bayern. Das goldene Tor des Tages erzielte Tobias Schwab zu Beginn des zweiten Drittels, was bis zum Schlusspfiff in einem dramatischen Spiel Bestand haben sollte.

Bei den Hausherren konnte Tobias Schwab trotz der Folgen einer Gehirnerschütterung vom vergangenen Sonntag mitwirken und stellte sich in den Dienst der Mannschaft. Ebenso war Dennis Cardona wieder dabei, aber auch wenn beide nicht mit vollen Kräften agieren konnten, wollten sie dazu beitragen, ein fünftes Match am Sonntag zu erzwingen. Und die Hausherren begannen druckvoll: zwei Mal Cardona (3. und 6.) sowie Weibler mit einem Drehschuss (5.) prüften Jenike im Kasten der Bayern, der alle Hände voll zu tun hatte. Von den "Buam" kam lediglich ein gefährlicher Schuss von Pauli vor den Kasten von Keller, den dieser ohne Probleme entschärfe. Die Roten Teufel bestimmten den Abschnitt, allerdings ließen sie es vermissen, das Übergewicht in Tore umzumünzen. Chancen hierzu waren auch weiterhin vorhanden, wie durch Schwab im Powerplay (10.) oder Baum mit der bis dato größten Möglichkeit in der 17.Minute, als der Puck knapp vorbei ging. Kevin Lavallee, der in der dritten Reihe begann und im Powerplay eine wichtige Rolle spielte, hatte in der 18.Minute das 1:0 auf der Kelle, doch auch hier hielt Jenike. Die Tölzer gaben vor der ersten Pause noch einen Warnschuss durch Strobl ab, der Sekunden vor der Sirene plötzlich ganz frei vor Keller auftauchte, dieser hielt jedoch sensationell mit einem Reflex.

Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts hatten die Hausherren durch Gare und Weibler zwei Riesenchancen frei im Slot, doch Jenike hielt beide Male. In der 25.Minute konnten die EC-Fans endlich jubeln: nach einem tollen Querpass von Lanny Gare traf Tobias Schwab mit einem fulminanten Schuss unter die Latte zum 1:0. Nun war es ein richtig offenes Spiel mit schnellen Spielzügen auf beiden Seiten. Die Tölzer hatten durch Fischhaber hierbei die größte Möglichkeit zum Ausgleich in der 28.Minute, Keller entschärfte die Szene. Die Bayern drückten auf das 1:1 wie in der 30.Minute, als Merls Schuss bereits durch war, aber alle EC-Spieler das Hartgummi vor der Linie zu stopen versuchten. In der 31.Minute setzte sich der Unparteiische in Szene: ein fragwürdiger Check von Alexander Baum gegen den Kopf von Fischhaber, der seinerseits den Ellenbogen im Gesicht von Baum hatte, wurde mit 2+10 Minuten gegen den Bad Nauheimer geahndet. Der Assistenz-Kapitän regte sich darüber derart auf, dass er eine Wasserflasche auf der Strafbank warf. Hierfür kassierte er die zweite "Zehner", so dass er zum Duschen musste und damit gleichzeitig für eine Partie gesperrt ist. Die Hausherren benötigten ein wenig, um diesen Schock zu verdauen, waren vor der zweiten Pause mit Chancen von Lavellee und Stanley aber wieder zur Stelle, ein weiterer Treffer sollte ihnen allerdings nicht gelingen, so dass es mit dem knappen Vorsprung in die Kabinen ging.

Im letzten Drittel war es ein Kampf auf Biegen und Brechen. Die Hausherren warteten auf den vielleicht entscheidenden Fehler von den Bayern, während die Tölzer natürlich mehr nach vorne tun mussten. Mit nun mehr fünf Verteidigern war die Sache für die Hessen natürlich nicht einfacher geworden, aber sie stemmten sich mit allem, was sie hatten, gegen die Gäste, denen allerdings spielerisch nicht viel einfiel gegen das EC-Abwehrbollwerk. Als die Roten Teufel kurz vor Schluss noch einmal 2+10 Minuten gegen Christian Franz kassierten, nahm Gäste-Coach Funk seinen Goalie vom Eis, so dass sie mit zwei Mann mehr agieren konnten. Die Scheibe landete auch zum vermeintlichen 1:1 im Netz, doch das Schiedsrichtergespann entschied auf Heimsieg Bad Nauheim, da die Uhr bereits herunter gelaufen war. Somit kommt es nun am Sonntag ab 18 Uhr zum alles entscheidenden fünften Spiel in Bad Tölz, "in dem die Tölzer hart kommen werden. Mit nur fünf Verteidigern muss ich Manuel Weibler hinten spielen lassen. Dennoch bin ich optimistisch", sagte Fred Carroll nach dem Schlusspfiff.

