Deutscher Eishockey Bund

Spielbericht Oberliga West Finale Aufstieg in die 2. Bundesliga
Termin Teams Berichte Stand
07. 04. 2012 Tölzer Löwen vs EV Duisburg Füchse Spielberichte 1 : 0
09. 04. 2012 EV Duisburg Füchse vs Tölzer Löwen Spielberichte 1 : 1
11. 04. 2012 Tölzer Löwen vs EV Duisburg Füchse Spielberichte 2 : 1
13. 04. 2012 EV Duisburg Füchse vs Tölzer Löwen Spielberichte 3 : 1
15. 04. 2012 Tölzer Löwen vs EV Duisburg Füchse entfällt
Tabelle Spieltag
Samstag,  07. 04. 2012 Tölzer Löwen vs EV Duisburg Füchse 4 : 1 1:0-1:1-2:0
Tore:

Tor

16:53 1:0 Johannes Sedlmayr (FL)(Yanick Dubé, Christoph Fischhaber)
28:25 2:0 Marco Pfleger (Yasin Ehliz (FL), Florian Strobl (FL))
44:47 3:1 Leonhard Pföderl (FL) (Michael Pfaff)
51:57 4:1 Michael Fischer (FL) (Leonhard Pföderl (FL))

 
32:12 2:1 Alexander Preibisch (FL)  
Strafen: 2 Minuten Strafe 16:20 Franz Mangold - (Haken)
21:20 Florian Strobl (FL) (Check gegen die Bande)
33:15 Florian Kolacny - (Spielverzögerung)
41:30 Yasin Ehliz (FL) (Unnötige Härte)
55:15 Peter (FL) Lindlbauer - (Beinstellen), 2 MIN, 15:15
 
12:31 Daniel Fischbuch (FL) (Unkorrekter Körperangriff)
16:20 Benjamin Hanke - (Halten des Gegners)
41:30 Daniel Huhn (Unnötige Härte)
45:50 Mats Schöbel - (Stockschlag)
50:14 Patrick Raaf-Effertz (FL) (Unkorrekter Körperangriff)
51:25 Patrik Gogulla (Haken)
 
 
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Team Team

Goalie

29 Jenike, Andreas (FL)
30 Riesch, Florian (FL)

Verteidigung

2 Kolacny, Florian
3 Lindlbauer, Peter (FL)
5 Prommersberger, Anton
6 Andrä, Andreas
16 Pfaff, Michael
17 Kolacny, Christian
44 Sternkopf, Pascal
92 Neal, Dennis

Angriff

7 Strobl, Florian (FL)
9 Dubé, Yanick
10 Mangold, Franz
11 Sedlmayr, Johannes (FL)
14 Fischhaber, Christoph
21 Fischer, Michael (FL)
25 Ehliz, Yasin (FL)
28 Urban, Christian
33 Oblinger, Alexander (FL)
47 Pfleger, Marco
91 Walleitner, Dominik
93 Pföderl, Leonhard (FL)
97 Pauli, Andreas

Goalie

30 Linda, Björn (FL)
35 Renkewitz, Etienne (FL)

Verteidigung

16 Raaf-Effertz, Patrick (FL)
23 Ziolkowski, Thomas
57 Klingsporn, Maik (FL)
76 Gogulla, Patrik
85 Schmidt, Markus
88 Hrstka, Michael

Angriff

6 Hofland, Diego (FL)
10 Hauner, Norman (FL)
17 Fischbuch, Daniel (FL)
18 Schmidt, Marius (FL)
19 Hanke, Benjamin
27 Palka, Dennis (FL)
29 Preibisch, Alexander (FL)
34 Huhn, Daniel
37 Schöbel, Mats
71 Breitkreuz, Clarke
74 Fominych, Denis (FL)
77 Fischbuch, Dennis
81 Ziolkowski, Christoph (FL)
 
Schiedsrichter:: Ralph Bidoul, Dominic Erdle, Gabriel Gaube
Zuschauer: 3.707
Tölzer Löwen Tölzer Löwen legen gegen Duisburg vor

Es war eine Begegnung auf Augenhöh. Doch die Tölzer Löwen entschieden das erste Aufeinandertreffen mit Duisburg 4:1 für sich.

Die erste Hürde ist geschafft: Mit 4:1 (1:0, 1:1, 2:0) setzten sich die Tölzer Löwen am Karsamstagabend gegen die Füchse Duisburg durch. Schnell wurde klar, dass im ersten Spiel des Play-off-Finales wirklich die besten Oberliga-Teams gegeneinander antraten: 3707 Zuschauer in der fast ausverkauften Hacker-Pschorr-Arena sahen ein hochklassiges Spiel. Auf beiden Seiten: viel Tempo, gutes Powerplay, vor allem bei den Löwen gutes Unterzahlspiel, und so mancher Griff in die Trickkiste.

Nur zu Beginn zeigten beide Teams etwas Nervosität. Kein Wunder, traten doch zwei durchweg junge Teams zum Kampf um die Meisterschaft und die sportliche Qualifikation für die 2. Bundesliga an. Die Norm haben sowohl die Löwen als auch die Füchse erfüllt. Die Partie wogte munter hin und her. Das erste starke Powerplay der Duisburger überstanden die Tölzer souverän. In eigener Überzahl ließ vor allem Routinier Yanick Dubé aufhorchen: Schuss aus der Drehung, Füchse-Keeper Björn Linda blieb noch Sieger. In zweiter Tölzer Überzahl musste er sich geschlagen geben: Hannes Sedlmayr staubte zum 1:0 ab. Auch das dritte Tölzer Powerplay war von Erfolg gekrönt: Florian Strobl, der seine Schulterverletzung auskuriert hatte, legte ein schönes Solo aufs Eis, seinen Abschluss parierte Linda, doch Marco Pfleger traf im Nachschuss.