EC Bad Nauheim - EC Bad Tölz 1:0 (0:0, 1:0, 0:0)
Tore:
1:0 (24:12) Schwab (Gare, Weibler)
Strafminuten: ECN 14 + 20 (Baum) + 10 (Franz) / ECT 6
Zuschauer: 3.055
 
Tölzer Löwen Vor dem Tor verzweifelt

Die Tölzer Löwen unterliegen im vierten Viertelfinal-Spiel mit 0:1 in Bad Nauheim und treffen erst eine Sekunde nach Spielende ins gegnerische Tor.

Die Entscheidung ist vertagt: In einer erneut unglaublich dramatischen Partie unterlagen die Tölzer Löwen gestern Abend dem EC Bad Nauheim mit 0:1 (0:0, 0:1, 0:0). Die Entscheidung über den Einzug ins Halbfinale fällt somit in der fünften und entscheidenden Partie an diesem Sonntag (18 Uhr) in der Hacker-Pschorr-Arena.

Drunter und drüber ging es in den letzten 37 Spielsekunden. Erst flog Nauheims Christian Franz wegen Stockschlag und unsportlichem Verhalten vom Eis. Löwen-Trainer Florian Funk nahm seinen Schlussmann Andreas Jenike zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Zehn Sekunden vor Spielende startete Christoph Fischhaber beim Spielstand von 0:1 einen letzten verzweifelten Angriff. Er schoss, es kam zu einem großen Durcheinander vor dem Tor. Und dann passierte tatsächlich das, woran die Löwen in den 60 Minuten zuvor gescheitert waren: Johannes Sedlmayr schlenzte aus kurzer Distanz den Puck ins Tor. Schiedsrichter Bastian Haupt gab den Treffer, die Löwen stürmten jubelnd aufs Eis, und im Stadion eskalierte die ohnehin schon aufgeheizte Stimmung: Die Nauheimer Spieler bestürmten den Schiedsrichter und reklamierten, der Treffer sei nach der Schlusssirene gefallen - die niemand hören konnte, weil es zu diesem Zeitpunkt im Stadion ohrenbetäubend laut war. Dutzende Bierbecher flogen aufs Eis. Nauheims Trainer Fred Carroll feuerte wutentbrannt mehrfach seine Taktiktafel auf die Spielerbank.

Daraufhin wiesen die Linienrichter den Schiedsrichter darauf hin, dass der Treffer tatsächlich Sekundenbruchteile nach Spielende gefallen sei - was wohl auch den Tatsachen entsprach. „Die Hütte wäre abgebrannt, wenn er das Tor gegeben hätte“, kommentierte Fred Carroll. Löwen-Trainer Florian Funk war nach dem Spiel wutentbrannt aufs Eis gestürmt, um mit Haupt zu diskutieren. Bei der Pressekonferenz hatte er seine Gelassenheit wiedergefunden: „Wahrscheinlich hat keiner im Stadion in diesem Moment auf die Uhr geschaut. Wir haben zuvor kein Tor geschossen, und so kann man nicht gewinnen.“

Die Nauheimer hatten sich mit ihren Rückkehrern Dylan Stanley, Tobias Schwab und Dennis Cardona im Vergleich zum Dienstagsspiel wie verwandelt präsentiert. Sie waren 60 Minuten lang vor 3000 fanatischen Zuschauern ein gleichwertiger Gegner in einer erneut hochklassigen Partie. Im Gegensatz zum ersten Spiel in Bad Tölz hatten sie dieses Mal auch in den Schlussminuten das nötige Glück.

EC Bad Nauheim - Tölzer Löwen 1:0 (0:0, 1:0, 0:0). - Tor: 1:0 (24:12) Schwab (Gare, Weibler). - Strafminuten: Bad Nauheim 14 + 10 Check gegen Kopf und Nacken Baum + 10 + Spieldauer Baum (unsportliches Verhalten) + 10 Franz (unsportliches Verhalten) + 10 Pöpel (unsportliches Verhalten), Tölz 6. - Schiedsrichter: Haupt (ESC Kempten). - Zuschauer: 3055
 

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Freitag,  23. 03. 2012 MEC Halle 04 vs EV Füssen 5 : 3 0:0-3:2-2:1
 