Das Duell der Torhüter entschied - mal wieder - Löwen-Keeper Andreas Jenike für sich. Er leistete sich zwar auch kleine Unachtsamkeiten. Doch die blieben ohne Folgen, weil die Löwen-Defensive zur Stelle war. Bis auf einmal. Bei einem Duisburger Konter erwischte Alexander Preibisch Verteidiger Christian Kolacny auf dem falschen Fuß, zog an ihm vorbei und versenkte die Scheibe zum Anschlusstreffer.

Die Füchs waren eines der wenigen Teams in dieser Saison, die das Tölzer Tempo problemlos mitgehen konnten . Deswegen war das Spiel auch lange offen. Beim Stand von 2:1 musste Jenike noch einige Male eingreifen, um die Führung zu retten. Erst Leo Pföderls Treffer beruhigte die Situation. Anschließend war die Luft etwas raus, die Duisburger schienen sich mit der Niederlage abgefunden zu haben. Michael Fischers Treffer zum 4:1-Endstand in doppelter Überzahl machte alles klar.

Die Löwen legen damit in der best-of-five-Serie 1:0 vor. Doch damit ist die Meisterschaft noch lange nicht entschieden. Schon am Ostermontag um 18.30 Uhr müssen die Löwen wieder ran. Diesmal vor Duisburger Publikum.
 
Füchse unterliegen trotz gutem Auftritt in Bad Tõlz

Das erste Finalspiel ging am Abend mit 4:1 an die Hausherren aus Bayern. Beide Teams erfüllen die hohen Erwartungen und machen Werbung für das deutsche Eishockey.

Es war das erwartet schnelle Spiel der beiden jungen Mannschaften. In den ersten zehn Minuten zeigten beide Teams, dass sie hoch motiviert in die Partie gegangen sind. Im Anschluss bekamen die Löwen deutlich Oberwasser. Mit Johannes Sedlmayr traf dann ein ehemaliger Fuchs zum 1:0 für die Tölzer.

Im zweiten Drittel kamen die Füchse dann wieder besser aus der Kabine. Diego Hofland, Dennis Fischbuch und Clarke Breitkreuz hatten mehrfach den Ausgleich auf dem Schläger, nutzen aber ihre Chancen nicht. Die fehlende Effektivität bestrafte dann Marco Pfleger mit dem 2:0. Vor der Pause konnte Alexander Preibisch mit einem schönen Solo noch ein Mal verkürzen und machte so Hoffnung für das letzte Drittel. Hier verbrachten die Füchse aber zu viel Zeit auf der Strafbank und konnten daher nicht die Aufholjagd einleiten. Mit 4:1 endete das Spiel dann vielleicht etwas zu hoch aber dennoch verdient für die Hausherren.

Am Ostermontag folgt dann das Rückspiel in Duisburg. In der eigenen Arena waren die Füchse bereits gegen Dortmund eine Macht. Vor den heimischen Fans will der EVD die Serie wieder ausgleichen und sich somit auch ein weiteres Heimspiel am Freitag erkämpfen. Das Team braucht dabei jede Menge Unterstützung von den Rängen. Die Füchse hoffen dass das Duisburger Publikum ihren Feiertagsausflug mit einem Besuch in der Scania Arena verbindet. Ab 18:30 beginnt dann der heiße Tanz auf dem Eis.

Hinweis:

"Wir bitten die Fans und Zuschauer am Spieltag rechtzeitig zur Arena zu kommen und die Wartezeiten an den Kassen einzuplanen. Wir rechnen mit einem guten Zuschauerzuspruch, denn wenn es um besondere Spiele und Situationen geht, wie diese Aufstiegschance, dann ist das Sportlerherz aller Duisburger/innen gefragt. Wir sind vorbereitet, so dass alle Kassen besetzt sein werden. Trotzdem steht jetzt schon fest, dass wir das Spiel nicht später beginnen werden, weil es Schlangen an den Kassen geben könnte. Ab 2 Stunden vor dem Spiel sind die Kassen geöffnet! Aber am Ostermontag sollte das mit der Zeit kein Problem sein“ hofft Marketingleiter Bülent Akşen den bisherigen Zuschauerrekord am Montag zu überbieten. Karten sind am Spieltag doch ausreichend verfügbar!

Tore:
1:0 (16:56) Sedlmayr (Fischhaber, Dubé/5-4)
2:0 Pfleger (Strobl, Ehliz)
2:1 (32:12) Preibisch
3:1 (44:47) Pföderl (Pfaff)
4:1 (51:57) Fischer (Pförderl/5-3)

Strafen:
Bad Tölz: 8
Duisburg: 12

Zuschauer: 3707
 

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Montag, 09. 04. 2012 EV Duisburg Füchse vs Tölzer Löwen 3 : 2 OT 2:1-0:0-0:1-1:0
Tore:

Tor

00:41 1:0 Patrick Raaf-Effertz (FL) (Mats Schöbel)
04:18 2:0 Norman Hauner (Maik (FL) Klingsporn)
68:11 Diego Hofland (FL) (Patrik Gogulla, Clarke Breitkreuz)
 
17:27 2:1 Johannes Sedlmayr (FL) (Florian Strobl (FL), Marco Pfleger)
52:45 2.2 Johannes Sedlmayr (FL) (Yanick Dubé)
 
Strafen: 2 Minuten Strafe 05:24 Benjamin Hanke (Unkorrekter Körperangriff)
14:29 Patrik Gogulla (Unnötige Härte)
14:29 Dennis Fischbuch (Unnötige Härte)
22:03 Dennis Palka (FL) (Beinstellen)
29:43 Denis Fominych (FL) (Unnötige Härte)
29:43 Denis (FL) Fominych (FL) (Unnötige Härte)
29:43 Benjamin Hanke (Unsportliches Verhalten)
34:37 Clarke Breitkreuz (FL) (Stockschlag)
35:30 Norman Hauner (FL) (Stockschlag)
37:54 Patrik Gogulla (Stockschlag)
52:21 Christoph Ziolkowski (FL) (Behinderung)
61:00 Patrik Gogulla (Hoher Stock)
61:00 Patrik Gogulla (Hoher Stock)
 
12:42 Yasin Ehliz (FL) (Haken)
14:29 Anton Prommersberger (Unnötige Härte)
14:29 Michael Pfaff (Unnötige Härte)
29:48 Christoph Fischhaber (Beinstellen)
30:57 Christian Urban (Beinstellen)
34:37 Anton Prommersberger (Unnötige Härte)
53:53 Leonhard Pföderl (FL) (Beinstellen)
67:25 Christian Kolacny (Stockschlag)
 
  5 Minuten Strafe keine   29:43 Peter Lindlbauer (FL) (Unnötige Härte)  
  10 Minuten Strafe keine   12:42 Yasin (FL) Ehliz (Unsportliches Verhalten)  
  Spieldauer-Strafe 29:43 Benjamin Hanke (Unsportliches Verhalten) 29:43 Peter Lindlbauer (FL) (Unnötige Härte)  
  Matchstrafe keine   keine    
Team Team

Goalie

30 Linda, Björn (FL)
35 Renkewitz, Etienne (FL)

Verteidigung

16 Raaf-Effertz, Patrick (FL)
23 Ziolkowski, Thomas
57 Klingsporn, Maik (FL)
76 Gogulla, Patrik
85 Schmidt, Markus
88 Hrstka, Michael

Angriff

6 Hofland, Diego (FL)
10 Hauner, Norman (FL)
17 Fischbuch, Daniel (FL)
18 Schmidt, Marius (FL)
19 Hanke, Benjamin
27 Palka, Dennis (FL)
29 Preibisch, Alexander (FL)
34 Huhn, Daniel
37 Schöbel, Mats
71 Breitkreuz, Clarke
74 Fominych, Denis (FL)
77 Fischbuch, Dennis
81 Ziolkowski, Christoph (FL)

Goalie

29 Jenike, Andreas (FL)
30 Riesch, Florian (FL)

Verteidigung

2 Kolacny, Florian
3 Lindlbauer, Peter (FL)
5 Prommersberger, Anton
6 Andrä, Andreas
16 Pfaff, Michael
17 Kolacny, Christian
44 Sternkopf, Pascal
92 Neal, Dennis

Angriff

7 Strobl, Florian (FL)
9 Dubé, Yanick
10 Mangold, Franz
11 Sedlmayr, Johannes (FL)
14 Fischhaber, Christoph
22 Ritschel, Markus
25 Ehliz, Yasin (FL)
28 Urban, Christian
47 Pfleger, Marco
71 Leismüller, Martin
93 Pföderl, Leonhard (FL)
97 Pauli, Andreas
 
Schiedsrichter:: Christian Neubert, Waldemar Schmidt, Andrej Teichrib
Zuschauer: 2.812
Chaotisches Finalspiel mit bitterem Beigeschmack

Die Füchse haben am Ostermontag die Finalserie gegen Bad Tölz ausgeglichen. So viel zum positiven was das Spiel zu bieten hatte. Für den Sieg bezahlt der EVD leider mit zwei Verletzungen und einer Spieldauerstrafe und geht damit geschwächt in Spiel 3 am Mittwoch.

Das Finalspiel vor heimischer Kulisse fing gut an für die Füchse. Zahlreiche Fans waren dem Aufruf gefolgt und frühzeitig in die Halle gekommen. Schon beim Warmup herrschte gute Stimmung auf den Rängen. Alles war für den Endspielfight gerichtet. Auch nach 41 Sekunden lief alles weiterhin nach Plan als Patrick Raaf-Effertz die schnelle Führung erzielte. Bereits in der fünften Spielminute erhöhte Norman Hauner auf 2:0. Zu diesem Zeitpunkt hatte der EVD das Spiel klar in der Hand und es schien als würde das Spiel eine deutliche Angelegenheit werden an diesem Abend. Mit dem Anschlusstreffer kurz vor der Pause durch Ex-Fuchs Johannes Sedlmayr hatte das Drittel nur einen kleinen Makel.

Im zweiten Drittel wurde es dann chaotisch und Schiedsrichter Neubert glitt das Spiel mehr und mehr aus der Hand. Zunächst musste Daniel Huhn das Feld mit einer ausgekugelten Schulter verlassen. Diese wurde ihm noch in der Halle unter großen Schmerzen eingerenkt. Dennoch wird Daniel voraussichtlich in der nächsten Partie fehlen. Dann wurde in der 30 Minute Dennis Fischbuch auf Höhe der Mittellinie durch einen Ellbogencheck nieder gestreckt. Der Füchseangreifer blieb benommen liegen, aber keiner der drei Unparteiischen hatte die Situation gesehen und so blieb jegliche Strafe aus, was zu Aufregung nicht nur auf den Rängen führte. Dennis , der kurzzeitig das Bewusstsein verloren hatte, musste mit der Trage von Eis gebracht werden. Er verbrachte die Nacht mit Verdacht auf Gehirnerschütterung zur Beobachtung im Krankenhaus und wird für den Rest der Saison ausfallen. Wenige Sekunden später klärten die Füchse die Fehlentscheidung per Faustkampfeinlage auf dem Eis. Folge der Massenschlägerei war eine Spieldauerstrafe gegen den Tölzer Peter Lindl und eine weitere für Benjamin Hanke. Und dies war zugleich der größte Skandal des Spiels. Denn Hanke erhielt die Strafe nicht etwa wegen seines Anteils an der Prügelei, sondern wegen des angeblichen Wurfs einer Trinkflasche auf die Eisfläche. Die Flasche war wirklich auf dem Eis gelandet. Nur hatte diese nicht Benjamin Hanke, sondern Co-Trainer Matthias Roos geworfen. „Ich habe das den Schiris gesagt und mich auch für diese Unsportlichkeit entschuldigt“, sagte Roos. Das interessierte den Schiedsrichter aber herzlich wenig und so blieb es dabei. Die Füchse mussten nun den Rest des Spiels mit drei wichtigen Spielern weniger bestreiten. Spielerisch hatte das Drittel im Übrigen nichts mehr zu bieten. Trotz zahlreicher Strafzeiten vielen keine weiteren Tore.