Tor

31:19 Kilian Glück (Ivan Kolozvary, Artur Lemmer)
34:42 Ivan Kolozvary (Sebastian Lehmann, Kilian Glück)
37:58 Florian Eichelkraut (Überzahl-Tor) (Jiri Polak, Ivan Kolozvary)
47:47 Ivan Kolozvary (Florian Eichelkraut, Jiri Polak)
50:51 Benjamin Thiede (Artur Grass, Artur Lemmer)
 
21:17 Daniel (FL) Schmölz (Sascha Golts, Andrej Naumann)
33:20 Sascha Golts (Andrej Naumann, Benjamin Kronawitter)
41:09 Veit (FL) Holzmann (Benjamin Kronawitter, Simon Sezemsky)
 
Strafen: 2 Minuten Strafe 11:14 Jiri Polak - (Haken)
30:20 Andreas Schmelcher - (Unnötige Härte)
30:20 Andreas Schmelcher - (Unnötige Härte)
12:00 Daniel (FL) Schmölz - (Zu viele Spieler auf dem Eis)
28:20 Julian Eichinger - (Haken)
30:20 Lukas Jentsch - (Unnötige Härte)
37:00 Simon Sezemsky - (Beinstellen)
58:57 Andrej Naumann - (Stockschlag)
 
 
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Team Team

Goalie

1 Jorde, Andreas
29 Henne, Marc-Michael
33 Irrgang, Andre
35 Sertl, Korbinian

Verteidigung

4 Nägele, Marius
6 Sezemsky, Simon
10 Linden, Felix
14 Wolsch, Sebastian
17 Eichinger, Julian
18 Kublin, Douglas
27 Keller, Kilian (FL)
28 Jentsch, Lukas
36 Stiefenhofer, Daniel
37 Schuchardt, Phillip

Angriff

7 Bezshchasnyi, Ruslan
8 Gschmeißner, Valentin
11 Meisinger, Dominik (FL)
12 Schmölz, Daniel (FL)
13 Zobel, Tauno
15 Kronawitter, Benjamin
16 Holzmann, Veit (FL)
19 Naumann, Andrej
22 Golts, Sascha
23 Titsch, Joel
31 Baier, Yannik (FL)
32 Gohlke, Lukas
38 Gmeiner, Daniel
44 Mojtek, Pavel
96 Nadeau, Eric

Goalie

30 Steinhauer, Lukas
33 Langmann, Jonas
42 Pschibert, Enrico
53 Wolfermann, Robert

Verteidigung

7 Meier, Nikolaus
8 Schmelcher, Andreas
9 Wunderlich, Eric Uwe
14 Rusch, Alexander
17 Glück, Kilian
61 Burian, Tomas
69 Köllner, Christian
77 Polak, Jiri
90 Turnwald, Nicolas

Angriff

10 Lehmann, Sebastian
11 Merkle, Maximilian
21 Thiede, Benjamin
22 Miklik, Martin
25 Grass, Artur
26 Krüger, Marvin
31 Kolozvary, Ivan
51 Martin, Damian
52 Zille, Alexander
57 Bigam, Troy
81 Schubert, Matthias
88 Veltwisch, Max
91 Lemmer, Artur
93 Eichelkraut, Florian
94 Erhardt, Enrico
 
Schiedsrichter:: Ramin Yazdi, Norbert Böhmländer, Waldemar Schmidt
Zuschauer: 1.496
MEC Halle 04 Sale Bulls Saale-Bulls verwandeln Matchball

Das Eishockey-Team der MEC 04 Saale Bulls Halle hat im Playoff-Viertelfinale um den Aufstieg zur 2. Bundesliga den zweiten Matchball verwandelt. Die Hallenser kamen im 4. Spiel der Serie "Best of five" gegen die Füssen Leopards zu einem 5:3-Heimsieg und zog in der Serie uneinholbar auf 3:1 Siege davon. Halle schaffte damit den Einzug in das Playoff-Halbfinale und den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Die Hallenser begannen couragiert, konnten aber ihre zahlreichen Einschussmöglichkeiten im ersten Drittel nicht nutzen. Das 0:1 der Gäste durch Daniel Schmölz in der 22. Minute war daher eine kalte Dusche. Halle schafft durch ein Unterzahltor von Kilian Glück den 1:1-Ausgleich (32.), musste aber kurz darauf abermals den Rückstand hinnehmen; Alexander Golts schoss das zweite Tor für Füssen. Halle steckte aber nicht auf, egalisierte durch Ivan Kolzvary zum 2:2 (35.) und ging durch Florian Eichelkraut zwei Minuten vor Endes des zweiten Spielabschnitts sogar erstmals in Führung (3:2). Im Schlussdrittel erlaubte sich der MEC wieder eine Schlafeinlage zu Beginn und kassierte das 3:3 durch Veit Holzmann (42.). Doch die Hallenser wollten das Glück unbedingt zwingen und ein fünftes Spiel in Füssen unbedingt vermeiden. Ivan Kolozvary traf mit einer herrlichen Direktabnahme nach Pass von Florian Eichelkraut zum 4:3 (48.) und Kapitän Benjamin Thiede stellte den vielumjubelten 5:3-Endstand her.
 