„Gut dass beide Mannschaften im letzten Drittel so diszipliniert gespielt haben“, kommentierten beide Trainer die Schiedsrichterleistung nach dem Spiel. Und in der Tat besonnen sich beide Teams im letzten Abschnitt aufs Eishockey. Die Liste der fragwürdigen Entscheidungen wurde leider dennoch etwas länger. Alexander Preibisch lief bei drei gegen drei Spielern auf dem Eis alleine aufs Tölzer Tor. Er wurde gefoult, es gab eine Strafe – aber nicht den fälligen Penalty. Und als die Füchse Sekunden vor dem 2:2-Ausgleich durch Sedlmayr (53.) ein Foul reklamierten, lagen sie wohl ebenfalls nicht falsch. Dennoch zählte der Gegentreffer und es ging in die Overtime. Hier verpasste das Schiedsrichtergespann den Füchsen eine vier Minuten dauernde Unterzahl, die man aber mit viel Einsatz schadlos überstand. In der 69. Minuten gab es dann aber doch noch das Happy End für die knapp 2800 Zuschauer, als Diego Hofland zum Sudden Death traf. Unter dem ohrenbetäubende Jubel war die Erleichterung der Anhängerschaft deutlich zu spüren.

Mit dem Sieg gleichen die Füchse die Serie nun aus und erzwingen ein viertes Spiel am Freitag, das ab 19:30 in der Scania Arena ausgetragen wird. Trotz der tragischen Ausfälle wird das Team nun versuchen Alles in die Waagschale zu werfen um den Pott in den Westen zu holen, wie es Trainer Fritzmeier vor Beginn des Finals angekündigt hatte.

Tore:

1:0 (0:41) Raaf-Effertz (Schöbel)
2:0 (4:18) Hauner (Klingsporn)
2:1 (17:27) Sedlmayr (Strobl, Pfleger)
2:2 (52:45) Sedlmayr (Dubé/5–4)
3:2 (68:11) Hofland (Gogulla, Breitkreuz/ 4-3)

Strafen:

Duisburg: 26 + Spieldauer (Hanke)
Bad Tölz: 18 + 10 (Ehliz) + Spieldauer (Lindlbauer)

Zuschauer: 2812
 
Tölzer Löwen Duisburg gleicht in der Serie aus

In der Playoff-Finalserie steht es nach dem zweiten Spiel 1:1. Nach dem klaren 4:1-Heimsieg vom Karsamstag unterlagen die Tölzer Löwen den Duisburger Füchsen am Ostermontag nach Verlängerung mit 2:3 (1:2, 0:0, 1:0). Parallelen zum mustergültig fairen ersten Aufeinandertreffen lassen sich kaum finden: Die Teams kassierten diesmal fast 100 Strafminuten, mehrfach musste das Spiel unterbrochen werden, nachdem Zuschauer Gegenstände aufs Eis geworfen hatten. Der Tölzer Verteidiger Peter Lindlbauer und Füchse-Stürmer Benjamin Hanke mussten nach Spieldauer-Disziplinarstrafen wegen "unnötiger Härte" das Eis vorzeitig verlassen und sind beim dritten Finalspiel am Mittwoch (19.30 Uhr, Hacker Pschorr-Arena) gesperrt.

Und dabei war es nicht mehr als eine Bagatelle, die das Spiel derart hatte entgleisen lassen: Löwen-Stürmer Yanick Dubé hatte wieder einmal eines seiner legendären Zaubertore versucht, war dabei jedoch am Duisburger Schlussmann Björn Linda gescheitert, traf diesen jedoch mit der Schlägerschaufel. Dies wäre, wie Löwen-Sportdirektor Franz Fritzmeier fand, der Moment gewesen, an dem Schiedsrichter Christian Neubert (Berlin) hätte eingreifen müssen - mit einer Zehn-Minuten-Strafe gegen Benjamin Hanke, der sich in den folgenden Minuten als "Racheengel" betätigte und nichts unterließ, um die Situation eskalieren zu lassen. Dass das Spiel am Ende dennoch ein halbwegs geordnetes Ende nahm, war, wie Fritzmeier fand, "nur der Besonnenheit beider Mannschaften" zu verdanken.

Patrick Raaf-Effertz und Norman Hauner hatten Duisburg vor mehr als 2800 Zuschauern in nicht einmal fünf Minuten mit 2:0 in Führung geschossen. Löwen-Topscorer Hannes Sedlmayr gelang der Ausgleich für Bad Tölz, bevor Diego Hofland in der Nachspielzeit das glückliche Siegtor für Duisburg schoss, was bedeutet, dass die Tölzer Löwen am kommenden Freitag erneut an der Wedau antreten müssen. Für Franz Fritzmeier, den Löwen-Sportdirektor, überwogen dennoch die positiven Aspekte: "Wir haben ein tolles Eishockeyspiel gesehen, ärgern uns nur über das Ergebnis, nicht über die großartige Leistung unserer Mannschaft. Aber den Vorteil holen wir uns im Heimspiel am Mittwoch auf eigenem Eis wieder zurück."
 

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Mittwoch, 11. 04. 2012 Tölzer Löwen vs EV Duisburg Füchse 6 : 3 2:1-2:1-2:1
Tore:

Tor

12:26 1:1 Tölzer Löwen - Andreas Pauli (Dominik Walleitner)
14:30 2:1 Tölzer Löwen - Christian Urban (Florian Strobl(FL))
25:58 3:1 Anton Prommersberger (Yasin Ehliz(FL), Marco Pfleger)
37:31 4:2 Christoph Fischhaber (Johannes Sedlmayr (FL), Yanick Dubé)
56:54 5:3 Michael (FL) Fischer
58:24 6:3 Christoph Fischhaber (Empty Net) (Yanick Dubé, Christian Urban)
 
08:00 0:1 Christoph Ziolkowski (FL) (Norman Hauner(FL))
31:11 3:2 Michael Hrstka (Diego Hofland (FL))
41:16 4:3 Thomas Ziolkowski
 
 
Strafen: 2 Minuten Strafe 06:19 Dominik Walleitner - (Beinstellen)
08:38 Franz Mangold - (Halten des Gegners)
26:11 Leonhard Pföderl (FL) (Hoher Stock)
27:13 Pascal Sternkopf (Stock-Check)
40:00 Andreas Pauli (Stockschlag)
46:41 Andreas Pauli (Beinstellen)
46:41 Andreas Pauli (Beinstellen)
51:16 Johannes Sedlmayr (FL) (Beinstellen)
53:37 Dennis Neal (Check gegen die Bande)
59:32 Leonhard Pföderl (FL) (Unnötige Härte)
 
12:58 Daniel (FL) Fischbuch - (Stockschlag)
19:49 Patrik Gogulla - (Stock-Check)
31:24 Denis Fominych (FL) (Unkorrekter Körperangriff)
59:32 Maik Klingsporn (FL) (Unnötige Härte)
 
 
  5 Minuten Strafe keine   19:49 Patrik Gogulla - (Stock-Stich)  
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   19:49 Patrik Gogulla - (Stock-Stich)  
  Matchstrafe keine   keine    
Team Team

Goalie

29 Jenike, Andreas (FL)
30 Riesch, Florian (FL)

Verteidigung

2 Kolacny, Florian
3 Lindlbauer, Peter (FL)
5 Prommersberger, Anton
6 Andrä, Andreas
16 Pfaff, Michael
17 Kolacny, Christian
44 Sternkopf, Pascal
92 Neal, Dennis

Angriff

7 Strobl, Florian (FL)
9 Dubé, Yanick
10 Mangold, Franz
11 Sedlmayr, Johannes (FL)
14 Fischhaber, Christoph
21 Fischer, Michael (FL)
22 Ritschel, Markus
25 Ehliz, Yasin (FL)
28 Urban, Christian

29

Jenike,Andreas (FL)
47 Pfleger, Marco
91 Walleitner, Dominik
93 Pföderl, Leonhard (FL)
97 Pauli, Andreas
 

Goalie

30 Linda, Björn (FL)
35 Renkewitz, Etienne (FL)

Verteidigung

16 Raaf-Effertz, Patrick (FL)
23 Ziolkowski, Thomas
57 Klingsporn, Maik (FL)
72 Opree, Nico (FL)
76 Gogulla, Patrik
85 Schmidt, Markus
88 Hrstka, Michael

Angriff

6 Hofland, Diego (FL)
10 Hauner, Norman (FL)
12 Behlau, Pascal
17 Fischbuch, Daniel (FL)
19 Hanke, Benjamin
27 Palka, Dennis (FL)
29 Preibisch, Alexander (FL)
37 Schöbel, Mats
71 Breitkreuz, Clarke
74 Fominych, Denis (FL)
81 Ziolkowski, Christoph (FL)
 
Schiedsrichter:: Florian Forhlich, Andreas Hofer, Michael Sauer
Zuschauer:  
Tölzer Löwen Löwen fahren zweiten Heimspielsieg gegen Duisburg ein

Zwei Matchbälle für die Tölzer Löwen: Mit 6:3 (2:1, 2:1, 2:1) besiegten die Oberbayern am Mittwoch in eigener Halle die Füchse Duisburg, führen in der Oberliga-Playoff-Finalserie nach drei Spielen mit 2:1 und könnten sich am Freitag (19.30 Uhr) mit einem Sieg im vierten Aufeinandertreffen an der Wedau den Titel holen. Ansonsten sehen sich die beiden Teams am kommenden Sonntag (19 Uhr) in der HackerPschorr-Arena ein weiteres und definitiv letztes Mal.

Über eine Szene werden die knapp 3000 Zuschauer sicher lebhaft diskutiert haben: Es war der Ausraster von Füchse-Stürmer Patrik Gogulla im zweiten Drittel. Zunächst leistete sich der 23-Jährige einen Stockschlag. Auf dem Weg zur Strafbank verabschiedete er sich in der Spielunterbrechung von seinem Gegenspieler mit einen Stockstich. Und als Krönung versetzte Gogulla einem Mitglied des Bankpersonals einen Schlägerhieb auf den Unterarm. Geschadet hat er damit nicht nur sich selbst, sondern vor allem seinem Team. Sieben kraftraubende Minuten lang musste Duisburg in Unterzahl spielen und kassierte auch noch das 1:3. Der 23-Jährige ist nach einer Spieldauer-Disziplinarstrafe am Freitag gesperrt. Füchse-Trainer Franz Fritzmeier war der Zorn über Gogullas sinnfreien Auftritt noch eine halbe Stunde nach Spielende anzumerken, als sich der Coach für die Entgleisung eines Spielers in aller Form beim Gegner entschuldigte. Es ist Spekulation, ob Duisburg ohne diesen Filmriss gewonnen hätte. Jedenfalls wäre für die Gäste mehr drin gewesen. Denn so souverän, wie sich das Ergebnis anhört, war der Tölzer Sieg beileibe nicht. Tatsächlich war es ein Kampf auf Messers Schneide, der erst durch eine Einzelaktion in der 57. Minute entschieden wurde: Nach einem Bullygewinn schnappte sich Michael Fischer die Scheibe, überlief seinen Gegenspieler und ließ Füchse-Schlussmann Björn Linda beim Treffer zum 5:3 keine Chance. "Schade", bedauerte Franz Fritzmeier hinterher, "wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und waren nahe dran zu gewinnen." Sein Tölzer Kollege Florian Funk freute sich über den 13. Heimsieg seiner Mannschaft in Folge und sieht dem Spiel am Freitag optimistisch entgegen: "Der Druck lastet nun auf Duisburg. Wir werden versuchen, die Sache am Freitag zu erledigen. Und wenn es nicht gelingt, haben wir am Sonntag ja nochmal ein Spiel."