EV Füssen Aus und vorbei

Aus und vorbei, aber der EV Füssen samt seinen Fans können trotz der entscheidenden 5:3 (0:0,3:2,2:1) Niederlage im 4. Spiel gegen MEC Halle und des damit verbundenen Ausscheidens aus den Play-off stolz auf die Mannschaft sein. Wer hätte bei Saisonbeginn gedacht, dass sie aufgrund der Doppelbelastung der DNL-Spieler „und bei deutlich schwächeren Kontingentspielern gegenüber der Vorsaison so weit kommt. Immerhin Tabellendritter und die erste Runde der Play-off überstanden“, so Trainer Holzmann nach dem Spiel.

Im letzten Spiel der Saison fehlten Yannik Baier (gesperrt), Kilian Keller, Ruslan Bezshchasnyi und Dauglas Kublin krankheits- und verletzungsbedingt. Während des Spiels fiel auch noch Joel Titsch aus und Kapitän Eric Nadeau konnte bedingt durch Schmerzmittel wegen seiner Verletzung naturgemäß nicht die volle Leistung bringen. Auch die übrigen Spieler zeigten trotz Wollens Abnützungs- und Ermüdungserscheinungen. Andreas Jorde, der wieder im Tor stand, kann die Niederlage in keinster Weise angelastet werden, im Gegenteil, er hielt, was zu halten war, und das war einiges, vor allem im ersten Drittel, als Halle heftig angriff, allerdings zwischendurch unterbrochen von Füssenern Angriffen, wobei sich hier besonders Daniel Schmölz hervortat, der allerdings den ebenso guten Torwart Lukas Steinhauer nicht überwinden konnte. Nach dem torlosen ersten Abschnitt war in der 22. Minute eben dieser Daniel Schmölz, der auf Zuspiel von Andrej Naumann und Sascha Golts dieses Mal dem gegnerischen Keeper keine Chance gab. Halle zeigte sich ein paar Minuten verunsichert. In dieser Zeit hätten die Füssener nachlegen können und müssen, aber es klappte einfach nicht. In der 28. Minute wurde Joel Titsch dann so schwer verletzt, dass er auf einer Trage in die Kabine getragen werden musste, wobei sich ein Sanitäter (mehr waren nicht zu sehen) schon schwer tat, über das Eis zu kommen und er außerdem noch samt Trage beim Wegtragen auf das Eis stürzte, was natürlich den Füssener Spieler nicht sehr beruhigte. Erste Diagnose ein Bänderriss im Knie. In der 32. Minute stand es in Füssener Überzahl dann plötzlich 1:1, vorausgegangen war ein Fehlpass. Doch nur zwei Minuten später brachte Sascha Golts auf hervorragende Vorarbeit von Benjamin Kronawitter und Andrej Naumann seine Farben in Front. Wieder eine „Vorarbeit“ auf Füssener Seite begünstige gut eine Minute später wieder den Ausgleich. Und Halle nutzte dann eine Überzahl zur 3:2 Pausenführung, wobei 38 Sekunden vor der Pause eine Riesenmöglichkeit für Füssen wegen eines klasse Reflexes von Steinhauer nichts einbrachte. Nach gut einer Minute im letzten Abschnitt war Veit Holzmann (Benjamin Kronawitter, Simon Sezemsky) mit dem ersten Angriff zum Ausgleich erfolgreich. Doch dann machte sich der Kräfteverschleiß auf Füssener Seite immer mehr bemerkbar, Halle witterte Morgenluft und Ivan Kolozvary mit seinem zweiten Tor läutete in der 48. Minute nochmals eine Offensive der Gastgeber ein, die in der 51. Minute zum 5:3 führte. Füssen reagierte nur noch, hatte aber kurz Ende des Spiels noch eine Chance. Das Ruder konnte nicht mehr herumgerissen werden, wobei der Sieg der Mannschaft von Halle verdient war, was Trainer Georg Holzmann ausdrücklich betonte. Füssen hat sich mit seiner jungen und noch lernfähigen Mannschaft in den Spielen gegen die Halleschen Profis gut verkauft, wobei auch ein Weiterkommen bei Vollzähligkeit nicht unmöglich gewesen wäre.
 

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