Torschützen für Bad Tölz waren Christoph Fischhaber (2) Andreas Pauli, Florian Strobl, Toni Prommersberger und Michael Fischer. Für Duisburg trafen Christoph Ziolkowski (zum 0:1 und 3:4) sowie Diego Hofland (zum 2:3).
 
Trotz großer Moral ein verdienter Sieg für Bad Tölz

Die Füchse stecken in einem engen Spiel nie auf und kämpfen sich immer wieder zurück uns Spiel. Dennoch gewinnen die Gastgeber verdient mit 6:3. Jetzt gilt es für die Füchse am Freitag alles zu geben um die Chance auf die Oberliga-Meisterschaft zu wahren.

Es war am Mittwoch Abend erneut ein kämpferisches Finalspiel zwischen den beiden besten Teams der diesjährigen Oberliga Saison. Zunächst lief es gut für die Füchse, die mit viel Tempo das Spiel aufnahmen. In der achten Minute traf Christoph Ziolkowski zur Gästeführung. Doch die Hausherren meldeten sich schnell zurück und drehten das Spiel noch vor der Pause durch Tore von Andreas Pauli und Christian Urban. Dann kam es zur unschönsten Szene des Spiels. Zunächst kassierte Patrik Gogulla eine 2 Minuten-Strafe wegen Stockschlags und leiste sich dann einen folgenschweren Aussetzer. Nach einem Stockstich gegen Yanick Dubé gab der Schiedsrichter zusätzlich 5 Minuten plus eine Spieldauerstrafe für Gogulla. Somit fehlte dem EVD für zwei Drittel ein wichtiger Spieler in der Abwehr. Die lange Unterzahlsituation nutzen die Löwen dann durch einen Treffer von Anton Prommersberger zum 3:1.

Aber die Füchse steckten nicht auf. Michael Hrstka verkürzte zur Halbzeit des Spiels auf 3:2, ehe Christoph Fischhaber den alten Abstand wieder herstellte. Im letzten Drittel gaben die Jungs von Trainer Fritzmeier weiter alles um die drohende Niederlage abzuwenden. Kurz nach der Pause erzielte Thomas Ziolkowski erneut den Anschlusstreffer. Der EVD machte in dieser Phase enorm Druck und schoss aus allen lagen. Doch was den Füchsen nicht gelang, machte Michael Fischer dann mustergültig vor. Mit einem schnellen Konter traf er zum vorentscheidenden 5:3. Fritzmeier nahm nach einer Auszeit Goalie Linda von Eis um nichts unversucht zu lassen. Leider vergebens, denn Christoph Fischhaber traf wenige Sekunden später ins leere Tor und stellte den 6:3 Endstand her. Nun heißt es am Freitag Abend ab 19:30 Uhr beim letzten Heimspiel der Saison in der Scania Arena Alles oder Nichts für den EVD. Mit einem Sieg kann man sich ein fünftes und letztes Spiel in Bad Tölz sichern. Noch ist die Serie nicht entschieden.

Die Füchse hoffen wieder auf zahlreiche Unterstützung des Duisburger Publikums. Die Kassen öffnen daher am Freitag bereits ab 16:00 Uhr.

Tore:

0:1 (8:00) Christoph Ziolkowski (Hauner/5-4)
1:1 (12:26) Pauli (Walleitner)
2:1 (14:30) Urban (Strobl/5-4)
3:1 (25:58) Prommersberger (Ehliz, Pfleger/5-4)
3:2 (31:10) Hrstka (Hofland)
4:2 (37:31) Fischhaber (Sedlmayr, Dubé)
4:3 (41:16) Thomas Ziolkowski (5-4)
5:3 (56:54) Fischer
6:3 (58:24) Fischhaber (Dubé, Sedlmayr/ENG)

Strafen:

Bad Tölz: 18
Duisburg: 8 + 5 + Spieldauer (Gogulla)

Zuschauer: 2945
 

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Freitag, 13. 04. 2012 EV Duisburg Füchse vs Tölzer Löwen 3 : 4 OT 0:1-1:1-2:1-0:1
Tore:

Tor

32:04 1:1 Benjamin Hanke (Daniel Fischbuch (FL))
41:44 2:2 Daniel Huhn (Mats Schöbel, Clarke Breitkreuz)
59:03 3:3 Markus Schmidt (Christoph Ziolkowski (FL), Daniel Huhn)
11:56 0:1 Johannes Sedlmayr (FL)
37:01 1:2 Johannes Sedlmayr (FL) ((Yanick Dubé, Florian Strobl (FL))
44:53 2:3 Pascal Sternkopf (Christian Urban)
63:28 3:4 Florian Strobl (FL) (Peter Lindlbauer (FL))
 
 
Strafen: 2 Minuten Strafe 10:33 Daniel Fischbuch (FL) (Halten des Gegners)
26:39 Daniel Huhn (Unkorrekter Körperangriff)
44:10 Füchse Duisburg Clarke Breitkreuz - (Zu viele Spieler auf dem Eis)
51:26 Füchse Duisburg Clarke Breitkreuz - (Zu viele Spieler auf dem Eis)
 
18:51 Peter Lindlbauer (FL) (Beinstellen)
57:48 Anton Prommersberger - (Beinstellen)
49:12 Tölzer Löwen Florian Kolacny - (Spielverzögerung)
 
  5 Minuten Strafe keine   keine    
  10 Minuten Strafe keine   keine    
  Spieldauer-Strafe keine   keine    
  Matchstrafe keine   keine    
Team Team

Goalie

30 Linda, Björn (FL)
35 Renkewitz, Etienne (FL)

Verteidigung

16 Raaf-Effertz, Patrick (FL)
23 Ziolkowski, Thomas
57 Klingsporn, Maik (FL)
72 Opree, Nico (FL)
85 Schmidt, Markus
88 Hrstka, Michael

Angriff

6 Hofland, Diego (FL)
10 Hauner, Norman (FL)
12 Behlau, Pascal
17 Fischbuch, Daniel (FL)
19 Hanke, Benjamin
27 Palka, Dennis (FL)
29 Preibisch, Alexander (FL)
34 Huhn, Daniel
37 Schöbel, Mats
71 Breitkreuz, Clarke
74 Fominych, Denis (FL)
81 Ziolkowski, Christoph (FL)

Goalie

29 Jenike, Andreas (FL)
31 Goll, Jakob (FL)

Verteidigung

2 Kolacny, Florian
3 Lindlbauer, Peter (FL)
5 Prommersberger, Anton
6 Andrä, Andreas
16 Pfaff, Michael
17 Kolacny, Christian
44 Sternkopf, Pascal

Angriff

7 Strobl, Florian (FL)
9 Dubé, Yanick
10 Mangold, Franz
11 Sedlmayr, Johannes (FL)
14 Fischhaber, Christoph
21 Fischer, Michael (FL)
25 Ehliz, Yasin (FL)
28 Urban, Christian
33 Oblinger, Alexander (FL)
47 Pfleger, Marco
71 Leismüller, Martin
91 Walleitner, Dominik
93 Pföderl, Leonhard (FL)
97 Pauli, Andreas
 
Schiedsrichter:: Sven Fischer, Razvan Gavrillas, Lars Richter
Zuschauer: 4.007
Wir gratulieren dem neuen Oberliga-Meister

Vor einer würdigen Endspielkulisse ging die Finalserie zu Ende und hat mit Bad Tölz einen ebenso würdigen Meister gefunden. Wir gratulieren zum Aufstieg und und sind stolz auf unsere Duisburger Mannschaft.

Der EV Duisburg holt die Vize-Meisterschaft vor einer fantastischen KulisseDer EV Duisburg holt die Vize-Meisterschaft vor einer fantastischen Kulisse

Das Ende einer langen Saison ist gekommen. Einer Saison deren Ausgang so wahrscheinlich niemand erwartet hat. Der EVD geht als Vizemeister aus einem Finale, das wohl nicht besser hätte besetzt sein können. Alle Beteiligten waren sich nach dem Spiel einig, dass diese Serie Werbung für das deutsche Eishockey war und mit den Tölzer Löwen einen würdigen Meister gefunden hat.

Ein wenig war es dem Spiel anzusehen, dass die Füchse mit dem Rücken zur Wand standen. Im ersten Drittel merkte man dem Team an, dass sie sich der Alles oder Nichts Situation bewusst waren. Zudem machten die Gäste reichlich Druck und verhinderten durch tiefes Forechecking den Spielaufbau in Richtung Tölzer Tor. In der 12. Minute erzielte Ex-Fuchs Johannes Sedlmayr, der den EVD bereits in den ersten drei Spielen des öfteren mit Toren geärgert hatte, die verdiente Führung. Vor dem zweiten Drittel hatte der Trainer Franz Fritzmeier scheinbar die richtigen Worte in der Kabine gefunden. Der EVD war endlich im Spiel angekommen und kam durch Benjamin Hanke zum Ausgleich. Leider endete der zweite Abschnitt wieder mit einem Tor Vorsprung für Bad Tölz, nachdem erneut Sedlmayr zum 1:2 traf. Dass man sich aber keineswegs aufgeben wollte bewies Daniel Huhn, der direkt nach der zweiten Pause den erneuten Ausgleich erzielte. Für deutliche Missstimmung beim Trainer sorgten dann zwei unnötige Strafzeiten wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Eine davon nutzte zu allem Übel Pascal Sternkopf zum 2:3. Von da an sah es lange so aus als wäre der EVD geschlagen. Das Team kämpfte zwar, brachte den Puck aber nicht unter. Eine Minute vor Schluss verschaffte Fritzmeier seinen Jungs dann mit einer Auszeit ein wenig Luft und schickte Torhüter Björn Linda gar nicht erst wieder aufs Eis. Mit sechs Feldspielern sollte die Verlängerung erzwungen werden. Und das gelang 57 Sekunden vor dem Aus Verteidiger Markus Schmidt, der zum 3:3 traf und für riesigen Jubel auf den Rängen sorgte. Die Halle stand Kopf, doch die Freude dauerte nicht lange. Nach 3 Minuten und 28 Sekunden in der Overtime war die Oberliga Saison endgültig beendet. Florian Strobl hatte die Löwen zur Meisterschaft geschossen und für Ernüchterung in den Gesichtern der Duisburger Spieler gesorgt.

Die Fans dagegen feierten ihr Team einfach weiter. „Wir sind stolz auf unser Team“, schallte es durch die Halle. Und damit bedankten sich die Duisburger bei ihrer Mannschaft, die alle Erwartungen übertroffen und die gesamte Saison mit Einsatz und Leidenschaft für großartige Unterhaltung gesorgt hatte. Über 4000 Zuschauer, die an diesem Abend das Spiel live in der Scania Arena verfolgten, sind der beste Beweis, dass dieses junge Team die Freude am Eishockey in der Stadt zurück gegeben hat. Nach einigen erfolglosen Jahren in der DEL und dem Abstieg in die vierte Liga der vielleicht größte Erfolg der Jungen Wilden von Franz Fritzmeier in dieser Saison. Auch wenn das „I-Tüpfelchen“ auf dieser Saison am Ende fehlt, wie der Trainer sagt, kann man nur zur Vize-Meisterschaft gratulieren und den Hut vor dieser Mannschaft ziehen. Ebenfalls gratulieren wir natürlich den Tölzer Löwen zum Aufstieg in die 2. Bundesliga. Mit der jungen Truppe aus Bayern hat dieses Finale sicher einen würdigen Meister gefunden.

Wir wünschen allen Eishockeyfans eine schöne Sommerpause und hoffen uns in der nächsten Saison wieder so zahlreich in der heimischen Arena wiederzusehen wenn das Team zum zweiten Anlauf auf den Titel ausholt.

Tore:

0:1 (11:56) Sedlmayr (5-4)
1:1 (32:04) Hanke (Daniel Fischbuch, Preibisch)
1:2 (37:01) Sedlmayr (Dubé, Strobl)
2:2 (41:44) Huhn (Schöbel, Breitkreuz)
2:3 (44:53) Sternkopf (Urban/5-4)
3:3 (59:03) Schmidt (Christoph Ziolkowski, Huhn/6-5)
3:4 (63:28) Strobl (Lindlbauer)

Strafen:

Duisburg: 8
Bad Tölz: 6

Zuschauer: 4007
 
Tölzer Löwen Die Buam sind Oberligameister!Die Buam sind Oberligameister!

Der Deutsche Oberligameister 2012 heißt: Tölzer Löwen! Mit einem 4:3 (1:0, 1:1, 1:2)-Sieg nach Verlängerung setzte die Mannschaft von Florian Funk am Freitag den 13. vor mehr als 4000 Zuschauern im Hexenkessel der Duisburger Füchse den Schlusspunkt einer mitreißenden Playoff-Finalserie. Exakt um 21:47 gelang Florian Strobl in der vierten Minute der Verlängerung das Tor, das den dritten Sieg in der Serie bedeutete und die jungen Löwen und ihren Anhang in einen Freudentaumel stürzte. Da flogen Helme, Schläger und Handschuhe durch die Luft, herzten und umarmten sich Spieler, Trainer und Betreuer. Juchzend überschütteten Florian Strobl und Kapitän Christian Urban ihren Trainer mit einem Schwall Iso-Drink. ECT-Präsident Josef Hintermaier, der gerade als Erster gratulieren wollt, kriegte auch etwas ab. Das faire und stimmgewaltige Duisburger Publikum feierte derweil Sieger und Besiegte, bevor Ligenleiter Oliver Seliger Pokal und Medaillen überreichte.

In den vorangegangenen 63 Spielminuten hatten die beiden Teams ihre Anhängerschaft durch ein Wechselbad der Gefühle gejagt. Tölz legte – durch Hannes Sedlmayr (2) und Pascal Sternkopf jeweils vor. Zweimal hatten die Füchse durch Benjamin Hanke und Daniel Huhn ausgeglichen, als es beim Stande von 3:2 für die Gäste auf die Zielgerade ging. Eineinhalb Minuten vor Schluss „opferte“ der Duisburger Trainer Franz Fritzmeier seinen Torwart Björn Linda zu Gunsten eines weiteren Feldspielers. Und die Rechnung ging auf. 57 Sekunden vor Schluss hämmerte Markus Schmidt den Puck von der blauen Linie zum Ausgleich in den Löwen-Kasten. Duisburg himmelhoch jauchzend, Tölz zumindest geknickt. Am Ende aber entschied die individuelle Klasse: In der Overtime gewann Christoph Fischhaber den entscheidenden Zweikampf, bediente Florian Strobl, der gedankenschnell vollstreckte. Der Rest war Jubel, Trubel, Heiterkeit – und die neidlose Anerkennung des Gegners: „Tölz ist ein würdiger Aufsteiger. Ich wünsche der Mannschaft viel Glück in der II. Liga“, sagte Franz Fritzmeier und lobte auch sein Team: „Ich bin sehr, sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben eine tolle Saison gespielt – leider ohne den krönenden Abschluss.“ Glückwünsche zum Aufstieg mochte Florian Funk indessen nicht entgegen nehmen: „Jetzt feiern wir erst einmal. Das haben wir uns verdient. Und am Montag setzen wir uns zusammen und überlegen gemeinsam, wie es weitergeht. So oder so, unser Konzept werden wir beibehalten.“

Einer, der das Löwen-Trikot auch künftig tragen wird, ist Kapitän Christian Urban. Für ihn war es nach 2006 bereits der zweite Aufstieg. Den Stellenwert des aktuellen Erfolges schätzt Urban deutlich höher ein: „Damals hatten wir ein Profiteam, das zu stark war für die Oberliga. Diesmal haben wir es mit einer ganz jungen Mannschaft geschafft, deren Ziel im Vorjahr war, in der Liga irgendwie mitzuspielen. Da waren wir das Überraschungsteam. Heuer mussten wir mit deutlich mehr Druck fertig werden. Die Aufbauarbeit von Trainern und Spielern ist heute gekrönt worden.“

Dass das fünfte Finalspiel am Sonntag in Bad Tölz nun nicht mehr stattfindet und den Löwen die Einnahmen einer mutmaßlich ausverkauften Arena entgehen, daran verschwendete garantiert niemand einen Gedanken. Co-Trainer Lenz Funk fand gar: „So einen Erfolg auswärts perfekt zu machen, das ist das Allerschönste!“ Und der Weg zur Arena lohnt sich für die Löwen-Fans am Sonntag ja dennoch: Um 15 Uhr beginnt die offizielle Meisterschaftsfeier.
 

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